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Wie gut ist Ihre Handschrift, und wie zufrieden sind Sie damit?
Ich finde meine Handschrift schön bzw. schön genug und bin mit ihr zufrieden. 48%  48%  [ 72 ]
Meine Handschrift ist vielleicht nicht schön oder für Dritte leicht lesbar, aber mich stört das nicht weiter - ich habe mich damit soweit abgefunden. 13%  13%  [ 20 ]
Ich bin mit meiner Handschrift ziemlich unzufrieden. Irgendwann müsste ich mal was dagegen tun... 39%  39%  [ 59 ]
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BeitragVerfasst: 11.02.2006 19:04 

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Hallo, Füllerfreunde,

ich habe gerade wieder einmal verspüren dürfen, wie ein Kugelschreiber bei mir wirkt: Ich habe unter recht hohem Druck bei einer Landesmeisterschaft (u.a. Qualifikation für deutsche Meisterschaft) die Wertungen protokolliert und daraus auch unter Zeitdruck die folgenden Wettkampf-Paarungen errechnet. Fehler werden dabei heftigst "belohnt" :wink:

Da ich nicht wusste, wie der Tag laufen wird (ich war für für einige Teile der Organisator) habe ich nur mit billigen Kugelschreibern geschrieben - zu schnell ist da ein Schreibgerät entschwunden.

Oh, man - ich konnte meine Schrift kaum lesen. Was für ein Gekrakel.

Wenn ich im Dienst unter Zeitdruck schreibe, wird meine Schrift zwar auch schlechter, aber nicht so extrem. Mit einer schönen OB- oder Stubfeder bleibt die Form dennoch leidlich erhalten. Aber mit dem Kuli war alles hinüber.

Für mich mal wieder die Bestätigung, dass zumindest Federn mit einer kalligrafischen Neigung für die Schrift zuträglich sein könnten.

Viele Grüße von einem müden Dieter N.


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 Betreff des Beitrags: Re: Meine Tipps zur guten Handschrift!
BeitragVerfasst: 22.02.2006 13:47 

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absia hat geschrieben:
Um die Schreibgeschwindigkeit erheblich zu steigern und die Handbewegungen gleichzeitig zu minimieren, empfiehlt es sich, den Füller etwas länger zu fassen, d.h. das Schreibgerät nur noch zwischen Zeige- und Mittelfinger zu klemmen und den Daumen zurückzunehmen an den Schaft. Der Daumen hat vorne in der Griffmulde nichts zu suchen! Die Feder steht dann von alleine etwas weiter aus den Fingern hervor und kann flacher aufgesetzt werden. Sie kann dann fast nur noch aus dem Handgelenk geführt werden.


Hallo Peter,

diese Handhaltung probiere ich gerade aus. Die Bewegung kommt tatsächlich automatisch aus dem Handgelenk, weil die Finger unbeweglicher werden. Aber so ganz einfach ist es nicht.
Ich habe irgendwo im Netz eine Abbildung dieser Handhaltung gefunden, aber Deiner Beschreibung ist eigentlich nichts hinzuzufügen.

Gruß,
Lars


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 Betreff des Beitrags: Re: Meine Tipps zur guten Handschrift!
BeitragVerfasst: 05.03.2006 13:12 

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absia hat geschrieben:

8.(...) Man erkennt eine solche Anfängerhaltung an den nach außen geknickten vorderen Fingergliedern an Schülerhänden (...)
empfiehlt es sich, den Füller etwas länger zu fassen, d.h. das Schreibgerät nur noch zwischen Zeige- und Mittelfinger zu klemmen und den Daumen zurückzunehmen an den Schaft.


Hallo Füllhalterfreunde und -freundinnen,
wer von Euch schreibt eigentlich mit so einer Profi-Handhaltung?
Ich übe seit einiger Zeit, aber es fällt mir schwer, den Zeigefinger nach außen zu krümmen.
Wenn ich Peters Beschreibung und alte Abbildungen zu Rate ziehe, muss der Zeigefinger tatsächlich nach außen gebogen werden, so wie beim "o.k."-Zeichen, nur etwas flacher.
Ich muss mich bewusst dazu zwingen und werde mit einer herrlich entspannten Hand und entspannter Schulter belohnt, allerdings glaube ich, die Kontrolle über das Schreibgerät zu verlieren - es droht über das Papier zu sausen.
So nach und nach stellt sich aber ein ganz neues Schreibgefühl ein!

Viele Grüße

Lars


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BeitragVerfasst: 05.03.2006 14:28 

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Hallo Lars,

ich schreibe von jeher so. Ich hab's schon in der Schule so gelernt und zum Glück auch durch viele Jahre Kuli nicht verloren.
Verspannung oder Verkrampfen beim Schreiben kommen bei mir auch nur sehr selten vor - zum Glück.

Viele Grüße
Matthias


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BeitragVerfasst: 05.03.2006 18:11 

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Hallo alle miteinander!

Hat jemand von Euch vielleicht eine Abbildung zu der von Peter beschriebenen Schreibhaltung? So, wie ich es momentan ausprobiere fühl ich mich wirklich sehr unsicher mit dem Stift. Kann natürlich jetzt am Anfang normal sein, aber ich würd natürlich trotzdem gerne wissen, ob ich das überhaupt richtig umsetze.

Viele Grüße,
C. Giering


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BeitragVerfasst: 05.03.2006 22:34 

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Hallo,

cgiering hat geschrieben:
Hat jemand von Euch vielleicht eine Abbildung zu der von Peter beschriebenen Schreibhaltung? So, wie ich es momentan ausprobiere fühl ich mich wirklich sehr unsicher mit dem Stift. Kann natürlich jetzt am Anfang normal sein, aber ich würd natürlich trotzdem gerne wissen, ob ich das überhaupt richtig umsetze.


genau dieses Anliegen unterstüütze ich mal voll und ganz. :)

So, wie ich den Füller nach der Anleitung halte, kann es irgendwie nicht richtig sein - denke ich. :roll:


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BeitragVerfasst: 05.03.2006 22:35 

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Erschreckend - im positiven Sinne!

Ich hatte die Daumenhaltung zuerst falsch interpretiert und bin durch eure Nachfrage darüber gestolpert. Das Ganze funktioniert ja ausgezeichnet. Am meisten überrascht mich, dass die Schrift trotz der anderen Haltung fast identisch ist. Ich hätte mit einer deutlichen Veränderung gerechnet.

Ich werde vor allem im Dienst mal testen, wie es unter Stress und mit verschiedenen Federn und (durch Spargedanken) z.Z. miesem Papier aussieht. Vor allem das Verhalten bei O-Federn wird spannend, weil ich im Moment dabei noch keine exakte Ausrichtung des Füllers in der Längsachse erfühlen kann und nicht jede meiner Federn gegenüber einer Rotation tolerant ist.


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BeitragVerfasst: 06.03.2006 12:03 

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cgiering hat geschrieben:
Hat jemand von Euch vielleicht eine Abbildung zu der von Peter beschriebenen Schreibhaltung?


So etwa sollte sie wohl aussehen:
http://briem.ismennt.is/4/4.3a/4.3.1.what.works.htm
Gefunden auf einer Seite zur englischen Copperplate-Handschrift.

Viele Grüße

Lars


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lw7275 hat geschrieben:
So etwa sollte sie wohl aussehen:
http://briem.ismennt.is/4/4.3a/4.3.1.what.works.htm
Gefunden auf einer Seite zur englischen Copperplate-Handschrift.


Nur zur Info. Der Verfasser der oben genannten Website, Gunnlaugur SE Briem, scheint der Briem zu sein, der mit Rosemary Sassoon das Buch "Better Handwriting" herausgegeben hat, das ich in einem früheren Beitrag erwähnt habe.

Niki


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BeitragVerfasst: 06.03.2006 17:17 

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lw7275 hat geschrieben:
cgiering hat geschrieben:
Hat jemand von Euch vielleicht eine Abbildung zu der von Peter beschriebenen Schreibhaltung?


So etwa sollte sie wohl aussehen:
http://briem.ismennt.is/4/4.3a/4.3.1.what.works.htm
Gefunden auf einer Seite zur englischen Copperplate-Handschrift.


Klasse, dann ist ja alles bestens - so halte ich meine Stifte schon seit einiger Zeit irgendwie unbewußt immer eher - irgendwie rutschen mir z.B. die Waterman Hemisphere (wohl wegen des glatten und recht kleinen Griffstückes) sogar fast von alleine in eine solche Position. :D

Ich hatte die Anleitung anfänglich dann wohl tatsächlich völlig falsch verstanden - mein Daumen kam etwa auf Höhe des dritten Zeigefingergliedes auf dem Schaft zum Liegen, während Mittel- und Zeigefinder krampfhaft versuchten, den Stift zwischen ihren ersten Fingergliedern zu halten...lustig. :lol:

Gruß

Mathias


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BeitragVerfasst: 06.03.2006 21:43 

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Dann habe ich den Daumen auch zu hoch geschoben, aber bis auf die Dreh-Instabilität war auch das absolut in Ordnung.

Vielleicht gibt mir das die Möglichkeit, an empfindlichen Tagen die Schreibhaltung bewusst und für die Schrift schadlos zu verändern. Diese Option ist neben der Entlastung der Finger ja vielleicht auch für die Seele gut - oft geht die Verkrampfung der Finger auch mit einer Verkrampfung des Kopfes einher...

Viele Grüße
Dieter


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BeitragVerfasst: 07.03.2006 9:05 

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Ahhh, vielen Dank. Tja, dann war auch mein Daumen wohl zu hoch angesetzt. Da hatte ich die Beschreibung von Peter wohl falsch interpretiert.
:? :wink:

Ich probier einfach weiter aus, wie ich am besten zurecht komme. Die Haltung auf der Abbildung entspricht ungefähr meiner bisherigen Haltung, bei der ich nun doch hin und wieder zu Verkmrampfungen der Finger geneigt habe ... :roll: ... irgendwas mache ich wohl doch noch falsch.


Gruß, cgiering

--- Ergänzung (eine Stunde später) ---
Habe auf der Seite, von der die gezeigte Abbildung stammt noch folgende gefunden:
Bild

Die scheint doch eher zu der von Peter beschriebenen Haltung zu passen, oder?


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BeitragVerfasst: 07.03.2006 13:18 

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cgiering hat geschrieben:
--- Ergänzung (eine Stunde später) ---
Bild

Die scheint doch eher zu der von Peter beschriebenen Haltung zu passen, oder?


Ja, das passt besser zu Peters Beschreibung. Dargestellt ist eine als modern bezeichnete Handhaltung.
Die Beschreibung der alten Copperplate-Handhaltung kann ich gar nicht nachvollziehen. Wie um Himmels Willen soll ich alle vier Knöchel aufwärts zeigen lassen? Dazu müsste ich die Hand im Gelenk ganz nach links drehen, was ich als sehr unbequem empfinde.
Aber aus der Zeichnung der Handhaltung geht das für mich nicht hervor.

Für mich ist die Krümmung des Zeigefingers entscheidend, denn sie bewirkt oder verhindert Verkrampfungen.
Die richtige Handhaltung fällt mir bei meinem eher dünnen, langen ArtPen übrigens leichter als beim dickeren M800. Wohl wegen der größeren Ähnlichkeit zur Gänsefeder, für die die Handhaltung entworfen wurde.
Viele Grüße
Lars


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BeitragVerfasst: 07.03.2006 17:19 

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Die Copperplate-Haltung soll man auch nicht im Alltag benutzen, sondern nur mit einer entsprechenden Feder. :) Ich glaube, es ist schon richtig, dass die Haltung dir seltsam vorkommt, Lars.

Freundliche Grüße
Mathias


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BeitragVerfasst: 08.03.2006 12:26 

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Ich muß sagen, nach ein paar Seiten Üben mit der vorgeschlagenen Handhaltung bin ich sehr verunsichert.

Hab ich bei meiner bisherigen Haltung nach dem Schreiben einiger Seiten den Krampf in Daumen und Zeigefinger verspürt, so hat er sich bei der neuen Handhaltung verlagert auf den Mittelhand-Bereich von Ringfinger und Zeigefinger.

Auch verliere ich einiges an Gefühl für die Führung der Feder. Ich kann - speziell bei diversen Übungen wie z.Bsp. viele aaaaaaa aneinander zuschreiben - keine Linie mehr halten. Wenn ich versuche die Buchstabenhöhe exakt an einer Linie zu begrenzen bin ich fast bis zu einem Milimeter zu hoch oder zu klein. Ganz allgemein ist das Gefühl für das Schreiben stark beeinträchtigt. Und je lockerer ich versuche die Hand zu halten umso schlimmer wird es!

Jetzt weiß ich nicht: Mit G&G (Gewalt und Geduld) weiter umgewöhnen, oder doch bei meiner falschen Schreibhaltung verbleiben?

Was würdet ihr empfehlen?

Petra


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