Guten Abend liebe Aurora-Freunde,
hier schreibt jemand, der sich auf den Weg gemacht hatte, einer zu werden. Der Aurora Virus hatte mich auch gepackt und einen heftigen aber auch kurzen Fieberschub ausgelöst.
Angefixt durch die schönen Fotos und die oft beschriebene Eigenständigekeit (ich würde jetzt sagen Eigenwilligkeit) dachte ich mir, der Aurora 88 könne wunderbar in meine entstehende Sammlung passen - nicht nur als Vitrinenauslage sondern für den täglichen Einsatz.
Rolf Thiel konnte mir den 803 besorgen. Heute ist er eingetroffen. Neben der montierten B Feder eine Stub (oder Italic, wer weiß?) und einer Oblique zur Ansicht.
Der Füllhalter selbst ist ein Prachtstück. Die Silberkappe hatte ich zwar schwerer erwartet, insgesamt vermittelt das gute Stück aber ein rundes Bild. Sehr schön.
Die Griffmulde ist etwas ausgeprägter, als bei meinem Ductus, der Durchmesser an der Stelle stimmt dennoch.
Was nicht stimmt und sich auch nach zwei Test-Seiten nicht besserte, war der Tintenfluss. Ganz gleich ob B oder Italic, der Tintenfluss (Aurora Blau) ist sehr mager.
Die Stub/Italic hat das, was ein Liebhaber dieser Federart erwartet. Da ich mich über die Jahre an den typischen Strich einer Kugelspitze angepasst habe, stimmt mein Schriftbild mit der Italic/Stub nicht mehr. Dafür kann die Feder aber nichts

Wenn ich sorgfältig und langsam, ganz bewußt in Schönschrift schreibe, wird es aber ganz ansehnlich. So ganz ist das Thema Stub für mich also noch nicht gestorben.
Die B ist nicht einmal eine M - gut sagen wir mal, sie ist eine schlanke M. Einhergehend mit dem dünnen Tintenrinsal eine ernüternde Sache.
Beide Federn sind so kratzig wie ein nasser Wollpulover. Es gab hier ja schon Hinweise auf die eigenwilligen Federn. Ich hatte das unterschätzt. Nach einer halben Seite mit dem Aurora dachte ich, na ja, daran kann ich mich vielleicht gewöhnen. Nach dem Wechsel auf meine anderen Stifte war klar, daran kann und will ich mich nicht gewöhnen.
Schade, schade, schade!