Axel hat geschrieben:
Hallo an Alle,
ich bin zwar schon lange Forumsmitglied, aber melde mich selten zu Wort.
Mein neuer Pelikan M101N ist jedoch in jeder Beziehung einen Beitrag wert.
Ich hatte immer gehofft, dass Pelikan genau dies macht – den 101N in einer »modernen Inkarnation« auf den Markt zu bringen. So habe ich dann auch vor zwei Tagen »zugeschlagen« – im Fachhandel, voller Listenpreis von 350 Euro.
Ich muss sagen, Pelikan hat bei diesem Modell alles richtig gemacht und verdient ein großes Lob dafür. Selbstverständlich ist das meine persönliche Sicht, genauso subjektiv wie meine ersten Erfahrungen nach zwei Tagen:
Erstklassige Verarbeitung und absolut stimmige Farbgebung, wobei es mir relativ egal ist, wie der ursprüngliche »Schildplatt braun« von 1937 ausgesehen hat. Das Farbenspiel der Kappe und »Binde« kann man wirklich nur live wirklich schätzen: Perlmutt, Olivgrün und braune Adern – erinnert entfernt an den Sheaffer Balance LE – ist aber eben ganz »pelikan«, nämlich die längliche Maserung. Das Braun des Griffstücks und Füllknopfs ist ein tiefes und warmes Braun ohne Tendenz nach Rot oder einer anderen Farbe. Auch bei den Kleinigkeiten hat dieses Schreibgerät meinen Geschmack getroffen: Zierringe wirklich nur an der Kappe und dabei ausgesprochen dezent.
Ja, und der Füllhalter wirkt (geschlossen) tatsächlich klein – wenn nicht gar zierlich. Bei aufgesteckter Kappe ist er dann aber sogar länger als ein M600/605, wenn auch marginal. So habe ich einen leichten aber relativ langen Füllfederhalter mit einer Ausbalancierung, die heute immer seltener wird. Absolut langstreckentauglich.
Die Feder: Vielleicht ein Glücksfall – meine »M« lässt sich wunderbar schreiben und ist in ihrer Schlichtheit fast eine Wohltat für das Auge. Mein Exemplar hat ein "angenehmes" Schreibkorn mit erkennbarer Variation der Strichstärke – schliffbedingt.
Flexibilität ist (wäre) eine andere Geschichte. Nein, dies ist keine Neuauflage der flexiblen Federn der späten 30er Jahre. Das Schreibgefühl erinnert sehr stark an gute Exemplare von M400 bzw. M250 Federn, was nicht verwunderlich ist. Der Tintenfluss ist großzügig (so wie ich es mag) – allerdings habe ich erst 3 Tinten auf 4 Sorten Papier probiert. Herbin Èclat de Saphir, Perle Noire (von Haus aus sehr fließfreudig) und Montblanc Königsblau.
Fazit: Sehr empfehlenswert.
Axel
(Hamburg)
Da ich nicht Euro 350,00 ausgeben wollte habe ich den 101N am Montag im Internet bei fuellhalter.de bestellt. Preis inkl. MwSt und Versandkosten war Euro 290,00 und der Füller war heute morgen bei mir.
Ich finde den 101N auch sehr gelungen und er ist mir fast zu schade, um damit zu schreiben. Ich werde wahrscheinlich nie erfahren, wie es sich mit ihm schreibt
So wird er wohl einen würdigen Platz in meiner sehr umfangreichen Pelikan Sammlung finden.
Vom Aussehen her ist er auf jeden Fall gelungen und meiner Meinung nach ein richtiges Schmuckstück