betr. Kolbenmechanik

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pelikanjog
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betr. Kolbenmechanik

Beitrag von pelikanjog » 28.03.2020 11:05

Hallo zusammen,

ich bin gerade bei meinen MBs.
Da fällt mir beim Meisterstück / Masterpiece 144 ‎ (o. Ring am Griffstück) auf, dass man den Füllknopf erst mal "leer" drehen kann bis es schwerer geht.‎ In dieser "Leerlaufphase" saugt er nicht.

Ist das in Ordnung?

Hansjürgen

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Will
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Re: betr. Kolbenmechanik

Beitrag von Will » 28.03.2020 15:29

Hallo Hansjürgen,

das ist in Ordnung so. Erst dreht sich der Füllknopf frei, dann greift die Mechanik. Gleiches erfolgt umgekehrt beim Tinte aufziehen. Ist der Kolben in der Endposition angekommen, wird nur noch der Füllknopf festgeschraubt.

Herzliche Grüße

Gerd
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Re: betr. Kolbenmechanik

Beitrag von pelikanjog » 28.03.2020 16:14

Vielen Dank Gerd,

für die schnelle und günstige Antwort.

Nun bin ich beruhigt.

Bleib(t) gesund!

Hansjürgen

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Re: betr. Kolbenmechanik

Beitrag von Will » 28.03.2020 17:46

Hallo Hansjürgen,

gern geschehen. Sollte die alte Modellversion mit Messingmechanik sein. Der Tintenleiter ist voraussichtlich aus Ebonit und die Feder sicher ein Genuss.

Ich wünsche Dir viel Freude mit dem Montblanc.

Herzliche Grüße

Gerd
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Re: betr. Kolbenmechanik

Beitrag von pelikanjog » 28.03.2020 19:04

Ja, soweit MB - Federn ein Genuss sind.
Ich kenne nur eine Genussfeder bei MB: Die des 256 :?

Hansjürgen

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Re: betr. Kolbenmechanik

Beitrag von Will » 29.03.2020 12:23

Hallo Hansjürgen,

die alten Federn bei Montblanc schreiben eigentlich sehr gut und mit schönem Flex, die neuen können da nicht mithalten. Die ganz neue Calligraphy nib konnte ich allerdings noch nicht richtig testen. Die 1912 war eine wirklich gute Federkonstruktion von Montblanc neueren Datums. Bei dem Nachfolgemodell Rouge & Noir ist man davon leider wieder abgewichen.
Eine der besten Federn, die ich habe, ist eine kleine alte Stahlfeder von Montblanc aus den 40er Jahren, die schreibt einfach fantastisch. Ich hatte in der letzten Zeit auch ein paar alte Montblanc zur Restaurierung, da war keine schlechte Feder dabei. Der schönste war ein Tigerauge in toller Erhaltung und einer klasse Feder
Gründet sich Deine Aussage auf Erfahrungen mit neueren Federn oder mit solchen aus der Produktion vor ca. 1955?

Liebe Grüße

Gerd
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Re: betr. Kolbenmechanik

Beitrag von pelikanjog » 29.03.2020 12:57

Ja, du hast Recht.

Ich habe vergessen hinzuzufügen: Die neueren Federn - und - soweit meine Sammlung reicht.
Also: von meinen ca. 10 Federn schreiben nur 256 und die eine oder andere ältere z.B. Monte Rosa für mich interessant.

Man muss natürlich differenzieren, was ich in der Eile unterlassen hatte.

Die neue flex - Feder habe ich bei Schimpf probegeschrieben - interessant, aber der Füller: fast 1000 €!

Wieder in Eile, weil ich Salat machen muss / will.

Gruß H.

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Re: betr. Kolbenmechanik

Beitrag von Will » 29.03.2020 13:53

Ach Hansjürgen, bei den modernen Federn werden Liebhaber von den wunderbaren alten eben nur selten glücklich, aber es gibt auch Ausnahmen.

Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag.

Liebe Grüße

Gerd
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Re: betr. Kolbenmechanik

Beitrag von hoppenstedt » 29.03.2020 14:47

Will hat geschrieben:
29.03.2020 13:53
(...) bei den modernen Federn werden Liebhaber von den wunderbaren alten eben nur selten glücklich, aber es gibt auch Ausnahmen. (...)
Gerd
Das Problem für mich ist eher, dass hinter der (zugegebenermaßen oft sehr schönen) Flexfeder ein alter Füller kommt, der eben seine Tücken haben kann... und mit denen kann nicht jeder umgehen - ich eben auch nicht...
Mit einem defekten neueren Füllfederhalter gehe ich dann eben zum Hersteller oder Fachhandel und erledige das auf diese Weise.

Ansonsten gebe ich allen völlig recht, die sagen, dass die alten Federn unerreicht sind, was Flexibilität und Schreibfreude angeht.
"Nulla dies sine linea."
Grüße von Alfred :)

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Re: betr. Kolbenmechanik

Beitrag von pelikanjog » 29.03.2020 16:48

Hallo Gerd,

sorry für den "off topic" Teil meiner Antwort. Ich bin schön blöd, dass ich mich durch Eile drängen lasse - anstatt wie es mein Ziel ist, genüsslich, differenziert zu kommunizieren. Soviel noch einmal "off topic".

Über die alten Federn sind wir - die wir sie haben und mögen - schnell einig, übrigens auch über die Grenzen dieser Federn.
Sie sind für Schreibgeübte, Nicht-Kugelschreiber, gelegentlich launig (Tintenfluss), empfindlich gegen rohes Schreiben (Federschenkel), ein Graus für "Kritzler", aber eben für kalligrafisch orientierte Menschen, zu deren Könnern ich mich nicht zählen darf, - ein Genuss beim Schreiben und beim Lesen.

Hallo Hoppenstedt,

Ich weiß, dass auch du bei Schimpf Kunde bist und von daher bei Herrn .... in "guten Händern" bist..
Du hast schon Recht: So moderne Stück, ein Pelikan etc. ist unproblematisch, preis-leistungs-günstig, also gut - aber eben auch begrenzt sexy.

Ich bin bei ihm auch (gerne) Kunde und schätze seine Kenntnisse und Angebote (seine Pelikan Stub-Federn, sein Angebot, auch hierzulande seltenere Marken und Modelle zur Probe zu schreiben, z.B. von Scribo, Aurora 88 oder MB mit der kalligrafischen Feder).
Erstes habe ich dankbar bei ihm erworben, letzters aber dankbar für die Erfahrungen nicht.
Vielmehr als bei ihm u.a. bin ich allerdings Kunde auf dem Gebrauchtmarkt im britischen, amerikanischen, italienischen Bereich und in der Nachkriegs BRD.

Ich habe Jahrzehnte pelikanzentriert gelebt. Die alten Pelikane (und Gehas) waren Spitze.
Mein Lieblingsfüller - einer meiner ... - ist der Pelikan 400 mit einer unübertrefflichen Feder, B - altes Maß, also heute Pelikan M - F , wenn ich keinen Druck ausübe, wenn ich aber flexibel schreiben will, geht das auch. Und der Füller selbst hat die Tugend aller Pelikane: Dauerhaft zuverlässig.

Meine OMAS, Eversharps etc. sind für mich attraktiver, aber eben auch viel sensibler (Tintensack, Federveränderungen und durch die feinen, sensiblen Federn feinmotorische Probleme, wie sie bei mir inzwischen leider an der Tagesordnung sind).

Deshalb lebe ich leicht schizophren: Zum genussvollen Schreiben / Spielen in der Regel vintage, zum anderen Schreiben - nicht so häufig, aber gelegentlich auch längere Texte - mit Pelikane (inzwischen EF!, die ich früher gar nicht kannte), Geha, evtl. auch MB o.a.

Es gibt gewiss auch schlechte Füller, aber die großen Marken haben (fast) keine schlechten Füller, sondern eben solche, die gekauft werden, also mehrheitlich als gut erlebt werden.

Darf ich dir noch einen (unerbetenen) Rat geben? Mit den alten Füllern braucht es Erfahrung, Geduld, gelegentlich eine reparaturhafte Pflege - nichts für schell, praktisch, quadratische orientierte Leute. Aber es lohnt, wie (selbst) Kochen contra fast food.

Nichts für ungut,

Hansjürgen - in freiwilliger Quarantäne, aber noch gesund.

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Re: betr. Kolbenmechanik

Beitrag von Will » 29.03.2020 17:32

hoppenstedt hat geschrieben:
29.03.2020 14:47
Das Problem für mich ist eher, dass hinter der (zugegebenermaßen oft sehr schönen) Flexfeder ein alter Füller kommt, der eben seine Tücken haben kann... und mit denen kann nicht jeder umgehen - ich eben auch nicht...
Mit einem defekten neueren Füllfederhalter gehe ich dann eben zum Hersteller oder Fachhandel und erledige das auf diese Weise.

Ansonsten gebe ich allen völlig recht, die sagen, dass die alten Federn unerreicht sind, was Flexibilität und Schreibfreude angeht.
Ach Alfred,

das verstehe ich sehr viel besser, als Du womöglich annehmen magst. Ich wurde quasi mit dem gleichen Problem geboren. Und zuweilen stellt mich so ein alter Füllhalter auch heute noch vor ein Problem, wie man hier dann unschwer mitlesen kann. Bevor ich entschloss mich der Alchemie und dem Bastelteufel zu verschreiben, habe ich mehrere Restauratoren "durchprobiert". Der mir anfänglich liebste starb mir leider weg. Der zweite brauchte immer länger und die Qualität des Arbeitsergebnisses ließ im Laufe der Jahre nach. Auch war die Sache dann auf Dauer nicht so günstig, da mir beim Ankauf noch das Auge für eine gute Substanz des Oldies fehlte. Direkt ein gut restauriertes Stück zu erwerben, war dann leider noch teurer. Das alles waren Faktoren, die mich verzweifelt in die Bastelecke trieben. So habe ich ganz klein mit einfachen Schlauchfüllhaltern angefangen und mich weiter vorgearbeitet. Ich verstehe völlig, wenn man dafür keinen Nerv, keine Zeit, zwei linke Hände oder sonstwas hat, was einen davon abhält. Ich bin eben den Flexfedern und dem zuweilen sehr maroden Rest dahinter völlig verfallen oder vielleicht noch mehr davon besessen. Man muss schon eine gewisse Obsession haben, um sich z. B. die Jagd nach Ersatzteilen anzutun. Ich kann schließlich auch nicht alles. Andi hat sich zu einer Art Perpetuum mobile weiter entwickelt, da er nahezu jedes Teil nachbauen kann. Ich habe keine Drehbank und auch nicht seine Fertigkeiten.

Wir haben alle unsere Grenzen und so versuchen wir im Rahmen dessen glücklich zu werden, was uns möglich ist. Allen Liebhabern flexibler Federn würde ich wünschen, dass die modernen Hersteller solche Federn wieder in gleicher Qualität produzierten, das bleibt aber ein frommer Wunsch.

Liebe Grüße

Gerd
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Re: betr. Kolbenmechanik

Beitrag von hoppenstedt » 29.03.2020 17:37

@Hansjürgen: Danke für deine fundierte, freundliche, zugewandte und überhaupt :!: nicht :!: bekehrende oder belehrende Antwort :D . Dein Rat IST erbeten :D :!:
Ich habe mich sehr gefreut und mich ein gutes Stück weit darin auch wiedergefunden. Dies gilt besonders vor meinem eigenen Hintergrund dessen, dass ich - ich sagte es früher schon gelegentlich in diesem Forum - aus dem ("füllermäßig") durch Montblanc sozialisierten Umfeld komme.

Insbesondere meine Verwandtschaft aus der Vorkriegsgeneration schrieb gerne mit den Füllfederhaltern mit dem weißen Stern, die damals direkt aus Hamburg mit flexiblen und eher schmal schreibenden Federn kamen. Die waren damals alle so, glaube ich, zumindest bei meinen Großeltern und -tanten.
Da waren auch regelmäßig Oblique-Federn dabei; meine eine Großtante schrieb eine tolle recht breite OM oder OB, die ein wunderbar differenziertes und lebendiges Schriftbild erzeugte. Die andere (beide Ärztinnen) bevorzugte, wenn ich mich noch recht entsinnen kann, eine KM... Wo sind bloß diese Füllfederhalter geblieben?! :?:

Auch wenn ich heute Montblancs überwiegend neu gekauft habe, kommt es wohl aus dieser Zeit, dass ich nur schwarze Meisterstücke und einen (was sonst) schwarzen Heritage 1912 habe. Und einen klitzekleinen bordeauxroten LeGrand... ;)
Montblanc ist natürlich nicht mehr diese altehrwürdige Marke, die sie bis in die 1980er hinein waren, und deshalb gehen die neuen Kreationen auch an mir vorbei... Nur für schöne Federn habe ich noch was übrig, auch wenn die im Vergleich zu früher Nägel sind... aber schön, immerhin... :)

Die "Vögel", vulgo Pelikane, sind tolle Füllfederhalter, ich liebe meine wenigen! Insbesondere der M1000 ist wunderbar! Nur mein Herz "regt" sich eher beim Anblick des weißen Sterns, und das ist ja alles irrational...
---

BTT: Zu deiner Einstiegsfrage: diesen gewissen "Leerlauf" haben die Kolbenfüller doch mehr oder minder alle, um zu verhindern, dass versehentlich Tinte ausläuft, wenn man versehentliche den Drehknopf betätigt.
(Oder habe ich die Frage nicht ganz verstanden?)
---

Schönen Wintersonntag; hier ist Schneeregen :shock: und ca. 4°C :shock: :shock:
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Grüße von Alfred :)

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Re: betr. Kolbenmechanik

Beitrag von Will » 29.03.2020 20:31

hoppenstedt hat geschrieben:
29.03.2020 17:37
BTT: Zu deiner Einstiegsfrage: diesen gewissen "Leerlauf" haben die Kolbenfüller doch mehr oder minder alle, um zu verhindern, dass versehentlich Tinte ausläuft, wenn man versehentliche den Drehknopf betätigt.
(Oder habe ich die Frage nicht ganz verstanden?)
Hallo Alfred,

manche alten Kolbenfüller von Montblanc haben eine spezielle Mechanik. Hier muss der Drehknopf erst über mehrere Umdrehungen in die Position geschraubt werden, bei welcher dann die Mechanik greift. Wenn man das nicht kennt, könnte man meinen, die Mechanik sei kaputt, dem ist aber nicht so. Weshalb die Mechanik so konstruiert wurde, kann ich Dir leider nicht sauber begründen, aber da wissen die Kenner der Historie sicher mehr.

Der Pelikan 400NN hat z. B. eine Kappensicherung, dass einem der Füllhalter in der Hemdentasche nicht völlig aufgeht. Wenn man das nicht weiß, könnte man annehmen, das Kappengewinde sei kaputt, weil man beim Öffnen und Schließen einen Widerstand spürt. War schon spannend, was sich die Ingenieure früher so alles ausgedacht haben.

Die Marke mit dem Stern war bis in die 80er kein Luxushersteller, sondern hat Füllhalter in verschiedenen Qualitätsstufen produziert, wie andere namhafte Hersteller auch. Das Luxusimage kam erst danach. Auch heute produziert Montblanc, wie auch Pelikan und andere gute bis sehr gute Füllhalter. Was einem gefällt ist und bleibt eine Geschmacksfrage. Ich mag es auch lieber schlicht, andere mögen es opulenter, beides wird bedient. Alte sowie ehrwürdige Marken sind Pelikan und Montblanc nach wie vor. Die meisten anderen alten Marken haben es nicht geschafft das große Sterben der Füllerindustrie zu überleben, diese Leistung verdient Respekt. Und wer welche Marke und deren Image nun mehr oder weniger mag, sagt nichts über die Qualität eines Füllhalters aus.

Vielleicht findest Du die Erbstücke der Familie, dafür halte ich Dir die Daumen. Diese restaurieren zu lassen, rentiert sich allemal, sind diese doch Teil der Familiengeschichte und darüber hinaus sicher auch tolle Füllhalter.

Liebe Grüße

Gerd
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Re: betr. Kolbenmechanik

Beitrag von hoppenstedt » 29.03.2020 22:05

@Gerd: Sehr herzlichen Dank für diese deine sehr fundierte und freundliche Antwort bzw. Ausführungen!

Da kommt viel Wissen und Wertschätzung rüber, und das weiß ich nicht nur in solchen Zeiten sehr zu würdigen und z schätzen!
"Nulla dies sine linea."
Grüße von Alfred :)

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Re: betr. Kolbenmechanik

Beitrag von pelikanjog » 30.03.2020 11:27

Hallo Gerd und Alfred,

da kommt die Frage auf: Was ist ein guter Füler?

Gewiss, die Leistung von Pelikan und Montblanc, aber auch von Lamy, Faber Castell u.a. (auch englischen, amerikanischen und französischen Marken) - Waterman - besteht darin, - mit Hilfe von (chinesischen, koreanischen o.ä.) Investoren, überlebt zu haben.

Aber Kaweco war doch auch gut oder Brause und wie sie sonst noch heißen.
Deren Niedergang hat m.E. mit anderen Parametern zu tun als "Qualität" - ich vermute Kugelschreiber, Eigenkapital-Probleme, Personalquerelen ....

"Gut" heißt doch in diesem Zusammenhang, zielgruppenorientiert genug Absatz und Rendite zu finden.

Das Konzept des Montblanc-Managements ist ganz offensichtlich, schmuckvolle, teuere Füller anzubieten, Zielgruppe: Unternnehmer, Politiker (was habe ich da schon an "Werbegeschenken" gesehen!), gebildete Mittelschicht; bei Pelikan ist es ein wenig anders: Breite Produktpalette, Schulbedarf und preislich bescheiden. Für Leute mit Geld: Sondereditionen.

So reime ich mir das zusammen.

Freundliche Grüße

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