Füller Auswahl für Bürojob

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bella
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Re: Füller Auswahl für Bürojob

Beitrag von bella » 11.04.2019 21:23

SpurAufPapier hat geschrieben:
11.04.2019 9:34
Ich würde keinen Stift mit Schraubkappe nehmen. Wenn Dein Chef Dir Aufgaben erklärt, erwartet er, dass Du sofort Notizen dazu machst und nicht erst umständlich den Stift öffnest.
gab es schon mal eine wissenschaftliche Untersuchung welchen volkswirtschaftlichen Schaden Nutzer von Schraubkappenstiften jährlich verursachen?
Und warum gab es in Deutschland ein Wirtschaftswunder in einer Zeit in der fast alle Stifte Schraubkappen hatten?

Also ernsthaft .... das ist wohl zu vernachlässigen..... ob ich ziehe oder das Handgelenk drehe ....

SpurAufPapier
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Re: Füller Auswahl für Bürojob

Beitrag von SpurAufPapier » 11.04.2019 21:44

sommer hat geschrieben:
11.04.2019 21:16
SpurAufPapier hat geschrieben:
11.04.2019 9:34
Ich würde keinen Stift mit Schraubkappe nehmen. Wenn Dein Chef Dir Aufgaben erklärt, erwartet er, dass Du sofort Notizen dazu machst und nicht erst umständlich den Stift öffnest.
Wenn einem nicht einmal die Zeit gegeben wird, einen Füller aufzuschrauben, würde ich mir sehr ernsthaft überlegen, ob ich in der richtigen Firma gelandet bin.
Das kann man so sehen; aber die wenigsten Menschen schätzen wie wir, womit geschrieben wird. Selbst ich, wenn ich Chef wäre, würde von meinen Mitarbeitern erwarten, dass sie mehr auf den Inhalt des Gesprächs achten als auf ihr Schreibgerät.
Jedenfalls würde ich als Neuling in einer Firma erst einmal ein unkompliziertes Schreibgerät mitnehmen und die Lage erkunden, bevor ich einen Edelfüller mit Goldfeder und Schraubkappe präsentiere.
Bei manchen Chefs kann man schon damit anecken, dass das eigene Schreibgerät wertvoller ist als das des Chefs. In einer solchen Firma wäre ich allerdings auch nicht gern (sofern man denn die Wahl hat...).

Aber zurück zum Thema: Alina, hast Du Dich entschieden?
Grüße
Vikka

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SpurAufPapier
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Re: Füller Auswahl für Bürojob

Beitrag von SpurAufPapier » 11.04.2019 21:51

bella hat geschrieben:
11.04.2019 21:23
gab es schon mal eine wissenschaftliche Untersuchung welchen volkswirtschaftlichen Schaden Nutzer von Schraubkappenstiften jährlich verursachen?
Und warum gab es in Deutschland ein Wirtschaftswunder in einer Zeit in der fast alle Stifte Schraubkappen hatten?

Also ernsthaft .... das ist wohl zu vernachlässigen..... ob ich ziehe oder das Handgelenk drehe ....
Es geht nicht um einen "Schaden". Die Zeit, die von Rauchern und Dauer-Kaffee-Trinkern vertrödelt wird, ist ungemein größer. Es geht nur um den Eindruck, vor allem in den ersten Tagen.
Außerdem kann ein edles Schreibgerät von manchen Prolls nicht als gepflegt, sondern als protzig (und damit arrogant) empfunden werden. Glücklicherweise kennen die wenigsten Menschen den Wert eines Füllers außerhalb des Schulbereichs.
Einige meiner Kollegen würde wohl der Schlag treffen, wenn sie wüssten, wie viel der Lamy 2000 aus meinem Arbeitsmäppchen kostet. Wobei ich in der Firma auch schon einen Lamy Dialog-Kuli gesehen habe, weiß aber nicht, wem er gehört.
Grüße
Vikka

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ebbyashia
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Re: Füller Auswahl für Bürojob

Beitrag von ebbyashia » 12.04.2019 10:20

Hui, da habe ich ja was los getreten. Vielen Dank für eure rege Teilnahme, eure Ideen und die ganzen Glückwünsche :)

Um das vorher schon einmal zu sagen, ich habe mich ja sowas von verrannt, als ich den Text verfasst habe. Mein Kopf hat sich vollkommen selbstständig gemacht und malte den Teufel, der vermutlich gar nicht da ist, an die Wand. Ich werde jetzt erst einmal Montag ganz in Ruhe hin gehen und die Lage sondieren. Im Bezug auf alles :lol:

Die Tinte, die ich mir überlegt hatte, wäre die Fritz Schimpf Sirimiri. Die Pilot Iroshizuku Kiri-Same finde ich auch schön, aber etwas blass. Daher wird es vermutlich für den Anfang Sirimiri.

Ich bin, abgesehen vom Job an sich, ein analoger Mensch. Zwar betreibe ich meinen Kalender per App, aber alles was sich an Notizen, To-Do's, Listen oder ähnlichem ansammelt ist immer handgeschrieben. So kann ich mir, gerade wenn es um's Lernen geht, die Sachverhalte besser merken. Das ist schon immer so gewesen. Seit der Oberstufe verfasse ich immer handschriftliche, farbige, bebilderte (wenn möglich) Papiere zum Lernen. Bin da sehr visuell unterwegs. Selbst heute weiß ich noch, wie einige dieser Blätter aussahen und um was es ging, aber genaue Inhalte nicht. Daher denke ich schon, dass ich einiges schreiben werde. Zwar nicht Seitenweise an einem Stück, aber immer wieder über den Tag verteilt. Außerdem beruhigt es mich, lässt mich besser nachdenken und manchmal kritzel ich einfach so beim Telefonieren oder aus Langeweile irgendwelche Dinge.

An alle Büro Opfer, mein tiefes Beileid :? Das hört sich zuweilen echt arg brutal an, autsch. Mir wurde nur, von einem sehr verspielten Kollegen, mal mein Visconti Homo Sapiens versteckt, als ich nicht im Raum war. Ich habe mich so erschrocken, weil ich schon an Diebstahl dachte und nehme ihm das immer noch übel. Ansonsten ist bei mir nie etwas passiert und ich hoffe, das bleibt so.

Wie schon gesagt, hatte ich meinen Pelikan M400 in grün/ schwarz beim Vorstellungsgespräch mit dabei und habe ihn auch rege genutzt. Da ich die Stelle habe, denke ich nicht, dass es sie gestört hat :lol: So scheinen mein Chef und mein Mentor auch echt nett und herzlich zu sein, von der wenigen Kommunikation die wir bis jetzt hatten. Also noch ein Punkt mehr für Abwarten und Tee trinken.

Vorerst habe ich euren Rat angenommen und mir ein Notizbuch bestellt, was hoffentlich morgen da sein wird. Es wurde ein GLP The Author mit 192 Seiten und 68gsm Tomoe River Papier. Zusätzlich nehme ich noch ein Hobonichi Techo Avec mit, was für privat kurze Notizen genutzt wird. Mein Traveler's Notebook, in dem mein Bullet Journal wohnt, bleibt vorerst zu Hause. Die Inserts, die ich damals für die Arbeit hatte, habe ich heraus genommen, weil es einfach gut voll und stellenweise unangenehm war darin zu schreiben. Ich mag es, wenn ein Notizbuch flach liegt, Huckel mag ich gar nicht.

Ich bin mir noch nicht ganz schlüssig, welchen Füller ich nun mitnehme, aber vermutlich wird es tatsächlich der Lamy LX oder der TWSBI 580. Mit dem TWSBI hadere ich noch etwas, weil der noch so schön mit Diamine November Rain betankt ist.
Eine Wunschliste per se habe ich, was Füller angeht, eigentlich nicht mehr wirklich. Es gibt zwar ein paar, die ich interessant finde und mir näher angucken möchte, aber keiner weckt gerade ein "muss haben" Gefühl. Zu den Füller Vorschlägen: Da reizen mich aktuell nur etwas mit Stub, Oblique oder Italic, Pelikane (Braun Schildpatt) oder noch ein schöner Japaner (Pilot). Wie sind die TWSBI Stubs denn so? Fallen die ähnlich aus wie die Lamy 1,1? Lässt es sich damit in Notizbüchern noch gut schreiben oder ist das eher was für Briefe und Co.? Ich habe bis jetzt nur eine Stub und eine OB, die beide herrlich schreiben und mein Schriftbild ändern. Und wenn was neues, dann muss das Design und/ oder die Feder was besonderes sein.
Gruß, Alina

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Re: Füller Auswahl für Bürojob

Beitrag von bebna » 12.04.2019 10:54

ebbyashia hat geschrieben:
12.04.2019 10:20
Zu den Füller Vorschlägen: Da reizen mich aktuell nur etwas mit Stub, Oblique oder Italic, Pelikane (Braun Schildpatt) oder noch ein schöner Japaner (Pilot). Wie sind die TWSBI Stubs denn so? Fallen die ähnlich aus wie die Lamy 1,1? Lässt es sich damit in Notizbüchern noch gut schreiben oder ist das eher was für Briefe und Co.? Ich habe bis jetzt nur eine Stub und eine OB, die beide herrlich schreiben und mein Schriftbild ändern. Und wenn was neues, dann muss das Design und/ oder die Feder was besonderes sein.
Die Pilot Plumix Federn sind alles sehr angenehme Schreiber, es gibt sie in EF bis BB, wo bei die BB gerade noch brauch bar ist bei linierten Papier und Schul-zeiten-großer-Schrift. Sie stammen aus der Pilot Super Quality Reihe (Pilot 78G, Penmanship/Plumix, Metro und Prera, Knight, Kaküno...) und sind inner halb der Reihe sehr gut austauschbar, ich denke der Prera wäre dir bestimmt am liebsten. Ich hab M-B-BB da, wenn du eine bevorzugte Lineatur hast, kann ich ja paar Testzeilen für dich heute Abend schreiben und einscannen.

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Re: Füller Auswahl für Bürojob

Beitrag von SpurAufPapier » 12.04.2019 11:33

ebbyashia hat geschrieben:
12.04.2019 10:20

Wie schon gesagt, hatte ich meinen Pelikan M400 in grün/ schwarz beim Vorstellungsgespräch mit dabei und habe ihn auch rege genutzt. Da ich die Stelle habe, denke ich nicht, dass es sie gestört hat :lol:

Ich bin mir noch nicht ganz schlüssig, welchen Füller ich nun mitnehme, aber vermutlich wird es tatsächlich der Lamy LX oder der TWSBI 580.
Ist doch super, dann hast Du schon drei in der engeren Wahl.
Nimm alle drei mit, besonders, wenn Du farbige Notizen oder Hervorhebungen machst.
Grüße
Vikka

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Re: Füller Auswahl für Bürojob

Beitrag von SpurAufPapier » 20.04.2019 1:17

Alina, wie war die erste Woche?
Welchen Füller hattest du dabei?
Grüße
Vikka

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Re: Füller Auswahl für Bürojob

Beitrag von VolkerB » 20.04.2019 14:00

Hallo,

ich bin auch gespannt, wie die Geschichte weitergeht.

Ich benutze im Büro jedenfalls einen Diplomat Esteem mit F-Feder, als Tinte Lamy Schwarzblau.

Für mich spricht für den Füller:
. Nicht so teuer, Verlust wäre verschmerzbar
. Feine Feder schreibt auch auf schlechtem Büropapier ausreichend gut, auch 5 mm-Zeilen können verwendet werden
. Steckkappe geht für kurze Notizen schneller
. Bei der Tinte bin ich etwas in der Farbauswahl eingeschränkt, aber die Tinte ist recht resistent gegen auslöschen durch Wasser, Alkohol, Textmarker etc. Kaweco und GvFC Midnight Blue sind ähnlich, aber teurer. GvFC ist explizit als dokumentenecht bezeichnet, was u. U. am Arbeitsplatz hilfreich sein kann.

Viele Grüsse,
Volker

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Re: Füller Auswahl für Bürojob

Beitrag von ebbyashia » 22.04.2019 13:01

Hallöchen :)

Danke für euer Interesse. Also die erste Woche hat mich ziemlich umgehauen und ich war mehr als froh ein langes Wochenende zu haben.

Dabei hatte ich mein GLP The Author Notizbuch (Tomoe River, 68gsm) und den Lamy LX, B mit Pilot Iroshizuku Kiri-Same. Die Tinte war sehr angenehm, da sie auf dem Tomoe River Papier sehr schnell getrocknet ist. Kurze Notizen und das Buch sofort zuklappen ist gar kein Problem gewesen. Daher werde ich vermutlich damit erst einmal weiter machen bzw. meine Tinten durch testen, welche schnell trocknet. Die B-Feder hat auch gute Dienste geleistet und passt für die Liniatur des Notizbuchs sehr gut.

Vor Ort gibt es außer mir niemanden, der sich für Schreibgeräte interessiert. Alles Männer, viele PCs, maximal ein oder zwei Kullis in der Nähe, es wird kaum handschriftlich etwas festgehalten. Die Büros sind für alle Mitarbeiter im Gebäude offen, Außenstehende kommen nicht rein. Es werden offen Portemonnaies und auch teure private Kopfhörer am Schreibtisch ohne Probleme liegen gelassen. Ansonsten bietet der Arbeitgeber auch Schließfächer für Wertsachen an. Aber ich denke, dass wenn ich länger (als zum Klo) weg bin, es ausreichend ist die Füller in ein Etui und in die Tasche zu stecken. Selbst meine Jacke mit Autoschlüssel hing unbeaufsichtigt bei uns im Büro. Deshalb denke ich, dass da nichts weg kommt. Ich würde aber noch keine wer weiß wie teuren Füller mitnehmen, überlege aber ob ich einfach meinen Pelikan M400, B, und den TWSBI 580, M, mitnehmen soll. So habe ich mehrere Farben zur Auswahl. Bei dem TWSBI hadere ich noch mit einem neuen mit 1,1 Stub, aber das wäre, abgesehen von der Feder nichts neues. Oder vllt. einen Montegrappa mit Stub? Oder eine Fritz Schimpf Italic.... :?

Ich habe in den ersten paar Tagen einiges geschrieben, da ich das Notizbuch als Bullet Journal nutze und meine Arbeitszeiten analog festhalte.
Gruß, Alina

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Re: Füller Auswahl für Bürojob

Beitrag von ebbyashia » 22.04.2019 14:11

Nachtrag: Ich werde die Woche sehr wahrscheinlich das erste Mal mit meinen Füllern fliegen. Bin schon gespannt.
Gruß, Alina

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hoppenstedt
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Re: Füller Auswahl für Bürojob

Beitrag von hoppenstedt » 11.07.2019 23:43

Wie ging's weiter, Alina? Any news?!
"Nulla dies sine linea."
Grüße von Alfred :)

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