Faber Castell Loom?

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GinTonic
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Re: Faber Castell Loom?

Beitrag von GinTonic » 08.10.2016 21:18

Habe gerade einen Tipp aus einem anderen Thread ausprobiert und das für mich viel zu rutschige Griffstück mit klarem Nagellack eingepinselt. Das hat in puncto Grip eine ganze Menge gebracht! Werd bei Gelegenheit berichten, wie es sich bewährt.

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Killerturnschuh
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Re: Faber Castell Loom?

Beitrag von Killerturnschuh » 15.10.2016 12:44

Auf der Suche nach ein paar einfachen aber soliden Füllern zum testen von Tinte bin ich kürzlich auch beim Loom gelandet. Bei einem Tintentester sind meine Ansprüche auch denkbar niedrig. Halbegs anständige Feder, guter Tintenfluss und vor allem schnelle und leichte Reinigung.
All diese Vorgaben erfüllt der Loom fraglos. Mehr als Tinte testen möchte ich mit diesem Füller jedoch auf keinen Fall. Zum schreiben im Alltag fände ich ihn jedoch entsetzlich. Zugegebenermaßen bin ich in Sachen Füller auch ziemlich verwöhnt.
An der Feder habe ich nichts auszusetzen.Sie entspricht in meinen Augen voll und ganz dem was man für den Preis erwarten kann. Auch sonst macht der Füller optisch einen ordentlichen Eindruck.

Die Kappe muss man mit "Gewalt" sprich, mit einiger Kraft vom Füller ziehen. Dieser Vorgang ist alles nur nicht leise und dezent. In einem Meeting fände ich es nach einer Weile störend wenn neben mir andauernd Kappen geräuschvoll auf- und abgezogen würden.

Was mich jedoch am meisten am Loom stört ist seine schlechte Haptik. Das Griffstück fällt bei mir auf jeden Fall glatt durch.

Soweit es mich persönlich betrifft würde ich diesen Füller niemand als preiswerten Alltagsfüller empfehlen können.
Salve

Angi

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(Sir Arthur Conan Doyle)

GinTonic
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Re: Faber Castell Loom?

Beitrag von GinTonic » 15.10.2016 20:40

Ja, das Griffstück ist nix. Hab es mit dem Nagellacktrick einigermaßen alltagstauglich gemacht (mal sehen, wie lange es hält). Aber einen 2. kauf ich mir ganz sicher nicht trotz der sehr anständigen Feder. Wenn man die UVP von um die 30€ voraussetzt, würde ich jederzeit den einfachen Lamy Studio mit dem gummierten Griffstück vorziehen. Kostet auch nicht oder kaum mehr, liegt klasse ind der Hand, schreibt gut und sieht auch noch besser aus (finde ich).

Andreas-54
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Re: Faber Castell Loom?

Beitrag von Andreas-54 » 17.10.2016 13:51

Das vielgeschmähte Griffstück stört mich persönlich von der Haptik her gar nicht, ist bei mir auch nicht rutschig.
Was für mich zum Gefühl des nach vorne Wegrutschens führen kann, ist eher die ungünstige Gewichtsbalance des Loom. Ich empfinde ihn als deutlich zu kopflastig und da ich Füller ganz locker in der Hand liegen habe, also mit Daumen und Zeigefinger nur leicht beim Schreiben lenke, aber den Füller nicht fest anfasse, habe ich bei ihm auch immer wieder das Gefühl, er würde mir gleich nach vorne aufs Papier rutschen.
Beim 10 Euro billigeren WritInk, der insgesamt deutlich leichter ist und gleichmäßig ausbalanciert, habe ich das Gefühl nie.
Trotzdem schreibt der Loom natürlich sehr gut und zuverlässig.

Andreas

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Sumgai
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Re: Faber Castell Loom?

Beitrag von Sumgai » 20.11.2016 10:01

Auf der Unterseite vom Clip steht CHINA ... gilt das wohl für den ganzen Füller ?

Ich mag ihn ganz gerne, die Federn scheinen alle eine hervorragende QC zu erfahren.
Wer seine Schwerter zu Pflugscharen macht, wird für die pflügen, die das nicht getan haben.

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Re: Faber Castell Loom?

Beitrag von Nicolas » 11.03.2017 21:40

Habe mir einen Faber Castell Loom gekauft, welcher eigentlich überall als sehr nass schreibend beschrieben wird. Meiner schreibt eher trocken, was mich sehr ärgert. Mein Lamy, ebenfalls mit M-Feder bringt da deutlich mehr Tinte aufs Papier. Suche derzeit nach dem Grund für das Schreibverhalten...

Könntet ihr mir den Gefallen tun und mal bei eurem Füller (Loom, Ambition, Basic) die Federeinheit abschrauben (einfach Feder festhalten und gegen den Uhrzeigersinn drehen) und mir sagen, ob das Ende so aussieht wie bei meinem Bild? Also dieses Loch, obs bei euch komplett frei ist oder so halb frei wie auf dem Bild... Vermute nämlich, dass das eigentlich frei sein muss und das Teil bei meinem Füller einfach unsauber gearbeitet ist und den Tintenfluss hemmt.

Wäre super dankbar! Habe mich so auf den Füller gefreut und den guten Erfahrungsberichten getraut. :|
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Ist dieses Loch bei eurem Füller frei?
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Re: Faber Castell Loom?

Beitrag von JulieParadise » 12.03.2017 0:54

Wenn ich jetzt nicht komplett auf dem Schlauch stehe und etwas missverstanden habe, meinst Du den innersten Kreis, das Löchlein, aus dem die zwei "Lippen" von innen kommend noch zu sehen sind?

Das gehört nämlich zum Tintenleiter und sieht bei vielen anderen Füllern auch so ähnlich aus. Innen: Tintenleiter-Verlängerung, drumherum dann der Dorn, der die Patrone aufspießt und daher etwas stabiler sein muss.
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Re: Faber Castell Loom?

Beitrag von Nicolas » 23.03.2017 19:19

Oh Gott, ich Idiot :mrgreen: Wieder was dazugelernt. Werde wohl einfach eine B Feder brauchen.

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Re: Faber Castell Loom?

Beitrag von JulieParadise » 23.03.2017 22:04

Nicolas hat geschrieben:Oh Gott, ich Idiot :mrgreen: Wieder was dazugelernt. Werde wohl einfach eine B Feder brauchen.
Nein, Idioten gibt's hier nicht, höchstens Verpeiler. :wink:
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Re: Faber Castell Loom?

Beitrag von GinTonic » 26.03.2017 19:41

Meiner ist auch nicht nass, wie immer gern behauptet wird. Richtig trocken aber auch nicht. Etwas unterm Durschschnitt, würd ich sagen. Mein Nagellackfinish am Griff hält übrigens bislang (ok, ich nutze den auch wenig) und gibt gut Grip.

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Re: Faber Castell Loom?

Beitrag von Andreas-54 » 03.09.2018 9:17

Andreas-54 hat geschrieben:
17.10.2016 13:51
Das vielgeschmähte Griffstück stört mich persönlich von der Haptik her gar nicht, ist bei mir auch nicht rutschig.
Was für mich zum Gefühl des nach vorne Wegrutschens führen kann, ist eher die ungünstige Gewichtsbalance des Loom. Ich empfinde ihn als deutlich zu kopflastig und da ich Füller ganz locker in der Hand liegen habe, also mit Daumen und Zeigefinger nur leicht beim Schreiben lenke, aber den Füller nicht fest anfasse, habe ich bei ihm auch immer wieder das Gefühl, er würde mir gleich nach vorne aufs Papier rutschen.
Beim 10 Euro billigeren WritInk, der insgesamt deutlich leichter ist und gleichmäßig ausbalanciert, habe ich das Gefühl nie.
Trotzdem schreibt der Loom natürlich sehr gut und zuverlässig.

Andreas
Inzwischen hat sich meine Meinung zum Loom doch teilweise geändert. Und zwar noch mehr zum Positiven.
Mittlerweile habe ich keine Probleme mehr mit dem Griffstück oder der Balance des Loom. Vielleicht bin ich inzwischen einfach besser daran gewöhnt.
Beeindruckend ist immer noch das weiche und völlig unproblematische Schreiben mit dem Loom (zumindest Federn M und B, die ich bisher habe) und dass er auch nach längerer Schreibpause (gut ein Jahr) sofort ohne Probleme wieder anschreibt und nie Aussetzer hat.
Nur mit dem neueren Loom in Gunmetall-Finish war ich gerade nicht zufrieden, weil er deutlich leichtgewichtiger verarbeitet ist, als die bisherigen Loom-Modelle.

Andreas

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