Austrocknen der Feder in der Kappe: Rückmeldung an Faber-Castell?

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Grey-Gore
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Re: Austrocknen der Feder in der Kappe: Rückmeldung an Faber-Castell?

Beitrag von Grey-Gore » 14.03.2017 10:41

Hallo Sina,

danke für die Begrüßung. Ich bin ja quasi schon angefixt, da mein Interesse, insbesondere an Tinten geweckt ist und ich auch den ein oder anderen Kauf schon getätigt habe.

@Topic
Ich benutze in dem Guilloche momentan die Pelikan Edelstein Sapphire, die ja eigentlich als unkompliziert gilt, vorher hatte ich die Pelikan 4001 Blauschwarz drin - mit demselben Problem.

Grüße

Gregor

thobie
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Re: Austrocknen der Feder in der Kappe: Rückmeldung an Faber-Castell?

Beitrag von thobie » 14.03.2017 21:12

Ich meine, ich habe es schon einmal gepostet. Ich kenne insbesondere beim meinem Platino auch das Problem. Meine Beobachtung ist, dass das Verhalten des Halters sehr abhängig von der Tinte ist. Mit Herbin Blue Nuit und dem Waterman Blau habe ich überhaupt keine Probleme. Und auch die Pelikan Edelstein Saphir ist problemlos. Bei letzterer konnte ich aber beobachten, dass die Tinte nach etwa 4 Wochen schon sehr konzentriert ist. Was sich auch am Farbton bemerkbar macht. Die Tinte sieht dann irgendwie hochgesättigt aus.

Gruß
Thomas

thobie
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Re: Austrocknen der Feder in der Kappe: Rückmeldung an Faber-Castell?

Beitrag von thobie » 14.03.2017 21:13

Grey-Gore hat geschrieben:... vorher hatte ich die Pelikan 4001 Blauschwarz drin - mit demselben Problem.
Das ist sicher nicht verwunderlich. Nach meiner Erfahung ist das 4001 Blauschwarz schon sehr trocken. Da zicken teilweise auch Halter, die sonst überhaupt keine Probleme machen.

Grey-Gore
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Re: Austrocknen der Feder in der Kappe: Rückmeldung an Faber-Castell?

Beitrag von Grey-Gore » 14.03.2017 21:49

thobie hat geschrieben:Ich meine, ich habe es schon einmal gepostet. Ich kenne insbesondere beim meinem Platino auch das Problem. Meine Beobachtung ist, dass das Verhalten des Halters sehr abhängig von der Tinte ist. Mit Herbin Blue Nuit und dem Waterman Blau habe ich überhaupt keine Probleme. Und auch die Pelikan Edelstein Saphir ist problemlos. Bei letzterer konnte ich aber beobachten, dass die Tinte nach etwa 4 Wochen schon sehr konzentriert ist. Was sich auch am Farbton bemerkbar macht. Die Tinte sieht dann irgendwie hochgesättigt aus.

Gruß
Thomas
Wie geschrieben habe ich ja die Sapphire in Benutzung und wenn das Anschreibproblem gelöst ist, fließt diese sehr üppig(federt schon ordentlich aus bei billigem Papier). Dennoch versiegt über Nacht der Tintenstrom und auch nach längerem schreiben legt sie sich selber trocken.

Andreas-54
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Re: Austrocknen der Feder in der Kappe: Rückmeldung an Faber-Castell?

Beitrag von Andreas-54 » 16.03.2017 11:26

Was wieder das Austrocknen in der Kappe angeht:
Da habe ich bisher bei meinen Faber-Castell Looms und dem Faber-Castell Writink nur gute Erfahrungen gemacht. Bei diesen Modellen scheint die Steck-Kappe das Austrocknen ziemlich gut zu verhindern/verzögern.
Den Writink z.B. hatte ich zuletzt vor vielleicht 2 Monaten benutzt und jetzt schrieb er sofort ohne Aussetzer satt an (mit Montblanc Midnight Blue). Er ist jetzt erst einmal wieder mein Bürofüller geworden, weil er angenehmer schreibt, als mein schwarzer Lamy Al-star. Bei den Lamy Safari und Al-star habe ich auch schon bemerkt, dass die eine so lange Nichtbenutzung deutlich weniger gut wegstecken und dann zuerst etwas Eingeschrieben werden müssen (bei unterschiedlichen Tinten).
Bei den Kawecos mit Schraubkappe hatte ich da noch nie Probleme.

Andreas

Grey-Gore
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Re: Austrocknen der Feder in der Kappe: Rückmeldung an Faber-Castell?

Beitrag von Grey-Gore » 18.03.2017 13:33

Ich habe nun die Vermutung, dass mein Guilloche die Lagerung hochkant nicht verträgt. Seitdem ich Ihn in meiner Schublade liegend aufbewahre schreibt er sofort an - auch nach 2 Tagen ohne Gebrauch.
Finde ich zwar ein bisschen zickig, weil meine anderen günstigeren Füller immer sofort anschreiben, auch nach Wochen, aber das Schreibgefühl beim Graf von Faber Castell ist schon genial.

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Querkopf
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Re: Austrocknen der Feder in der Kappe: Rückmeldung an Faber-Castell?

Beitrag von Querkopf » 20.03.2017 20:51

Den Faden hier verfolge ich seit Anbeginn mit Staunen.

Mein gräflicher Guilloche-Füller, seit mehr als 10 Jahren in meinem Besitz (oder sind es schon 15 Jahre?), hat mich noch nie mit Anschreib-Zicken geärgert. Obwohl ich in den Zeiten, als er mein Dauer-Arbeitspferd war, sehr oft Tinten drin hatte, die Probleme machen können, vor allem Schwarz und Blauschwarz verschiedenster Hersteller - und in jenen Zeiten habe ich, mangels besseren Wissens :oops:, den Füller schlecht gepflegt, sprich: viel zu selten gereinigt.

Seit ein paar Monaten ist der Füller mit Iroshizuku Fuyo-syogun betankt. Und wann immer ich ihn zur Hand nehme - selten, weil seine M-Feder nicht mehr so recht zu meiner kleiner gewordenen Alltagsschrift passt und nur für "Sonderaufgaben" zum Einsatz kommt, manchmal liegt er wochenlang rum -, startet er sofort durch, als hätte ich nur zehn Minuten Pause gemacht. Zuverlässigstes Ding von Welt :wink:.

Habe ich ein Sonntags-Exemplar erwischt? Oder sind's bei euch Montags-Exemplare? Oder hat die gräfliche Fertigungsqualität in den vergangenen zehn, 15 Jahren nachgelassen?
Schöne Grüße
Doris

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Re: Austrocknen der Feder in der Kappe: Rückmeldung an Faber-Castell?

Beitrag von Grey-Gore » 22.03.2017 10:52

@Querkopf Das ist natürlich super, wenn du so ein zuverlässiges Gerät den eigen nennst, bei mir ist das mein Lamy Linea, der mich seit knapp 20 Jahren begleitet und immer schreibt.

Ich muss auch meine Beobachtung hinsichtlich der Lagerung und der damit verbundenen Verbesserung des Anschreibverhaltens revidieren. Jetzt steigt mein Guilloche wieder aus und läuft auch während des Schreibens trocken.
Das ist wirklich sehr ärgerlich bei so einem teuren Füller. Ich zweifle ehrlich gesagt etwas am Know How von Graf von Faber Castell. Ich besitze zwei Schreibgeräte von dieser Firma und bei beiden ist, trotz des exorbitanten Preises etwas nicht in Ordnung (beim Bleistift gewesen.)

Ich hatte damals mehrere Bleistifte an den Kundenservice geschickt, weil sich die Halterung für den Radiergummi komplett gelöst hatte und von mir notdürftig mit Klebstoff wieder befestigt werden musste - geht gar nicht bei dem Preis. Ich hatte zwar einige Ersatzstifte und ein umständlich formuliertes Entschuldigungsschreiben erhalten, werde mir aber in Zukunft ganz genau überlegen, ob ich von dieser Firma noch einmal Schreibgeräte kaufe.

Grüße

Gregor

Rainer
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Re: Austrocknen der Feder in der Kappe: Rückmeldung an Faber-Castell?

Beitrag von Rainer » 16.07.2017 12:00

...ich nehme diesen älteren Faden mal wieder auf, den ich jetzt erst gesehen habe. Mein Ambition mit F-Feder trocknet auch innerhalb eines Tages aus. Bei mir liegt es offensichtlich an den hydrophoben Eigenschaften des Konvertes. Es bildet sich bei der Lagerung ein "Luftblock". Wenn ich den dann beseitige durch leichtes Schütteln oder Betätigung des Konvertes schreibt die Feder schnell wieder an, d.h. der Tintenleiter scheint seinen Dienst brav zu versehen.

Bei meinem Loom mit M-Feder passiert dies nicht. Den habe ich aber mit einer wieder befüllten Patrone bestückt.

Gruß
Rainer

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Re: Austrocknen der Feder in der Kappe: Rückmeldung an Faber-Castell?

Beitrag von Rainer » 19.08.2017 20:28

In der Zwischenzeit habe ich die Federeinheit aus dem FC Ambition ausgebaut und in einen FC Basic eingedreht. Den FC Basic habe ich mit einer FC Standardpatrone (Stone Grey) bestückt. Jetzt ist das Problem verschwunden. Kein rasches Austrockenen der FC F-Feder mehr. Alles wunderbar.

Gruß
Rainer

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Tartaruga
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Re: Austrocknen der Feder in der Kappe: Rückmeldung an Faber-Castell?

Beitrag von Tartaruga » 07.09.2017 8:47

Hallo in die Runde

Auch ich besitze seit ein paar Jahren eine wachsende Anzahl Faber-Castell Ambition und eine Reihe Ondoro Füller. Ich kann nur bestätigen, dass diese bisweilen mit Anschreibproblemen zu kämpfen hatten, wobei meine Ambition M Federn weniger zickig waren als F und EF. Da ich aber sehr gern mit feinem Strich schreibe, haben alle meine Ondoros eine F- bzw. EF-Feder. Nachdem mir irgendwann die Füllmenge der Konverter zu gering erschien, bin ich dazu übergegangen lange Patronen wiederzubetanken und siehe da, meine Anschreibprobleme waren weg oder auch nach ein paar Wochen deutlich geringer!
Dies habe ich mit diversen Diamine Tinten, in Rot- und Blautönen probiert oder auch mit Grau. Weiterhin Montblanc, Kaweco, Stipula und Pelikan Tinten und es scheint zu funktionieren....
Seitdem taugen sie auch als tägliche Begleiter, deren Schreibeigenschaften der feinen Feder ich sehr schätze.

Grüße von tartaruga
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Re: Austrocknen der Feder in der Kappe: Rückmeldung an Faber-Castell?

Beitrag von Ratso » 15.03.2018 10:53

Guten Morgen liebe GvFC-Fachleute,

ich lese ja schon eine Weile mit, habe ausser einer grossen Liebe zum Füllhalter eigentlich keine Ahnung. Meine "Sammlung" besteht aus 5 Stiften, die alle im Gebrauch sind. Darunter ein alter Geha mit Goldfeder, mit dem ich 1979 mein Abitur gemacht habe.

Jetzt besitze ich seit einigen Wochen einen Ondoro in Orange mit einer M Feder. Befüllt mit den langen Edelstein Tanzanite Patronen. Die erste Zeit völlig problemlos, aber jetzt kratzt es und es kommt kaum Tinte. Zuerst habe ich noch gedacht, er sei zu kalt geworden, aber der Pelikan Pura, der genau daneben lagert, hat keinerlei Probleme. Der Pura seht immer aufrecht, der Ondoro ist in einerm hübschen Dreiermäppchen (Danke an Volker) und liegt auch meistens längs.

Hier habe ich nun nachgelesen, dass das ein gängiges Problem ist, habe nun die Patrone getauscht zu Edelstein Sapphire. Aber mehr traue ich mir selber nicht zu...

Ist durchspülen eine Option?

Danke für die Hilfe, Britta

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Re: Austrocknen der Feder in der Kappe: Rückmeldung an Faber-Castell?

Beitrag von Bluescreen » 15.03.2018 13:55

Meinen Intuition Platino darf man auch nicht allzu lange rumliegen lassen.

Andererseits ist er so geil, dass er ruhig ein wenig zicken darf. Das nehme ich ihm nicht übel ;)

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Re: Austrocknen der Feder in der Kappe: Rückmeldung an Faber-Castell?

Beitrag von GinTonic » 06.06.2018 10:25

Mit meinem Loom absolut keine Probleme in der Richtung. Vielleicht ist das Modell ja nicht betroffen. Die zahlreichen Negativerfahrungen anderer mit anderen Modellen haben mich letztlich aber davon abgehalten, mich ernsthafter für die Marke zu interessieren. Dabei hätte ich den Holz-Ondoro hübsch gefunden, und die Stahlfedern sind auch klasse.

DioSanto
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Re: Austrocknen der Feder in der Kappe: Rückmeldung an Faber-Castell?

Beitrag von DioSanto » 06.06.2018 13:29

Ich darf auch ein paar Castellanen und ein paar gräfliche mein Eigen nennen und muss sagen, das ich mit keinem, noch nie ein Problem hatte.
Deswegen würde ich dir auch vorschlagen, besorgen dir mal einen Konverter und spüle den Füller ausgiebig mit Wasser, manchmal setzen sich Fette oder kleine Spanteile beim Produktionsprozess ab. Diese werden durch das aufziehen und ablassen mit Wasser häufig rausgespült. Wenn du den Füller mit Patrone betreibst, ist der Vorschub zu gering als das sich da was lösen würde.

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