Auferstehung eines Pelikan

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Linceo
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Auferstehung eines Pelikan

Beitrag von Linceo » 14.10.2017 18:19

Liebe Pelikan-Freunde,

in den vergangenen Sommerferien, während des Schreibens meines unseres Reistagebuches, passierte mir das ultimative Füller-Mißgeschick: Durchzug im Haus, eine Tür knallt, ich lege den Füller ab, um die zugeschlagene Tür wegen der Hitze wieder zu öffnen und diesmal zu fixieren... Ihr ahnt, was kommt, oder?
Statt der Tür zu fixieren, hätte ich mal lieber die Kappe auf den M1000 geschraubt und damit auch verhindert, daß er sich selbständig macht und mit "nackter" Feder, "kopfüber" auf den Steinfußboden "dotzt".
Das Resultat sah dann so aus:
1.jpg
1.jpg (239.79 KiB) 1879 mal betrachtet
2.jpg
2.jpg (212.08 KiB) 1879 mal betrachtet
3.jpg
3.jpg (92.39 KiB) 1879 mal betrachtet
Schock, totaler Frust, sowas Blödes passiert doch nur anderen... hatte ich immer gedacht. Zum Heulen. Der Urlaubstag war mir gründlich vermasselt.

Aber es half alles nix, die Feder war hin, und auch Frau Przybilok teilte mir nach Besichtigung der eingesandten Photos mit, da helfe - definitiv - nur noch eine neue Feder. Preis 245 Euro.

Nach dem Urlaub habe ich meinem "Hausarzt", Jörg Kuhn (Caneta), zu Rate gezogen. "Dem hast Du's aber ordentlich gegeben", war sein Kommentar, "aber schick ihn mir mal!"

Was soll ich sagen, heute kam der "Dicke" zurück, sieht aus wie neu und schreibt wie noch nie, besser als vor dem Absturz. Und ich schwöre: Ja, es ist derselbe Füller und die obige Feder!
Preis für das Wunder: 15 Euro (!!!)
Seht selbst:
4.jpg
4.jpg (165.61 KiB) 1879 mal betrachtet
Ich kann mein Glück gar nicht fassen und sage DANKE, JÖRG!!!

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TomSch
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Re: Auferstehung eines Pelikan

Beitrag von TomSch » 14.10.2017 18:28

Hallo zusammen!

Nach den ersten drei Bildern warst du meines "Aua-Ha!" sicher. :shock: :( :twisted:
Dass Jörg so etwas wieder "hinbiegen" kann, und bei dieser Feder auch noch einen genialen Tag erwischt hat, wie's scheint, war mir aber auch klar. Umso schöner für dich. Da hast du nicht nur massenhaft Geld gespart, sondern auch noch Glück im Unglück gehabt. 8)

Ich mag Geschichten mit Happy End. :mrgreen:
Tüsskess, Thomas
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buchfan
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Re: Auferstehung eines Pelikan

Beitrag von buchfan » 14.10.2017 18:53

Großartig! Ich verneige mich vor Jörgs Handwerkskunst.
Und freue mich mit dir über die gerettete Feder :D
lg
mecki

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Re: Auferstehung eines Pelikan

Beitrag von ostfüller » 14.10.2017 19:05

Puhhh, das ist ja nochmal gut gegangen.
Schön, dass es Jörg gerichtet hat und er wieder und sogar besser schreibt.

Viele Grüße
Marco

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Isaac
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Re: Auferstehung eines Pelikan

Beitrag von Isaac » 14.10.2017 19:17

Die Kunst von Jörg ist einfach unangefochten. Er hat sich mittlerweile schon drei meiner Füller angenommen und sie kamen immer in einem Zustand zurück, den ich nie erträumt hätte. Es freut mich sehr, dass auch dieses Malheur zum positiven gebracht werden konnte.

Beste Grüße
Vinzent
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bella
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Re: Auferstehung eines Pelikan

Beitrag von bella » 14.10.2017 20:58

schöner Schlamassel ......
Die Bilder lassen einem ja die Armhaare aufstellen so gruselig schaut das aus.

Um so größer die Freude über die Heilung.
Und am Ende sind das genau die Füller die einem besonders ans Herz wachsen ...... und die man nicht mehr her gibt.

Quast
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Re: Auferstehung eines Pelikan

Beitrag von Quast » 22.10.2017 15:43

Oh das lässt mich hoffen . Mir ging es mit einer 800er Feder ähnlich. Sie ist nun verbogen und ich würde auch gerne canetas Hilfe in Anspruch nehmen. :)
Der Pelikan Reparaturservice hat mitr nicht helfen können und bot mir eine neue Feder an.

Tanjas
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Re: Auferstehung eines Pelikan

Beitrag von Tanjas » 24.10.2017 9:16

Liebe Donate,
wahnsinn ist die Feder wieder toll geworden!!

Ich kann dir nachfühlen wie es dir in diesem Moment gegangen ist...mir passierte es ähnlich mit meinem Hetitage 1912...

Er ist mir - aus welchem Grund auch immer - kurz vor Schreibbeginn aus der Hand geglitten und mit der Feder voran in den Parkett gestochen....auahhhh...ach ich war im absoluten Schockzustand - und die Feder war im ZickZack, wie eine Ziehharmonika verbogen ach, aber da musste ich heulen :roll:

Auch ich glaubte, dass das nur mir passiert...

Mittlerweile hat sich Herr Stolz ganz rührend um ihn gekümmert und ich habe nun eine ganz tolle neue Feder - wenn auch um einige Euros leichter 8)

Liebe Grüße Tanja

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Re: Auferstehung eines Pelikan

Beitrag von DanielH » 01.11.2017 21:57

Puh, der arme M1000... aber umso besser zu wissen, dass es für das gute Stück ein Happy End gab. Um einen M1000 wäre es nämlich wirklich mehr als schade....
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Tenryu
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Re: Auferstehung eines Pelikan

Beitrag von Tenryu » 02.11.2017 3:53

Ich habe mal auf Youtube ein Video über einen japanischen Nibmeister gesehen, der schrecklich deformierte Federn gerichtet hat. Mit einem winzigen Hammer hat er sie gewissermaßen wieder in Form geschmiedet.
Auch ein abgebrochenes Schreibkorn wurde wieder angeschweißt.
Das war sehr aufschlußreich. Leider kann ich mich nicht mehr an den Titel des Videos erinnern.

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titanus
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Re: Auferstehung eines Pelikan

Beitrag von titanus » 02.11.2017 16:33

Linceo hat geschrieben: ...



Nach dem Urlaub habe ich meinem "Hausarzt", Jörg Kuhn (Caneta), zu Rate gezogen. "Dem hast Du's aber ordentlich gegeben", war sein Kommentar, "aber schick ihn mir mal!"

Was soll ich sagen, heute kam der "Dicke" zurück, sieht aus wie neu und schreibt wie noch nie, besser als vor dem Absturz. Und ich schwöre: Ja, es ist derselbe Füller und die obige Feder!
Preis für das Wunder: 15 Euro (!!!)
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Tolles happy end.
Und das ist auch mein Hausarzt! :)

Grüße

titanus

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Rotschreiber
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Re: Auferstehung eines Pelikan

Beitrag von Rotschreiber » 02.11.2017 18:32

Wow, top Ergebnis!

Ich habe noch einige Füller aus einem Erbnachlass gefunden, darunter auch ein Montblanc, die dringend überarbeitet werden müssten.

Wärst du so nett, mir Jörgs Kontaktdaten zukommen zu lassen?

Die Füller werde ich mal in einem separaten Beitrag vorstellen mit der Bitte um Identifikation.

Besten Dank,

Michael
Gruß

Michael :D

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