Eine kleine Umfrage zur Schreibschrift.

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Fiamma
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Re: Eine kleine Umfrage zur Schreibschrift.

Beitrag von Fiamma » 27.02.2018 22:00

Tenryu hat geschrieben:Es ist eigentlich erstaunlich, daß sich die deutschsprachigen Länder auf eine einheitliche Rechtschreibung, aber nicht auf eine einheitliche Schulschrift verständigen konnten.
Gabs/ gibts nicht auch innerhalb Deutschlands unterschiedliche Schulschreibschriften? (wenn man dann auch noch die DDR- Schreibschrift mitzählt,...)

Huly
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Re: Eine kleine Umfrage zur Schreibschrift.

Beitrag von Huly » 27.02.2018 22:19

So unterschiedlich sind die Schulschriften dann doch nicht. Im Vergleich zu anderen lateinischen Schreibschriften wie der amerikanischen Palmer-Methode sind die DACH-Variationen doch sehr überschaubar.

Thom

Re: Eine kleine Umfrage zur Schreibschrift.

Beitrag von Thom » 28.02.2018 6:47

Die DDR-Schreibschrift würde ich auch nicht überschätzen. Es gab da zwar in der Unterstufe ein Fach "Schönschreiben", aber danach hat das keinen mehr interessiert. Ich habe sogar eine zeitlang, mit eingegipsten rechten Arm, mit links geschrieben, das konnte dann gar keiner mehr lesen.

maggutefueller
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Re: Eine kleine Umfrage zur Schreibschrift.

Beitrag von maggutefueller » 28.02.2018 15:27

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Thom

Re: Eine kleine Umfrage zur Schreibschrift.

Beitrag von Thom » 28.02.2018 17:06

Super! Hat bei mir nie so ausgesehen (noch nichtmal der Punkt :) ).

https://de.wikipedia.org/wiki/Schulausgangsschrift

lw7275
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Re: Eine kleine Umfrage zur Schreibschrift.

Beitrag von lw7275 » 28.02.2018 22:32

Huly hat geschrieben:
Ohne den Lehrern im Forum zu nahe treten zu wollen: es gibt viele Lehrer, deren Schriften kaum zu entziffern sind.
Oft ist es wirklich der Masse geschuldet.
Ein älterer Kollege, ich war da noch Referendar, meinte mal: "Ich musste über die Weihnachtsferien 115 Deutschklausuren korrigieren. Wie habe ich es geschafft? Ab aufs Sofa, Klausuren auf Klemmbrett vor'n Bauch, daneben eine große Flasche Wein.
DIE SCHÜLER KÖNNEN MICH JA FRAGEN, FALLS SIE WAS NICHT LESEN KÖNNEN!" :shock: :D :D

Ich bemühe mich aber durchaus um eine sorgfältige, zumindest leserliche Schrift. Viel schwieriger finde ich es, in knappen Bemerkungen das zu Sagende auf den Punkt zu bringen.

Linkspfötchen
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Re: Eine kleine Umfrage zur Schreibschrift.

Beitrag von Linkspfötchen » 01.03.2018 10:40

Neryz hat geschrieben:Ich schreibe nur in Schreibschrift - ich bin ja kein Computer ;-)
Ehrlich, kennt Ihr jemanden, der in Druckschrift schreibt...? Also ich nicht... mein gesamtes Umfeld schreibt, ich kenne keine einzige Person, die (ausser auf Formularen) in Druckschrift schreibt...
Ein Kollege von mir schreibt ausschließlich in großen Druckbuchstaben. Furchtbar :mrgreen:

Zwei andere Kollegen haben eine "Techniker"-Schrift, die haben diese Normschrift in der Ausbildung (z.B. Schlosser) gelernt und schreiben dann auch so. Beim einen sehr gut zu lesen, beim anderen eher weniger. Der hat da mittlerweile seine eigenen Zeichen kreiert... :mrgreen:

Ansonsten gibt es bei mir im Büro von Schönschreibern bis zur Sauklaue sämtliche Variationen. Zwei Kollegen von mir verwenden auch Füller, allerdings nur für Unterschriften. Ansonsten Kulli.

Bevor ich wieder mit Füller geschrieben habe, waren einige Buchstaben bei mir auch Druckschrift-mäßig. Vor allem Großbuchstaben wie z.B. das "L" oder das "G". Mittlerweile habe ich aber wieder "Schreibschrift"-Buchstaben daraus gemacht, was mir viel besser gefällt. Die Umgewöhnung fiel mir erstaunlicherweise sehr leicht und ich mache es mittlerweile wieder völlig selbstverständlich ohne darüber nachzudenken.

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pelikanjog
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Re: Eine kleine Umfrage zur Schreibschrift.

Beitrag von pelikanjog » 06.03.2018 12:18

Hallo,

da ich ja wohl (hoffentlich) einen eigenen Charakter habe, mich auch sonst nicht sklavisch an Regeln halten mag, sondern sie lieber setzt, ist eben auch meine Schrift so. Eigen, aber lesbar.

Sie gefällt mir nicht immer. Sie ist von meiner Befindlichkeiten und dem feinmotorischen Zustand meiner rechten Hand abhängig.
Und manchesmal beneide ich meinen Brieffreund, einen Maler, der Schönschrift gelernt hat, um seine absolut gleichmäßige und disziplinierte Schrift über mehrere Seiten hinweg. Das kann ich nicht.

Aber eines ist auch klar: Seit ich wieder mehr mit Füllern schreibe und Kulis meide und am PC die Tastatur nur aus Gründen der Praktikabilität und Korrekturfähigkeit bei schnell Dahingeschriebenen nutze, ist meine Handschrift wieder harmonischer geworden.
Vor allem bei Federn mit "Führkraft" (mit obliquen und flexiblen Federn). Eine Wollust bereitet mir allerdings nur eine einzige Feder: Es ist die riesige, semiflexible vom Waterman Patrician (1929).

Ich habe schon mal gesponnen und überlegt, ob ich nicht auch posts hier mit Hand schreibe, das fotografiere und anstatt dieser mechanischen, seelenloser poste ... Aber das ist doch so aufwendig, dass ich es noch nicht gemacht habe.

Hansjürgen

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Re: Eine kleine Umfrage zur Schreibschrift.

Beitrag von Füchschen » 06.03.2018 14:37

Ich schreibe meistens auch eine Mischung weil es schneller geht. Ich habe aber auch schon alle Phasen durch. Meistens schreibe ich mit Kuli nur Druckbuchstaben und mit dem Füller den Mix. Ich möchte aber wieder die Lateinische Ausgangsschrift üben.
Mein Sohn durfte Schreibschrift lernen und muss sie jetzt aber nicht benutzen... :roll:
Tintige Grüße von Vanny

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Re: Eine kleine Umfrage zur Schreibschrift.

Beitrag von NicolausPiscator » 06.03.2018 15:04

pelikanjog hat geschrieben:Ich habe schon mal gesponnen und überlegt, ob ich nicht auch posts hier mit Hand schreibe, das fotografiere und anstatt dieser mechanischen, seelenloser poste ... Aber das ist doch so aufwendig, dass ich es noch nicht gemacht habe.
Von der Idee her nett und persönlich.

Im Fountain Pen Network findet man das. Als Forumsleser und -schreiber im ÖPNV geht mir sowas aber auf die Nerven, weil die Bilder hochgeladen werden müssen, um den Beitrag zu lesen.

Dann bekomme ich von der Person lieber einen handgeschriebenen Brief. Denn das ist aus meiner Sicht wirklich persönlich.

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Re: Eine kleine Umfrage zur Schreibschrift.

Beitrag von pelikanjog » 06.03.2018 15:35

Du hast recht,

aber ich schreibe zur Zeit nur an einen Freund handgeschriebene Briefe. Von daher weiß ich in der Tat oft nicht, wo ich meine Schreiblust austoben kann.

Ich habe da so ein großes schwarzes Schreibbuch (Leuchtturm A4), in dem ich mich gelegentlich - nichtöffentlich - mit mir selbst unterhalte ...
Und wenn ich es wieder lese, bin ich meistens nicht unzufrieden mit Handschrift und Inhalt.

Hansjürgen

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Re: Eine kleine Umfrage zur Schreibschrift.

Beitrag von Knorzenbach » 06.03.2018 20:54

Hallo Hansjürgen,

unter Sonstiges/Other findest Du den Thread "Brieffreundschaften". Da findest Du jede Menge Foristen, die gerne Briefe schreiben und Briefe erhalten. Wäre das was für Deine Schreibwut?

Liebe Grüße,
Tomm

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pelikanjog
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Re: Eine kleine Umfrage zur Schreibschrift.

Beitrag von pelikanjog » 07.03.2018 16:42

Hallo Tomm

... vielleicht? Ich werde es mal probieren. Danke jedenfalls für den Hinweis. Ich habe diese Rubrik noch nicht entdeckt,

Hansjürgen

badenfeder
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Re: Eine kleine Umfrage zur Schreibschrift.

Beitrag von badenfeder » 07.03.2018 22:53

Meine Erfahrung, persönlich und auf andere bezogen ist, daß sich bei Vielschreibern zwangsläufig Mischelemente in die Handschrift einnisten. ZeitgenossenInnen, die eher selten zusammenhängende Texte zu Papier bringen, sind eher der "Urschrift" verhaftet.
Das gilt auch für Unterschriften (Signaturen), auch wenn da oft bewusst herbeigeführte Gestaltungselemente hinzu kommen.
Don't push the river….it flows by itself.

Miyajima
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Re: Eine kleine Umfrage zur Schreibschrift.

Beitrag von Miyajima » 09.03.2018 9:55

Ich habe in den 90ern, in der Grundschule, Schreibschrift gelernt, Druckschrift kannte ich da noch gar nicht. Als ich dann auf die weiterführende Schule kam, schrieben da auf ein Mal alle Schüler von anderen Grundschulen nur in Druckschrift. Das fand ich ganz toll und habe meine Schrift geändert. Ein paar jahre später gefiel mir die Schrift (mehr Schreibschrift als Druckschrift) von jemandem besonders gut, der m, n und h verkehrt herum schrieb und einen Strich über das u machte um dies von dem n zu unterscheiden und ich änderte meine Schrift erneut. Nach ein paar Jahren habe ich die Buchstaben wieder "richtig" herum gedreht, der Strich über dem u ist jedoch geblieben.
Nun schreibe ich einen wilden Mix aus Schreibschrift und Druckschrift und versuch nach und nach Buchstaben auszutauschen, damit sie mir besser gefallen. Aber so leicht wie ich meine Schrift damals ändern konnte geht es leider nicht mehr.

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