Meine alten Fueller zum Genießen

(älter als 30 Jahre)

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Frischling
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Re: Meine alten Fueller zum Geniessen

Beitrag von Frischling » 29.11.2020 19:59

Die alten Schreiberlinge sind wunderschön, will jetzt keinen besonders hervorzuheben, aber ich bedauere bei jedem einzelnen, dass ich kein Bastler bin
LG
Christa
Es gibt kein Fundbüro für verpasste Gelegenheiten

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Andreas_Beutlin
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Re: Meine alten Fueller zum Geniessen

Beitrag von Andreas_Beutlin » 29.11.2020 20:37

Guten Abend, Christa,

mir geht es in solchen Fäden genauso. Ich würde wahnsinnig gerne eines dieser Schätzchen erwerben aber wenn dann mal etwas zu reparieren wäre, würde ich mich da kaum ranwagen.

Bleibt mir eben das Anhimmeln vor dem Monitor. :)

Liebe Grüße,

Andreas
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stift
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Re: Meine alten Fueller zum Geniessen

Beitrag von stift » 30.11.2020 11:22

Andreas_Beutlin hat geschrieben:
29.11.2020 20:37
Guten Abend, Christa,

mir geht es in solchen Fäden genauso. Ich würde wahnsinnig gerne eines dieser Schätzchen erwerben aber wenn dann mal etwas zu reparieren wäre, würde ich mich da kaum ranwagen.

Bleibt mir eben das Anhimmeln vor dem Monitor. :)

Liebe Grüße,

Andreas
Man fängt überall klein an ,so auch ich den das Restaurieren ist für mich nicht vom Himmel gefallen.
Und vor über 20 Jahren hat es diese Information für Füller in Netz nicht gegeben.Heute wird dir sogar gezeigt wie man einen Sicherheitshalter repariert
Ich musste mir alles selber beibringen und mir auch den geeigneten Werkzeug suchen der Passend ist für die Füller,was ich noch heute mache.
Natürlich bin ich kein Profi oder Spitzenprofi wie Andi hier im Forum der aus einen kaputten Füller einen neuen zaubert.
Anfangen bei den billigen Füllern,was heute auch nicht einfach ist den die verlangen Preise das es ein Wahnsinn ist.
Aber trotzdem möchte ich euch Mut machen um einen Füller zu reparieren.
Liebe Grüße
Harald

Und jetzt genießen wir weiter unsere Füller.!!!
#Non, je ne regrette rien#

Uwe
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Re: Meine alten Fueller zum Geniessen

Beitrag von Uwe » 30.11.2020 11:38

Liebe Christa, lieber Andreas,
nur weil ihr nicht restauriert sollte euch das nicht davon abhalten diese schönen Stücke zu erwerben.
Sollte wirklich mal etwas zum reparieren sein, gibt es genügend freundlich Hilfe im Forum und auch außerhalb des Forums.
Und so kostspielig ist das auch nicht immer. Ich repariere auch nicht soviel. Und wenn ich Hilfe brauch finde ich welche. Manchmal benötigt man aber Geduld, damit es nicht zu teuer wird. Das ist mir die Sache wert.

greatorg
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Re: Meine alten Fueller zum Geniessen

Beitrag von greatorg » 30.11.2020 21:39

Hallo Harald,

wunderschönes Stück. was für eine Feder hat der?
Ist das ein Kolbenfüller?
Gruß
Gero

greatorg
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Re: Meine alten Fueller zum Geniessen

Beitrag von greatorg » 30.11.2020 22:09

Hallo Füllerfreunde,

wo ich gerade dabei bin: Weil Dänemark so nah liegt, habe ich oft nach Penol-Füller auf Flohmärkten gesucht.
Schöne, unkonventionelle Füller von Christian Olsen, der einst Parker-Füller in Europa verkauft hat, für Montblanc Füller baute und später seine eigene Marke Penol nannte. Keiner sah wie der andere auch, alles Einzelstücke. Geblieben sind mir die beiden schönsten, zwei No 8 K, einer grün, der andere rot marmoriert. Es sind imposante, zwölfeckige Druckknopffüller, die toll in der Hand liegen. Leider ist Penol nicht gerade für gute Federn bekannt. Und weil ich Freude am Schreiben haben will, habe ich den Grünen mit einer sehr flexiblen ACCA-Goldfeder bestückt, der Rote hat jetzt eine wundervolle, eher steife 18-Karat-Waterman-Feder.
Die beiden sind eine echte Freude.

Gruß
Gero
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Re: Meine alten Fueller zum Geniessen

Beitrag von greatorg » 30.11.2020 22:13

Tschuldigung, zweimal das selbe Bild - jetzt aber.

Gero
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vanni52
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Re: Meine alten Fueller zum Geniessen

Beitrag von vanni52 » 30.11.2020 22:38

Der Füller passt sehr gut zum Thema des Fadens.
Gibt es evtl. noch mehr Informationen zu diesem schönen Füller, etwa zum Alter oder zum Material?
LG
Heinrich

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Re: Meine alten Fueller zum Geniessen

Beitrag von greatorg » 30.11.2020 23:24

Hallo Heinrich,

der Füller ist ab 1935 in Kopenhagen aus Celluloid produziert worden.
Eigentlich ist es, wie alle Penol-Füller, von der Mechanik ein ganz einfacher Stift.
Christian Olsen hat Mitte der 1920er Jahre von George S. Parker die Lizenz zum Verkauf vor Parker-Füllern in Europa erhalten, die teilweise auch selbst produziert und später mit seiner Eigenmarke Penol auch kopiert. Viele der Stifte aus Kopenhagen sind dem Parker Duofold doch sehr ähnlich. In den 1930ern gab es Zusammenarbeiten mit Parker-Osmia, später mit Montblanc (Modelle 202, 212, 206, 216).
Die eigenen Penol-Füller waren gut gemacht und in Dänemark entsprechend erfolgreich. Zu den beliebtesten gehörten die Modelle deLuxe-Modelle, das Highlight war natürlich der No 8k.
Markenzeichen der Penol-Füller ist das Anker-Logo.
Die große Zeit endete bereits Ende der 1940er Jahre.
Weitere Infos gibt es unter

https://www.penol.com/historie
oder
http://www.enter-net.de/auktion/artikel/penologie.htm

Gruß
Gero

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vanni52
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Re: Meine alten Fueller zum Geniessen

Beitrag von vanni52 » 30.11.2020 23:46

Hallo Gero,

lieben Dank für die ausführliche und sehr informative Antwort.
Schon erstaunlich, in wievielen Ländern Parker Spuren hinterlassen hat.
LG
Heinrich

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stift
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Re: Meine alten Fueller zum Geniessen

Beitrag von stift » 01.12.2020 4:56

greatorg hat geschrieben:
30.11.2020 21:39
Hallo Harald,

wunderschönes Stück. was für eine Feder hat der?
Ist das ein Kolbenfüller?
Gruß
Gero
Servus !

Ja ist ein Kolbenfüller,mit einer Stahlfeder,gehören würde einen 585 Feder mit einen T wie Tempo.Ich habe ihn auch mit einer Stahlfeder gekauft,hatte schon sehr lange so einen Tempo nicht.
LG
Harald
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vanni52
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Re: Meine alten Fueller zum Geniessen

Beitrag von vanni52 » 01.12.2020 10:47

greatorg hat geschrieben:
30.11.2020 23:24
Hallo Heinrich,

der Füller ist ab 1935 in Kopenhagen aus Celluloid produziert worden.
Eigentlich ist es, wie alle Penol-Füller, von der Mechanik ein ganz einfacher Stift.
Christian Olsen hat Mitte der 1920er Jahre von George S. Parker die Lizenz zum Verkauf vor Parker-Füllern in Europa erhalten, die teilweise auch selbst produziert und später mit seiner Eigenmarke Penol auch kopiert. Viele der Stifte aus Kopenhagen sind dem Parker Duofold doch sehr ähnlich. In den 1930ern gab es Zusammenarbeiten mit Parker-Osmia, später mit Montblanc (Modelle 202, 212, 206, 216).
Die eigenen Penol-Füller waren gut gemacht und in Dänemark entsprechend erfolgreich. Zu den beliebtesten gehörten die Modelle deLuxe-Modelle, das Highlight war natürlich der No 8k.
Markenzeichen der Penol-Füller ist das Anker-Logo.
Die große Zeit endete bereits Ende der 1940er Jahre.
Weitere Infos gibt es unter

https://www.penol.com/historie
oder
http://www.enter-net.de/auktion/artikel/penologie.htm

Gruß
Gero
Moin Gero,

auch für die beiden Links besten Dank.
Bei einem für mich neuen Hersteller sind diese Informationen und Fotos perfekt.
LG
Heinrich

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Re: Meine alten Fueller zum Geniessen

Beitrag von vanni52 » 07.12.2020 13:11

2DB580E0-0525-4E0A-A0FA-63EDC06D6D74.png
2DB580E0-0525-4E0A-A0FA-63EDC06D6D74.png (782.88 KiB) 560 mal betrachtet
Der Genuss, mit einem alten Füller zu schreiben, hängt sicherlich mit dem Thema oder Inhalt des Geschriebenen zusammen.
Und lässt sich bei der Kombination zweier Leidenschaften definitiv steigern.
Allerdings habe ich während meiner aktiven Zeit als Schachspieler niemals einen Füller für die Notation benutzt, und auch bei anderen Mitspielern nie gesehen. Wäre in Zeitnotphasen höchst unpraktisch.
Das sieht mittlerweile, ohne den Turnierstress, anders aus.
Und auch beim Nachspielen von Schachpartien werden nicht nur die Figuren bewegt, sondern die Notation aus Buch
oder Internet vorher abgeschrieben.
Natürlich mit einem alten Füller und mit viel Genuss.
LG
Heinrich

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Scriptorium
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Re: Meine alten Fueller zum Geniessen

Beitrag von Scriptorium » 07.12.2020 17:04

Guten Abend!
Wenn sich hier so viele alte Lieblinge versammelt haben, dann möchte ich auch einen meiner alten Genussfüller zeigen.
Weihnachten naht und ich gehöre noch zur Generation, die sich über handgeschriebene Weihnachtspost freut. So halte ich es auch selbst und lieben Freunden und Verwandten wird der Weihnachtsgruß handschriftlich zugedacht. Da bietet sich ein alter Füller besonders an und als heurigen "Weihnachtsfüller" habe ich meinen Soennecken 111 Extra aus der Vitrine geholt. Etwas poliert und mit Pelikan Brillant-Braun aufgetankt wird er nun mit mir die Weihnachtspost erledigen.
Soennecken 111 Extra 2020-12-07 14.46.22 kl.jpg
Soennecken 111 Extra 2020-12-07 14.46.22 kl.jpg (329.09 KiB) 508 mal betrachtet
Die Firma Soennecken wurde von Friedrich Soennecken um 1875 in Bonn gegründet und erzeugte vorerst lediglich Federn, Tintenfässer und Hefte, ab den 1880er Jahre stellte die Firma Füllfedern her, die Weltruf hatten. Wirtschaftliche Probleme zwangen 1967 die Fabrik zur Aufgabe, die Füllfedern sind heute begehrte Sammlerstücke (Andreas Lambrou, Fountain Pens. London 1989). Mein 111 Extra stammt aus den frühen 1950er Jahren, besonders schön finde ich die große Goldfeder, die sehr weich und flüssig schreibt.
Schönen Abend noch und freundliche Grüße aus Kärnten - Joachim

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vanni52
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Re: Meine alten Fueller zum Geniessen

Beitrag von vanni52 » 07.12.2020 22:26

Die Firma Soennecken gehört leider noch zu den Herstellern, die hier unterrepräsentiert sind.
Daher besten Dank für die Vorstellung dieses schönen Füllers.
Die große Feder ist wirklich ein Prunkstück.
LG
Heinrich

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