Meine Füller-Opas und Reparaturfrage

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stift
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Re: Meine Füller-Opas und Reparaturfrage

Beitrag von stift » 08.03.2019 15:36

Jedenfalls sind die Füller Lagerneu also unbenutzt das habe ich vorher vergessen.
Selten zu bekommen im unbenutzten Zustand.
Liebe Grüße
Harald
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Matthias MUC
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Re: Meine Füller-Opas und Reparaturfrage

Beitrag von Matthias MUC » 08.03.2019 21:37

Könnte man solche Verschraubungen, wenn man sie irgendwie fixieren will, nicht mit Schellack, sondern ganz klassisch mit Schraubensicherungsmittel niedrigfest (der rosa Loctite) oder maximal mittelfest (der blaue Loctite) sichern? Metall auf Metall ist damit einfach und zuverlässig gegen Lockern gesichert, aber gewaltfrei zu lösen bei Bedarf. Bei Kunststoff auf Kunststoff müßte man v.a. die Materialverträglichkeit mit dem blauen Loctite wissen.

Wagthedog
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Re: Meine Füller-Opas und Reparaturfrage

Beitrag von Wagthedog » 08.03.2019 23:08

Mit sehr warmem Wasser und Geduld habe ich nach und nach die Feder sanft herausziehen können und sie hat überlebt 8-)

Der Kork war ziemlich fest gesteckt, ich musste für so ein kleines Ding ganz schön Druck aufbauen, um ihn wieder rauszubekommen. Er ist nach anfänglichem Kraftaufwand auch nicht rausgeflutscht, sondern musste durchgehend geschoben werden. Die ganze Konstruktion hat es trotzdem überlebt.

Ich sehe da jetzt den Vorteil, dass der Kork wirklich fest sitzt und abdichtet ;-). Aber ich möchte natürlich verhindern, dass das wieder passiert und das Teil wieder stecken bleibt.
Soll ich ihn mit dem Kolben verkleben (Kunststoff auf Kunststoff)?
...Ich habe ihn wieder draufgeschraubt und die Verbindung fühlt sich erstmal nicht locker an, aber das hat ja vorher auch nicht gehalten...andererseits weiß ich ja jetzt, wie ich ihn wieder rausbekomme. Oder kann man ihn mit irgendeinem Wachs behandeln, damit er flutschiger wird und nicht wieder stecken bleibt?
Bild

Danke für eure Ideen und Unterstützung!

Matthias MUC
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Re: Meine Füller-Opas und Reparaturfrage

Beitrag von Matthias MUC » 09.03.2019 1:31

Man könnte den Korken schmieren, mit Paraffin baden o.ä., damit er flutschiger wird, wie man es mit selbstgeschnitzten Korkdichtungen macht (da bekommst Du von den Korkenkolbenrestaurierprofis aber sicher die besseren Tipps), siehe als Anregung auch viewtopic.php?f=14&t=23293 - die Zollingersche Anleitung zum Selbermachen incl. Paraffinbad und evtl. Silikonfett...
Und ich denke, daß Harald (stift) noch eine reversible Methode empfehlen kann, wie diese Verschraubung gesichert werden kann (evtl. ja meine Idee mit mittelfestem Schraubensicherungsmittel?)

lG Matthias

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stift
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Re: Meine Füller-Opas und Reparaturfrage

Beitrag von stift » 09.03.2019 3:08

Schraube das wieder hinauf und dann wirst du sehen ob der Füller dicht ist oder nicht.Wenn nicht gehört der Kork neu gemacht und mehr gibt es da nicht zu sagen.
Anderseits hast du Glück gehabt das die so leicht zu zerlegen waren.
Ob ein Füller dicht ist mache ich so.Ich nehme den Füller vorne natürlich ohne Feder und Tintenleiter in den Mund und sauge ihm die Luft raus dh,wenn er auf meinen Lippen hängen bleibt dann ist der Füller dicht,und wenn nicht gehört der Kolben neu gemacht.
Den es ist nicht gesagt wenn der Füller Tinte zieht das er auch dicht ist das stimmt nicht.Der Kolben muss dicht machen sonst hat man irgendwann eine Schweinerei von hinten,wenn die Tinte über die Mechanik sickert.
Mehr gibt es da nicht zu sagen.
Liebe Grüße
Harald
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Re: Meine Füller-Opas und Reparaturfrage

Beitrag von Wagthedog » 11.03.2019 13:39

Hallo Stift und Matthias MUC, danke für eure Antworten.

Ja, der Korken war dicht. Es ist leider das gleiche (Hat sich vom Kolben selbst "abgeschraubt" beim Hochschrauben des Kolbens und ist im Korpus stecken geblieben) noch zweimal passiert, obwohl ich ihn mit Lanolin (hatte grad nichts anderes da und wollte schauen, obs mit weniger Reibung keine Probleme mehr gibt) geschmiert habe. Jetzt ist leider ein vertikaler Riss im Kork, d.h. ich muss ihn erneuern oder erneuern lassen. Er hält zwar immer noch dicht, aber es ist nur eine Frage der Zeit bis er ganz einreißt.
Schade, aber mei, es war halt ein alter Kork. Ich werde mich mal im Forum zum Thema Kork-Ersatz umschauen.

Matthias MUC
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Re: Meine Füller-Opas und Reparaturfrage

Beitrag von Matthias MUC » 11.03.2019 13:59

Neuer Kork ist sicher kein Hexenwerk, und wenn Du es selber nicht kannst oder magst, gibt es hier im Forum genügend Füllernarrische, die das können, ggf. nötiges Werkzeug dafür haben usw.... Bei dem "Selbstabschrauben" frage ich mich, ob sich da irgendwo im Mechanismus irgendwas dreht, was nicht drehen sollte, und deswegen immer die Schraube aufgeht, oder ob sie sich nur los"nackelt" durch das Spiel der Kolbenstange in der Führung. In letzterem Fall wäre irgendeine bei Bedarf wieder lösbare Schraubensicherung, die sich mit dem Material verträgt, doch einen Gedanken wert (drum mein Gedanke an Loctite rosa oder blau).

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Re: Meine Füller-Opas und Reparaturfrage

Beitrag von stift » 11.03.2019 14:06

Durchdrehen deshalb weil der Kork geschrumpft ist, er hat keine Kraft mehr.
Sitzt der Kork dann sollte sich da nichts mehr drehen.
Liebe Grüße
Harald
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Re: Meine Füller-Opas und Reparaturfrage

Beitrag von Matthias MUC » 11.03.2019 14:50

Da dreht sich doch die Schraube aus der Kolbenstange raus. Normalerweise sollten sich doch weder Kork noch Kolbenstange noch Schraube gegeneinander drehen, wenn man die Mechanik betätigt? Auch wenn man die Mechanik allein betätigt, ohne daß sie im Schaft eingebaut ist....

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Re: Meine Füller-Opas und Reparaturfrage

Beitrag von Wagthedog » 11.03.2019 14:59

Ich hab mal an Caneta geschrieben, vielleicht kann er sich der Sache annehmen.

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