Schreibleistung Lamy M16

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meisterleine
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Schreibleistung Lamy M16

Beitrag von meisterleine » 25.05.2017 18:44

Hallo zusammen,

beim weiteren Ausbau meiner Lamy-Sammlung ist mir etwas aufgefallen:

Im Kästchen meines alten Lamy2000-Sets steht auf dem "Beipackzettelchen", dass die Schreibleistung des Kugelschreibers 10.000m beträgt.

Das ist ja nun Jahrzehnte her und die alte Mine hatte auch noch eine weitere Ergänzung mit "exact", sieht aber sonst identisch zu den heutigen Minen aus.

Bei den aktuellen M16-Minen schreibt Lamy auf seiner Homepage "Schreiblänge variiert je nach Strichbreite zwischen 4.500 und 8.000 m."

Somit meine Frage: Weiß jemand, weshalb die alten Minen anscheinend eine bedeutend höhere Schreibleistung hatten?

Beste Grüße
Sven

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mmlife
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Re: Schreibleistung Lamy M16

Beitrag von mmlife » 25.05.2017 19:22

Irgendwie muss man ja Geld machen. Oder wieso haben Glühbirnen nur so kurz gehalten, obwohl es problemlos möglich wäre, eine längere Lebensdauer zu erreichen?
Da Phänomen nennt sich "Geplante Obsoleszenz".
Mittlerweile kostet ein (!) winziger Radiergummi-Aufsatz für die Lamy-Druckbleistifte stolze 2,00€ - in einem winzigen Schreibwarengeschäft habe ich noch welche für den früheren Preis von 0,25€ erstehen können.
Schade, dass auch die Firma Lamy sich derart ins Negative entwickelt hat.

meisterleine
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Re: Schreibleistung Lamy M16

Beitrag von meisterleine » 26.05.2017 15:24

Danke für das Feedback.
Also sind die Minen (im Gegensatz zu früher) nachweislich nicht ganz voll.
Das würde sich z.B. durch Wiegen beweisen lassen?

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desas
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Re: Schreibleistung Lamy M16

Beitrag von desas » 26.05.2017 18:13

Ich bezweifle, dass sich das durch Wiegen klären lässt.

Setze nämlich voraus, dass der Rest exakt gleich geblieben ist.

Dass ein Bereich der Schreibleistung von bis angegeben wird, zeigt doch, dass mit der maximalen Schreibleistung nicht mehr als absolutem Wert geworben werden darf.

Das verhält sich ähnlich wie beim Mindesthaltbarkeitsdatum.

Frag doch mal bei Lamy, wo die restlichen 2.000 m geblieben sind.

Die Marketingabteilung hat da bestimmt eine gute Argumentation für.

Was an so einem Radierschnippel 2,00 € wert ist, wüsste ich in der Tat auch ganz gerne.
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Re: Schreibleistung Lamy M16

Beitrag von Franco » 28.06.2020 23:21

Ich habe eine neue Minen aufgemacht und siehe da, sie ist nur zur Hälfte mit Paste gefüllt. War das immer schon so?

Pen.Klaus
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Re: Schreibleistung Lamy M16

Beitrag von Pen.Klaus » 29.06.2020 21:51

Wenig Paste = viel Umsatz für den Hersteller :x
Mit freundlichen Grüßen
Pen.Klaus

bebna
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Re: Schreibleistung Lamy M16

Beitrag von bebna » 30.06.2020 11:24

mmlife hat geschrieben:
25.05.2017 19:22
Mittlerweile kostet ein (!) winziger Radiergummi-Aufsatz für die Lamy-Druckbleistifte stolze 2,00€ - in einem winzigen Schreibwarengeschäft habe ich noch welche für den früheren Preis von 0,25€ erstehen können.
Schade, dass auch die Firma Lamy sich derart ins Negative entwickelt hat.
Verstehe den Preis des Safari/Vista Druckbleistifts bis heute nicht. Ich hatte schon öfters überlegt meine Reihe an Vista Modellen zu schließen und mir den Kuli und Druckbleistift zu holen, aber preislich sind sie es einfach bei weitem nicht Wert. (Wir reden hier von 1 Vista Druckbleistift den es nur in 0.7mm gibt, mit einem Preis von 2-3 uni kuru toga wo einiges mehr Feinmechanik drinne steckt und noch importiert werden muss.) Aber zurück zum Thema.

Ich war eigentlich bisschen Entäuscht wo ich Lamys Kugelschreiber benutzt habe (besonders die M6X Tintenroller), obwohl es ja eigentlich klang nach es wäre nun besser: viewtopic.php?t=20694

Die Minen waren immer eingetrocknet, auch wenn ich den Stift schon mehrfach am gleichen Tag benutzt habe, waren zickig was starten anging auf einigen Papieren und eher schwach von der Farbe. Beim Tintenroller hat ich sehr oft "Fasern" in der Linie und Aussetzer.

Ich hab in meinen Lamy Multis nun gegen Schmidt, Schneider oder Kaweco getauscht und im Vista Tintenrolle sitzt nun eine Pilot G2 Mine.

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