Lamy Federqualität

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Feinmotoriker
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Lamy Federqualität

Beitrag von Feinmotoriker » 03.09.2019 20:11

Liebe Lamy-Freunde,

seit einiger Zeit habe ich mich mit dem Lamy-Virus infiziert. Ich finde das Design der Füller unkonventionell und attraktiv. Bei den Federn hingegen sind mir große qualitative Unterschiede aufgefallen. Von meinen zwei neuerworbenen Füllern musste ich einen Lamy 2000 einschicken, dessen Feder unnachgiebig hart und trocken schrieb. Die andere Goldfeder gleitet butterweich und saftig über das Papier.

Einen richtigen Schock habe ich aber heute im örtlichen Müller erlebt. Ich hatte ein Auge auf den Al-Star geworfen und wollte nun eine passende Feder ausfindig machen. Dafür habe ich mir Zeit genommen und bestimmt an die 15 Federn der anderen Al-Stars und Safaris zur Probe über das Papier geführt. Die waren jedoch alle durch die Bank mies! Die meisten kratzten. Wenn eine mal nicht gekratzt hat, dann hatte sie Tintenflussprobleme. Von einem Kauf habe ich dann natürlich abgesehen.

Wie kann das sein bei einer so hochpräzisen und -standardisierten Produktion wie bei Lamy? Man müsste doch meinen, eine ordentliche Federpolitur sollte kein Problem darstellen und die Zeit kratziger Federn vorbei sein, oder täusche ich mich?

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Astro
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Re: Lamy Federqualität

Beitrag von Astro » 03.09.2019 22:20

Ich bin bei diesen Supermarkt-Füllern immer vorsichtig. Da weiß man nie, welch Kinder- oder Grobmotiriker-Hand das Schreibgerät zuvor malträtiert hat... ;)

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bella
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Re: Lamy Federqualität

Beitrag von bella » 03.09.2019 22:52

hast Du die trocken getestet?
Dann ist es schwierig zu beurteilen.
ich hätte mir einfach eine ausgesucht und zwei Gänge, wenn Du eh bei Müller warst, eine Nagelpolierfeile dazu.

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NicolausPiscator
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Re: Lamy Federqualität

Beitrag von NicolausPiscator » 03.09.2019 23:16

Auch bei Lamy gibt es, wie bei allen anderen Federherstellern auch, eine Toleranzbreite, bei Goldfedern wird von den Herstellern eine höhere Qualität geliefert, kann man ganz generell sagen. Der Unterschied einer Lamy Goldfeder zu einer Standardfeder ist allerdings beträchtlich. Wenn Du die Wahlmöglichkeit hast, dann würde ich wählen... einfach durchprobieren. Ist bei Lamy ja nicht besonders schwer.

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Parsley
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Re: Lamy Federqualität

Beitrag von Parsley » 04.09.2019 0:16

Habe ich ja auch gerade erlebt. Allerdings war nur eine richtig schlecht - die fünf anderen waren in einem für mich tolerierbaren Bereich für 7€ pro Feder.

So eine Polierfeile muss ich mir mal besorgen.
Viele Grüße, Sebastian

bildr

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Re: Lamy Federqualität

Beitrag von karlk » 04.09.2019 0:40

Von meinen nachbestellen Lamy-Goldfedern waren zwei ok, zwei mußte man nachpolieren...
Die Stahlfedern sind ziemlich "divers"...
Liebe Grüße,
Karl

Feinmotoriker
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Re: Lamy Federqualität

Beitrag von Feinmotoriker » 04.09.2019 22:16

bella hat geschrieben:
03.09.2019 22:52
hast Du die trocken getestet?
Dann ist es schwierig zu beurteilen.
ich hätte mir einfach eine ausgesucht und zwei Gänge, wenn Du eh bei Müller warst, eine Nagelpolierfeile dazu.
Viele Patronen waren schon angestochen. Davon abgesehen finde ich schon, dass man die Qualität auch im Trockentest erahnen kann. Und eine Nagelpolierfeile kann ja wohl nicht die Lösung sein, insbesondere da die Zielgruppe wohl eher Schüler sind, die für 25€ meiner Ansicht nach zu Recht ein ordentliches Schreibgerät out-of-the-box erwarten dürfen.

Ich bin auch nicht der Meinung, Astro, dass selbst Grobmotoriker (vielen Dank für die Anspielung 8-) ) so viel Schaden bei den Federn anrichten können. Man kann ihnen ja bezüglich der Schreibqualität einige Mängel vorwerfen, nicht jedoch, dass sie elastisch wären... :lol:

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NicolausPiscator
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Re: Lamy Federqualität

Beitrag von NicolausPiscator » 04.09.2019 23:09

Aber die meisten Menschen merken gar nicht, dass sie mit einer schlechten Feder schreiben.

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Re: Lamy Federqualität

Beitrag von Damian » 05.09.2019 16:22

NicolausPiscator hat geschrieben:
04.09.2019 23:09
Aber die meisten Menschen merken gar nicht, dass sie mit einer schlechten Feder schreiben.
Die meissten Menschen, gerade die jüngeren, schreiben gar nicht mehr mit Federn. Auch nicht mit guten.

Thom
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Re: Lamy Federqualität

Beitrag von Thom » 05.09.2019 17:08

Feinmotoriker hat geschrieben:
04.09.2019 22:16
Und eine Nagelpolierfeile kann ja wohl nicht die Lösung sein ...
Solange die Federgeometrie stimmt, in diesem Kontext eigentlich schon. Bei Lamy kennt man das Penexchange,
schaut aber nicht regelmäßig rein. :)

V.G.
Thomas

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