Die bunte Welt der Chinafüller

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Tenryu
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Re: Die bunte Welt der Chinafüller

Beitrag von Tenryu » 26.11.2018 22:36

Mutig, mutig. :shock:
Ich würde dafür ja eher einen Preppy nehmen. Der braucht sonst teuere Patronen oder einen Konverter, der mehr kostet als der Füller selbst.

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sanphoemo
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Re: Die bunte Welt der Chinafüller

Beitrag von sanphoemo » 26.11.2018 23:28

Also finanziell gesehen wäre es kein großes Risiko. Die Kleinen haben knapp 2 Euro gekostet.
Ich finde Eyedropper halt so schön😎
Das ist sowieso alles eure Schuld, das mit den Füllern und dem Bestellen......Von Eyedroppern hatte ich noch nie gehört, auch nicht von Demonstratoren😸
Mit einem werde ichs wohl testen

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Pelle13
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Re: Die bunte Welt der Chinafüller

Beitrag von Pelle13 » 29.11.2018 0:07

Moin Michael,

vielen Dank für Deine schöne und interessante Gegenüberstellung des Kaweco Sports mit seinen chinesischen "Stiefgeschwistern". Solch einen Iraurita hatte ich gerade am letzten Wochenende in der Messing-Version erstmals in der Hand - der machte wirklich einen soliden Eindruck.

Liebe Grüße und natürlich herzlich willkommen hier im Forum,
Dagmar
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Bluescreen
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Re: Die bunte Welt der Chinafüller

Beitrag von Bluescreen » 27.12.2018 19:00

Bei den eher selten zum Tintentesten benutzten Jinhaos trocknet gerne mal etwas ein, deshalb ein wenig X-Mas-Cleaning;)
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Nettermann
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Re: Die bunte Welt der Chinafüller

Beitrag von Nettermann » 03.02.2019 18:07

Hallo,

zurück in der "wunder"baren Welt der Chinafüller.
Ungefragt möchte ich Euch an meinen bisherigen Erfahrungen mit den Füllern, die hier kennenglernt habe, teilhaben lassen.

Jinhao 992......das klassische Design passte und die Möglichkeit sie zum Eyedropper umzubauen reizte!
Jetzt nach einigen Wochen Erfahrung, kann ich sagen,........ lasst es sein.
Der Korpus hält nach ein wenig Nacharbeit dicht, in den klaren Modellen schaut sich die Tinte auch schön an, aber mit normaler Tinte siffen und tropfen sie wie Teufel.
Füllstand egal, anscheinend strahlen meine Hände zuviel Hitze ab.
Getestet habe ich das mit unterschiedlichen Füllern und verschiedenen Tinten ( Pelikan 4001 Blauschwarz, Diamine Oxford Blue und Red Dragon, Pelikan Edelstein Jade).
Ganz anders, mit chinesischen Glitzertinten, die scheinen den Tintenleiter ausreichend stark zu verstopfen, um das zu verhindern.
Mein Moonman M2 scheint einen, der hohen Tintenmenge angepassten, Tintenleiter zu haben, er kennt die Tropferei nicht.

Jinhao 990......bei ihm gefiel mir das ganz schlichte, gradlinige Design, nennen wir es, seine Schlichtheit. Der klare Kunststoff lud auch zum "eyedroppen" ein und es gab die Möglichkeit Italic Federn in den Größen von 0,7 bis 1.9 mm zu bestellen.
Was soll ich sagen? Schreibt schön, egal mit welcher Feder,aber der verwendete Kunststoff ist leider sooo grottenschlecht ( bruchempfindlich, weich), dass ihm jegliche Alltagstauglichkeit abgeht.
Diese Füller liegen bei mir in der Schublade um die Glitzertinten schreibbereit zu haben.

Seit zwei Wochen neu, ein Kaco Edge. Hier hat,lange nach Montblanc 8-) , auch ein chinesischer Hersteller versucht den Lamy 2000 nachzuahmen.
Liegt solide in der Hand, hat eine angenehme Schwere, macht einen wertigen Eindruck.
Die Feder stammt angeblich aus Deutschland, hat ein Kaco Emblem und ist als "EF" ausgewiesen.
Mit der mitgelieferten Kaco Großraumpatrone schreibt der Füller allerdings, nach meinem Gefühl, eher "M". Die Feder läuft schön glatt und sanft über das Papier wirkt aber auch seht "steif", fast als wäre es ein Rotring Tuschestift.
Hat hier noch jemand Erfahrungen mit dem Kaco? Empfiehlt sich eine bestimmte Feder zum Austausch?

Ich wünsche Euch Allen eine schöne Woche und verbleibe

mit besten Grüßen

Michael
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Re: Die bunte Welt der Chinafüller

Beitrag von Corp. » 04.02.2019 9:31

Den Kaco habe ich auch, allerdings ebenfalls zum Eyedropper konvertiert.

Mit der Feder aus Deutschland wäre ich in der Preisklasse eher misstrauisch. Die Diskussion mit "Iridium Point Germany" ist ja uralt.

Meine schriebt ganz ordentlich, toll ist sie aber wirklich nicht. Sie sitzt aber in einem eingescharubten Federaggregat ("Triple") und ich habe bisher noch nichts Passendes gefunden. Bin aber gespannt, ob jemand schon andere Erfahrungen hat.

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Re: Die bunte Welt der Chinafüller

Beitrag von paul » 04.02.2019 10:08

Die Kaco-Feder sieht (von der Form her) so aus wie eine Schmidt/Bock #5, dh. du könntest mal eine Kaweco Sport Feder probieren. Würde mich interessieren ob die passen.

Der Kaco kostet auch mehr als 5€, und das wäre nicht die erste chinesische Firma die Federn aus Deutschland benutzt.

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Re: Die bunte Welt der Chinafüller

Beitrag von Tichy » 05.02.2019 12:19

Ich habe auch einen Kaco Edge. Die gesamte Federeinheit ist eine Schmidt #5, sie lassen sich problemlos austauschen (hab ich schon gemacht). Ich finde allerdings, dass das schlichte Muster auf den Kaco Federn ästhetisch besser zum Edge passt als das Muster auf den original Schmidt Federn.
Die original EF Feder an meinem Edge ist in Ordnung, allerdings habe ich auch einen Kaco Sky II mit der gleichen Federeinheit, dessen EF Feder ist richtig gut. Ich werde sie wohl tauschen, da der Sky bei mir nicht so gut in der Hand liegt.
Mittlerweile gibt es den Edge auch mit M-Feder.
Gruß

Björn

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Nettermann
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Re: Die bunte Welt der Chinafüller

Beitrag von Nettermann » 18.05.2019 21:58

Hallo Füllergemeinde,

mein ständiger Geldmangel hat mal meine Kreativität entfacht.

Mein Motto war: warum nicht?

Endergebniss: geiles Schreibgefühl, gepaart mit sattem Tintenfluss, für €25 ( Zwei für den Füller, 23 für eine gebrauchte Lamy Goldfeder).

Seht selbst:
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Allen alles Gute,

Euer Michael
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buchfan
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Re: Die bunte Welt der Chinafüller

Beitrag von buchfan » 18.05.2019 22:21

Ich finds eine klasse Kombi :-)
lg
mecki

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Re: Die bunte Welt der Chinafüller

Beitrag von Der Zeitreisende » 19.05.2019 14:01

Auf die Gefahr in, in diesem Thread ein Spielverderber zu sein: Ich kaufe keine Chinafüller mehr. Zu viel Ärger. Es geht beim Schreiben mit einem FH ja um den Schreibgenuss in mehreren Hinsichten, und ich gebe mein Geld lieber aus für einen wirklich guten Füller (gut verarbeitet, guter Tintenfluss, gut in der Hand liegend, echte Garantie, gute Feder) als für Billigfüller, die ich nach einer Weile nur wegwerfen möchte.

Ich habe eine Zeitlang manchmal billige Jinhaos, Wing Sungs usw. in 'der Bucht' gekauft (mit dem Gedanken 'was soll es, ein Euro, vier Euro, sieben Euro, das kann ich verkraften, auch wenn das Produkt nicht so toll ist, ich bin neugierig, geben wir den Chinesen eine Chance'), aber die Ausgaben summieren sich. Schließlich habe ich einige Schreibgeräte, die ich nie verwende, und mit demselben Geld hätte ich z.B. auch Fässlein mit interessanten Tinten, die ich echt benutze, kaufen können.

Auch macht das Spiel des Erratens, von welchem europäischen, amerikanischen oder japanischen Modell der jeweilige Chinafüller ein unverschämter Abklatsch und eine Verletzung von Urheberrechten ist, mir kein Spaß mehr <gääähn>. Lieber ein paar Euro mehr ausgeben für etwas Gutes (s. oben) und die wirklich Kreativen im Westen oder Japan unterstützen.
Aktuell hauptsächlich (nur hauptsächlich) mit Cleo Skribent, Diplomat, Platinum, Waterman und Sheaffer (dem alten Targa, also nicht Made-in-China) schreibend.

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TomSch
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Re: Die bunte Welt der Chinafüller

Beitrag von TomSch » 19.05.2019 14:30

Da rufe ich einmal "Hallo!" quer durch die Galaxis zum Zeitreisenden. :mrgreen:

Wenn das deine Erfahrungen sind, gut, gebongt.
'Gerenell' kann ich allerdings solchen Pauschalismen wenig abgewinnen.

Ein 450er und ein 750er Jinhao wollen gar niemals nicht und sind für die Tonne. :evil:
Andererseits habe ich hier beispielsweise ein "Im-Dutzend-billiger-Jinhao992-Kartöngchen", von denen war bislang nicht einer ein Reinfall. Dabei meine ich dies ohne das inzwischen bei vielen anerkannten und teuren Marken reichlich bekannte Saubermachen, Reinigen, Durchspülen, Fertigungsrückstände beseitigen, oder andere schlechten Scherze, sondern "out of the box". Tintenfluss gut, Konverter funktioniert, Feder schreibt sehr solide, keine Grate beim Füller, sehr zufriedenstellende Haptik. Von denen habe ich schon einige verschenkt, und bislang ist mir nichts negatives zu Ohren gekommen. 8-)

Tschö, Thomas
Bewerte deine Erfolge daran, was du aufgeben musstest, um sie zu erzielen.
Dalai Lama

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Re: Die bunte Welt der Chinafüller

Beitrag von buchfan » 19.05.2019 16:13

Geht mir ähnlich wie Thomas, ich finde meine Moonmans zum Beispiel hervorragend mit ihren feinen Federn, damit kann ich den ganzen Tag in Manuskripten herumlektorieren. Dies gilt auch für meine Penbbs, bis auf wenige Ausnahmen. Erst vor einigen Tagen habe ich einen Wing Sung geschenkt bekommen, der toll schreibt, feine Feder, satter Tintenfluss. Ich erlebe also 'mein' Schreibvergnügen sowohl bei preiswerten Füllern als auch bei Füllern im dreistelligen Euro-Bereich. Und mein Jahr mit Kaweco war nur ärgerlich, weswegen ich mit diesen Füllern nichts mehr zu tun haben will. Es spielen also auch solche Erfahrungswerte eine Rolle. Und meine Erfahrungen sind unterm Strich positiv.
lg
mecki

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Tenryu
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Re: Die bunte Welt der Chinafüller

Beitrag von Tenryu » 19.05.2019 17:03

Ich muß manchmal schon ein wenig schmunzeln, wenn ich Leute sehe, die ihre teueren Luxusfüller voller Stolz hier präsentieren und drei Monate später tauchen diese in der Tauschbörse wieder auf, weil der 700€-Edelfüller wohl doch nicht so befriedigend war, wie erhofft. :lol:

Bislang hatte ich noch keinen absoluten Fehlkauf zu beklagen. Selbst die zwei Jinhaos (992), die mir zerbrochen sind, konnte ich als Ersatzteilspender für andere Füller nutzen. (u.a. für einen 20x teuereren TWSBI, dessen Feder mir viel Verdruß bereitet hatte, der aber mit der Jinhao-Feder angenehm schreibt.)
Wieso schaffen es die Chinesen, einem 1,50€-Füller einen kostenlosen Konverter beizulegen, die Europäer aber nichtmal bei einem 100€-Füller? Über so etwas sollte man auch mal nachdenken. :|

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Re: Die bunte Welt der Chinafüller

Beitrag von PPB » 19.05.2019 17:14

Von meiner Begeisterung für meinen Baoer Füller um 3.- habe ich noch nicht geschrieben. Ich nutze ihn bewusst mit der dokumentenechten Tinte von FC, da ich nicht zu jenen gehöre, die ihre Füller zwischendurch mal reinigen, obwohl kein Tintenwechsel bevorsteht. Sollte die Tinten irgendwelchen Schaden im Füller anrichten, wäre der Verlust zu verschmerzen. Am Füller schätze ich, dass er kaum Anschreibschwierigkeiten und eine wunderbar feine, gaaaanz leicht stubbige Federspitze hat

Ich muss aber zugeben, dass mir meine drei Jinhao keine Freude bereiten, da alle drei extreme Anschreibschwierigkeiten haben und die Tinte in ihren Konvertern rasch "verdampft".
Liebe Grüße, Tina

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