Die bunte Welt der Chinafüller

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SaHi
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Re: Die bunte Welt der Chinafüller

Beitrag von SaHi » 19.05.2019 18:08

Tenryu hat geschrieben:
19.05.2019 17:03
Wieso schaffen es die Chinesen, einem 1,50€-Füller einen kostenlosen Konverter beizulegen, die Europäer aber nichtmal bei einem 100€-Füller? Über so etwas sollte man auch mal nachdenken. :|
Diese Frage stellt sich in der Tat. Ein Teil der Antwort findet sich im Weltpostvertrag, welcher es ermöglicht, dass ein Päckchen bis 2 kg im Versand aus China günstiger ist als der Versand eines Konverters aus Heidelberg.
Der größte Teil ergibt sich aber aus den unterschiedlichen Produktionsbedingungen, vor allem Löhnen und Steuern, sowie gesetzlichen Vorgaben (Sicherheit, Umweltschutz, etc.).
Ob sich hiesige Produzenten in all diesen Bereichen China als Vorbild nehmen sollten? Schwierig. Als Arbeitnehmerin wäre ich wohl weniger angetan.

Ein Fehlkauf für 700 €? Schmerzhaft. Dennoch kann wohl angenommen werden, dass er in andere Hände wandert. Bei einem defekten Drei-Euro-Füllhalter scheint mir diese Wahrscheinlichkeit geringer.
Liebe Grüße

Sarah
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Tenryu
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Re: Die bunte Welt der Chinafüller

Beitrag von Tenryu » 19.05.2019 18:21

Als ob die Konverter in Deutschland produziert würden. :roll: Und selbst wenn, sind das Pfennigartikel, die vollautomatisch aus der Maschine purzeln, wie Patronen.
Mit der Post hat das schon mal gar nichts zu tun. Einen Konverter kann man übrigens auch gleich einbauen, den muß man nicht separat verschicken. ;)

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Nettermann
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Re: Die bunte Welt der Chinafüller

Beitrag von Nettermann » 19.05.2019 18:45

Hallo Zeitreisender,

Du hast Recht, wenn Du sagst, dass es Füllerhersteller gibt, die bessere Schreibwerkzeuge herstellen.
Ich habe selbst eine kleine Sammlung von Lamys der 1960er Jahre, sie bieten Schreibvergnügen pur.
Aber es muss auch Füller für den kleinen Geldbeutel geben, schließlich ist nicht jeder in der Lage für so einen Luxus- und Genußgegenstand wie dem Füllfederhalter 100€ aufwärts auszugeben.
Für mich soll ein Füller gleiten, einen konstanten satten Tintenfluss geben und möglichst ein wenig Linienvarianz bieten.
Die Chinafüller, die ich bisher erstanden habe,konnten all das.
Mist kannst Du auch mit deutschem Markennamen erstehen, so hatte ich schon Online's oder Senatoren in der Hand, die einfach grässlich schrieben.
Bei Chinafüllern die Plagiatskeule zu schwingen, finde ich überzogen.
Sicher, ich habe schon bei Wi** und Konsorten Füller mit Montblanc Emblem für 8€ gesehen, das ist Diebstahl, aber ansonsten haben meiner Meinung nach alle Füllerhersteller, zu allen Zeiten, erfolgreiche Ideen und Designs voneinander kopiert.
Ich kann von weitem keinen Pelikan der 30er oder 40er Jahre von vielen seiner Mitbewerber unterscheiden.
Mein jetziges Auto hat 400€ gekostet, mehr Geld war nicht da, kannst Du Dir vorstellen, das " Schreibvergnügen" für 25€ schon purer Luxus ist?
So bin ich froh, dass ich "fröhnen" kann, indem ich ein wenig bastel und so viel Geld spare.

Allen alles Gute

Michael
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Re: Die bunte Welt der Chinafüller

Beitrag von V-Li » 19.05.2019 21:02

Tenryu hat geschrieben:
19.05.2019 18:21
Mit der Post hat das schon mal gar nichts zu tun. Einen Konverter kann man übrigens auch gleich einbauen, den muß man nicht separat verschicken. ;)
Das kein Konverter beiliegt ist wirklich ärgerlich (habe ich bei einem Visconti Van Gogh erlebt und das hat mich schwer enttäuscht). Aber im Allgemeinen gesehen hat es schon etwas mit der Post zu tun, denn es drückt die Gesamtkosten doch erheblich. Von 100€ im deutschen Fachhandel muss man die Mehrwertsteuer abziehen (die führt wohl kein Chinaversender ab, und Einfuhrumsatzsteuer wird unter 22€ auch nicht fällig) und die Marge der Zwischenhändler. Der Hersteller kriegt wahrscheinlich keine 50€ bei Endpreis von 100€.
Natürlich werden die Preise auch künstlich hochgehalten bei bestimmten Herstellern (Visconti wieder als "gutes" Beispiel).

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Re: Die bunte Welt der Chinafüller

Beitrag von Der Zeitreisende » 21.05.2019 0:59

Liebe Mitdiskutierende: Natürlich waren meine Bemerkungen pauschal (wie auch der Titel dieses Threads pauschal ist). Aber sogar ich kann auf eine überraschende Ausnahme stoßen.

(Hallo, TomSch, anderswo in der Galaxis:) In meinem Fall war die Ausnahme der Jinhao 992 (Abklatsch von einem Sailor). Ich habe zwei; der eine war schon nach wenigen Monaten kaputt (ja, Tenryu, so ging es auch bei mir), wegen des bekannten Problems mit diesem Modell: der Stöppsel am Ende ist zu dick für den Zylinder, und nach einiger Zeit entstehen Risse. (Im Internet findet man Anleitungen, wie man dies vermeiden kann; aber will ich das? Will ich mir wirklich die Zeit nehmen und mich anstrengen – und vielleicht die Sache noch schlimmer machen? Für einen Füller, der 1,50€ kostete?)

Der andere ist noch in Ordnung (vorläufig noch), aber ich ertappe mich dabei, dass wenn ich reise und mein Füller vielleicht viel ertragen muss oder verloren geht, ich viel lieber einen Diplomat Magnum von 15€ benutze: kostet zehnmal so viel, ist aber auch zehnmal so gut und ist noch immer erschwinglich. (Was sage ich da? Aktuell in der Bucht für 9€ erhältlich.)

Aber ja, dennoch habe ich auch noch einen Wing Sung 3008 probiert, nachdem ich irgendwo begeisterte Besprechungen gelesen hatte. Die Tinte fällt tropfenweise aufs Papier. Gut, vielleicht hatte ich Pech? Ich, Blödmann, bestellte noch einen. Da fließt gar nichts! Insgesamt 15€ vergeudet. (TWSBI-Abklatsch. Sorry, Nettermann, aber ich schwinge gerne die Abklatschkeule, wenn die Qualität so mies ist.) So viel hat aber der Diplomat gekostet, der perfekt schreibt. Lieber ein Diplomat, den ich gerne benutze, als zwei Wing Sungs, die unbrauchbar sind.

Oder ein Waterman Graduate (oder der fast identische Waterman Allure), schon ab 15€ in der Bucht erhältlich. Ein echter Waterman, mit Garantie. Hat eine Feder, die mit der eines Waterman Expert vergleichbar ist. Mann…

Zu Bastelarbeit: Ich bewundere Bastler, die ihre Füller verbessern, und auch ich habe Micromesh-Schleifpapier. Aber meine persönliche Wahl ist prinzipiell: ich möchte nicht weiter gehen als meine Füller auseinander zu nehmen, um sie gut zu reinigen, und nicht um die eigentliche Arbeit der Hersteller zu machen.

(Für Tenryu:) Zur Frage, warum Chinafüller so billig sein können: Hier ist eine vernünftige Betrachtung (das Schlüsselwort ist 'Subventionen'): «How Does China Make Such Cheap Fountain Pens?» – https://www.peneconomics.com/blog/2015/ ... ntain-pens

“It’s easy to conclude that this is a good thing: jobs are being created and people are able to buy stuff cheaper than they could otherwise. It might even be creating new pen aficionados who can’t afford more expensive pens. But there are losers as well, including the brands who are trying to sell entry-level pens but don’t benefit from government support. - The biggest losers, however, are Chinese taxpayers and citizens, who are the people funding the subsidy program.”

“Although this subsidy program won’t survive in the long run, I’ve seen nothing to suggest that it’s going to end anytime soon. But when it does, it’s going to be hard for the pen manufacturers to keep on producing the same kinds of products: their costs will rise substantially and FP buyers will ask whether it’s worth paying Metro prices for lower quality pens. Unless Hero and Jinhao respond by offering much better products, they’re unlikely to stay in the market for the long term. The main threat that they pose is to entry-level pens, but the quality control is so poor that I don't think anybody sees them as a serious player in the market. These companies are likely just a flash in the pan: here today, but once the subsidies disappear, they will too.”

Insgesamt bin ich derselben Meinung wie dieser Mensch in «My Thoughts on Cheap Ebay Pens»: https://www.gentlemanstationer.com/blog ... -ebay-pens – “I think a lot of people, my past self included, see these inexpensive pens on eBay as a way to quickly build a "collection" of fountain pens and have some daily variety at a budget price. There's nothing inherently wrong with this, but I would venture that you can get more satisfaction--and save yourself a LOT of frustration, by growing your collection slowly and spending just a bit more money on a smaller number of pens. One or two slightly more expensive pens purchased from a merchant who can service the product is a better long-term bet than 10 cheap semi-disposable eBay pens.”

Zur Frage der Kosten: Sind gute Schreibgeräte wirklich so teuer? Siehe oben. Bloß ein paar Mal nicht ins Kino gehen, ein paar Mal in der Kneipe ein Bier weniger trinken, oder einfach nicht rauchen, und da hast du schon das Geld für einen Füller, der einen Großteils deines Lebens (vielleicht dein ganzes Leben) dir dienen wird.
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Tenryu
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Re: Die bunte Welt der Chinafüller

Beitrag von Tenryu » 21.05.2019 12:29

Es geht nicht allein um den Preis, sondern um das Verhältnis zwischen Preis und Wert einer Sache.
Bei Kleidung hat das bestimmt jeder schon mal gesehen: Da kostet ein Hemd 40€ und fast das exakt gleiche ohne Markenlogo kostet 5€. Beide wurden vermutlich in der selben Fabrik von den selben Kindern in Ostpakistan oder Vietnam zusammen genäht.
Oder die klassischen amerikanischen Turnschuhe, die mit Markenlogo 70€ kosten und ohne 8€. (Witzigerweise waren sie damals als sie noch in den USA produziert wurden, billiger als heute, wo sie aus Indochina kommen.)

Ich stimme zu, daß es vernünftig ist, für etwas bessere Qualität auch mehr zu bezahlen. Aber ich bin nicht bereit, für dieselbe Qualität das Vielfache zu zahlen. Und ich bin auch nicht bereit, für einen Artikel der doppelt so lange hält, das zehnfache zu zahlen. Wenn ich 50€ für einen Füller ausgebe, bei dem die Feder nach drei Tagen eingetrocknet ist und ich jedesmal auf einem Schmierblatt Kreise ziehen muß, bevor ich richtig damit schreiben kann, ärgert mich das zehnmal mehr als wenn ein 2€-Chinafüller nach einem Jahr auseinanderfällt und ich immer noch einen Konverter davon übrig behalte, für den mir andere 6-8€ extra abknöpfen.

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Re: Die bunte Welt der Chinafüller

Beitrag von Der Zeitreisende » 21.05.2019 16:02

Tenryu hat geschrieben:
21.05.2019 12:29
[…] Ich stimme zu, daß es vernünftig ist, für etwas bessere Qualität auch mehr zu bezahlen. Aber ich bin nicht bereit, für dieselbe Qualität das Vielfache zu zahlen. Und ich bin auch nicht bereit, für einen Artikel der doppelt so lange hält, das zehnfache zu zahlen. Wenn ich 50€ für einen Füller ausgebe, bei dem die Feder nach drei Tagen eingetrocknet ist und ich jedesmal auf einem Schmierblatt Kreise ziehen muß, bevor ich richtig damit schreiben kann, ärgert mich das zehnmal mehr als wenn ein 2€-Chinafüller nach einem Jahr auseinanderfällt und ich immer noch einen Konverter davon übrig behalte, für den mir andere 6-8€ extra abknöpfen.
Da bin ich absolut derselben Meinung! Auch in unserer Füllerwelt gibt es die typischen Markenfüller, wobei man mehr für das Markenzeichen auf der Kappe bezahlt als für alles Andere, worum es bei einem Schreibgerät eigentlich gehen sollte. Pfui.

Ich habe aber auch explizit ein paar spezifische Beispiele europäischer Füller gegeben (Waterman, Diplomat), die meines Erachtens im Preis-Leistungs-Verhältnis qualitativ ganz deutlich alles von mir erlebte Chinesische (ich rede von etwa zehn Versuchen) bei weitem schlagen. Auch könnte man die sehr preiswerten Platinums aus Japan erwähnen (beginnend mit dem Preppy und dem Plaisir).

Über Konverter: Meine Jinhao-Konverter sind für mich als Ersatzkonverter wertlos, denn sie passen einfach nicht in meinen anderen Füllern; sie fallen heraus. Ein Wing Sung-Konverter bei mir hat ein merkwürdig großes Loch, vielleicht weil es sich da um einen Pilot-Abklatsch handelt: das ist dann nur sinnvoll zu verwenden, wenn man einen (viel teureren) Pilot hat. Ich vermute, dass ein chinesischer 1-Euro-Konverter, den ich von eBay habe und der als 'international standard' angeboten wurde, eigentlich für Parker gemacht ist, aber ich habe keine Parkers: wieder mal ein Euro verschwendet. Abklatsch-Z50-Federn, die nicht wirklich auf meinen Lamys passen: wieder 2 Euro weg. So geht die Liste weiter… Dann kaufe ich mir von dem Geld doch lieber ein paar Mal einen Kaffee und vermeide die Enttäuschung und den Ärger. (Oder, besser: ich kaufe gleich einen Waterman oder Diplomat.)

Aber falls jemand sich gerne aufs Abenteuer einlässt und in diese Welt der Chinafüller hineinspringt, OK, habe ich ja auch gemacht. Ich teile hier bloß meine traurigen Erfahrungen mit, damit andere Leser vorbereitet sind und, bei Enttäuschung, wenigstens wissen, dass sie nicht allein sind.
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Re: Die bunte Welt der Chinafüller

Beitrag von buchfan » 22.05.2019 0:17

Hallo Zeitreisender, mir ging es mit Kaweco-Füllern so wie dir mit den asiatischen Füllern. Nicht eine Feder hat was getaugt. Bei den Asiaten habe ich jetzt den Eindruck gewonnen: mal so, mal so. Ich komme halt gut mit ihnen zurecht. Diplomat und Waterman habe ich ausprobiert, nicht meine Federn.
lg
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Re: Die bunte Welt der Chinafüller

Beitrag von Der Zeitreisende » 22.05.2019 0:59

buchfan hat geschrieben:
22.05.2019 0:17
Hallo Zeitreisender, mir ging es mit Kaweco-Füllern so wie dir mit den asiatischen Füllern. Nicht eine Feder hat was getaugt. Bei den Asiaten habe ich jetzt den Eindruck gewonnen: mal so, mal so. Ich komme halt gut mit ihnen zurecht.
Die Besprechungen, die ich von Kaweco gelesen habe, haben mich tatsächlich davon abgehalten, einen zu probieren. Wenn ich in einer Lotterie mitspielen will, dann kaufe ich ein Lotterieticket, keinen Füller.

Um ein mögliches Missverständnis zu vermeiden: Ich will nicht behaupten, dass jede nichtchinesische Marke per se besser sein muss als jegliche chinesische (dafür habe ich z.B. auch zu viel Zeit verloren mit Made-in-Germany-Gratis-Füllern als Werbegeschenk von einer dafür bekannten deutschen Marke). Ich möchte nur sagen, dass in der Chinafüllerlotterie die Gewinnchancen nach meiner Erfahrung wohl sehr ungünstig sind. Ein einziger brauchbarer Füller in zehn Versuchen mit drei verschiedenen chinesischen Marken: das tötet für mich allen Spaß ab. Sorry.

Wenn aber andere hier im Forum bessere Erfahrungen gemacht haben, dann freue ich mich für sie (und beweine mich selbst :cry:).
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Re: Die bunte Welt der Chinafüller

Beitrag von TomSch » 22.05.2019 17:24

Hallo noch einmal, "Wanderer in der vierten Dimension",
für den laufenden thread hier ist das zwar eher off topic, doch im Sinne der Argumentation notwendig.

Du schriebst:
... ich viel lieber einen Diplomat Magnum von 15€ benutze: kostet zehnmal so viel, ist aber auch zehnmal so gut und ist noch immer erschwinglich. (Was sage ich da? Aktuell in der Bucht für 9€ erhältlich.) ... Lieber ein Diplomat, den ich gerne benutze, als zwei Wing Sungs, die unbrauchbar sind. ...
Oder ein Waterman Graduate (oder der fast identische Waterman Allure), schon ab 15€ in der Bucht erhältlich. Ein echter Waterman, mit Garantie. Hat eine Feder, die mit der eines Waterman Expert vergleichbar ist. Mann…
Ich bin erwiesenermaßen ein Freund beider Füllermarken, doch
  • gab nach einem halben Jahr intensiver Nutzung die Griffstück-Gummierung bei einem meiner Diplomat Magnum (zehnmal so gut?) klebend und schrumpfend ihren Geist auf;
  • nutzte mir die Garantie aufgrund der nicht gerade kleinen Servicewüste bei Waterman wenig, als bei meinem (echten Waterman) Pro-Graduate ein Dichtungsring im Griffstück aufgab und ich Feder, Tintenleiter und Griff solo hatte. :oops:

Wir stolpern hier im Forum ständig auch über heftige Reinfälle im dreistelligen €-Bereich. Qualität ist also nicht immer vom Preis abhängig. ;)

Sonnige Grüße, Thomas
Bewerte deine Erfolge daran, was du aufgeben musstest, um sie zu erzielen.
Dalai Lama

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Re: Die bunte Welt der Chinafüller

Beitrag von buchfan » 22.05.2019 20:35

Ich möchte nur sagen, dass in der Chinafüllerlotterie die Gewinnchancen nach meiner Erfahrung wohl sehr ungünstig sind. Ein einziger brauchbarer Füller in zehn Versuchen mit drei verschiedenen chinesischen Marken: das tötet für mich allen Spaß ab. Sorry.
Ich kann das sehr gut nachvollziehen, da wäre für mich auch Ende. Ich finde es spannend und informativ, wie die Erfahrungen mit den verschiedenen Marken so verteilt sind.
lg
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Re: Die bunte Welt der Chinafüller

Beitrag von Mario Be » 22.05.2019 21:08

Also man kann sowohl bei teuren Markenfüllern wie auch bei Chinafüllern in die Tonne greifen. Ich schätze einfach bei Chinafüllern die Chance nur einfach viel größer.
Mich hat die Tage ein 140€ Kaweco ganz böse geärgert.
Bei meinen AC Sport hat sich die Patrone gelöst. Das ärgerliche war, dass die Patrone Dokumentenechte Tinte enthielt, und dass in der Kombination, dass ich den Taschenfüller auch wie einen nutze. Die Hose ist versaut und auch nach dem waschen ist da noch ein grüner Fleck.
Von meinen Chinafüllern haben alle außer einer sich als nicht zufriedenstellend gezeigt, da habe ich also eine Quote von 6/1.
Und Prompt ist der billigste (BAOER 3035 für 1,25€ bei Aliexperss gekauft) der gute, und die Feder finde ich richtig super.

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Re: Die bunte Welt der Chinafüller

Beitrag von Parsley » 24.08.2019 12:20

Wie muss ich mir so eine "Artist nib" vorstellen, die bei Ebay oft gegenüber ein "fine nib" zur Auswahl steht.
Bisheriges Suchen hat meist "flexibel" ausgespuckt - ist dem so?
Viele Grüße, Sebastian

bildr

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Re: Die bunte Welt der Chinafüller

Beitrag von Mario Be » 24.08.2019 12:39

Parsley hat geschrieben:
24.08.2019 12:20
Wie muss ich mir so eine "Artist nib" vorstellen, die bei Ebay oft gegenüber ein "fine nib" zur Auswahl steht.
Bisheriges Suchen hat meist "flexibel" ausgespuckt - ist dem so?
Hast Du gerade mal nen Link von so einem Angebot?
Wenn in der günstigen Preisklasse flexieble Federn verbaut sind, dann sind es meist Tauchfedern wie die Zebra G-Nib.
Das funktioniert auf Dauer aber nicht wirklich zufriedenstellend. Wurde hier im Forum auch schon lang und breit diskutiert. Und ich selber kann aus eigener Erfahrung auch eher davon abraten. Hatte aus interesse mal nen Jinhao X750 mit der Zebra G-Nib bestellt. Anfangs war ich ganz zufrieden, aber in laufe der Zeit merkt man, dass diese Federn halt nicht für Füller gemacht sind und die Tintenleiter nicht zu den Federn passen.


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