"Sabbern" bei Pelikan-Füllern

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Linkspfötchen
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"Sabbern" bei Pelikan-Füllern

Beitrag von Linkspfötchen » 16.07.2018 11:27

Hallo zusammen,

mir ist es jetzt schon häufiger aufgefallen, dass min. 2 meiner Pelikan-Füller anfangen zu sabbern, wenn sie fast leer sind.

Sprich, es tropft vermehrt Tinte aus der Feder, läuft dann in die Kappe und ich habe immer wieder blaue/bunte Finger. Woran liegt das? Am Füller, an der Tinte?

Eigentlich sollte es ja so sein, dass der Füller irgendwann nicht mehr schreibt, wenn er leer ist. (bei einem Füller ohne Sichtfenster ist der Tintenstand ja auch nicht zu kontrollieren). Ich merke es aber, wenn ich bunte Finger habe, nicht wenn der Füller nicht mehr schreibt. Das ist ein bisschen nervig.

Aktuell habe ich es bei zwei meiner Pelikan-Füller festgestellt: Der M600 türkis und der M215 Ringe. Der M600 ist befüllt mit der Evening Sapphire von Robert Oster, der M215 war einmal mit der Majestic Blue und einmal mit der Sargasso Sea von Diamine befüllt. Immer kurz vor Ende der Tinte fing er an zu sabbeln. Beim M215 kann man mit viel Licht sehen wie weit der Tintenstand runter ist. Aber beim M600 gar nicht. Bekomme ich das immer erst mit, wenn ich blaue Finger habe? *hm*

Mein M605, der mit der Summer Storm von Robert Oster befüllt ist, macht das nicht. Ich habe den Eindruck es hängt von der Tinte ab...? Wäre ja eigentlich schön, wenn die alle die Tinte halten würden und nicht leicht inkontinent werden, wenn der Tintenstand zu Neige geht :mrgreen:

Wie ist das bei Euch?

LG
Sonja

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TomSch
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Re: "Sabbern" bei Pelikan-Füllern

Beitrag von TomSch » 16.07.2018 12:02

Hi.

Am besten ist, du liest dich hier mal durch die threads und Kommentare. Der möglichen Ursachen gibt es nämlich gar sehr viele. ;)

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Re: "Sabbern" bei Pelikan-Füllern

Beitrag von Matthias MUC » 16.07.2018 12:15

Ohne jetzt die (abendfüllende) Lektüre durch alle Threads abzuwarten: Daß ein eher leerer Füller u.U. mehr sabbert als ein ganz voller, das kann damit zusammenhängen, daß bei der gleichen Luftdruckschwankung (Wetter) bzw. Temperaturänderung (Wetter, Transport) beim gleichen Füller die größere Luftblase beim leereren Tank auch mehr Volumenänderung macht und damit die Grenzen, was der Tintenleiter hier wegkompensieren kann, leichter erreicht. Ich schätze, dieser Effekt dürfte auch in den genannten Threads Erwähnung finden. Ich müßte mir mal den Spaß machen, und meine baugleichen Pelikane (M100/150 Old Style etc.) verschieden tanken und dann ein paarmal den Aufzug vom Münchner Fernsehturm nutzen oder eine Bergtour auf die Zugspitze mit gehfauler Seilbahnbenutzung machen. Das sollte zumindest für zügige Druckänderungen ein Härtetest sein.

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Re: "Sabbern" bei Pelikan-Füllern

Beitrag von patta » 16.07.2018 12:30

Matthias, ich stimme dir weitgehend zu: Das Sabbern bei fast leeren Füllern kommt von der größeren Luftmenge, die enthalten ist. Luft dehnt sich bei Temperaturerhöhung stärker aus als Tinte und dadurch entsteht ein Druck (der die Tinte heraustreibt), die grösser ist als die Kompensationsmöglichkeiten des Feeders.
Nur denke ich, die Temperaturänderungen kommen von den wechselnden (dennoch zumeist hohen) Außentemperaturen und auch von der Temperatur der Hand, die den Stift hält.
Was kann man dagegen tun? Den Füller in die Hand nehmen (dadurch anwärmen) und ein paar Sekunden mit der Feder nach oben halten. So kann sich der Druck abbauen, ohne dass Tinte bewegt werden muss.

Gruß patta

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TomSch
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Re: "Sabbern" bei Pelikan-Füllern

Beitrag von TomSch » 16.07.2018 12:30

Moinsen!

@ Matthias: Wow, das würdest du im Dienste der Wissenschaft und der Wissbegierigen hier im Forum auf dich nehmen? Ich bin bewegt und tief beeindruckt. 8-) :D

Nuja, bei dem 215 Ringe dürfte der Metallkorpus in Verbindung mit Handwärme und Druckveränderung eine nicht ganz unerhebliche Rolle spielen. Bei 600ern und 800ern hatte ich solche Probleme noch gar nicht. Dafür gibt's bei den 400ern solche mit und ohne, sowohl bei den älteren Schätzkes, als auch bei den neueren Modellen. Und dann kommt man - will man der Ursache auf den Grund gehen - eben nicht am Austesten unterschiedlichster, infrage kommender Ursachen vorbei; eine nach der anderen. Womit ich bei meiner ersten - zugegebenermaßen recht lakonischen - Antwort wäre. :mrgreen:

Tüsskess, Thomas
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