Pelikan Silvexa P/M21/P485 D(urchschreibe)-Feder

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Tigerfox
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Pelikan Silvexa P/M21/P485 D(urchschreibe)-Feder

Beitrag von Tigerfox » 11.05.2019 16:30

Hallo,

auf der Suche nach einer platinierten Goldfeder in F- oder EF-Feder für meinen M21, um diesen als Korrekturfüller benutzen zu können, habe ich einen P21 mit angeblich EF-Feder erworben. Beim Reinigen stellte sich allerdings heraus, dass es eine D-Feder ist.

Laut Katalogen von 1973 steht D für "Durchschreibe-Feder", welche neben der ST-Feder (Steno) nur für P21, M21 und P485 erhältlich war, also nur in platiniertem 14C-Gold. Sie kostete sogar je nach Prospekt als einzige Feder Aufpreis (3,60DM bzw. 5,15DM bei 38DM bzw. 38,45DM für die Füller).
Kann mir jemand erklären, was es mit dieser Feder auf sich hat? Sie hat tatsächlich einen sehr feinen Strich und die Spitze sieht etwas anders aus als eine F-Stahlfeder dieser Serie, die ich habe. Unter Durschreibe-Feder könnte ich mir vorstellen, dass man damit besser auf Durschläge durchschreiben könnte, was ja zum Korrigieren eher unerwünscht ist.

PeliJoerg
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Re: Pelikan Silvexa P/M21/P485 D(urchschreibe)-Feder

Beitrag von PeliJoerg » 11.05.2019 17:38

Hallo!

Gedacht waren die D-Federn zum Anfertigen von Durchschlägen, sprich zum Benutzen mit dem blauen Kohle-Papier. Damit dann auf dem unten liegenden Papier überhaupt ein Strich ankam - oder gar doppelte Durchschläge angefertigt werden konnten -, war natürlich eine gewisse Menge Druck beim Schreiben erforderlich. Das geht mit einer Feder nur schlecht, mit einer in damaligen Zeiten verbreiteten Flex-Feder überhaupt nicht.
Vor der massenhaften Verbreitung von Kopiergeräten waren in vielen Büros die Kohle-Papiere in täglichem Gebrauch, die D-Federn entsprechend auch. Und da es oft um Zahlenkolonnen im kaufmännischen Bereich ging, waren das allermeist DF- bzw. sogar DEF-Federn.
Du kannst damit korrigieren, denn gedacht ist sie zum Schreiben auf normalem Papier - ob da Kohle-Papier und ein Durchschlag drunterliegen, merkt die Feder nicht. Allerdings nur, wenn Du mit einer besonders harten Feder schreiben kannst bzw. willst.
Auf keinen Fall solltest Du sie wegschmeißen; so häufig sind sie nämlich nicht mehr. Und wenn ich es recht verstehe, hast Du jetzt einen ganzen Füller (also nicht nur die Feder) mit D-Feder zu viel? - Daran hätte ich ggf. Interesse.

Jörg

Tigerfox
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Re: Pelikan Silvexa P/M21/P485 D(urchschreibe)-Feder

Beitrag von Tigerfox » 11.05.2019 17:48

Ok, tatsächlich empfinde ich die Feder als recht hart. Ich würde mich bei Dir melden, wenn ich einen adäquaten Ersatz habe, also eine F- oder EF-Feder. Ich habe auch schon einen mit angeblicher HEF-Feder gesehen, was dann aber auch nicht unbedingt meinen Vorlieben entspricht, wenn das H für hart steht.

Weggeworfen hätte ich sie natürlich nicht, ich würde ssie einfach verkaufen.

Habe übrigens gesehen, dass bei einem blauen P12 mit einer ehemals vergoldeten Stahlfeder, den ich auch verkaufen wollte, diese Feder ST, also Steno ist, was es eigentlich nur beim Steno-Pelikan in Stahl oder in platiniertem Gold beim P21/M21/P485 geben sollte.

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