Langzeittest zur Verträglichkeit von Pelikan-Haltern und EG-Tinten

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bebna
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Re: Langzeittest zur Verträglichkeit von Pelikan-Haltern und EG-Tinten

Beitrag von bebna » 18.03.2019 23:29

Scabiosa vor Reinigung:
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Salix vor Reinigung:
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Spülen, Bad im Seifenwasser, Spülen:
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Scabiosa Putzen:
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Salix Putzen:
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Scabiosa Sauber:
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Salix Sauber:
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Patronen nach Reinigung (Seifenwasser & Spülen):
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Schriftvergleich:
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Mesonus hat geschrieben:
18.03.2019 19:16
handelüblicher EG-Tinten ziehen?
Gegenfrage, wo fängt handelsübliche Tinte an und auf?

Weil wenn ich davon ausgehe, was ich regulär auf der Straße kaufen kann, dann würde ich gerade so Pelikan Blau-Schwarz zählen lassen. Lamy Blau Schwarz muss ich auch nur gerade wieder suchen, R&K bekomme ich bei boesner, sprich Künstler Großhandel, alles andere ist im Grunde nur online bestellbar bei Fachhändlern.

Anderseits muss ich auch noch dazu sagen, dass ich bei Scabiosa die Erfahrung gemacht habe, dass sie wie Wein vom Jahrgang abhängig ist. Also auch bei der gleichen Tinte vom gleichen Hersteller könnte es sein, dass wir Unterschiede haben.

Was möchtest du genauer wissen über EG Tinte und deren Verhalten im Einsatz?, vll können wir dies direkt auch gleich beantworten mit unseren Erfahrungen.

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HeKe2
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Re: Langzeittest zur Verträglichkeit von Pelikan-Haltern und EG-Tinten

Beitrag von HeKe2 » 19.03.2019 8:56

Lassen wir agathon erst mal machen. Ich kann über die Bedingungen meines unfreiwilligen 25-Jahre-Tests zum Beispiel rein gar nichts sagen. Ich kenne nur das Endergebnis. Bis ich es hier im Forum gelesen hatte wusste ich nicht einmal, dass die 4001 Blau-Schwarz eine EG-Tinte ist. Die Lamy Blau-Schwarz ist m.W. genau wie die Midnight Blue von MB keine mehr. Sollte ich da schief liegen, bitte ich um Korrektur.
Beste Grüße
Hermann

agathon
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Re: Langzeittest zur Verträglichkeit von Pelikan-Haltern und EG-Tinten

Beitrag von agathon » 21.03.2019 22:02

So, die Tinte ist angekommen (Danke, Thom!), von der Poststation abgeholt, in den Füller gefüllt und die ersten Zeilen sind geschrieben. Schriftliche Eindrücke gibt es heute Abend noch nicht, schließlich will der Füller auch noch eingeschrieben werden, aber ein paar Bilder gibt es schon.

Grüße

agathon
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HeKe2
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Re: Langzeittest zur Verträglichkeit von Pelikan-Haltern und EG-Tinten

Beitrag von HeKe2 » 21.03.2019 23:11

Die Tinte sieht schon mal klasse aus. Tolle Flaschen. Dreieckig. Erinnert an Morphinflaschen aus der guten alten Zeit. Die Tinte wird doch wohl nicht gefährlich sein? 😉
Beste Grüße
Hermann

Thom
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Re: Langzeittest zur Verträglichkeit von Pelikan-Haltern und EG-Tinten

Beitrag von Thom » 21.03.2019 23:14

Die Tinte nicht, die berüchtigte Dreieckflasche schon, da ist Cepasaccus mal ein Füller reingefallen. :)

V.G.
Thomas

agathon
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Re: Langzeittest zur Verträglichkeit von Pelikan-Haltern und EG-Tinten

Beitrag von agathon » 24.03.2019 11:35

Hier einmal, gewissermaßen als Exkurs, ein paar Aufnahmen von Schriftproben älteren Datums verschiedener EG-Tinten.

Grüße

agathon
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Re: Langzeittest zur Verträglichkeit von Pelikan-Haltern und EG-Tinten

Beitrag von agathon » 24.03.2019 11:38

Im Rahmen des Langzeittest zeige ich jetzt einmal ein paar Aufnahmen von Füller und Feder. Nach drei Tagen gibt es natürlich noch keine Sensationen zu vermelden. Man sieht aber schon, wo die Tinte sich bevorzugt aufzuhalten gedenkt.

Grüße

agathon
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Re: Langzeittest zur Verträglichkeit von Pelikan-Haltern und EG-Tinten

Beitrag von agathon » 24.03.2019 11:41

Und nun gibt es einige Schriftproben. Interessant ist, dass die Tinte nun schon wesentlich dunkler aus dem Füller auf das Papier kommt als noch vor drei Tagen, als die Tinte noch ganz frisch im Kolben war. Dies gilt auch für das Schreiben gänzlich ohne Druck. Interessant ist auch, dass mit Hilfe der Kombination von Tinte und sehr feiner eef-Feder Mittellängen von 1mm kein Problem darstellen.

Grüße

agathon
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Re: Langzeittest zur Verträglichkeit von Pelikan-Haltern und EG-Tinten

Beitrag von bebna » 24.03.2019 11:53

Als Vergleich für die keinen M200 Demonstrator haben, dies ist ganz normal (R&K Leipzig Schwarz):

Bild

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Re: Langzeittest zur Verträglichkeit von Pelikan-Haltern und EG-Tinten

Beitrag von agathon » 24.03.2019 12:10

Bebena, danke für das Bild. Ist schon klar, dass das normal ist. Und den Demonstrator habe ich deswegen ja für den Test ausgewählt, um zu sehen, wann und wo und wie sich die Tinte (auch im Nichtdemonstrator) absetzt, um von Anfang an sehen zu können, was passiert. Das ist ja gerade wichtig zu wissen für den Fall, dass sich irgendwo etwas verkrustet oder verfärbt oder zersetzt.

Grüße

agathon

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Re: Langzeittest zur Verträglichkeit von Pelikan-Haltern und EG-Tinten

Beitrag von Thom » 24.03.2019 20:21

Bei Kolbenfüllern und Eisengallustinten sehe ich schon auch die Kolbendichtung als Problemzone. Die würde ich nicht wasserfest an der Wandung festkleben lassen. Solange Tinte im Füller ist, passiert das nicht, aber wenn er leergeschrieben ist und erstmal nicht benutzt werden soll, würde ich den Füller sofort ausspülen. Bei Füllern mit Tintensack ist das nicht so problematisch.

V.G.
Thomas

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Re: Langzeittest zur Verträglichkeit von Pelikan-Haltern und EG-Tinten

Beitrag von bebna » 24.03.2019 21:21

Hilft es eigentlich beim Lagern von Füllern mit Tintensäcken, wenn man ein bisschen Wasser reinmacht?

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Re: Langzeittest zur Verträglichkeit von Pelikan-Haltern und EG-Tinten

Beitrag von Thom » 24.03.2019 22:01

Mit der Zeit würde normales Wasser vermutlich verkeimen. Bei den Tinten passiert's ja nur deshalb nicht, weil sie konserviert sind.
In einer amtlichen ESSRI würden aber sowieso nur einige Archaeen überleben. :)

V.G.
Thomas

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Re: Langzeittest zur Verträglichkeit von Pelikan-Haltern und EG-Tinten

Beitrag von agathon » 25.03.2019 11:10

Interessant ist, dass der Farbklecks im Griffstück keinen Kontakt zur Federhülse und zum Tintenleiter hat und daher in aller Ruhe eintrocknen kann.

Grüße

agathon

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Re: Langzeittest zur Verträglichkeit von Pelikan-Haltern und EG-Tinten

Beitrag von agathon » 29.03.2019 21:45

So, nach 8 Tagen ein weiterer Zwischenbericht: Der obere Teil der Sektion hat sich weiter mit Tinte zugesetzt und ist nun zu ca. 80 % mit Tinte bedeckt. Interessant ist nach wie vor, dass die Tinte dabei lediglich am Gehäuse klebt und so gut wie gar nicht, wenn überhaupt, auf den Hülsenring überspringt. (Das wäre mal interessant in Bezug auf die TWSBIs mit ihren ALU-Applikationen zu wissen.) Verschrieben habe ich mit dem Füller mittlerweile ca. eine komplette Konverterfüllung, was angesichts der sehr feinen eef-Feder nicht unterschätzt werden sollte. Der Füller wurde nämlich täglich benutzt und jedesmal fielen ca. 3 bis 5 DIN-A5-Seiten an. Auffällig war, dass die Tinte mitunter kleinere Anschreibschwierigkeiten gezeigt, wenn er zu lange offen liegen blieb oder etwas längere Zeit nicht benutzt wurde. Im Endeffekt nichts Dramatisches, nach etwa 4,5 Schleifen war der volle Tintenfluss wieder hergestellt. Auffällig scheint mir auch zu sein, dass die Tinten noch einmal nachgedunkelt zu sein scheint und je nach Papier die Tinte mehr oder weniger kräftig ins Schwarze geht.

Und nun ein paar Bilder

Grüße

agathon
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