CH - Tintenlabor Abendstern vs. Pelikan / MB blauschwarz
Verfasst: 27.05.2026 17:02
Mein kurzer Vergleich der "Abendstern" mit:
Pelikan Tinte 4001 blauschwarz EG-haltig
Montblanc Tinte blauschwarz, EG-haltig, alt, seit Jahren nicht mehr im Handel
Sailor Tinte SouBoku, dokumentenecht
Die Tinte fließt fast himmelblau aus dem Füller und dunkelt dann schnell nach. Das Bild unten war sofort nach dem Schreiben auf dem Scanner, die eine Minute die insgesamt wohl beim Scannen verging hat schon zum nachdunkeln gereicht. 24h später ist die Abendstern dann schon dunkler als die MB-Vergleichstinte und vermutlich auf dem Weg in Richtung tiefschwarz in ein paar Monaten.
Beim schreiben fiel mir auf: Die Fließfreudigkeit der Tinte ist im Vergleich zu den beiden traditionellen EG-Tinten drastisch besser, doch beim Schreibwiderstand Federspitze gegen Papier habe ich keinen Unterschied gespürt. "Weich gleiten" über das Papier tut eher die SoBoku, die ist den drei anderen in dieser Hinsicht überlegen.
Die Absätze 1, 3 und 4 wurden alle mit dem identischen Lamy Füller geschrieben, natürlich wurde der zwischendurch gründlich gespült und trockengelegt. Papier ist Oxford Optik:
Absatz 1: wurde mit "Abendstern" geschrieben und bezeugt starken Tintenfluß.
Absatz 3 wurde mit exakt gleichem Füller, nur diesmal mit Pelikan 4001 blauschwarz geschrieben. Das wirkt schon sehr blaß und macht wenig Freude.
Absatz 2: Wer die Kombination Lamy Füller - Pelikan b/s Tinte - Freude wünscht, kann seinen Lamy aber "aufbohren" durch Verbesserung der Rückluft und Verbreiterung des Federschlitzes, wie hier an einem anderen Lamy gezeigt.
Absatz 4: Mit der Sailor SouBoku läßt sich mit dem Füller aus Absätzen 1 und 3 - in exakt der gleichen Federaggregat-Einstellung - ein ausgewogener Tintenfluß erreichen.
Vergleich Wasserfestigkeit 24h nach Schriftauftrag, Papier ist Zanders Gohrsmühle 90 g/qm,
nach 10 min in kaltem Stadtwasser:
Die Wasserfestigkeit der "Abendstern" ist exzellent und steht hier der dokumentenechten SouBoku in nichts nach. Die traditionellen EG-haltigen Pelikan- und Montblanc-Tinten fallen dagegen etwas ab, lösen sich aber auch bei längerem Wasserbad nicht weiter auf.
Wie verhält sich Abendstern-Tinte in einen 50-er Jahre Pelikan mit Ebonit - Tintenleiter, der mit traditioneller Pelikan blauschwarz gut läuft? Na ja, seht selbst:
Meine Zusammenfassung: Für Füller, deren Tintenleiter auf eher sehr gut fließende Tinten optimiert sind ist die CH Tintenlabor "Abendstern" als Einstieg in die Eisengallustinten sehr gut geeignet. Mein Beispiel war hier Lamy. Alle Lamy-Füller der letzten 25 Jahre haben exakt den gleichen Tintenleiter. (einzige Ausnahme: Lamy 2000)
Kolbenfüller die auf sehr trockene Tinten optimiert sind - wie z.B. meine 50-er Jahre MBs und Pelikane - werde ich von der Tinte jedoch fern halten.
LG, Jacky
Pelikan Tinte 4001 blauschwarz EG-haltig
Montblanc Tinte blauschwarz, EG-haltig, alt, seit Jahren nicht mehr im Handel
Sailor Tinte SouBoku, dokumentenecht
Die Tinte fließt fast himmelblau aus dem Füller und dunkelt dann schnell nach. Das Bild unten war sofort nach dem Schreiben auf dem Scanner, die eine Minute die insgesamt wohl beim Scannen verging hat schon zum nachdunkeln gereicht. 24h später ist die Abendstern dann schon dunkler als die MB-Vergleichstinte und vermutlich auf dem Weg in Richtung tiefschwarz in ein paar Monaten.
Beim schreiben fiel mir auf: Die Fließfreudigkeit der Tinte ist im Vergleich zu den beiden traditionellen EG-Tinten drastisch besser, doch beim Schreibwiderstand Federspitze gegen Papier habe ich keinen Unterschied gespürt. "Weich gleiten" über das Papier tut eher die SoBoku, die ist den drei anderen in dieser Hinsicht überlegen.
Die Absätze 1, 3 und 4 wurden alle mit dem identischen Lamy Füller geschrieben, natürlich wurde der zwischendurch gründlich gespült und trockengelegt. Papier ist Oxford Optik:
Absatz 1: wurde mit "Abendstern" geschrieben und bezeugt starken Tintenfluß.
Absatz 3 wurde mit exakt gleichem Füller, nur diesmal mit Pelikan 4001 blauschwarz geschrieben. Das wirkt schon sehr blaß und macht wenig Freude.
Absatz 2: Wer die Kombination Lamy Füller - Pelikan b/s Tinte - Freude wünscht, kann seinen Lamy aber "aufbohren" durch Verbesserung der Rückluft und Verbreiterung des Federschlitzes, wie hier an einem anderen Lamy gezeigt.
Absatz 4: Mit der Sailor SouBoku läßt sich mit dem Füller aus Absätzen 1 und 3 - in exakt der gleichen Federaggregat-Einstellung - ein ausgewogener Tintenfluß erreichen.
Vergleich Wasserfestigkeit 24h nach Schriftauftrag, Papier ist Zanders Gohrsmühle 90 g/qm,
nach 10 min in kaltem Stadtwasser:
Die Wasserfestigkeit der "Abendstern" ist exzellent und steht hier der dokumentenechten SouBoku in nichts nach. Die traditionellen EG-haltigen Pelikan- und Montblanc-Tinten fallen dagegen etwas ab, lösen sich aber auch bei längerem Wasserbad nicht weiter auf.
Wie verhält sich Abendstern-Tinte in einen 50-er Jahre Pelikan mit Ebonit - Tintenleiter, der mit traditioneller Pelikan blauschwarz gut läuft? Na ja, seht selbst:
Meine Zusammenfassung: Für Füller, deren Tintenleiter auf eher sehr gut fließende Tinten optimiert sind ist die CH Tintenlabor "Abendstern" als Einstieg in die Eisengallustinten sehr gut geeignet. Mein Beispiel war hier Lamy. Alle Lamy-Füller der letzten 25 Jahre haben exakt den gleichen Tintenleiter. (einzige Ausnahme: Lamy 2000)
Kolbenfüller die auf sehr trockene Tinten optimiert sind - wie z.B. meine 50-er Jahre MBs und Pelikane - werde ich von der Tinte jedoch fern halten.
LG, Jacky