De Atramentis: Miller Dokumententinte (blau)
Verfasst: 28.09.2026 13:08
Liebe Füller-Freunde!
Heute möchte ich euch an einem netten Fund teilhaben lassen.
Für eine Prüfungssituation Anfang August brauchte ich eine dokumentenechte Tinte in Blau oder Schwarz.
Also rasch "den Miller" auf der Mariahilfer Straße aufgesucht und mich beraten lassen.
Die Wahl fiel rasch auf Millers "Eigenmarke", mit dem ureigensten Logo drauf, hergestellt von De Atramentis.
Zunächst die erste gute Nachricht: Die Prüfung habe ich mit Bravour bestanden!
Die nächste gute Nachricht: Die Farbgebung der Tinte ist außerordentlich schick.
Aus meiner subjektiven Perspektive kann ich sagen, dass die Tinte in Wirklichkeit einen Tacken heller wirkt als auf den Fotos.
Vor allem aber ist die Sättigung des Farbtons sehr intensiv.
Aber schaut selbst:
Aber – wie heißt es im Englischen? "You can't have the cake and eat it."
Leider gibt es bei dieser farblich höchst spannenden Tinte zwei große Detrektationen. (Ja, mir ist ein Wörterbuch in die Hände gefallen. Normalerweise bin ich nicht so braggadoziös mit Fremdwörtern.)
Erstens, das Feathering ist deutlich ausgeprägt und hat meine Prüfungssituation nicht gerade erleichtert, als ich auf vorliniertem Papier schreiben durfte.
Und: das Durchbluten – von mir mit 9/10 bewertet – ist wirklich heavy. Selbst auf 100-grammigem Briefpapier von Rössler muss man gut aufpassen, damit auch die Rückseite beschreibbar bleibt:
Fazit
Die blaue Miller-Dokumententinte ist ein Nischenprodukt, auf das ich viel zu lange gewartet habe. Sie ist eine hochinteressante Wahl für alle, die sich schon immer daran gestört haben, dass dokumentechte Tinten nur in 0815-langweiligem Schwarzschwarz oder Königsblau erhältlich sind. Sie zeigt, dass Dokumententinte und ausgefallene Farbnuancen kein Widerspruch sind – so etwas sollte viel öfter vorkommen! Die Schwierigkeiten mit Ausfransen und Durchbluten machen die Tinte vor allem zum unkonventionellen Befüllungsmaterial eures offiziösen Unterschrift-Schreiberlings. Wer mit dieser Tinte Tagebuch schreiben oder Korrespondenz betreiben möchte, dem helfen auch dickeres Papier (von mir mit 100g getestet) wenig; ich würde hierfür glatteres Papier empfehlen. Da Saugfähigkeit eng mit Durchbluten in Verbindung steht, ist das Resultat (von mir getestet) mit 52-grammigem Tomoe River zufriedenstellender, als mit dem vielgeschimpften Copypaper mit 80 Gramm.
Fazit des Fazits: Ich habe selten eine Tinte erlebt, deren Verhalten so unterschiedlich je nach Papiersorte ist – allgemeingültige Aussagen lassen sich angesichts eurer zahllosen Papiervaritäten schwer treffen. Für alle, die eine herrlich satte, strahlend-lebendige blaue Dokumententinte suchen, ist "die Millertinte" eindeutig eine Empfehlung wert. Wenn ihr eure Korrespondenz mit Tomoe River durchführt und eure Briefe beständig gegen Blizzards und Monsune sein sollen – dann werdet ihr trotz Problemen mit Durchbluten gute Ergebnisse mit Millers Dokumentenblau erzielen.
Heute möchte ich euch an einem netten Fund teilhaben lassen.
Für eine Prüfungssituation Anfang August brauchte ich eine dokumentenechte Tinte in Blau oder Schwarz.
Also rasch "den Miller" auf der Mariahilfer Straße aufgesucht und mich beraten lassen.
Die Wahl fiel rasch auf Millers "Eigenmarke", mit dem ureigensten Logo drauf, hergestellt von De Atramentis.
Zunächst die erste gute Nachricht: Die Prüfung habe ich mit Bravour bestanden!
Die nächste gute Nachricht: Die Farbgebung der Tinte ist außerordentlich schick.
Aus meiner subjektiven Perspektive kann ich sagen, dass die Tinte in Wirklichkeit einen Tacken heller wirkt als auf den Fotos.
Vor allem aber ist die Sättigung des Farbtons sehr intensiv.
Aber schaut selbst:
Aber – wie heißt es im Englischen? "You can't have the cake and eat it."
Leider gibt es bei dieser farblich höchst spannenden Tinte zwei große Detrektationen. (Ja, mir ist ein Wörterbuch in die Hände gefallen. Normalerweise bin ich nicht so braggadoziös mit Fremdwörtern.)
Erstens, das Feathering ist deutlich ausgeprägt und hat meine Prüfungssituation nicht gerade erleichtert, als ich auf vorliniertem Papier schreiben durfte.
Und: das Durchbluten – von mir mit 9/10 bewertet – ist wirklich heavy. Selbst auf 100-grammigem Briefpapier von Rössler muss man gut aufpassen, damit auch die Rückseite beschreibbar bleibt:
Fazit
Die blaue Miller-Dokumententinte ist ein Nischenprodukt, auf das ich viel zu lange gewartet habe. Sie ist eine hochinteressante Wahl für alle, die sich schon immer daran gestört haben, dass dokumentechte Tinten nur in 0815-langweiligem Schwarzschwarz oder Königsblau erhältlich sind. Sie zeigt, dass Dokumententinte und ausgefallene Farbnuancen kein Widerspruch sind – so etwas sollte viel öfter vorkommen! Die Schwierigkeiten mit Ausfransen und Durchbluten machen die Tinte vor allem zum unkonventionellen Befüllungsmaterial eures offiziösen Unterschrift-Schreiberlings. Wer mit dieser Tinte Tagebuch schreiben oder Korrespondenz betreiben möchte, dem helfen auch dickeres Papier (von mir mit 100g getestet) wenig; ich würde hierfür glatteres Papier empfehlen. Da Saugfähigkeit eng mit Durchbluten in Verbindung steht, ist das Resultat (von mir getestet) mit 52-grammigem Tomoe River zufriedenstellender, als mit dem vielgeschimpften Copypaper mit 80 Gramm.
Fazit des Fazits: Ich habe selten eine Tinte erlebt, deren Verhalten so unterschiedlich je nach Papiersorte ist – allgemeingültige Aussagen lassen sich angesichts eurer zahllosen Papiervaritäten schwer treffen. Für alle, die eine herrlich satte, strahlend-lebendige blaue Dokumententinte suchen, ist "die Millertinte" eindeutig eine Empfehlung wert. Wenn ihr eure Korrespondenz mit Tomoe River durchführt und eure Briefe beständig gegen Blizzards und Monsune sein sollen – dann werdet ihr trotz Problemen mit Durchbluten gute Ergebnisse mit Millers Dokumentenblau erzielen.