Pilot Iroshizuku Kon-Peki

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Nikolaus
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Review: Pilot Iroshizuku kon-peki (Deep Azure Blue)

Beitrag von Nikolaus » 27.10.2016 9:46

Heute möchte ich Euch eine meiner Lieblingstinten vorstellen. Ich denke, dass viele sie bereits kennen. Das Besondere an der kon-peki für mich ist, dass die Tinte wunderbar leuchtet und sich damit von vielen Blautönen abhebt, ohne gleichzeitig zu bunt zu sein.


Ink Review: Pilot Iroshizuku kon-peki

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Die Suche nach einer blauen Tinte, die weder zu bunt noch zu langweilig ist, kann sich als schwierig gestalten. Viele Blautöne sind entweder einfach durchschnittlich oder driften zu sehr in ein buntes Blau ab. Pilot Iroshizuku kon-peki trifft hier im wahrsten Sinne des Wortes mitten ins Blaue. Das leuchtende Blau der Premiumtinte ist beeindruckend.

Verpackung und Auftritt

Schon die Aufmachung der Iroshizuku-Tinten macht deutlich, dass es sich um Premiumware handelt. Der Karton mutet hochwertig an und auch das Tintenfass selbst wirkt sehr edel.

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Das Etikett des Tintenfasses weist eine geriffelte Struktur auf.

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Am Boden des Glases ist eine Vertiefung eingearbeitet, die es ermöglicht, auch den letzten Tintentropfen mit dem Füllfederhalter aufzunehmen. Ein wirklich durchdachtes Detail.

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Preis und Verfügbarkeit

In preislicher Hinsicht liegen die Pilot-Iroshizuku-Tinten im oberen Bereich. 10 ml kosten etwa 3,80 Euro, in dem Gesamtpreis von rund 19,46 Euro für ein 50-ml-Glas sind jedoch die Versandkosten aus Japan enthalten. Nur zum Vergleich: 10 ml normale Montblanc-Tinte kosten 3,00 Euro, 10 ml Diamine-Tinte kostet rund 2,00 Euro und 10 ml Pelikan-4001-Tinte liegen zwischen 1,30 und 1,50 Euro. Der Preis der Iroshizuku-Tinten ist also tatsächlich ein stolzer.

Sämtliche Pilot-Iroshizuku-Tinten dürften im Online-Versandhandel ohne Probleme bestellbar sein, mitunter werden sie aus Japan geliefert, die Wartezeit kann rund zwei bis vier Wochen betragen. Mein Päckchen habe ich am frühestmöglichen Lieferdatum bekommen. Da sich der Wert meiner Bestellung unterhalb der 22-Euro-Grenze befand, war diese einfuhrumsatzsteuer- und zollfrei. Im Handel vor Ort sind die Tinten rar.

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Die Tinte: Farbe, Aussehen und Shading

Wie ich schon eingangs vorwegnahm: Kon-peki trifft einen einzigartigen Ton. Es handelt sich im Kern um ein sattes Blau, das hell (aber nicht zu hell) und farbenfroh (aber nicht zu bunt) ist. Kräftigere Blautöne rutschen schnell ins Quietschige oder Cyan ab – kon-peki hingegen nicht.

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Kon-peki wird teils mit „Kobaltblau“ übersetzt, überwiegend mit „Deep Azure Blue“, also Azurblau. Die im Wikipedia-Artikel zu Azurblau abgebildeten Farben kommen ganz gut hin. Es ist beeindruckend, wie sehr der Blauton leuchtet und strahlt. Mit der Kamera lässt sich diese schöne Eigenart der Tinte nur schwer einfangen, jedoch erahnen.

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Die Tinte bietet auch Shading.

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Wie immer gilt, dass ich den Farbton so gut wie möglich einzufangen versucht und mit mehreren Geräten abgeglichen habe. Abweichungen aufgrund von Displayeigenschaften und -einstellungen sind jedoch unvermeidbar.

Tintenfluss, Trockenzeit und Wasserfestigkeit

Auch hier zeigt sich die Premiumqualität der Pilot Iroshizuku kon-peki. Die Tinte bietet ein hervorragendes Schreibverhalten und legt sich wie ein flüssiger, präziser Film aufs Papier.

Die kon-peki-Tinte trocknet zudem recht zügig. Sie ist nicht wasserfest.

Zusammenfassung

Es ist so eine Sache mit blauer Tinte. Jeder, der in der Schule mit Füllfederhaltern geschrieben hat, hat wahrscheinlich mit Königsblau geschrieben. Die Pilot Iroshizuku kon-peki bietet eine gelungene Möglichkeit, dem Einheitsblau zu entfliehen, jedenfalls aber einen herrlich strahlenden Blauton, der sich von zahlreichen anderen Blautönen abhebt und das Papier zum Leuchten bringt. Gerade die Tatsache, dass das Blau kräftig, aber nicht zu bunt ist, ist selten und muss an dieser Stelle einfach noch mal erwähnt werden. Kurzum: Kon-peki hat das gewisse Etwas.

Der Preis, den man für die Tinte bezahlt, ist absolut gerechtfertigt und relativiert sich bereits in dem Augenblick, in dem man das ansprechende Tintenglas in der Hand hält.



Ink Review: Pilot Iroshizuku kon-peki auf Der Bürokrat
Cheers,
Nils


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Re: Pilot Iroshizuku Kon-Peki

Beitrag von GinTonic » 27.10.2016 11:47

Ich kann die Bilder nicht öffnen.

PeliJoerg
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Re: Pilot Iroshizuku Kon-Peki

Beitrag von PeliJoerg » 27.10.2016 12:01

Hallo!

Ich konnte die Bilder vorhin und kann sie jetzt im Beitrag sehen.

Da die Bilder auf einem anderen Server gehostet werden: schaltet sich da möglicherweise ein restriktiv eingestellter Werbeblocker dazwischen?

MfG
Jörg

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Nikolaus
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Re: Pilot Iroshizuku Kon-Peki

Beitrag von Nikolaus » 27.10.2016 13:27

Jap, die Bilder liegen auf dem Wordpress-Server.
Cheers,
Nils


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Re: Pilot Iroshizuku Kon-Peki

Beitrag von Robinson » 27.10.2016 13:29

Ich kann die Bilder auf dem iPad problemlos sehen.
Viele Grüße,
Thorsten

Knoffel

Re: Pilot Iroshizuku Kon-Peki

Beitrag von Knoffel » 27.10.2016 13:37

Ich kann die Bilder auch problemlos sehen. Sie treffen den Farbton der Tinte übrigens sehr gut.

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wesohm
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Re: Pilot Iroshizuku Kon-Peki

Beitrag von wesohm » 27.10.2016 13:57

Hallo!

Super Review, wie immer. Habe das Magazin für Schreibkultur vor 2 Wochen in meine Lesezeichenliste aufgenommen.
Nur weiter so! :wink:

Liebe Grüße aus Wien!

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Nikolaus
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Re: Pilot Iroshizuku Kon-Peki

Beitrag von Nikolaus » 27.10.2016 18:03

Wow, vielen Dank für das Kompliment! :) Ich freue mich!
Cheers,
Nils


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Re: Pilot Iroshizuku Kon-Peki

Beitrag von GinTonic » 27.10.2016 21:02

Jetzt sehe ich die Bilder auch! Sehr schön!

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Re: Pilot Irushizuko KonPeki

Beitrag von AaWeBe » 27.10.2016 22:54

Rik hat geschrieben:wie hast du das jetzt gemacht ? ich durfte das nicht im Forum hochladen wegen der 400kb Begrenzung...

Verzeiht.

Grüße
René
OT, aber vielleicht ganz sinnvoll wg. zukünftiger Uploads deinerseits.
Ein ganz exzellentes und übersichtliches Bildbearbeitungsprogramm für Umme ist der jpg illuminator.
http://www.jpg-illuminator.de/
U.a. mit diversen Kompressions- und Reduktionsmöglichkeiten inkl. Exiflöschung.

Ebenfalls zu empfehlen, der fastone image viewer.
http://www.faststone.org/
Damit ordne/katalogisiere ich meine Bilder und mache kleinere Bearbeitungen.
Sein Vorteil: man kann ein externes Bildbearbeitungsprogramm integrieren und dann jedes im fastone
aufgerufene Bild ohne Umwege darin öffnen.
Dateianhänge
JPG illuminator-re.jpg
JPG illuminator-re.jpg (97.9 KiB) 3186 mal betrachtet
Fastone overview-re.jpg
Fastone overview-re.jpg (107.35 KiB) 3186 mal betrachtet
Fastone feature-re.jpg
Fastone feature-re.jpg (63.77 KiB) 3192 mal betrachtet
Viele Grüße,
Alex

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Re: Pilot Iroshizuku Kon-Peki

Beitrag von Tenryu » 28.10.2016 5:06

Ich benutze ganz gerne IrfanView. http://www.irfanview.com/
Es ist leicht zu bedienen, hat alles, was man für schnelles Editieren von Bildern benötigt, und kann sehr viele Bild und sogar Videoformate öffnen.

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RolandD
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Re: Pilot Iroshizuku Kon-Peki

Beitrag von RolandD » 28.10.2016 13:27

Wieder ein schönes Review. Wer die Kon-Peki mag sollte übrigens auch mal einen Blick auf die Diamine Asa Blue werfen. Ist ein Hauch dunkler, aber wie Kon-Peki schön kräftig und ohne Violettstich.
Tenryu hat geschrieben:Ich benutze ganz gerne IrfanView. http://www.irfanview.com/
Es ist leicht zu bedienen, hat alles, was man für schnelles Editieren von Bildern benötigt, und kann sehr viele Bild und sogar Videoformate öffnen.
Und Stapelverarbeitung ist auch mit dabei.

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Re: Pilot Iroshizuku Kon-Peki

Beitrag von AaWeBe » 28.10.2016 16:19

Mir ist die Kon-Peki glücklicherweise zu hell und zu türkislastig. Ich hätte ja gerne eine hellere Ergänzung zu meiner Diamine Oxford Blue, aber die hier wird es nicht. Ich habe es gerne intensiv und satt.
Obwohl ...
... derzeit ist ein preisgünstig geschossener M205 im Zulauf, der muss ja noch befüllt werden. :wink:
Viele Grüße,
Alex

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Tenryu
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Re: Pilot Iroshizuku Kon-Peki

Beitrag von Tenryu » 28.10.2016 17:58

Vielleicht wäre die Iroshizuku Asa-gao etwas für dich.

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Re: Pilot Iroshizuku Kon-Peki

Beitrag von GinTonic » 29.10.2016 9:37

Oder Sailor Souten, die ist etwas dunkler als Kon Peki, aber heller als Asa Gao.

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