Vorbemerkungen zu Hersteller, Bezugsweg, Beziehung zum Hersteller
Über Jan Zander, JAN ZANDER DESIGN und wie ich zu seinen Füllfederhaltern gekommen bin, habe ich schon hier:
viewtopic.php?f=5&t=43112
ausführlich geschrieben.
Offenlegung (Disclosure): Ich habe keine geschäftliche Beziehung zum Hersteller, die über den Kauf des Schreibgerätes hinausgeht.
Die folgende Vorstellung enthält ausschließlich meine persönliche Meinung, meine persönliche Erfahrung, nach bestem Vermögen erhobene Messwerte und objektive Beschreibungen.
Messwerte
Länge (geschlossen): 143,3 mm
Dicke der Kappe: zylindrisch 14,1 mm
Dicke der Kappe (mit Clip): 16,3 mm
Dicke des Schaftes: zylindrisch 12,0 mm
Masse (gesamt, inkl. 1 gefülltem Patrone): 37,4 g
Masse ohne Kappe: 23,1 g
Länge Griffstück: 31,1 mm
Durchmesser Griffstück: 10,7 mm - 10,0 mm - 12,0 mm
Federgröße: # 6
Beschreibung
Die Kappe und der Schaft bestehen aus geschliffenem Carbonrohr, das im Pullwinding-Verfahren gewickelt wurde. Alle Beschlagteile und das Griffstück sind aus (Edel-) Stahl. Die 65 mm lange Kappe wird durch das leicht konvexe JAN ZANDER DESIGN - Logo, in Stahl gefräst, abgeschlossen. Der schlanke, selbstfedernde Clip (hier die Version A, es gibt auch eine Version B) ist auf die Kappe geklemmt und lässt sich (mit einigem Kraftaufwand) verschieben oder auch abnehmen, wenn man es denn möchte.
In die Kappe ist der Magnetring für den Verschluss eingeklebt.
Der Magnetverschluss ist, im Vergleich zu anderen Füller mit Magnetverschluss in meinem Besitz (Pineider, MonteVerde), ungewöhnlich stark haltend. Ich habe den Füller schon problemlos in der Jeanstasche getragen, ohne das er aufging.
Es gibt keine Innenkappe, aber der starke Magnetverschluss und das geringe Spaltmaß zwischen Kappe und Schaft verhindern recht gut ein zu schnelles Austrocknen der Feder.
Die Kappe postet, mit wunderbar engem Spaltmaß, problemlos hinten auf den Schaft, wodurch der Clip dann auch den perfekten Rollstop bildet.
Die Feder, in meinem Fall eine Titanfeder, ist mit dem Logo lasergraviert und sitzt auf einem Plastik-Tintenleiter.
Das Griffstück beginnt fast stufenfrei am Schaft und fällt konisch zur Feder hin ab, auf den letzten 3,2 mm bildet es einen wieder ansteigenden leichten Keil. Auch hier ist, wie beim cocoon, das Metall sehr fein, durch unzählige umlaufende Rillen, mattiert.
Der Schaft hat ein stählernes Innengewinde zur Aufnahme des Griffstücks und endet mit einem plangedrehten Stahlstopfen, auf dem der Füller auch stehen kann.
Der IMAGINE fasst zwei kurze oder eine lange International Standard-Patronen oder auch einen Standard-Konverter.
Die Feder schreibt einwandfrei, für eine feine Spitze eher saftig, kratzt wenig und hat kaum Feedback. Sie bietet einiges an Linienvarianz, wenn man das mag, ansonsten schreibt sie, nach deutschen Maßstäben, fein.
Die Balance ist für mich sehr gut, auch gepostet. Die Haptik von Carbon ist naturgemäß nicht so besonders kuschelig, aber trotzdem irgendwie angenehm, auch bei längeren Schreib-Sessions.
Größenvergleiche
von links nach rechts: Steinhöringer Werkstätten Füller Birne; MB Meisterstück 149; IMAGINE; Lamy Safari
Meine persönliche Meinung und Bewertung
Ich überlege, welches (bekanntere) Design mit dem IMAGINE in eine Kategorie passen würde. Extrem zurückgenommen, absolut nicht organisch, sonder offensichtlich technisch. Vielleicht der Lamy cp-1? Möglicherweise kommt einem auch der Lamy 2000 in den Sinn, der aber durch seine Kurven viel organischer wirkt.
Jan Zander hat einen Füller gestaltet, der auffällt, weil er so unauffällig sein könnte. Ich schreibe gerne mit ihm, auch weil die Feder wirklich sehr gut ist. In der Vitrine fällt er nicht auf, aber auf der Arbeit wurde ich schon darauf angesprochen.
Ist er billig? Kein Füller, der mehr als ein Preppy kostet, ist billig. Ist er preiswert? Für mich ist er seinen Preis wert, entscheiden muss, wie immer, jede/r selber.
Vorstellung JAN ZANDER DESIGN IMAGINE
Moderatoren: MarkIV, Zollinger, desas, Linceo, Lamynator
Vorstellung JAN ZANDER DESIGN IMAGINE
Conquiesce!
