Füller für Fließtexte gesucht

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Nash
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Re: Füller für Fließtexte gesucht

Beitrag von Nash » 13.10.2019 12:31

Ich kann mich nur wiederholen - besten Dank für die vielen Anregungen, Meinungen und Vorschläge! Ich weiß das durchaus zu schätzen (und zu berücksichtigen) und bin doch überrascht, wie viele Antworten sich in so kurzer Zeit ergeben haben. Danke dafür nochmal an jede/n Einzelne/n. :) Und natürlich auch ein Dankeschön an alle für das äußerst nette Aufnehmen hier im Forum!

Dass ein leichteres Schreibgerät in Bezug auf die Entzündung besser wäre, leuchtet mir ein. Mit meiner Aussage, dass es kein "leichter" Füller werden soll, war eher gemeint: Ich möchte das Gefühl, ein "billiges Teil" in den Händen zu halten, vermeiden. (Es soll kein massiver, schwerer FH werden, bei dem man nach vier, fünf Seiten schon denkt: "Ich will nicht mehr!" ;) . Vielleicht war meine Beschreibung auch ein wenig missverständlich, das bitte ich zu entschuldigen.

Ich werde mich im Verlauf der nächsten Woche auf Suche nach den genannten Füllern machen und diese, insofern auffindbar, testen. Beim Lamy, Pelikan und ggf. Faber-Castell dürfte das nicht sonderlich schwer sein. Diplomat-Füller kann ich sogar bei einem Bekannten testen, da sollen ja anscheinend auch die Stahlfedern ein angenehmes Schreibgefühl bieten.

Noch ein schönes Restwochenende!

a2j
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Re: Füller für Fließtexte gesucht

Beitrag von a2j » 13.10.2019 19:59

Hallo Nathalie,

ich möchte kurz noch auf einen weiteren Füller hinweisen, der m.E. nach gut auf Deine Anforderungen passen würde.

Die Rede ist vom Platinum Procyon.

Ich versuche mal Schritt für Schritt durch Deine Anforderungen durchzugehen.
Nash hat geschrieben:
12.10.2019 13:43
* Wozu und in welcher Umgebung möchtest du den Füllhalter einsetzen?
Der Füllhalter wird zum Schreiben eingesetzt, in aller Regel für Skripte und Fallbearbeitungen. Wohl zu 90% wird die Nutzung zu Hause stattfinden, lediglich zu 10% universitär.
Dieser Füller ist zum Schreiben gemacht, sollte somit passen.
Nash hat geschrieben:
12.10.2019 13:43
* Wieviel möchtest du ausgeben?
Meine derzeitig mögliche Preisspanne liegt zwischen 100-200€, wobei 200€ die Schmerzgrenze darstellt (nicht zuletzt, weil ja in aller Regel noch der Tinten- und eventuell Konverter-Kauf ansteht). Falls jetzt jemand meint: "Für 210€ gäbe es...", ist das natürlich in Ordnung. Dann würde ich den Kauf wohl noch ein wenig hinauszögern und lieber warten. (Ich würde im Übrigen ein neuwertiges Produkt bevorzugen, also ohne vorigen Gebrauch.)
Der Füller kostet zwischen 50 und 75 Euro, je nach Bezugsquelle und Bestellweg. Liegt sogar noch unter Deiner Preisspanne.
Nash hat geschrieben:
12.10.2019 13:43
* Welchen Füllmechanismus möchtest du verwenden?
Am Liebsten wäre mir ein Kolbenfüller, aber für Konverter-/Patronenbefüllung bin ich auch offen.
Der Procyon ist ein Patronenfüller, kann aber auch mit einem Platinum Konverter bestückt werden.
Für das Befüllen aus dem Tintenglas hat er noch eine Besonderheit. Die Aufnahmeöffnung für die Tinte
ist bei diesem Füller etwas nach vorne verlegt, so dass man ihn betanken kann ohne das Griffstück
dabei mit Tinte in Berührung zu bringen. Siehe dazu die Infos auf der Homepage von Platinum.
Nash hat geschrieben:
12.10.2019 13:43
* Welche Eigenschaften soll die Feder haben?
Die Feder sollte flexibel sein und bestenfalls nicht "kratzig" bzw. ein geringes Feedback aufweisen.
Mir schwebt zwar eine Goldfeder vor, aber... bei dem Budget...?
Der Procyon verfügt über eine Stahlfeder, die nicht flexibel ist, aber aufgrund ihrer Bauart ein gewisses Feedback gibt
und nicht kratzig ist. Eigenes Testen ist da aber weiterhin empfohlen. Auch dazu gibt es eine Info auf der Homepage von Platinum.

Nash hat geschrieben:
12.10.2019 13:43
* Wie groß und schwer soll der Füllhalter sein?
Ich bevorzuge Füllhalter, die recht schwer sind. Nicht unbedingt die "Riesen", aber der FH sollte durchaus ein Eigengewicht mit sich bringen und sich nicht wie die Werbekugelschreiber (= nach Luft) anfühlen. Ich habe "normale" Hände; keine Pranken, ebenso wenig äußerst filigrane Händchen.
Der Procyon hat einen Aluminiumkorpus und eine Aluminiumkappe, die man einfach hinten aufstecken kann, damit erreicht er eine gute Balance und hat ein etwas höheres Gewicht als reine Kunststoffvertreter.
Nash hat geschrieben:
12.10.2019 13:43
* Aus welchen Materialien soll der Füllhalter bestehen, aus welchen nicht?
Da bin ich recht offen, auch wenn ich pure Edelstahl-/Aluminium-FH nicht allzu mag.
Der Procyon besteht aus überwiegend aus Aluminium und hat ein schönes Finish, welches sich sehr gut anfühlt und auch wertig aussieht. Ist meiner Meinung nach gut gelungen. Das Griffstück ist aus transparentem Kunststoff und ist sehr griffig. Das kommt einer entspannten Handhaltung entgegen.
Nash hat geschrieben:
12.10.2019 13:43
* Welche Farbe und Musterung soll der Füllhalter haben?
Sehr gerne schwarzer Lack, eher klassisch und nicht zu modern. Farbakzente je nachdem, wie sie wirken. Der Füllhalter sollte eher elegant als verspielt wirken.
Meine Variante ist die Deep Sea. Das ist ein mattes Tiefsee blaugrün. Sieht m.E. nach elegant aus.
Nash hat geschrieben:
12.10.2019 13:43
* Welche Farbe sollen die Beschläge haben?
Silber- oder Goldfarben würde ich bevorzugen.
Die Beschläge sind silber.
Nash hat geschrieben:
12.10.2019 13:43
* Soll der Füllhalter eher schlicht oder prestigeträchtig sein?
Eher schlicht, aber dennoch wertig. Prestigeträchtig nicht unbedingt.
Der Procyon hat keine verspielten Elemente und trägt auch nicht dick auf, er hat ein schlichtes, aber dennoch elegantes Design, wirkt nicht protzig, sondern ist m.E. nach einfach zweckmäßig und fokussiert.
Nash hat geschrieben:
12.10.2019 13:43
* Welche Füllhalter gefallen dir oder gehen in die Richtung dessen, was du dir vorstellst?
Ich habe mich im Voraus ein wenig umgesehen und bin zunächst bei Lamy hängen geblieben, genauer gesagt beim Lamy Studio in der pianoblack-Variante mit der Goldfeder. Nachdem ich recht oft von dem rutschigen Griffstück gehört habe, ging die Suche weiter... (auch, wenn der Lamy noch nicht aus dem Rennen ist) ...und ich bin bei Parker gelandet. Äußerst gut gefallen tun mir da recht viele (Duofold, Premier, Sonnet)- aber genauso viele / beinahe alle fallen in die Kategorie: Das kann ich mir momentan nicht leisten. Einzig der Sonnet scheint da noch im Preisrahmen zu liegen (und auch da hört man des Öfteren von Problemen wie dem Austrocknen / Anlauf-Schwierigkeiten :( ). Vielleicht könnte dazu jemand ein Wort beisteuern? Oder selbstverständlich ganz neue Vorschläge mitbringen.
Der Procyon kann sich vom Design her mit Lamy messen, da sehe ich keine Probleme, er ist designtechnisch weit genug vom Lamy 2000 entfernt, somit sollte er bei Dir nicht gleich komplett ausscheiden. Ich schätze ihn wegen seiner klaren und einfachen Form.
Nash hat geschrieben:
12.10.2019 13:43
* Welche Bezugsquelle (Laden, Onlineshop national, Onlineshop international)?
Aufgrund von Zeitmangel wäre mir ein Onlineshop lieber, auch wenn man Füllhalter in aller Regel zunächst probieren sollte, ich weiß. Bevorzugt national, international insofern keine hohen Kosten damit verbunden wären...
Platinum ist ein japanischer Hersteller, es gibt aber Händler und Online Shops in Deutschland, wo Du den Füller bekommen kannst.

Online Shop in Deutschland, wo Du ihn bekommen kannst: Papier und Stift

Für den stationären Handel habe ich gerade keine Empfehlung greifbar. Platinum verlinkt bei seinem Kontaktformular für Deutschland auf Aratrum. Auf deren Homepage stehen auch Telefonnummern. Vielleicht kann man Dir dort Händler nennen, die ihn vor Ort zum Testen da haben.

Review Video von Stephen B.R.E. Brown über den Platinum Procyon: https://youtu.be/SSPNQqXe3_0

Soweit mein Vorschlag.

Liebe Grüße
Stefan

Paperclip
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Re: Füller für Fließtexte gesucht

Beitrag von Paperclip » 13.10.2019 20:34

Kugelschreiber sind für längere handgeschriebene Texte eine Katastrophe. MMn verbessert *jeder* Füller die Situation. Aber nur mit einer verbesserten, entspannten Sifthaltung. Meine Empfehlung deshalb: Ein Safari und mit Übung mit Lateinischer Ausgangschrift o. SAS und Schulheft nochmal von vorn anfangen. Zur Stifthaltung gibt es gute Videos.

Paperclip

Thom
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Re: Füller für Fließtexte gesucht

Beitrag von Thom » 13.10.2019 22:24

Paperclip hat geschrieben:
13.10.2019 20:34
Kugelschreiber sind für längere handgeschriebene Texte eine Katastrophe.
Zumindest 08/15-Modelle, da gibt es aber auch noch einen Bereich nach oben. z.B. https://www.spacepen.com/cartridge-2.aspx
Im Großen und Ganzen kann's aber wirklich nur besser werden.

V.G.
Thomas

a2j
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Re: Füller für Fließtexte gesucht

Beitrag von a2j » 14.10.2019 12:30

Damian hat geschrieben:
13.10.2019 22:38
Tenryu hat geschrieben:
12.10.2019 21:58
Wie wäre es mit dem Lamy 2000? Er ist schwarz, ein Kolbenfüller mit Goldfeder und man bekommt ihn schon um 130€.
War auch mein erster Gedanke, als ich die Anforderungen las. Frau Martini musste zwar den Sonderpreis für Forenmitglieder leicht anheben, aber er ist immer noch günstig für das, was man bekommt.
Den Lamy 2000 hatte Nathalie, soweit ich das richtig interpretiere, bereits wegen dem Design ausgeschlossen. Siehe dazu ihr Eingangspost unter Sonstige Anforderungen und Anmerkungen.
Nash hat geschrieben:
12.10.2019 13:43
* Sonstige Anforderungen oder Anmerkungen?
Vielleicht als kleine Anmerkung am Rande: Der Lamy 2000 scheint ein gern genanntes Modell zu sein, wenn man sich hier ein wenig durch die Threads liest. Leider muss ich im Vornherein sagen, dass das Modell nicht wirklich meinem Geschmack (vom Aussehen her) entspricht. Ansonsten... bin ich für Eure Vorschläge selbstverständlich offen und freue mich auf Eure Expertise. :)

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Re: Füller für Fließtexte gesucht

Beitrag von a2j » 14.10.2019 20:13

Damian hat geschrieben:
14.10.2019 14:48
... Und sonst würde er auch auf die gewünschten Anforderungen passen - will TO jetzt damit schreiben oder ihn anschauen?
In Bezug auf die Anforderungen bin ich da völlig bei Dir, ich habe auch mehrere Lamy 2000 und schätze diese auch sehr.

Für mich persönlich gehören Funktionalität und Design bei einem Stift zusammen, nur wenn beides passt habe ich Freude an einem Stift. Wenn ich einen Stift nicht anschauen kann, weil er mir nicht gefällt, warum soll ich dann mit ihm gerne und viel schreiben? Bspw. habe ich keine Lamy Safaris, Lx, Joy und Al-Stars. Das Design spricht mich absolut nicht an, egal wie gut die Qualität ist, wieviele davon weltweit schon verkauft wurden oder noch verkauft werden, es sind schlicht nicht meine Stifte. Ich denke, Nathalie wird uns schon darüber aufklären was sie sich ausgesucht hat. Warten wir es ab. :)

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Re: Füller für Fließtexte gesucht

Beitrag von SpurAufPapier » 15.10.2019 7:10

Damian hat geschrieben:
15.10.2019 1:15
Glaubt hier wirklich irgend jemand der Sammler schöner Schreibwerkzeuge, ein Zimmermann suche seinen Hammer oder ein Chirurg sein Skalpell nach ästhetischen Gesichtspunkten aus?
Sicher nicht; aber wenn zwei (in diesem Fall: Hunderte) Werkzeuge mit identischer Funktion zur Auswahl stehen, wird man doch sicher das bevorzugen, was man als schöner/bequemer empfindet?
Die Anforderung, damit (lange) schreiben zu können, erfült jeder Füller. Aber selbst für einen reinen Anwender gibt es noch ein paar mehr Aspekte.
Grüße
Vikka

Das Leben ist zu kurz für schlechte Schreibgeräte

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Re: Füller für Fließtexte gesucht

Beitrag von Thom » 15.10.2019 10:58

So ganz Unrecht hat Damian da schon nicht. Schön ist nicht gleich bequem.
(sieht man z.B. an mir, ich bin zwar schön, aber unbequem :) )

V.G.
Thomas

Nash
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Re: Füller für Fließtexte gesucht

Beitrag von Nash » 15.10.2019 11:07

Damian hat geschrieben:
15.10.2019 1:15
a2j hat geschrieben:
14.10.2019 20:13
Für mich persönlich gehören Funktionalität und Design bei einem Stift zusammen, nur wenn beides passt habe ich Freude an einem Stift. Wenn ich einen Stift nicht anschauen kann, weil er mir nicht gefällt, warum soll ich dann mit ihm gerne und viel schreiben? Bspw. habe ich keine Lamy Safaris, Lx, Joy und Al-Stars. Das Design spricht mich absolut nicht an, egal wie gut die Qualität ist, wieviele davon weltweit schon verkauft wurden oder noch verkauft werden, es sind schlicht nicht meine Stifte. Ich denke, Nathalie wird uns schon darüber aufklären was sie sich ausgesucht hat. Warten wir es ab. :)
Wenn ich den Eingangspost richtig verstanden habe, sucht TO ein Werkzeug, um Ihr Studium, offenbar Jura ("Fallbearbeitungen"), möglichst erfolgreich und ohne chronische Sehnenscheidenentzündung abzuschliessen. Glaubt hier wirklich irgend jemand der Sammler schöner Schreibwerkzeuge, ein Zimmermann suche seinen Hammer oder ein Chirurg sein Skalpell nach ästhetischen Gesichtspunkten aus?
Ich klinke mich mal in die Diskussion ein (, die so eigentlich garnicht meinerseits gedacht war): Selbstverständlich stellt das Schreibgerät ein "Werkzeug" für mich dar, es soll ja nicht wie ein Sammlerstück in einer samtbeschlagenen Kiste verweilen, und dennoch möchte man (meiner Meinung nach) ein Werkzeug haben, welches einem dann doch optisch entspricht. Ich gehöre keineswegs der Sparte "Optik über Funktionalität" an, auch wenn das ein paar der Rückmeldungen so zu sehen scheinen. Eher im Gegenteil; ich bin auch bereit, Kompromisse einzugehen - wenn diese dann gen "Funktionalität über Optik" hinauslaufen, ist das völlig in Ordnung.

In der Hoffnung, hier nicht allzu viele verärgert zu haben...
und mit freundlichen Grüßen,
Nathalie

Thom
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Re: Füller für Fließtexte gesucht

Beitrag von Thom » 15.10.2019 11:29

Nash hat geschrieben:
15.10.2019 11:07
In der Hoffnung, hier nicht allzu viele verärgert zu haben...
Mache Dir mal keine Sorgen, liebe Nathalie.
Hierbei geht aber schon "probieren über studieren", weil der optimale Stift nicht für alle derselbe ist.

V.G.
Thomas

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Re: Füller für Fließtexte gesucht

Beitrag von Parsley » 15.10.2019 12:41

Die ästhetische Komponente spielt doch immer mit. Gerade wenn es um Hobbies/Passionen geht.

Unsinnig wird's nur wenn man sich für ein ästhetisch aber nicht funktionell passendes Werkzeug verränkt (das wundert mich dann manchmal bei den jungen Hipstern, die alte Rennräder fahren die weder von der Größe noch von der Funktionalität passen).
Viele Grüße, Sebastian

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Re: Füller für Fließtexte gesucht

Beitrag von HU » 16.10.2019 19:26

Ich will mich auch noch dazu äußern: da immer nur der Pelikan m600 genannt wurde (Goldfeder und dicker), möchte ich auch gerne die Aufmerksamkeit auch auf die kleineren Pelikane leiten: z.B. den m215, der etwas schwerer als ein m200/205 ist, und mir doch schon ausreichend groß ist, wobei ich sicher keine kleinen Hände habe (obwohl ich auch einen m800 sehr gerne mag) und gerade für einen Studenten mit ca. 80€ beim großen Fluß gut bezahlbar ist. Ist zwar „nur“ eine Stahlfeder, aber ehrlich: Stahl oder Gold geben sich nicht so viel, meiner Meinung nach.

Und wenn er kratzen sollte, Pelikan hat eine hervorragende Serviceabteilung (wie Lamy übrigens auch, viele andere Namhafte auch).

Generell kann man sagen, kratzige Federn müssen nicht sein, kommen aber bei _ jedem_ Modell mal vor, weswegen ein Online-Kauf etwas von Glücksspiel hat. Im Normalfall tauschen so etwas die Hersteller auch, aber ist halt nervig. (Aktuell ist ein Pilot Custom 912 mit FA-Feder zurück zu Pilot ... und das kann dauern, da Pilot eine japanische Firma ist)


Am Ende wirst du um ausprobieren nicht herum kommen, und sicher mehr als einen am Ende haben ...

Dann gibt es noch die Frage der Federbreite, eine Wissenschaft für sich. (Lamy2000 eher etwas breiter als angegeben, Pelikan Gold eher viel breiter, Pelikan Stahl passend, Waterman so das was man sich vorstellt, Pilot viel schmaler, Kaweco in etwa passend ...) deswegen hier dann am besten diesbezüglich nochmal nachfragen.
Wie groß schreibst du denn? Alles muss in die 5mm Kästchen passen? Formeln? Dann eher F oder EF. Oder Fließtext in Lineatur mit ca. 1cm Abstand? Dann eher M oder B.
Breite Federn sind eher glatter beim Schreiben denn schmale, aber hängt auch vom Papier ab, ab M ( hin zu B) tut dich da aber nicht mehr viel.

Grüße
Holger

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Re: Füller für Fließtexte gesucht

Beitrag von bebna » 15.11.2019 14:01

Dachte zuerst an Viscontis homosapiens, aber der liegt leider außerhalb des preislichen.

Hab jetzt nichts gelesen wie dick der Stift sein soll, daher: Wie wäre es mit einem Pelikan M215 (schwerer als der normale Pelikan) und einer gebrauchten weichen 400NN Feder? Sollte doch gehen vom Preis her oder was meinen ihr alle?

PS: Wie sieht es eigentlich mit dem guten gelschreibern wie Signo oder G2 und verkrampfen aus? Mann kann ja leider nicht überall Füller benutzen oder mitnehmen, vll ergibt sich da ja ein Notfallstift.

agnoeo
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Re: Füller für Fließtexte gesucht

Beitrag von agnoeo » 15.11.2019 21:50

bebna hat geschrieben:
15.11.2019 14:01
Hab jetzt nichts gelesen wie dick der Stift sein soll, daher: Wie wäre es mit einem Pelikan M215 (schwerer als der normale Pelikan) und einer gebrauchten weichen 400NN Feder? Sollte doch gehen vom Preis her oder was meinen ihr alle?
Ich weiß nicht ob die 400NN Federn in den M215 passen, sind das nicht andere Mechanismen (steck/schraub)? Aber ich habe meinen Satz M215er mit älteren M400 Goldfedern bestückt und bin da sehr zufrieden mit.

Schöne Grüße,
David

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doubleyoukay
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Re: Füller für Fließtexte gesucht

Beitrag von doubleyoukay » 16.11.2019 1:09

Hallo, Nathalie,

willkommen im Pen Exchange Forum.

Bevor Du zwischen 100 und 200 Euro für einen Füller aus dem Internet ausgibst, würde ich erstmal versuchen, genauer zu ermitteln, welches Gewicht und welcher Durchmesser für Dich optimal ist. Das geht prinzipiell auch mit recht günstigen Füllern aus dem Internet. Ideal wäre aber ein Besuch bei einem Händler, wo Du die Füller ausprobieren kannst. Wenn Du ohnehin nach Heidelberg zum Lamy Shop fahren willst, findet sich bei der Gelegenheit bestimmt auch ein Händler in der Nähe, wo Du andere Marken testen kannst.

Ich teile übrigens die Ansicht, dass zumindest als Übergangslösung ein leichterer Füller Deine Beschwerden lindern könnte, weil dadurch die konstante Beanspruchung der Schreibhand minimiert werden kann. Wenn Du mit dem dreieckigen Griffstück des Al Star gut zurechtgekommen bist, wäre vielleicht ein Lamy Safari (vorzugsweise des besseren Grips wegen mit matter/strukturierter Oberfläche = Umbra, All Black, Petrol, Darc Lilac) eine überlegenswerte Sofortmaßnahme, um der Entzündung entgegenzuwirken. Der belastet das Budget nur minimal und kann ggf. später als Zweitfüller (für die Uni oder zum Tintentesten) noch gute Dienste leisten. Ich kann mit den Safaris (und Al Stars) jedenfalls seitenlang ohne jegliche Ermüdungserscheinungen schreiben.

Grundsätzlich würde ich darauf achten, dass man problemlos selbst die Federn wechseln kann und diese nicht allzu teuer sind. So bleibst Du flexibel und kannst den Füller auch später noch Deinen Vorlieben anpassen, die sich unter Umständen im Laufe der Zeit verändern können. Auch eine eventuell kratzige Feder lässt sich so leicht und günstig austauschen, falls das nicht vom Händler oder Hersteller kostenlos erledigt wird. In dieser Hinsicht hat meiner Ansicht nach Lamy mit den Z50 Federn (ca. 6 bis 10€/Stahl) einen klaren Vorteil - auch wenn es leider eine gewisse Serienstreuung bei der Qualität der feineren Federn gibt. Aber die M- und vor allem die B - Federn sind in der Regel tadellos gleitende Schreiberlinge - mit viel Flex darfst Du da allerdings nicht rechnen. Fast alle Lamy Serien - außer dem 2000er - können mit den Z50 Federn bestückt werden, soviel ich weiß. Eine spätere Nachrüstung mit einer Goldfeder ist ebenfalls problemlos machbar. Den Studio, den Du ja bereits auf dem Radar hattest, gibt es übrigens aktuell in einer Sonderedition namens "LX all black". Die hat ein mattes Griffstück, welches sehr griffig ist. Der Aufpreis gegenüber den regulären Studios (mit Stahlfeder) ist allerdings recht happig (+40€) und er hat standardmäßig keine Goldfeder. Die gibt es allerdings im Netz für ca. 70€ zum Nachrüsten, womit Du immer noch im Rahmen Deines Budgets bleiben würdest. Ich würde aber auch dem Aion eine Chance geben, ich finde seine Ergonomie ebenfalls sehr gut geeignet für lange Texte. Diese Füller sind jedoch allesamt keine Kolbenfüller, aber die Lamy Konverter sind sehr gut und in der Uni kann die zusätzliche Option, notfalls schnell auf eine Patrone wechseln zu können, durchaus von Vorteil sein. :geek:

Auch die schraubbaren Federaggregate von Pelikan (proprietär) oder Kaweco (Bock 060, 076 und 160 Triples) erfüllen weitgehend das Kriterium der erhöhten Flexibilität, nur nicht ganz so günstig und serienübergreifend wie die Lamy Z5x Federn.

Die bereits genannten Namisu Füller (Patrone/Konverter) tun das ebenfalls, sie verwenden reguläre 250er Triples von Bock, die es auch mit Titanfedern gibt, welche Deinem Wunsch nach erhöhtem Flex entgegen kämen. Da Du aber Deine Abneigung gegen reine Metallfüller klar formuliert hast, kommen da wohl nur die beiden Ebonit-Modelle in Frage. Ich möchte trotzdem eine Lanze für den Namisu Nova Aluminium brechen, die eloxierte Oberfläche fühlt sich sehr angenehm und "unmetallisch" an, zudem liegt er ausgezeichnet in der Hand.

Bei Pelikan würde ich mich der Empfehlung für den M215 anschließen, wenn Dir die Größe liegt. Das etwas höhere Gewicht ist IMHO ein entscheidender Vorteil gegenüber den M20x/M40x Modellen, die mir etwas zu leicht sind. Ich habe meinen M215 mit einer M-Goldfeder aus der M4xx Serie gepimpt und kann damit problemlos etliche A4 Seiten ohne Pause beschreiben. Auch bei dieser Kombination könntest Du knapp innerhalb Deines Budgetrahmens bleiben. Aber ich würde erstmal die Stahlfeder testen, sie steht der Goldfeder nach meinem persönlichen Empfinden im Schreibverhalten nur wenig nach. ;)

Den Kaweco Dia 2 (Patrone/Konverter) würde ich ebenfalls als interessanten Kandidaten sehen, vor allem, wenn Du die kleine Federeinheit (060) durch eine größere (076) ersetzt, die etwas mehr Flex bietet.

Und last, but not least, solltest Du vielleicht auch mal ein Auge auf die TWSBI 580 Modelle werfen. Es sind Kolbenfüller, bei denen man dank des transparenten Korpus immer den Tintenstand im Blick hat, und sie sind zuverlässige Arbeitstiere, bei denen die Federeinheit ebenfalls schraubbar (und somit austauschbar) ist.

Vielleicht findest Du ja in der näheren Zukunft einen Pen Exchange Stammtisch in Deiner Nähe, der bietet in der Regel eine tolle Möglichkeit, ein großes Spektrum an Füllern zu begutachten und probezuschreiben. 8-)

Ich drücke Dir die Daumen für Deine "Fountain Pen Quest".
Gruß aus dem Münsterland

Wilhelm
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"My candle burns at both ends; It will not last the night;
But ah, my foes, and oh, my friends -- It gives a lovely light!"
(Edna St. Vincent Millay)

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