R & K Füllhalterreiniger

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Knorzenbach
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Re: R & K Füllhalterreiniger

Beitrag von Knorzenbach » 08.02.2018 22:40

Wenn das so ist, dann ein Vorschlag zur Güte:

ich fahre einen alten Diesel, der 2005 noch Klassenbester war, und mit dem ich hier in unserer Ecke in keine Stadt mehr fahren darf: VW, BMW, AUDI, MERCEDES und Konsorten werden hiermit aufgefordert, alle Dieselfahrzeuge dahingehend umzurüsten, daß sämtliche Rußpartikel aufgefangen und zu allen einschlägig bekannten Tintenherstellern zur Aufbereitung geschickt werden. Falls die Partikel noch zu "mega" sind, könnten sie in entsprechenden Anlagen zu "nano" geschreddert werden. Von Wolfsburg nach Peine ist es ja nicht so weit, da könnte man sogar eine Pipeline in Betracht ziehen. Ich denke, da kommt einiges zusammen. Das wäre doch eine klassische win-win-Situation, oder nicht? Die Autoindustrie wird ihren Dreck los, und die Tintenhersteller kriegen ihren Rohstoff frei Haus. Bleibt nur die Frage, wie der Endverbraucher seinen Dieselruß entsorgt. Ich denke hierbei an das klassische Zitzenmodell, wo man vor dem Katalysator aus einem Rußpartikeleuter die Teilchen melkt, in Alukannen abfüllt und von Molkerei- (in dem Fall von Ruß-) Fahrzeugen abholen läßt.

Ab und zu muß man ja der Industrie ein paar innovative Ideen liefern, sonst gibt das nix. Und ich müßte nicht ewig auf eine Diamine Pumpkin oder eine Herbin terre de feu warten, die 2500 Jahre hält.

In diesem positiven Sinne,
Tomm

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Knorzenbach
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Re: R & K Füllhalterreiniger

Beitrag von Knorzenbach » 08.02.2018 23:17

Scherz beiseite,
die Lichtechtheit bezieht sich, soweit ich sehe, auf vorwiegend dunkle Tinten, wie schwarz oder blau. Alle anderen im Umkreis von grün, gelb oder rot sind lichtgefährdet. Oder sehe ich das falsch?

Thom

Re: R & K Füllhalterreiniger

Beitrag von Thom » 09.02.2018 0:23

Rotes Rot scheint z.Zt. nanopigmenttechnisch nicht ausreichend lichtecht zu sein.
Ansonsten ist z.B. bei der dokumentus jede Farbe zertifiziert.

Bild
V.G.
Thomas

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Re: R & K Füllhalterreiniger

Beitrag von Knorzenbach » 09.02.2018 6:37

Klare Aussage. Danke!
Gruß,
Tomm

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Faith
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Re: R & K Füllhalterreiniger

Beitrag von Faith » 26.08.2019 12:09

Hallo,

ich melde mich mal wieder aus der Versenkung. Meinauda hatte vor drei Jahren hier im Thema erwähnt, dass ich den Reiniger habe. Entsprechend alt ist mein Glas samt Inhalt auch, daher möchte ich mal einen kurzen Erfahrungsbericht hinterlassen.

Mein Pilot Capless lief lange und problemlos mit Nanotinten, womit er für mich perfekt im Alltag war. Leider versiegte der Fluss mit der Zeit. Ich spülte mehrfach, auch mit dem Reiniger, ließ den Reiniger aufgezogen einwirken. Andere Tinten liefen auch nicht besser, ich ging davon aus, dass sich der Tintenleiter zugesetzt hatte.
Die 5 Minuten Einwirkzeit hatte ich in dem Versuch den Capless wieder zum Schreiben zu bewegen deutlich überschritten. In meiner Verzweiflung hatte ich den Reiniger in den Tintenleiter gezogen und das Ganze dann ins Ultraschallbad gestellt. Leider brachte auch das keine dauerhafte Besserung. Ich hatte den Füller schon aufgegeben, die Federeinheit alleine ist nur schwierig zu bekommen und nicht gerade günstig. Der Füller selbst war damals günstiger als heute nur die Federeinheit.

Bis mir endlich das Licht aufging, dauerte es Monate, in Summe deutlich über ein Jahr. Der Capless zieht die Tinte ganz oben am Rand der Feder auf der Unterseite ein, entsprechend natürlich auch den Reiniger. Wer den Konverter benutzt und durch die Feder aufzieht weiß, dass Gläser einen recht hohen Füllstand aufweisen müssen, damit die Tinte eingezogen wird.
Ich kam also zu dem Schluss, dass die Partikel im Bereich der Feder unterhalb des Einzugsloches festsitzen müssen und stellte einfach die mit Reiniger aufgezogene Federeinheit in ein kleines Röhrchen mit dem Reiniger. Ab und zu neu aufgezogen und ein bisschen geschwenkt und nach ca. 1,5 Stunden lief eine Edelsteintinte wieder wie vorher.

Bauartbedingt reicht das einfache Aufziehen des Reinigers nicht, dass vorne immer mal wieder ein bisschen was antrocknet ist trotz konsequentem "Schließen" wohl nicht zu vermeiden.
Egal, ich weiß jetzt, dass der Füller wieder einsatzfähig ist und wie ich das mache, so darf er zukünftig weiter mit Nanotinte mein Alltagsbegleiter sein.

Der Reiniger erfüllt seinen Zweck absolut und wirkt sehr zuverlässig. Mit etwas Geduld und der richtigen Anwendung ist er für mich ein absolutes Muss, um meine Füller sauber zu halten.

Fazit: Was auch immer dort enthalten ist, es wirkt auch bei alten und hartnäckigen Verunreinigungen durch die nicht ganz problemlosen Nanotinten, selbst wenn er selbst schon ein paar Jahre alt ist.
Viele Grüße
Faith

Meine Blog: www.tintenpfote.de

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Re: R & K Füllhalterreiniger

Beitrag von patta » 26.08.2019 12:40

Schön, mal wieder von Dir zu lesen. Und Dank für den Tipp.

Gruß patta

Die Hälfte dessen, was man schreibt, ist schädlich, die andere Hälfte unnütz. - Friedrich Dürrenmatt

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Re: R & K Füllhalterreiniger

Beitrag von Thom » 26.08.2019 15:04

Hallo Faith,

danke für den Tipp! Zu den Nanotinten würde ich den R&K Füllerreiniger immer als "Zubehör" empfehlen, auch wenn man ihn nicht bei jeder Reinigung benötigt. Bei Farbstoff- und Eisengallustinten geht's auch ohne. Aber nicht verwechseln mit dem Spezialreiniger für Zeichengeräte, der kann empfindliche Füllermaterialien angreifen. Das ist der Füllerreiniger:

Bild

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Thomas

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Re: R & K Füllhalterreiniger

Beitrag von Faith » 27.08.2019 8:56

Ja, es ist absehbar, dass ich zukünftig wieder mehr Zeit für das Schreibhobby haben werde. Längst nicht so viel wie zu meiner "aktiven Zeit", aber dennoch mehr als in den letzten Jahren.

Danke für die Ergänzung des Fotos, Thom! In der Tat ist der Reiniger beim Einsatz von Nanotinten ein äußerst hilfreiches "Zubehör".
Viele Grüße
Faith

Meine Blog: www.tintenpfote.de

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