Wie habt ihr eure Füller kaputtgemacht?

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stift
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Re: Wie habt ihr eure Füller kaputtgemacht?

Beitrag von stift » 02.01.2015 13:34

Hallo
Ich weiß am liebsten würde man weinen wenn ein Füller bricht,überhaupt wenn er nicht zu ersetzen ist oder schwer.
Kaputtgemacht habe ich nicht gewollt schon öfter bei der Reparatur,aber das ist wenn man alte Füller repariert.
Es gibt keine Garantie das es was wird,natürlich mit der Zeit und Jahre wird man schon vorsichtiger und lernt ja immer wieder etwas dazu wie auch hier im Forum.
Dafür bin ich sehr dankbar!!
Ansonsten hatte ich bis heute Glück,ich habe ja immer wenn ich privat unterwegs bin drei Füller in der Brusttasche stecken und da ist noch keiner gebrochen.
Ja!Ein alter Franzose(Night and Day wie Waterman),ein Hebelfüller ist mir von meinen Schreibtisch runter gefallen und genau bei dem Hebel gebrochen............da habe ich auch nicht gelacht :cry: :cry: :cry:
Grüße Harald
#Non, je ne regrette rien#

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Axel63
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Re: Wie habt ihr eure Füller kaputtgemacht?

Beitrag von Axel63 » 05.01.2015 16:10

mariannchen hat geschrieben:Guten Morgen allerseits,

also ich hab das beste Stück meines Opas (einziges Erinnerungsstück von nie gekanntem Großvater, ein 600er in grün) schnell auf dem Toaster abgelegt, weil derweil ein Geschirrtuch auf dem Herd lag und brannte. Ergebnis:Teil der Arbeitsplatte abgebrannt, Kochfeld unbrauchbar, Geschirrtuch und eine Packung Knäckebrot kaputt und er Füller ist in den Toaster gefallen und ich habs nicht bemerkt. Irgendwann beim Bröselrausholen kam ein verbogenes grünes Etwas mit raus und wurde sehr beweint. Da ich beim Dauerstillen war (Entschuldige, Magdalena), hab ich das gute Stück lange nicht vermißt. Aber nach dessen Ableben hab ich bald einen neuen erspart, den blauen 800er.

Schlaflos in Hitzelrode

Marianne
Ich schmeiß mich weg vor Lachen!
Das ist die lustigste Anekdote, die ich je zum Thema Füller gehört habe!
KLasse :D :D :D :D :D :D
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kerstin61
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Re: Wie habt ihr eure Füller kaputtgemacht?

Beitrag von kerstin61 » 28.01.2015 18:55

Gestern, Deutschstunde in meiner 2. Klasse. Alle sind beschäftigt, viele unterschiedliche Aufgaben sind in Arbeit, also gehe ich herum und helfe. Meinen dunkelroten Cleo Skribent Classic mit den silberfarbenen Beschlägen stecke ich dabei immer wieder in die Gesäßtasche meiner Jeans, wenn ich eine Aufgabe abgezeichnet, Smileys gezeichnet oder etwas verbessert habe. Passend zum Äußeren - und als Korrekturfüller sowieso - ist er bis zum Rand des recht großen Kolbens mit Diamine Red Dragon gefüllt. Als ich mich auf einen der harten, für Erwachsene völlig unergonomischen Grundschulholzstühle setze, um einem Schüler zu helfen, passiert es: Ich höre ein knacksendes Geräusch, an meinem Gesäß wird es feucht und auf dem Stuhl bildet sich ein blutroter See. Auch meine Hose sieht aus, als sei ich schwerst verletzt. Mit dem perfekten Gefühl für Timing steht in dem Moment eine andere Schülerin neben mir: "Kann ich dir jetzt mein Gedicht aufsagen?"
Fazit: Der Füller ist an der Nahtstelle zwischen Sichtfenster und Schaft glatt durchgebrochen (Sollbruchstelle?) - und ich habe im Lehrerzimmer wieder eine Geschichte mehr zu erzählen. Den "Blutfleck", der auch durch Verreiben nicht viel von seinem Schrecken verliert, kaschiere ich für den Rest des Vormittags mit meinem langen Oberteil mehr schlecht als recht.
Immerhin kann ich jetzt die Kolbenmechanik meines Cleo ungehindert studieren - und ich weiß, dass die Red Dragon gut auswaschbar ist. Think positive!
Als nächstes werde ich mal den Cleo Werksservice testen...
Eure Kerstin
Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt. (Joachim Ringelnatz)

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Cepasaccus
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Re: Wie habt ihr eure Füller kaputtgemacht?

Beitrag von Cepasaccus » 28.01.2015 19:31

kerstin61 hat geschrieben:Think positive!
Und es hat niemand aus Panik faelschlicherweise den Notarzt gerufen.

Cepasaccus

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YETI
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Re: Wie habt ihr eure Füller kaputtgemacht?

Beitrag von YETI » 28.01.2015 19:58

Hallo Kerstin,
für so "gefährliche" Einsätze, wie den Schuluntericht, solltest du dir mal Kaweco Special, Al-Sport oder Transehe Scrivere ansehen. Vor allem den Scrivere in Edelstahl halte ich für vollkommen unzerstörbar. Damit wäre dir die Geschichte mit dem Filmblut erspart geblieben. :mrgreen: Nur gut, daß der Fleck wieder raus ging.

Gruß

Andreas
Es ist besser ein kleines Licht anzuzünden, als auf die Dunkelheit zu schimpfen.

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stefan-w-
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Re: Wie habt ihr eure Füller kaputtgemacht?

Beitrag von stefan-w- » 28.01.2015 20:27

liebe kerstin,

auch wenn es ganz und gar eine nicht schöne geschichte ist, danke ich dir für deine erzählung.

ich halte dir die daumen, dass der cleo service dir kulant und schnell weiterhelfen kann. wenn du diese schilderung deinem anliegen beilegst, kann dir dies viellleicht hilfreich sein.
liebe grüße,

stefan.

sollten die hier abwesenden versalien zu unwohlsein führen, empfehle ich, diesen beitrag zu überlesen.

Anke
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Re: Wie habt ihr eure Füller kaputtgemacht?

Beitrag von Anke » 28.01.2015 21:15

In meiner Schulzeit hatte ich zwar einen relativ hohen Verschleiß an Füllern, aber das lag eigentlich nicht an mir. Die Herlitz-Füller, die den Pelikanos optisch sehr ähnlich waren, haben irgendwann nur immer einen seeehhhr guten Tintenfluss bekommen. :lol: Und dann war halt wieder ein neuer fällig.

Das Drama begann erst, ich mich ersthaft der Füllersucht ergeben habe. Da habe ich hier aus dem Forum erfahren, dass man bei den Pelikanen zum richtigen Reinigen die Feder rausschrauben kann. (Mit Füllerreinigen hatte ich vorher eigenlich noch nie was am Hut. Das habe ich auch von Euch gelernt.) Aber bei meinem schönen M100 in weiß mit der schwarzen Feder ließ sich die Feder einfach nicht rausdrehen. Da war sie dann erst etwas verbogen. Dann kam ich auf die glorreiche Idee, zum Entfernen doch einfach eine Zange zu nehmen. Tja, da waren dann auch einige Lamellen des Tintenleiters hin. :oops: Aber irgendwann habe ich die Federeinheit dann doch rausbekommen. Und beim Wiederreinschrauben muss dann wohl das Griffstück geplatzt sein. Jedenfalls habe ich mich immer über meine türkisfarbenen Finger gewundert,... Und um dokumentenechte Tinte aus dem Kolben zu entfernen und das Sichtfenster wieder klar zu bekommen, sollte man auch kein Desinfektionsspray (weil ja da Isopropylalkohol drin war) benutzten.... Zumindest nicht, wenn da noch irgendwelche Zusatzstoffe in der Mischung drin sind, die man nicht kennt. Dann war das Tintensichtfenster auch noch matt bis milchig. Aber der Pelikan-Service konnte zwar meinem Füller kein makelloses Aussehen wiedergeben, aber ich habe ein sagenhaftes Umtauschangebot erhalten. Da ich dem nicht widerstehen konnte, bin ich jetzt Besitzerin eines neuen M400 blau-schwarz geworden.

Mein neues Missgeschick ist aber folgendes: Ich hatte einen alten Geha-Schulfüller aus der Bucht gefischt, der eine gummierte (?) Griffzone hatte. Nach einem ausgiebigen Wasserbad waren immernoch ein paar alte Tintenflecken auf der Griffzone. Da habe ich dann mit einem Tuch etwas fester drübergerubbelt und schon hatte ich zerbröseltes Plastik/Gummi in der Hand. Ich konnte dann ganz einfach die komplette Griffzone abpellen. Also Achtung bei diesen alten Schätzen. Da macht sich dann wohl irgendwann die Materialermüdung bemerkbar.

Aber wenn man es genau betrachtet, trifft mich bei den Unfällen eigentlich gar keine Schuld: Den Hinweis, dass Füller doch auch mal gereinigt werden müssen, habe ich doch schließlich von Euch :wink:

Viele Grüße
Anke
Schuhe sind Rudeltiere - Füllfederhalter fühlen sich im Herdenverband wohl!!!

PeliJoerg
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Re: Wie habt ihr eure Füller kaputtgemacht?

Beitrag von PeliJoerg » 28.01.2015 22:00

Hallo Anke,

darf ich mal ganz vorsichtig fragen, ob es in Deiner Schulzeit so etwas wie Physik- und Chemieunterricht gab? :shock:

duckundwech

Jörg

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Re: Wie habt ihr eure Füller kaputtgemacht?

Beitrag von HeiJa » 28.01.2015 23:03

:shock: Äh... ja, also... puuuuhhhhhh

Anke
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Re: Wie habt ihr eure Füller kaputtgemacht?

Beitrag von Anke » 29.01.2015 22:02

Ja, Jörg, den gab es. Aber da haben wir erst nur die Eigenschaften der Metalle durchgekaut. Dann Sulfate, Sulfide, Sulfite. Danach die Alkohole und dann sofort das (wie heißt es noch?) Elektronenmodell (?). Unser Chemielehrer schlief regelmäßig im Unterricht ein. Vielleicht liegt es daran?!

Ach ja, und Wein haben wir auch noch gemacht. Bananen- und Apfelwein. Wobei wir wieder beim Thema Alkohol waren,...

Und ich war da glaube ich auch noch ziemlich unbedarft. Da bestand in meiner Vorstellung Tinte nur aus Wasser mit Farbstoff. :oops:

Fiamma
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Re: Wie habt ihr eure Füller kaputtgemacht?

Beitrag von Fiamma » 30.01.2015 10:33

Tja, wie soll man in 2-3 Jahren (wenns hoch kommt) mit 1-2 WSt tiefer in die Materie eintauchen können? Irgendwie muss man bei den Grundlagen anfangen. Die Kunst ist ein richtiges Maß an theoretischen Grundlagen und Anwendungen zu finden. Die Eigenschaften diverser Lösungsmittel lernt man kaum in der Schule, wenn dann allenfalls punktuell.

@t: mir zerfiel gestern ein uralt-Pelikano einer Kollegin in meinen Händen. Er war eh schon gröbstens angeknackst, sie wollte aber trotz meiner Bedenken unbedingt einen Konverter einsetzen. Das wars dann...

lw7275
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Re: Wie habt ihr eure Füller kaputtgemacht?

Beitrag von lw7275 » 18.02.2015 18:57

Ich habe es letztens sogar geschafft, einen Lamy Safari zu ruinieren.
Ich wollte den Tintenleiter gründlich reinigen, zog ihn mitsamt der Feder heraus (mit einem Papiertaschentuch, ohne Gewalt) und packte ihn ins Ultraschallbad. Kalt, nicht heiß.

Beim Zurückstecken gab es dann einen kleinen Widerstand - dann einen größeren... Na, ich hatte ja noch Kraftreserven! Aber dann fraß sich das Ding auf halbem Wege fest. Nix mehr zu machen.
Also her mit der Zange, und das war's dann mit dem Tintenleiter.
Aber die Feder konnte ich retten und in einen anderen Safari einbauen.

Was da passiert ist, kann ich mir nicht erklären. Ich habe diese Prozedur nicht zum ersten Mal gemacht und auch schon anderen Füllhaltern angedeihen lassen. Nie ist was kaputt gegangen - KANN JA EIGENTLICH AUCH NICHT, ODER??

Federboa
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Re: Wie habt ihr eure Füller kaputtgemacht?

Beitrag von Federboa » 17.05.2017 12:35

Haha, schönes Thema, da kann ich aus Erfahrung sprechen.
Wie schon erzählt, meistens Stürze. Damit hab ich jetzt schon mehrere Celebrys ruiniert, bzw. andere Leute.

Der M215 ist auch schon öfter abgestürzt, aber noch nie mit der Feder auf dem Boden aufgekommen, so weit, so gut. Neulich hatte ich ihn in der Hand, und ein Kommilitone hat nach ihm gelangt weil er eine Anwesenheitsliste unterschreiben wollte. Ich hab mal wieder nichts aus der Vergangenheit gelernt, und wollte auch nicht unhöflich sein, und hab ihm den verschlossenen Füller gegeben. Er kam nicht auf die Idee dass es ein Schraubverschluss sein könnte, und hat mal schön kräftig gezogen...........................

und der Füller geht noch, das treue Ding hat es überstanden. Aber das war so knapp, und das Geräusch war so schrecklich, dass ichs jetzt trotzdem mal gepostet hab :roll: Ironischerweise ist er jetzt seit über einer Woche nicht aufzufinden.. so wie es aussieht, hab ich ihn jetzt prompt noch verloren.

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Re: Wie habt ihr eure Füller kaputtgemacht?

Beitrag von Nomad » 20.05.2017 15:57

Ende der 60er Jahre, nach dem Schreiben mit Griffel auf der Schiefertafel (das werden viele von Euch nicht mehr kennen...) bekam ich meinen ersten Pelikano Schulfüller. Und ich habe ihn gehasst. Das unsägliche Blau, die kleine Feder...fast alle meiner Schulkameraden hatten einen tollen Geha, in einem schönen Grün und großer Feder.
Also .... Spitzer genommen und den Pelikano angespitzt, immer und immer wieder :shock:

Leider ist nicht viel passiert. Er schrieb nicht mehr toll, aber ich mußte weiter mit dem ungeliebten Füller schreiben.....
Aber das ist sicher der Hauptgrund, warum ich nie einen Pilot Capless kaufen würde...
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reduziert
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Re: Wie habt ihr eure Füller kaputtgemacht?

Beitrag von reduziert » 20.05.2017 16:05

Lamy 2000, Erdanziehung nach Rollen über die Schreibtischkante, die verdeckte Feder, eine OBB, spreizte vollkommen auf. Eine EF wäre sicher sauber stecken geblieben. Daher Wechsel der Feder durch Lamy in EF :mrgreen:

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