Tintentank Befüllung – mein Coming out

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SimDreams
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Re: Tintentank Befüllung – mein Coming out

Beitrag von SimDreams » 26.05.2015 10:49

wilfhh hat geschrieben:Tut mir leid, aber der Anblick eines Lebensmittels, das so verschwendet wird, geht mir gegen den Strich!
bella hat geschrieben:Und, da bin ich ganz bei Wilfried, mit Lebensmitteln spielt man nicht. Bei uns zuhause wurde aus diesem Grundsatz heraus auch nie mit Salzteig gebastelt.
Eigentlich ist es zu früh für politische Diskussionen, aber die Kritik empfinde ich fast schon als zynisch. Wir sind politisch mit der tonnenweisen Verschwendung von Lebensmitteln einverstanden. Wir verbrauchen Ressourcen in einem Maß, das nicht mehr maßvoll ist. Wir geben hunderte von Euro für den vierten, fünften und sechsten Füllhalter aus, während ziemlich viele nicht genug oder gar keinen Reis essen.

Ich würde wegen des sich abreibenden Stärkemehls mein Geraffel nicht in Reis trocknen, hätte aber auch kein schlechtes Gewissen deswegen.

Grüße, Uwe
Da die Schreibgeräteakquise nicht das einzige Hobby ist - Fotografie und Dein Notizbuch nach Maß: http://www.flickr.com/photos/simdreams/

Mr.Eyedropper

Re: Tintentank Befüllung – mein Coming out

Beitrag von Mr.Eyedropper » 26.05.2015 10:54

Ich kann der Logik von Bella und Wilfried aber nur zustimmen. Verschwendung im Großen legitimiert nicht Verschwendung im Kleinen.

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wilfhh
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Re: Tintentank Befüllung – mein Coming out

Beitrag von wilfhh » 26.05.2015 11:21

Ja, Frank, das sehe ich genauso! Wenn die Welt voller Ungerechtigkeiten und negativen Erscheinungen ist, kann ich versuchen, im Rahmen meiner Möglichkeiten politisch dagegen anzugehen oder auch nicht (wer sagt denn, dass ich damit einverstanden bin, Uwe?). Aber unabhängig davon ist das ja wohl keine Rechtfertigung, in meinem kleinen Bereich mit solchen Verhaltensweisen weiterzumachen. Hier in Spanien sind die Straßen voll mit leeren Zigarettenschachteln, weil jeder sie aus dem Autofenster schmeißt - aber abgesehen davon, dass ich nicht rauche, fiele mir sowas nicht im Traum ein!
Wir trennen den Müll, erheben Pfand auf Getränkedosen und sind auch sonst Weltmeister im Weltretten (und das ist nicht sarkastisch gemeint!) - da findet man vielleicht - teure Schreibgeräte hin oder her - noch was anderes als ein Lebensmittel, um seine Füller zu trocknen und Tintenbehälter standsicher zu machen. Mit Zynismus hat das sicher nichts zu tun Uwe, und eine Frage des merkantilen Wertes von Reis ist das für mich schon gar nicht!!
Ich wollte und will hier keine politische Diskussion lostreten, sondern eigentlich einfach nur sagen, dass es mir - ja, eben gegen den Strich geht, wenn Brot im Müll landet oder Reis zum Trocknen von Füllern verwendet wird.
Damit hab ich aber nun wirklich alles gesagt, was ich dazu sagen will, es soll wahrlich keine Staatsaffäre draus werden.
Grüßle,
Wilfried
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miel
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Re: Tintentank Befüllung – mein Coming out

Beitrag von miel » 26.05.2015 11:28

wilfhh hat geschrieben:Ja, Frank, das sehe ich genauso!
im prinzip sehe ich es auch so.

allerdings ... bin ich der festen überzeugung, daß ich am wochenende mehr nahrungsmittel in form von trinkwasser mit dem waschen meiner tintigen foten verbraucht habe, als in dieser kleinen schale reis liegt.

irgendeine ressource verbrauchen wir immer!
die frage ist, ob es sinnvoll und ressourcen-schonend ist, was wir tun.

MCA
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Re: Tintentank Befüllung – mein Coming out

Beitrag von MCA » 26.05.2015 11:34

Also ich nutze auch Reis zum Trocknen von Füllerteilen oder Tintenspritzen. Aber immer den gleichen und nur wenig.

Ich habe mir einen normalen Teefilter genommen, habe etwas Reis und etwas grobes Salz in diesen Filter und den Filter dann zu getackert. Dieser Beutel kommt zusammen mit den zu trocknenden Teilen in einen Plastikbeutel der dann verschlossen wird.
Das Trocknen dauert so zwar gerne mal einen Tag oder 2, je nachdem was trocknet, aber dafür habe ich weder Reisabrieb an meinen Sachen, noch ein schlechtes gewissen weil ich Reis verschwende. Insgesamt ist das nichtmal eine 1/4 Tasse Reis, der zudem durch das Salz auch nicht durch die Feuchtigkeit anfangen kann zu gammeln.

Gebaut habe ich das allerdings nur aus Mangel an den Silikatbeutelchen, die immer bei Schuhen etc. dabei waren. In letzter Zeit gibt es diese scheinbar in dem Segment weniger bis nicht mehr, zumindest nicht bei den Artikeln die ich gekauft habe...
Grüße,
Manuel

Mr.Eyedropper

Re: Tintentank Befüllung – mein Coming out

Beitrag von Mr.Eyedropper » 26.05.2015 11:38

Ich glaub, ich bin einfach zu prosaisch drauf. Was nass ist, wird abgefeudelt oder ich lass es an der Luft trocknen, fertig.

miel
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Re: Tintentank Befüllung – mein Coming out

Beitrag von miel » 26.05.2015 11:39

... bei deinem minimalismus hast du ja auch nichts, was du einlagerst.
mal wieder ein vorteil ;)

Mr.Eyedropper

Re: Tintentank Befüllung – mein Coming out

Beitrag von Mr.Eyedropper » 26.05.2015 11:43

Doch, die Spritze, die ich zum Auffüllen benutze. :mrgreen: Aber die ist bei mir auch ohne Reis jedes Mal getrocknet. Aber eine Idee habe ich dem Thread zu verdanken: Ich nehme ab sofort als Unterlage und zum Reinigen der Gewinde einen alten Lappen statt Küchenrolle und Töpap.

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bella
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Re: Tintentank Befüllung – mein Coming out

Beitrag von bella » 26.05.2015 13:32

Ich kriege gerade kein Zitat hin ..... Aber der Satz "2 Tage im Reisbeutel trocknen" macht mich stutzig .... Bei mir ist in 2 Tagen auch so alles getrocknet

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Re: Tintentank Befüllung – mein Coming out

Beitrag von MCA » 26.05.2015 13:36

bella hat geschrieben:Ich kriege gerade kein Zitat hin ..... Aber der Satz "2 Tage im Reisbeutel trocknen" macht mich stutzig .... Bei mir ist in 2 Tagen auch so alles getrocknet
Eigentlich trocknet es auch schneller. Am längsten brauchen aber gefühlt die Lamy Konverter, genau genommen die letzten Reste Wasser direkt hinter dem "Mundstück" vorne. Die schwarze Hülse ließe sich zwar rausnehmen, aber ich habe nix um anständig dahinter zu greifen ohne sie zu beschädigen.

An der "freien" Wohnungsluft trocknet bei mir aber bei weitem nicht alles komplett durch in 2 Tagen, je nach Wetter und Luftfeuchtigkeit halt.
Grüße,
Manuel

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Re: Tintentank Befüllung – mein Coming out

Beitrag von amarti » 26.05.2015 18:36

SimDreams hat geschrieben:Eigentlich ist es zu früh für politische Diskussionen, aber die Kritik empfinde ich fast schon als zynisch.
Schaaaade. Ich hatte es mir schon mit Popcorn gemütlich gemacht.
Ich kannte solche öffentlichen Äusserungen bisher nur aus Karikaturen.

Andreas

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Re: Tintentank Befüllung – mein Coming out

Beitrag von HeiJa » 01.06.2015 14:14

Melmac hat geschrieben:...mehr durch Zufall habe ich für mich folgende Lösung gefunden:

Eine Plastikschale mit Reis gefüllt wurde schon immer zum Trocknen der Füllerteile nach dem Reinigen benutzt.

Da Tintenpatronen und Drückkonverter auch immer mit einer Spritze gefüllt werden und die Gefahr des Umfallens der Tintenpatronen, Konverter bzw. der Tintenröhrchen ja doch recht groß ist und auch mal etwas daneben gehen kann, werden jene einfach in den Reis gesteckt.

Der Halt ist relativ fest und nach dem Auffüllen und der Reinigung der Spritze wird die gleich in den Reis zum Trocknen gesteckt. Deckel drauf und fertig :D .
Parker VP 002.JPG
Bei den Füllvorgängen werden immer Einweghandschuhe aus der Drogerie getragen.

Mit freundlichem Gruß
Peter
Moin Alf, äh, Peter (ihr seit beide von Melmac?),

ich finde die Idee gar nicht so schlecht. Ich hatte mir die Röhrchen mit `Zewa´ umwickelt und in ein kleines Trinkglas gesteckt, weil das mit `Styropor-Würmchen´ nicht so gut funktionierte.
Auf die Idee mit dem Reis bin ich leider nicht gekommen.

Was die kleine Portion Reis betrifft, über die sich hier so aufgeregt wird, so bin ich auch der Meinung, dass wir ALLE mehr Trinkwasser verschwenden, als dieser Reis aufwiegen kann und da wir ALLE `eine Leiche im Keller haben´, brauchen wir ja wohl nicht päpstlicher sein, wie der Papst und sollten uns erst einmal an die eigene Nase fassen.

Falls Jesus persönlich hier bei den Füllerfreunden ist, ist dieser von der Kritik natürlich ausgenommen, denn der braucht weder Reis, Wasser, noch Zewa.

Munter bleiben!
Heiko

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Re: Tintentank Befüllung – mein Coming out

Beitrag von osh » 01.06.2015 16:00

Ich benutze bei Reinigungsaktionen von Füllern, Konvertern und Dergleichen grundsätzlich ein altes, ausrangiertes handelsübliches Handtuch. Den Gerüchten nach war es angeblich mal weiss ...

Anschliessend kommt nur noch eine einzige weitere Komponente zum Einsatz: ein wenig Geduld. Sprich, ich lass das Zeug einfach liegen wo es liegt und lufttrocknen.
Ob das nun einen Tag länger dauert oder nicht ist mir meistens egal. Ich habe ja ein klein wenig mehr, als nur einen einzigen Füller ... :roll:

Aber grundsätzlich immer Jeder so, wie er mag. 8)


Zum Thema "Tinte in den Füller bekommen" sei am Rande noch auf ein kleines YouTube-Video hingewiesen, das ich mal hochgeladen hatte. Siehe letzte Zeile meiner Signatur. Vielleicht hilft das ja noch dem einen oder anderen Anfänger.
Bild

Meine gewerbliche Seite: Tintenproben online: http://www.tintenprobe.de
Tintenprobe.de auf Youtube
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Re: Tintentank Befüllung – mein Coming out

Beitrag von Melmac » 01.06.2015 16:40

Grüß dich Heiko,

»Alf« war bzw. ist einer meiner meiner Lieblingsserien. Dieser Humor, einfach köstlich :D .

Das es hier betreffend des kleinen Schälchen Reis überhaupt zu einer Diskussion kommt, hätte ich ja nicht gedacht :roll:.

Latent ist immer auch die Gefahr von Schimmelbildung vorhanden, wenn die Feuchtigkeit nur sehr langsam an bestimmten schwer zugänglichen Teilen abtrocknet. Der Reis in einem kleinen verschlossenen Schälchen beschleunigt doch den Trocknungsprozess.

Und so nutze ich dann den Reis gleich zum wiederbefüllen von Patronen, Drückkonvertern etc. weiter.

Mit freundlichem Gruß
Peter

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Re: Tintentank Befüllung – mein Coming out

Beitrag von Killerturnschuh » 01.06.2015 22:35

Hier kannst du wegen allem eine riesige Diskussion vom Zaun brechen.....

ich stimme übrigens Bella und Wilfried zu, und finde das es keine Rechtfertigung ist Lebensmittel zu verschwenden wenn man mit den Fingern auf andere zeigt.
Salve

Angi

"Gute Informationen sind schwer zu bekommen. Noch schwerer ist es, mit ihnen etwas anzufangen."
(Sir Arthur Conan Doyle)

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