Wann ist SITB "gefährlich"?

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blackboro
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Re: Wann ist SITB "gefährlich"?

Beitrag von blackboro » 07.10.2016 18:54

Meine Diamine Sargasso Sea hat es auch erwischt. Zwar kein Schleim, aber irgendwas feststoffartiges schwimmt im Glas herum und die Tinte riecht muffig.
Zwar kein so großer finanzieller Verlust, aber trotzdem schade :(
~Stefan

julia15
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Re: Wann ist SITB "gefährlich"?

Beitrag von julia15 » 29.08.2017 2:54

gkd5mao hat geschrieben: Oooh - wenn mich mein Langzeitgedächtnis nicht trügt, dann ist "Kochen" nicht zur Desinfektion geeignet, denn ""Kochen lässt Sporen kalt". Eine Desinfektion gelingt mit überspannten Dampf, d.h. 134° C und Überdruck - alles aus der hohlen Hand. Ob das die Tinten aushalten bzw. ob eine Methode zur Oberflächen- Desinfektion für Flüssigkeiten taugt???
Eine Alternative wäre der Versuch der Sterilfiltation. Damit hätte man auch keinen Ärger mit der thermischen Beeinflussung (Zerstörung?) der Tinte. Ob sich der Aufwand lohnt?
Ob Pasteurisieren funktioniert? Bei Tinten und Sporen? Die länger haltbar sein sollen?

Cheers,
Konstantin
Sorry wenn ich den Beitrag jetzt rauskrame, wollte eigentlich nur wissen was es mit SITB auf sich hat. Ist mir gottseidank noch nicht passiert, die Pelikan Königsblau sind mir nur mit der zeit ausgetrocknet. Müsste nochmal schauen wie es mittlerweile nach 5 jahren nicht öffnen aussieht.
Also die Sterilisation die du da beschreibst wird normalerweise in einem Autoklaven (im Prinzip ein Dampfdruckkochtopf) durchgeführt und ist auch für Flüssigkeiten geeignet. (Können ja nicht mit trockener Hitze sterilisiert werden.)
Durch den Unterdruck wird der Siedepunkt der Flüssigkeit raufgesetzt, deswegen ist es für Wasser auch kein Problem. Wichtig ist nur, dass man vor dem öffnen wartet bis die Temp. <99 grad ist damit es nicht zu einem Siedeverzug kommt. Da würde dann alles sozusagen in die Luft gehen.
Der Deckel darf dabei nicht ganz geschlossen sein, da sonst der Dampf nicht zur Tinte/Flüssigkeit kommt und diese + die Luft im Behälter noch unsteril ist.
121grad, 2bar druck und 20min
Oder 134 grad, 3bar druck und 5min
Also Autoklavieren sollten sie eigentlich aushalten wobei ich jetzt auch nicht ganz genau weiß wie Hitzestabil Tinten sind. Fraglich ist ob sich der Aufwand überhaupt lohnt. Schimmelsporen sind überall in der Luft und ein erneuter Befall auch leicht möglich.
Ein Sterilfilter ist da eindeutig die schnellere und einfachere Variante (mit kleinen die man zb auf eine spritze geben kann) ansonsten bräuchte es auch da wieder eine Vorrichtung für einen Unterdruck.

Kommt es auch bei üblichen, standardtinten zu der Schleimbildung? Also sowas wie die Pelikan 4001. Wollte wieder auf Tinten im Fass umsteigen, aber mir würden da die ganz einfach ausreichen. Für Lernunterlagen muss es nicht die teuerste Tinte sein..

Liebe Grüße,
Julia

Thom

Re: Wann ist SITB "gefährlich"?

Beitrag von Thom » 29.08.2017 3:12

Julia, Du hast das schon auf den Punkt gebracht.
julia15 hat geschrieben:Schimmelsporen sind überall in der Luft und ein erneuter Befall auch leicht möglich.
Flakontinten müssen das einige Zeit aus "eigener Kraft" abwehren und das machen sie auch, allerdings unterschiedlich lange.
Die Fälle in denen solche Verkeimungen auftreten, sind meistens Folge von Überlagerung.

V.G.
Thomas

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thewritingsonthewall
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Re: Wann ist SITB "gefährlich"?

Beitrag von thewritingsonthewall » 29.08.2017 6:26

Oh dieser Thread ist spannend.
Ich habe genau das auf den ersten Seiten gezeigte Phänomen, also den Glibber, bei einer im Dezember gekauften MB Schwarz...
Möge der Saft mit dir sein :mrgreen:

Thom

Re: Wann ist SITB "gefährlich"?

Beitrag von Thom » 29.08.2017 10:11

Ja, das Problem mit der Überlagerung ist halt, bei normalen Lagerungsbedingungen ist es der Tinte relativ egal, wo sie überlagert.

V.G.
Thomas

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