Tinten Test Protokoll, Entwurf

Moderatoren: Linceo, Lamynator, desas

Benutzeravatar
MarkIV
Beiträge: 2340
Registriert: 17.07.2015 8:45

Tinten Test Protokoll, Entwurf

Beitrag von MarkIV » 03.03.2016 15:32

Hallo,

ich habe hier mal meinen eigenen Post gekappert. Zum Zeitpunkt da ich ihn erstellt habe, hatte ich noch nicht die "Befugnisse" die ich jetzt durch meine Position inne habe. Daher ist es mir jetzt möglich, die jeweils aktuelle Version des Bogens hier im ersten Post zu verlinken. Das erspart das suchen quer durch alle Postings.

Noch einmal kuerz zur Idee, ich habe mir schon vor einiger Zeit einen Bogen angelegt, auf dem sich einfach Tinten darstellen lassen. Dies hier ist jetzt schon eine recht weit entwickelte Essenz, die auf meinen Erfahrungen und der einiger aus meiner Umgebung basiert. NAtürlich, das ist im folgenden ja auch zu lesen, haben auch dirverse Forenten EInfluß genommen. Mein herzlichen Dank dafür.

Bild
Tinten Test Protokoll, Entwurf

So sieht die aktuelle Revision mal im groben Überblick aus, und hier ist das passende PDF, dass dann nicht nur die Vorderseite sondern insgesamt sechs Seiten, drei Doppelseiten enthält.

TintenTestBogen Revision 2.1.3

Weiter unten im Thread habe ich auch einmal erklärt, wie ich meine man den Bogen sinnvoll verwenden kann und welche Funktion einzelne Elemente erfüllen, kurz hierher verlinkt, spart das Suchen:

Bedienungsanleitung

Nochmal zum Bogen selbst, den wesentlichen Teil machen die ersten beiden Seiten aus, Seite 1 gibt einen Überblick der Eigenschaften und einen kurzen Abriß des Eindrucks. Seite 2, nutze ich für eine A4 Seite Text. Meine Meinung ist, Tintenkärtchen geben meist nicht wirklich wieder wie die Tinte geschrieben funktioniert, eine Bambusfeder, Bandzugfeder, Q-Tipp, Pinsel, alles ersetzt die Schriftprobe nicht. Die Seiten 3 und 4, sind die Ergänzung des initialen Tests, ich schreibe die Tinten, in anderem Stift getankt meist noch einmal auf, einfach um Unterschiede sehen zu können und die Eignung der Kombination besser herauszuarbeiten.
Die letzten beiden Seiten sind einfach zur freien Nutzung, ich klckse da gern drauf herum, besonders wenn ich zwei Tinten vergleichen möchte. Für mein kleines Meadow Debakel war das ziemlich ideal.

Am Ende noch ein paar grundsätzliche Worte, da ich immer wieder Nachrichten bekomme und auch Posts hier lese, dies müsste runter und das wäre kompletter Unsinn. In erster Linie habe ich den Bogen auf meine Bedürfnisse zugeschnitten, aber die Bestandteile von Anbeginn an so variabel gestaltet, das damit eigentlich so gut wie jede Anforderung erfüllt sein sollte.
Der Bogen ist kein Dogma, nur eine Hilfestellung. Wer bestimmte Elemente nicht nutzen möchte, der nutzt sie eben nicht. Ob der Farbkeil nun farbig gedruckt wird oder nicht, ist nur am Rande wichtig, s/w gedruckt wird eben ein Graukeil daraus.

Ich iderspreche dem gemeinen Konsens nicht, dass die gesamte Verarbeitungskette so viele Variablen enthält, die derjenige der einen Bogen nutzt und "seine Tinte" hier vorstellt, kaum alle abdecken kann. Aber Hilfestellungen wie sie auf dem Bogen sind, bringen einen doch viel dichter an das Optimum.
Trotzdem bleibt das immer nur ein Eindruck, keine steingemeisselte Definition...

Viel Spaß mit dem Bogen

Mark

PS.: Ich habe alle alten Links aus dem Thread entfernt, damit wirklich nur die aktuelle Variante im Umlauf ist.

Mark
Fortis Fortuna Adiuvat

In einer irrsinnigen Welt vernünftig sein zu wollen, ist schon ein Widerspruch in sich.
(Voltaire)

Benutzeravatar
hessi
Beiträge: 723
Registriert: 25.12.2013 22:19
Wohnort: Germering

Re: Tinten Test Protokoll, Entwurf

Beitrag von hessi » 03.03.2016 17:06

Die Farbkalibrierung finde ich eine gute Idee, wird aber natürlich interessant, da schon jeder Drucker seine eigene Kalibrierung (oder sagen wir besser: Verfälschung) mitbringt, die dann durch den erneuten Scan/das Abfotografieren nach dem Auftragen der Tinte nicht besser wird. Ob die Ergebnisse vergleichbar sind, solange nicht ein Lieferant Papier mit Aufdruck an alle Tester sendet, wage ich zu bezweifeln.

Davon abgesehen würde ich den Wassertest etwas stärker absetzen - da ist weniger eine 0-10 Skalierung interessant als vielmehr ein Ergebnis, z.B. bzgl Farbechtheit, Verwischen, Ausgrauen etc. Mir gefallen da gerne diese "Wasserfest?" Schriftzüge, die dann mit Q-Tips oder einfachen Tropfen gewässert werden. Oder auch das mit Tinte bemalte Karomuster.

Und wo wir beim Thema Skalierung sind - die sollte einheitlich sein, sprich eine Seite ist immer "gut", die andere "schlecht". Während Bleedthrough=0 wohl als gut zu interpretieren ist, ist Shading=0 eher langweilig. Bei wasserfest scheiden sich da die Geister, aber siehe oben...
Gruß hessi

Benutzeravatar
MarkIV
Beiträge: 2340
Registriert: 17.07.2015 8:45

Re: Tinten Test Protokoll, Entwurf

Beitrag von MarkIV » 03.03.2016 20:05

Die Wasserfestigkeit ist eines der Themen über die ich länger nachgedacht habe. Ich mache die normalerweise nicht auf dem Bogen, sondern separat, auf einem kleineren Kärtchen. Das kann ich dann nicht nur "betropfen", sondern auch mal untertauchen. Das Kärtchen hefte normalerweise an den Test und schreibe auf den Bogen nur meine Einschätzung. Daher habe ich da kein größeres Feld mehr vorgesehen.

So wie du das beschreibst, sind die Ziffern noch ein Problem. Ich fand die Idee einer unschärferen Skala gut, also nicht nur ja/nein, sondern auch mehr jein oder nja. Daher die Segmentierung. Ich werde wohl noch eine kleine Erklärung an den Rand schreiben müssen. Ich hatte auch Buchstaben erwogen, die wären aber ähnlich verwirrend gewesen.
Die Idee ist halt, als Beispiel, "0" drückt gar nicht durch, die "10" kann man auf beiden Seiten lesen. Ausbluten ähnlich, "0" superscharf, die "10" kaum noch zu lesen ausgefranst. Dito beim Tintenfluß und der Sättigung. Für das Shading werde ich wohl die Skala wieder raus nehmen, ich glaube da sind Stichworte besser als eine Skala....

Zum Druck, ich sehe das größte Risiko beim Vordruck der Bögen. Ich bin mit dem PDF in den Copyshop um die Ecke gegangen und habe mir 100 Bögen auf 120er Papier drucken lassen. In einem halbwegs guten Copyshop verwenden sie sicher Drucker die wirklich Laser in vier Farben drucken können. Im PDF sind die Farbfelder so eingebettet das sie subtraktiv Postscript gedruckt werden, sprich jede Farbe entspricht genau einem Äquivalent auf dem Drucker. Sprich jeder vernünftige postscriptfähige Drucker kann das interpretieren und "echt" drucken. Das mag zu Hause nicht auf dem 100€ gehen, im Copyshop kann das wahrscheinlich jedes Gerät.
Die Farbfehler die durch das Fotografieren oder Scannen oder wie auch immer digitalisieren entstehen, sind ja der Grund warum ich die Skala eingefügt habe. So gut wie jeder Viewer erlaubt die Farbskalierung. Die Felder haben definierte RGB Werte. Es ist immer der Wert der unter dem Feld steht und jeweils 255 für die nicht aufgeführten Additive. steht da also r51, ist der Farbwert r51, g255, b255. Damit kann sich jeder die Abbildung in den Farbfeldern so angleichen, dass das passt. Das ist ja die Idee, so lassen sich Farbstiche wieder weg korrigieren.

Das wird sicher nicht perfekt funktionieren, aber eine 80% Annäherung ist besser als komplettes Wildwest.

Ach so, je nachdem wo man so ist, hier in Mainz kostet mich das Drucken im Copyshop weniger als würde ich das mit meinem eigenen Laserdrucker machen. Meiner kann Vierfarbdruck, trotzdem mache ich das im Copyshop.

Mark
Fortis Fortuna Adiuvat

In einer irrsinnigen Welt vernünftig sein zu wollen, ist schon ein Widerspruch in sich.
(Voltaire)

MCA
Beiträge: 578
Registriert: 22.10.2014 13:24
Wohnort: Tübingen

Re: Tinten Test Protokoll, Entwurf

Beitrag von MCA » 03.03.2016 22:26

MarkIV hat geschrieben:So wie du das beschreibst, sind die Ziffern noch ein Problem. Ich fand die Idee einer unschärferen Skala gut, also nicht nur ja/nein, sondern auch mehr jein oder nja. Daher die Segmentierung. Ich werde wohl noch eine kleine Erklärung an den Rand schreiben müssen. Ich hatte auch Buchstaben erwogen, die wären aber ähnlich verwirrend gewesen.
Die Idee ist halt, als Beispiel, "0" drückt gar nicht durch, die "10" kann man auf beiden Seiten lesen. Ausbluten ähnlich, "0" superscharf, die "10" kaum noch zu lesen ausgefranst. Dito beim Tintenfluß und der Sättigung. Für das Shading werde ich wohl die Skala wieder raus nehmen, ich glaube da sind Stichworte besser als eine Skala...
Wenn man einfach für die Attribute eine "Note" vergibt, kann es gleich bleiben. Shading ganz toll = 15 Punkte (analog eine 1.0) und kein Bleeding/Feathering auch 15 Punkte.
Ob man jetzt ein Punkte Schema oder eine Note vergibt ist dann nur noch Formsache.
Grüße,
Manuel

Benutzeravatar
reduziert
Beiträge: 3069
Registriert: 19.10.2012 16:17
Wohnort: Tauberbischofsheim

Re: Tinten Test Protokoll, Entwurf

Beitrag von reduziert » 03.03.2016 22:33

Da dies keine reine Tintenbesprechung ist, habe ich den Faden mal in den "allgemeinen Tintenteil" verschoben. Sollte mit dem tollen Formular Tinten getestet und besprochen werden, wäre ein Zugewinn.

Freddy
Beiträge: 1057
Registriert: 04.12.2014 20:29

Re: Tinten Test Protokoll, Entwurf

Beitrag von Freddy » 04.03.2016 0:41

Habe da Bedenken:

Wurden die Leute bedacht, die nur in s/w drucken (können)?

Sieh es als Kompliment, aber wenn das jetzt so professionell angegangen wird, mit solchen Ansprüchen ans Equipment und die Kalibrierung, dann wird die Hemmschwelle steigen was Eigenes zu erstellen und wenn sich doch ein paar Mitglieder trauen, dann könnte ich mir vorstellen, dass diese Berichte nicht wirklich ernst genommen werden. Die Beteiligung ist auch jetzt nicht gerade berauschend.

Sind aber nur paar Gedanken, die gerne diskutiert und widerlegt werden können/sollen.

Bei Problemen mit meiner Rechtschreibung und grammatikalischen Fähigkeiten,
haben Sie das Recht alle peripheren und kapazitiven HID zu deaktivieren.

Benutzeravatar
MarkIV
Beiträge: 2340
Registriert: 17.07.2015 8:45

Re: Tinten Test Protokoll, Entwurf

Beitrag von MarkIV » 04.03.2016 6:55

Freddy hat geschrieben:Habe da Bedenken:

Wurden die Leute bedacht, die nur in s/w drucken (können)?
Ja, ausdrücklich.
Freddy hat geschrieben:Sieh es als Kompliment, aber wenn das jetzt so professionell angegangen wird, mit solchen Ansprüchen ans Equipment und die Kalibrierung, dann wird die Hemmschwelle steigen was Eigenes zu erstellen und wenn sich doch ein paar Mitglieder trauen, dann könnte ich mir vorstellen, dass diese Berichte nicht wirklich ernst genommen werden. Die Beteiligung ist auch jetzt nicht gerade berauschend.

Sind aber nur paar Gedanken, die gerne diskutiert und widerlegt werden können/sollen.
Hmm, im Grunde stelle ich gar keinen Anspruch ans Equipment. Das Formular ist genau auf minimales equipment und minimale Kenntnis angelegt. Wie gesagt, meine Empfehlung ist gar nicht selbst zu drucken, sondern das in einem Copyshop machen zu lassen. Ich zahle hier 0,09€ für einen Farbdruck auf 120g/m² Papier. Ich beschreibe jetzt ein paar mehr Bögen, aber auch da ist das im Jahr nicht mehr als 100 bis 150 Blatt. Die lasse ich mir einmal ausdrucken und beschreibe sie dann nach und nach.
Habe ich ja oben schon geschrieben, an das Equipment zur Digitalisierung wird so im Grunde gar keine Anforderung mehr gestellt. Denn der Farbfehler, der bei der Digitalisierung auftreten kann, ist dann im Bild und insbesondere in dem Farbmuster zu sehen. Damit fällt es demjenigen der sich das ansieht viel einfacher das Ergebnis zu beurteilen zu können.

Ich hatte im Ursprung vor auch einen Graukeil in das Formular zu integrieren, bin aber nicht sicher ob das wirklich hilft, denn Grauwerte will ich an den Tintentests ja nicht bestimmen, sondern die Farbwerte.

Und, das hier ist kein Zwang, sondern nur ein Angebot. Niemand muss das benutzen und wenn kein Interesse besteht, behalte ich es ganz für mich und nutze es ganz allein. Dann kann ich aber wenigstens allen anderen helfen meine Arbeit besser einschätzen zu können. Für mich ist das nur eine Fingerübung mit der ich Wartezeiten überbrücke.

Ich verwende normalerweise Vor- und Rückseite und habe zwei ergänzende Bögen. Also den hier mit einer linierten Rückseite und einen zweiten mit linierter Vorderseite und blanko Rückseite. Für die die es einfacher mögen. Diese Blanko Seite hat nur einen Farbkeil. Ich zeichne da normalerweise drauf, mit den Tinten die ich nicht (nur) zum Schreiben nutze, sondern (nicht) nur zum Zeichnen.

Ach, ich kann für niemanden anders sprechen, aber ich nehme jede Anstrengung hier etwas zu präsentieren ernst. Natürlich gibt es da Streuungen in den Fähigkeiten. Aber deswegen Mühe geringschätzen? Ich sicher nicht. Ich bin dankbar für jede Hilfe.

Mark

PS:: Wenn es denn denen hilft die nicht drucken können und keinen Copyshop im Zugriff haben, ich kann auch gern tief in die Tasche greifen und 100 Bögen mehr drucken lassen und diese dann verschicken. Nichts ist unmöglich.......
Fortis Fortuna Adiuvat

In einer irrsinnigen Welt vernünftig sein zu wollen, ist schon ein Widerspruch in sich.
(Voltaire)

Benutzeravatar
thott
Beiträge: 449
Registriert: 04.11.2012 1:25
Wohnort: Hessen
Kontaktdaten:

Re: Tinten Test Protokoll, Entwurf

Beitrag von thott » 04.03.2016 10:48

MarkIV hat geschrieben: [.....]

Ich hatte im Ursprung vor auch einen Graukeil in das Formular zu integrieren, bin aber nicht sicher ob das wirklich hilft, denn Grauwerte will ich an den Tintentests ja nicht bestimmen, sondern die Farbwerte.
Hallo Mark!

Es wäre aber sicherlich hilfreich, einer der häufigsten Fehler in der Betrachtung am Monitor (zu hell, zu hoher Kontrast) zu zeigen.
Und das hat nach meiner Meinung schon einen Einfluß auf die Farbdarstellung.
Ich würde einen Graukeil begrüßen.......

Für mich fällt und steht die Aussage eines Tintentest weitgehend mit der korrekten Farbdarstellung auf seinem eigenem
Endgerät.
Stimmt das nicht.....ist alles nur noch ein Glückspiel.

Ich kaufe fast nur noch Tinten, bei denen ich vorher eine Probe hatte.
Es gab zu viele kostspielige Enttäuschungen.
D.h. je mehr Referenzen ich in einem Tintentest sehe, um so besser die Beurteilung.

Was mir allerdings bisher bei den diversen Tintentest immer wieder auffällt, abgesehen von Darstellungsänderungen durch
den Workflow und die Endgeräte, ist der Einfluß des Feder.
Hier vor allem der Tintenfluss. Bei meinen beiden HS, die ja bekanntlich, eine gute Tintenspur aufs Papier legen, ist
die Tinte immer um einiges Dunkler als im Vergleich zu sparsameren Füllern.

In Tintentests bei fountainpen habe ich öfters gesehen, dass einige versuchen dies mit mit mehrmaligen Aufstrichen mit dem
Wattestäbchen zu zeigen. 1x, 2x, 3x.

Wie könnte man so etwas in einem Test brücksichtigen?


Gruß
Thomas
---
Kleines Haus aber große Ohren für die Welt
http://www.dg8fbv.de

Benutzeravatar
MarkIV
Beiträge: 2340
Registriert: 17.07.2015 8:45

Re: Tinten Test Protokoll, Entwurf

Beitrag von MarkIV » 05.03.2016 12:34

Mit der Helligkeit hast du Recht, das ist natürlich ein Kriterium. Mach ich mit drauf. Wenn du Swabs machen möchtest, dafür habe ich das Swabs Feld ja extra angelegt. Wie gesagt, ich bin nicht mehr o ein Fan davon, werde aber zur Farbbestimmung sicher auch immer noch einen Strich mit dem Q-Tipp machen. Ich kritzel aber auch gern ein wenig, da es dann die Kombination Tinte/Füller besser unterstreicht, wie du schon schreibst, das macht einen großen Unterschied.

Kurz, ein Graukeil kommt noch drauf.....

Mark
Fortis Fortuna Adiuvat

In einer irrsinnigen Welt vernünftig sein zu wollen, ist schon ein Widerspruch in sich.
(Voltaire)

Benutzeravatar
thott
Beiträge: 449
Registriert: 04.11.2012 1:25
Wohnort: Hessen
Kontaktdaten:

Re: Tinten Test Protokoll, Entwurf

Beitrag von thott » 05.03.2016 15:24

MarkIV hat geschrieben:Mit der Helligkeit hast du Recht, das ist natürlich ein Kriterium. Mach ich mit drauf.
[.....]

Mark
Klasse,
Freue mich schon auf das Ergebnis.

Gruß Thomas
---
Kleines Haus aber große Ohren für die Welt
http://www.dg8fbv.de

Freddy
Beiträge: 1057
Registriert: 04.12.2014 20:29

Re: Tinten Test Protokoll, Entwurf

Beitrag von Freddy » 08.03.2016 19:04

MarkIV hat geschrieben: Wie gesagt, meine Empfehlung ist gar nicht selbst zu drucken, sondern das in einem Copyshop machen zu lassen. [...] Dann kann ich aber wenigstens allen anderen helfen meine Arbeit besser einschätzen zu können. Für mich ist das nur eine Fingerübung mit der ich Wartezeiten überbrücke.
[...]
Überzeugt :wink:

Kannst du bitte in der nächsten Wartezeit kurz erläutern, wie genau die Farbabstimmung abläuft? Für den Drucker im (SB-)CopyShop.
Musst nicht bei "Erstmal PC starten" anfangen, darfst PC-Kenntnisse voraussetzen. Aber was Farben angeht, beim Drucker/Bildschirm, da bitte wie im "Rentner PC-Kurs" :mrgreen: Beim Photographieren kenne ich auch nur die drei wichtigsten Regeln 1. Licht 2. Licht 3. Licht

Bei Problemen mit meiner Rechtschreibung und grammatikalischen Fähigkeiten,
haben Sie das Recht alle peripheren und kapazitiven HID zu deaktivieren.

Benutzeravatar
MarkIV
Beiträge: 2340
Registriert: 17.07.2015 8:45

Re: Tinten Test Protokoll, Entwurf

Beitrag von MarkIV » 08.03.2016 19:08

Ich lieg im Moment ein wenig darnieder und vertraue auf die Heilungstipps meiner Omi, wie auf die Fähigkeiten der Pharmaindustrie, dass das hier wieder besser wird. Dann schreibe ich was dazu, wie auch die nächste Revision des Entwurfs.

Mark
Fortis Fortuna Adiuvat

In einer irrsinnigen Welt vernünftig sein zu wollen, ist schon ein Widerspruch in sich.
(Voltaire)

Benutzeravatar
Tenryu
Beiträge: 4660
Registriert: 10.06.2004 0:45
Wohnort: Basel

Re: Tinten Test Protokoll, Entwurf

Beitrag von Tenryu » 08.03.2016 19:45

Vielleicht sollte man sich auch auf ein bestimmtes Papier festlegen. Gerade wenn es um Fragen wie Ausfransen und Durchbluten geht.
Das Formular selbst gefällt mir soweit gut.

Freddy
Beiträge: 1057
Registriert: 04.12.2014 20:29

Re: Tinten Test Protokoll, Entwurf

Beitrag von Freddy » 09.03.2016 7:23

MarkIV hat geschrieben:Ich lieg im Moment ein wenig darnieder und vertraue auf die Heilungstipps meiner Omi,
Gute Besserung!
wie auf die Fähigkeiten der Pharmaindustrie, dass das hier wieder besser wird.
Dieser Industriezweig ist besser als der allgemeine Ruf. Aber auch hier gilt die BWL/VWL, wenn das Produkt zu gut ist, gehen einem die Kunden aus :mrgreen:

Dann schreibe ich was dazu, wie auch die nächste Revision des Entwurfs.

Mark
Freue und bedanke mich. Bitte auch auf die letzteren Anmerkungen eingehen.
Entspann dich, Streß ist der Brutkasten allen Unheils.

Bei Problemen mit meiner Rechtschreibung und grammatikalischen Fähigkeiten,
haben Sie das Recht alle peripheren und kapazitiven HID zu deaktivieren.

Benutzeravatar
MarkIV
Beiträge: 2340
Registriert: 17.07.2015 8:45

Re: Tinten Test Protokoll, Entwurf

Beitrag von MarkIV » 14.07.2016 14:50

Freddy hat geschrieben:Überzeugt :wink:

Kannst du bitte in der nächsten Wartezeit kurz erläutern, wie genau die Farbabstimmung abläuft? Für den Drucker im (SB-)CopyShop.
Musst nicht bei "Erstmal PC starten" anfangen, darfst PC-Kenntnisse voraussetzen. Aber was Farben angeht, beim Drucker/Bildschirm, da bitte wie im "Rentner PC-Kurs" :mrgreen: Beim Photographieren kenne ich auch nur die drei wichtigsten Regeln 1. Licht 2. Licht 3. Licht
Das hat jetzt viel länger gedauert als ich das angenommen habe, aber was lange währt wird endlich gut. Da meine eigenen Vorlagenbögen zu Ende sind und ich die alte Vorlage nicht noch einmal drucken wollte, musste ich ja was machen.

Link auf Datei entfernt, der Link zeigt stattdessen auf den Eingangsport, der die aktuelle Revision des Bogens enthält

Ich habe das noch einmal komplett überarbeitet und vom Platz her komprimiert, mehr Platz zum Schreiben und Kritzeln, weniger große Beschriftungen.

Kommentare und Wünsche sind, wie bisher, herzlich willkommen.

Jetzt zum "wie funktioniert das". Ich setze mal grundsätzliche PC-Kenntnisse voraus und werde auch nicht in die Tiefen der Farblehren abtauchen sondern so trivial wie möglich erklären worum es hier geht.

Farbdarstellung funktioniert analog und digital komplett entgegengesetzt. Daher muss ein Weg her diese beiden Ergebnisse, dass der gedruckten Darstellung mit dem der digitalen, vergleichbar zu machen.

Digitale Darstellung funktioniert mit einem additiven Farbsystem. Der Hintergrund der Darstellungsebene Schwarz, es muss Farbe zugegeben werden damit das Ergebnis heller wird. Das dazu am weitesten verbreitete System ist das RGB System, das als Primärfarben Rot, Grün und Blau verwendet. Durch Überlagerung werden hier alle anderen Farben und Helligkeiten dargestellt. DIe Sekundärfarben in dem System werden durch "weglassen" erzeugt. Lässt man zum Beispiel Blau weg und verwendet den maximalen Ausschlag Rot und Grün, entsteht Gelb, Yellow, Blau+Grün=Cyan, Rot+Blau=Magenta.

Man nutzt also die Primärfarben um Sekundärfarben darzustellen.

Die analoge Darstellung funktioniert umgekehrt, der Hintergrund ist Weiß, nicht Schwarz. Das Aufbringen von Farbe macht die Abbildungsebene dunkler, nicht heller. Mischt man also alle Farben, entsteht Schwarz, nicht Weiß. Um das etwas einfacher zu machen, hat man hier Sekundärfarben und Primärfarben beibehalten, nur umgekehrt. Im Druck sind Cyan, Magenta und Yellow die Primärfarben (CMYK) und Rot, Grün, Blau Sekundärfarben. Auch hier werden die Sekundärfarben verwendet um die Primärfarben darzustellen.

Wozu jetzt aber die Farbstreifen im Testbogen. Ich habe ganz einfach die Primärfarben des Drucks abgebildet. So gut wie jeder Drucker verwendet heute mindestens ein vier Patronensystem, Cyan, Magenta, Yellow und Schwarz (das C steht für Kontrast). Das heißt, jedes der Felder im Bogen wird nur von einer Patrone, quasi nativ gedruckt. Das Formular ist ein PDF und ist damit in Postscript kodiert, der nativen Sprache von Druckern.
Heißt in Kurzform, der Farbstreifen ist so angelegt, das so gut wie jeder Drucker ihn "farbecht" wiedergeben kann. Zumindest so farbecht, das es für einen Tintentest verwendbar ist.

Wird der gedruckte Bogen jetzt gescannt, ermöglicht so gut wie jede Scansoftware heute eine Farbkalibrierung. Je nachdem kann man dann mit der Pipette für die Farbkalibrierung in die vorgedruckten Felder tippen und die Werte übernehmen die gedruckt wurden.

Damit lässt sich leicht der Druck auf den Scan kalibrieren.

Bild

Zur Erklärung der Farbleiste:

RGB: Die jeweiligen Primärfarben werden in Werten zwischen 0 und 255 angegeben. RGB 0,0,0 ist also komplett Schwarz, da man nur die Abbildungsebene sieht. RGB 255,255,255 ist dem zur Folge Weiß, da alle Farben mit Maximalwerten gemischt sind.

Die Farbzeile stellt jetzt also die Sekundärfarben mit Hilfe der Primärfarben dar, jeweils in 51 Werteschriten

Magenta (RGB)
  • 255,0,255
  • 255,51,255
  • 255,102,255
  • 255,153,255
  • 255,204,255
  • 255,242,255
Ich lasse also auf dem ersten Feld eine Farbe komplett weg und gebe diese langsam wieder zu. Dadurch wird das Feld immer heller, bis es fast weiß ist. Die anderen beiden Farben funktionieren genauso, nur mit dem Weglassen anderer Primärfarben

Yellow (RGB)
  • 255,255,0
  • 255,255,51
  • 255,255,102
  • 255,255,153
  • 255,255,204
  • 255,255,242
Yellow (RGB)
  • 0,255,255
  • 51,255,255
  • 102,255,255
  • 153,255,255
  • 204,255,255
  • 242,255,255
Ich gebe zu, das klingt kompliziert. Aber im Grunde sollte der Farbwähler eines Bildbetrachters über dem jeweils linken Feld einer Farbe ,einen der drei Werte mit 0 anzeigen. Mehr ist es nicht.

Bild

Den Graukeil habe ich mit eingefügt um den eigenen Monitor prüfen zu können. Er ist in dem Farb- und Helligkeitsbereich eines normalen Monitors angelegt. Theoretisch sollten also alle Felder einzeln sichtbar sein.
Der Keil gibt die Helligkeit von 0 bis 100% in 5% Schritten an, für die, die es genau wissen wollen.

Wichtig ist aber eigentlich nur das an beiden Enden so viel wie möglich Schwarz und Weiß differenzierbar bleibt.

Alle Klarheiten beseitigt? Na dann ist ja alles klar

:lol:

Mark

PS.: Sollten noch Fragen auftauchen, was ich aj nicht glaube :D, einfach fragen ich versuche es so plausibel wie möglich zu erläutern.
Fortis Fortuna Adiuvat

In einer irrsinnigen Welt vernünftig sein zu wollen, ist schon ein Widerspruch in sich.
(Voltaire)

Gesperrt

Zurück zu „Die Tinte und der Tintenfluss / Ink and the ink flow“