Tinten Test Protokoll, Entwurf

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Re: Tinten Test Protokoll, Entwurf

Beitrag von 1415926535 » 30.11.2016 16:24

Hat hier eigentlich schon mal jemand versucht mit einem IT8-Target seinen/ihren Scanner zu kalibrieren? Falls ja, hat es was genutzt?
Jørn

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MarkIV
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Re: Tinten Test Protokoll, Entwurf

Beitrag von MarkIV » 30.11.2016 16:36

Ja (bei beiden) und Ja.

:lol:

Mark
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Re: Tinten Test Protokoll, Entwurf

Beitrag von 1415926535 » 01.12.2016 22:30

MarkIV hat geschrieben:Ja (bei beiden) und Ja.

:lol:

Mark
Kann ich deinem Lachen entnehmen, dass es sehr viel genutzt hat? :) Ich spiele mit dem Gedanken, mir hier einen für 15€ für meinen Scanner zu bestellen (oder müsste dann auch was in A4-Größe her? ich kann nicht lesen…), aber der Scanner ist nur Teil von einem Multifunktionsdrucker (dieser hier), und dementsprechend wahrscheinlich sowieso nicht besonders gut. Ich habe mich also gefragt, ob Kalibrieren dann überhaupt einen Unterschied macht. Nutzen würde ich das Ganze vielleicht mal für eine Tintenbesprechung (da würde ich mich mal gerne dran versuchen, da ich vor kurzem Tintenproben, u.a. von Angi, bekommen habe) und zum Einscannen von (Füller-)Briefen.
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MarkIV
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Re: Tinten Test Protokoll, Entwurf

Beitrag von MarkIV » 02.12.2016 10:59

Das lachen hat eher etwas damit zu tun, dass deine Fragestellung nicht wirklich zielführend ist. Dich interessiert doch nicht ob jemand auf Target kalibriert hat, sondern dich interessiert das Ergebnis. Ich habe daher schmunzelnd nur deine Frage beantwortet. Obwohl du ja π sein möchtest, fehlt mir die mathematische Präzision, die ja mit der eigentlich Frage schon beginnt :lol:, da stänkert der Physiker.

Beide meine Scanner liefern grundsätzlich Targets direkt mit, sowohl für Aufsicht als auch für Durchsicht. Beide sind aber auch keine Kombigeräte, sondern eher einmal in der oberen Scanner Mittelklasse und einmal in der oberen Oberklasse angesiedelt. Für beide gilt auch, Tests hier für das Forum (oder überhaupt Tests zu scannen) ist da nur eine "Sideshow". Ich benutze die Scanner zum Digitalisieren von negativem/positivem Filmmaterial und historischem Bildmaterial. Vernünftige Ergebnisse sind da ohne Kalibrierung auf Targets gar nicht möglich.

Also auf die zweite Frage, im Ergebnis, ja, das hilft absolut weiter. Für farbechte Ergebnisse ist ein komplett kontrollierte Verarbeitungskette absolut notwendig. Das betrifft dann aber alle Komponenten, der kalibrierte Sanner ist komplett sinnfrei, wenn der dazu passende Monitor/Drucker nicht auch kalibriert sind und die entsprechenden digitalen Werkzeuge mit dieser Umgebung nicht umgehen können.

Im Umkehrschluss, ist das für die Präsentation von Tintentestbögen notwenig? Wenn man eine solche Verarbeitungskette hat, absolut ist das sinnvoll. Aber extra dafür würde ich sie mir nicht aufbauen. Der Aufwand dafür, in Geld und Zeit rechtfertigt das sicher nicht.

Mark
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Re: Tinten Test Protokoll, Entwurf

Beitrag von 1415926535 » 06.12.2016 0:16

MarkIV hat geschrieben:[…]
Na ja, Mark, man könnte meine Frage auch folgendermaßen interpretieren: Erst frage ich, ob hier im Forum jemand existiert, der/die schonmal seinen/ihren Scanner kalibriert hat, und dann frage ich nach den entsprechenden Erfahrungen. Würde die Antwort auf meine erste Frage schon „Nein” lauten, dann wäre meine zweite Frage überflüssig. Ist die Antwort auf meine erste Frage „Ja”, dann gibt es auch jemanden, der/die meine zweite Frage beantworten kann. Dann ist aber die erste Frage überflüssig. Ich habe mich also nur gegen alle Eventualitäten abgesichert und meine Fragen sind wohldefiniert. :mrgreen:

(Das war jetzt der Versuch als angehender Mathematiker meine eigene Formulierung zu retten. Du hast aber eigentlich recht. :oops:)

Für weiteres OT siehe unten in dunkelblau und klein. :)

Ist das alles „nur” fürs Hobby? Ich habe mich mal vor einiger Zeit spaßeshalber nach Dokumentenscannern, auch gebrauchten, umgesehen, und schon bei diesen Preisen ist mir die Lust vergangen. :(

Sind dann deine Testbögen auch entsprechend immer „durchkalibriert” entstanden?

Ich hätte mich ja jetzt bei der Software an Gimp gehalten, und das Ganze nach dieser Anleitung hier erledigt. Demnach ließe sich zumindest auch die Software kalibrieren. Ein Gerät zum Kalibrieren meines Bildschirms anzuschaffen wäre mir aber tatsächlich zu teuer. Ich glaube selbst open source-Lösungen liegen jenseits von ~80€, und dafür würde ich nicht genug Nutzen daraus ziehen. Ich würde zwar gerne mal wieder Fotografieren, aber daran vergeht mir leider immer sofort wieder die Lust, da mir keine vernünftigen Motive in den Sinn kommen, und ich anscheinend meine Kamera nicht ruhig halten kann.

Ist denn ein kalibrierter Monitor notwendig, wenn man die gescannten Bilder nicht weiter bearbeiten möchte, mal abgesehen von Zuschneiden, oder so? Ich bin hier jetzt vielleicht (sehr) naiv, aber ich habe eigentlich gedacht, dass das Kalibrieren weiteres Bearbeiten überflüssig machen würde, wenn man denn nur die Wirklichkeit möglichst genau wiedergeben möchte, selbst wenn es dann auf dem eigenen Monitor nicht „richtig” aussieht.

Ja gut, dann ist wohl die praktikabelste Lösung für mich einfach die Testbögen (die noch nicht existieren) einfach „normal” einzuscannen, sie so zu bearbeiten, dass sie zumindest auf meinem Monitor gut aussehen, und dann zu hoffen, dass ich damit nicht allzu sehr von der Wirklichkeit abweiche.



Hätte ich fragen sollen „Wie viel hat es genutzt?”. Dann könntest du mir jetzt aber auch (berechtigterweise) damit kommen, dass man Nutzen schlecht messen kann. Es gibt ja wahrscheinlich auch keine Metrik auf Bildern, nehme ich an. Sonst hätte ich gefragt, ob deine „kalibrierten Bilder” jetzt die Wirklichkeit beliebig genau approximieren können, oder nicht.

Wenn es um mathematische Präzision bei Physikern geht, habe ich übrigens eher schlechte Erfahrungen gemacht. Da werden nicht nur beliebige Sätze angewandt, ohne die Voraussetzungen zu prüfen, es wird auch noch auf Teufel komm raus die Notation missbraucht. Das könnte aber auch daran liegen, dass ich nicht besonders viele Physik-Vorlesungen besucht habe (klassische Physik, und theoretische Physik nur angekratzt), und deswegen eigentlich immer nur mit Experimental-Physikern zu tun hatte… :D


Kann ich dich eigentlich noch um eine hilfreichere Antwort im „Füller und Tee”-Faden bemühen? :(
Jørn

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Re: Tinten Test Protokoll, Entwurf

Beitrag von MCA » 06.12.2016 0:34

1415926535 hat geschrieben:Ich würde zwar gerne mal wieder Fotografieren, aber daran vergeht mir leider immer sofort wieder die Lust, da mir keine vernünftigen Motive in den Sinn kommen, und ich anscheinend meine Kamera nicht ruhig halten kann.
Gegen chronischen Mangel an Motiven kannst du nicht viel machen, außer konkretes ansteuern. Bspw. Makro, Produkt oder Portrait - da kannst du dir einfach immer ein Bild aufbauen, ohne dass es "natürlich" entstehen muss oder du zur rechten Zeit den Auslöser drückst.
Wenn du viel verwackelst, hast du keinen Bildstabilisator im Objektiv/Gehäuse? Das macht gerne mal einen guten Unterschied. Ansonsten einfach kurze Verschlusszeit wählen oder Stativ :P
1415926535 hat geschrieben:Ist denn ein kalibrierter Monitor notwendig, wenn man die gescannten Bilder nicht weiter bearbeiten möchte, mal abgesehen von Zuschneiden, oder so? Ich bin hier jetzt vielleicht (sehr) naiv, aber ich habe eigentlich gedacht, dass das Kalibrieren weiteres Bearbeiten überflüssig machen würde, wenn man denn nur die Wirklichkeit möglichst genau wiedergeben möchte, selbst wenn es dann auf dem eigenen Monitor nicht „richtig” aussieht.
Wenn du nur zuschneiden willst, brauchst du eigentlich keinen kalibrierten Monitor mit 100% sRGB oder ähnlichem.
Aber überflüssig wird die Bearbeitung durch kalibrierte Anzeigegeräte keinesfalls. Selbst wenn du tatsächlich 100% korrekt belichtest, Weißabgleich und alles komplett stimmen hast du je nach Objektiv noch eventuelle Farbsäume und Verzerrungen die entfernt werden müssen. Dafür brauchst du zwar auch keinen kalibrierten Monitor, aber es müsste gemacht werden.

Generelle Empfehlung für Protokolle ist ja ein paar Vergleichstinten mit aufzubringen. Dann kann sich jeder der diese hat eher ein Bild machen über die getestete Tinte, auch wenn die Farben nicht 100% akkurat wiedergegeben sind.

Lieber weniger einen Kopf über Farbtreue machen und die Zeit in Spaß mit Tinte, Füller oder anderer Freizeit investieren - haste mehr von ;)
Grüße,
Manuel

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Re: Tinten Test Protokoll, Entwurf

Beitrag von MarkIV » 06.12.2016 7:36

1415926535 hat geschrieben:Ist das alles „nur” fürs Hobby? Ich habe mich mal vor einiger Zeit spaßeshalber nach Dokumentenscannern, auch gebrauchten, umgesehen, und schon bei diesen Preisen ist mir die Lust vergangen. :(

Sind dann deine Testbögen auch entsprechend immer „durchkalibriert” entstanden?
Ja und nein. Das ist fürs Hobby, aber das ist ein Hobby, dass sich deutlich vom "einfachen Hobby" Niveau entfernt hat. Ich fotografiere schon für Bildbände und digitalisiere auch zu dokumentarischen Zwecken und Veröffentlichungen. Ich mache das seit ich Fünfzehn bin und repariere und restauriere Kameras, wenn ich die Zeit finde. So finanziere ich mir meine Hobbies.
Ich habe im Wesentlichen drei Scanner, einen Fujitsu SnapScan S1500, der damals um die 450€ gekostet hat. Ich muss aber sagen, dass war es mir Wert und der hat das Geld mehrfach wieder reingespielt. Ich mag wenig bedrucktes Papier langfristig aufheben, also habe ich fast alle Fachzeitschriften und -publikationen digitalisiert und archiviert. Das macht das gute Stück sehr gut, ohne dass ich daneben stehen muss. Man muss nur ab und an mal nachladen und danach nacharbeiten.
Was ich aber für mein "Hobby Fotografie" benutze, liegt da deutlich drüber. Ich habe einen Epson Photo V750 und einen Hasselblad X5. Da spielen die Lizenzen für diverse Software die ich in Verbindung damit nutze kaum noch eine Rolle :D.

Ob alles "durchkalibriert" entsteht, kannst du dir eigentlich selbst beantworten. Mein Sheet ist in dem PDF Container Postscript. Es ist so angelegt, dass das was farbig ist, in CMYK angelegt ist. Die drei Farben sind die Basisfarben des CMYK Farbraumes. dir aktuelle Drucker an, dann haben die fast alle vier Patronen, Cyan, Magenta, Yellow und Schwarz, du siehst wo ich hin will? Das habe ich oben aber auch schon mal erklärt.
Mir ist der Druck zu Hause an meinem Laserdrucker auf die dauer zu teuer, daher gehe ich in einen Copy Shop in der Nähe. Die kennen mich mittlerweile ziemlich gut. Da darf ich mein Papier mitbringen, bzw. da direkt aussuchen, wenn es günstiger ist und dann lasse ich mir meit 100 oder 200 Bögen mit einem der Kyocera und wie die 10.000€ Raumschiffe sonst heißen drucken.
Dann schreibe ich drauf und digitalisiere selbst. Das Digitalisieren ist der Moment wo der Frosch ins Wasser springt. Da hilft es sorgfältig zu sein. Aber dafür habe ich ja die Felder auf den Bogen gebracht und auch weiter vorn erklärt, wie man sie benutzt.

Ab hier hängt es davon ab was du willst.....

Willst du möglichst dicht am Original bleiben, musst du nur noch verkleinern und hochladen. Im Grunde mache ich für die Bögen hier im Forum auch nichts anderes mehr. Da spielt der (halbwegs gut) kalibrierte Monitor nur in sofern eine Rolle, als dass du dein digitalisiertes Ergebnis mit dem analogen Original besser vergleichen kannst.

Wenn du aber das anstellen willst, was ich mit den digitalisierten Ergebnissen sonst anfange, fängt es da erst an. Ich benutze zur Verarbeitung einen MacPro mit zwei hardwarekalibrierbaren Eizo Monitoren, mit diverser Software zu Bildverarbeitung und zur Vorbereitung auf den Druck. Denn der Druckin einer Druckerei ist viel komplexer und komplizierter vorzubereiten als es das simple drucken eines Bogens ist. Da muss die Vorlage nämlich auf das Drucktarget und -profil der Druckmaschine abgestimmt werden.

Was auf mich bezogen bedeutet, alles außer meinem 150€ Laserdrucker ist farbkalibriert, aber nicht für die Tintentestbögen.

Also, wie ich schon geschrieben habe, für die einfachen Tintenbögen lohnt es sich nicht da hunderte Euros zu investieren. Die einzige Empfehlung die ich immer gern gebe, hat man im Rahmen des Hobbys mit Fotos zu tun, sollte man sich einen Spyder anschaffen, dass lohnt sich in jedem Fall. Welche Software du benutzt, dass hängt von deinem Grad an Leidensfähigkeit ab. Für Gimp bin ich nicht Masochist genug, das ignoriere ich seit gut 15 Jahren sehr erfolgreich.
1415926535 hat geschrieben:Ist denn ein kalibrierter Monitor notwendig, wenn man die gescannten Bilder nicht weiter bearbeiten möchte, mal abgesehen von Zuschneiden, oder so? Ich bin hier jetzt vielleicht (sehr) naiv, aber ich habe eigentlich gedacht, dass das Kalibrieren weiteres Bearbeiten überflüssig machen würde, wenn man denn nur die Wirklichkeit möglichst genau wiedergeben möchte, selbst wenn es dann auf dem eigenen Monitor nicht „richtig” aussieht.

Ja gut, dann ist wohl die praktikabelste Lösung für mich einfach die Testbögen (die noch nicht existieren) einfach „normal” einzuscannen, sie so zu bearbeiten, dass sie zumindest auf meinem Monitor gut aussehen, und dann zu hoffen, dass ich damit nicht allzu sehr von der Wirklichkeit abweiche.
Ja und nein, es hilft wenn der Monitor halbwegs die richtigen Farben anzeigt :lol:, aber ich habe auch einige Routinen, die komplett in der Shell ablaufen und einiges automatisiert korrigieren. Nicht vergessen, so ein digitales Bild, besteht nur aus "0" und "1". Dreck aus digitalisierten Dias oder Negativen zu entfernen, mache ich mit Hilfe der ICE Daten automatisch.
Digfitale Bildverarbeitung bedeutet sehr häufig die Interpretation von digitalen Farbwerten, ohne dass man diese sieht oder sehen muss, man muss nur verstehen was die Werte darstellen. Auf die Farbleisten bezogen habe ich das versucht so trivial zu halten wie möglich.....

Aber um das noch einmal klar zu stellen, selbst wenn ich in einer 100% kalibrierten Welt arbeite, heißt das nicht das alle anderen das auch tun. Sprich ich kann nichts gegen den Darstellungsfehler des Betrachters machen. Daher wird der Tintenbogen immer nur ein Anhalt zum Vergleich sein. Was bedeutet, jeder Bogen, auch wenn er nur halbwegs gut digitalisiert ist, ist eine Hilfe und gibt einen Anhalt :wink:.
1415926535 hat geschrieben:Kann ich dich eigentlich noch um eine hilfreichere Antwort im „Füller und Tee”-Faden bemühen? :(
Ich denke mal drüber nach.....

Mark
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Re: Tinten Test Protokoll, Entwurf

Beitrag von 1415926535 » 09.12.2016 2:38

MCA hat geschrieben: Gegen chronischen Mangel an Motiven kannst du nicht viel machen, außer konkretes ansteuern. Bspw. Makro, Produkt oder Portrait - da kannst du dir einfach immer ein Bild aufbauen, ohne dass es "natürlich" entstehen muss oder du zur rechten Zeit den Auslöser drückst.
Wenn du viel verwackelst, hast du keinen Bildstabilisator im Objektiv/Gehäuse? Das macht gerne mal einen guten Unterschied. Ansonsten einfach kurze Verschlusszeit wählen oder Stativ :P
[…]
Ja, das sollte ich vielleicht mal tun. Im Moment habe ich nur sowieso keinen Zugang zu meiner Kamera. In meiner Wohnung ist (im Moment) so wenig Platz, dass ich gar nicht wüsste, wo ich die unterbringen sollte, also lagert sie unbenutzt im Haus meiner Eltern. :oops:

Ein Stativ wäre wohl eine Idee. Meine Kamera hat aber tatsächlich keinen Bildstabilisator, denn es handelt sich dabei „nur” um eine EOS 20D mit Kit-Linse, die ich vor ein paar Jahren meinem Vater abgekauft habe, der sich daraufhin eine Mittel- oder Vollformat EOS gekauft hat. Seine Objektive haben Stabilisatoren, nur braucht er die deutlich weniger als ich. Die Kamera ruhig halten kann er nämlich ohne Probleme. :mrgreen: Ich glaube mein Problem beim „freien Fotografieren” ist einfach, dass ich mir die Kamera nicht richtig vors Auge drücken kann. Ich bin so kurzsichtig, dass es dafür (meines Wissens) keine passenden Sucher gibt, so dass ich auf meine Brille verzichten könnte. Wenn ich ohne Brille fotografiere, kann ich die Kamera auch relativ ruhig halten, nur sehe ich dann nicht mehr, was ich fotografiere…
MCA hat geschrieben: […]
Wenn du nur zuschneiden willst, brauchst du eigentlich keinen kalibrierten Monitor mit 100% sRGB oder ähnlichem.
Aber überflüssig wird die Bearbeitung durch kalibrierte Anzeigegeräte keinesfalls. Selbst wenn du tatsächlich 100% korrekt belichtest, Weißabgleich und alles komplett stimmen hast du je nach Objektiv noch eventuelle Farbsäume und Verzerrungen die entfernt werden müssen. Dafür brauchst du zwar auch keinen kalibrierten Monitor, aber es müsste gemacht werden.

Generelle Empfehlung für Protokolle ist ja ein paar Vergleichstinten mit aufzubringen. Dann kann sich jeder der diese hat eher ein Bild machen über die getestete Tinte, auch wenn die Farben nicht 100% akkurat wiedergegeben sind.

Lieber weniger einen Kopf über Farbtreue machen und die Zeit in Spaß mit Tinte, Füller oder anderer Freizeit investieren - haste mehr von ;)
Soweit bin ich in die Materie bis jetzt noch nie eingedrungen. :oops:

Ja, das stimmt wohl. Ich denke mal ich zerbreche mir sowieso zu viel den Kopf über solche Kleinigkeiten. Es wäre aber natürlich schön wenn man aus solch einem Protokoll möglichst viel Nutzen ziehen könnte, und da kam mir dann einfach der Gedanke mit dem Kalibrieren und der Farbtreue. Ich finde die Reviews von visvamitra (Bsp.) und Lgsoltek (Bsp.) auf FPN immer so schön, weil man da die Farben so schön erkennen kann, und das würde ich gerne möglichst gut replizieren, zusätzlich zu einem Testbogen wie dem von Mark.
MarkIV hat geschrieben:[…]
Ja und nein. Das ist fürs Hobby, aber das ist ein Hobby, dass sich deutlich vom "einfachen Hobby" Niveau entfernt hat. Ich fotografiere schon für Bildbände und digitalisiere auch zu dokumentarischen Zwecken und Veröffentlichungen. Ich mache das seit ich Fünfzehn bin und repariere und restauriere Kameras, wenn ich die Zeit finde. So finanziere ich mir meine Hobbies.
Ich habe im Wesentlichen drei Scanner, einen Fujitsu SnapScan S1500, der damals um die 450€ gekostet hat. Ich muss aber sagen, dass war es mir Wert und der hat das Geld mehrfach wieder reingespielt. Ich mag wenig bedrucktes Papier langfristig aufheben, also habe ich fast alle Fachzeitschriften und -publikationen digitalisiert und archiviert. Das macht das gute Stück sehr gut, ohne dass ich daneben stehen muss. Man muss nur ab und an mal nachladen und danach nacharbeiten.
Was ich aber für mein "Hobby Fotografie" benutze, liegt da deutlich drüber. Ich habe einen Epson Photo V750 und einen Hasselblad X5. Da spielen die Lizenzen für diverse Software die ich in Verbindung damit nutze kaum noch eine Rolle :D.

Ob alles "durchkalibriert" entsteht, kannst du dir eigentlich selbst beantworten. Mein Sheet ist in dem PDF Container Postscript. Es ist so angelegt, dass das was farbig ist, in CMYK angelegt ist. Die drei Farben sind die Basisfarben des CMYK Farbraumes. dir aktuelle Drucker an, dann haben die fast alle vier Patronen, Cyan, Magenta, Yellow und Schwarz, du siehst wo ich hin will? Das habe ich oben aber auch schon mal erklärt.
Mir ist der Druck zu Hause an meinem Laserdrucker auf die dauer zu teuer, daher gehe ich in einen Copy Shop in der Nähe. Die kennen mich mittlerweile ziemlich gut. Da darf ich mein Papier mitbringen, bzw. da direkt aussuchen, wenn es günstiger ist und dann lasse ich mir meit 100 oder 200 Bögen mit einem der Kyocera und wie die 10.000€ Raumschiffe sonst heißen drucken.
Dann schreibe ich drauf und digitalisiere selbst. Das Digitalisieren ist der Moment wo der Frosch ins Wasser springt. Da hilft es sorgfältig zu sein. Aber dafür habe ich ja die Felder auf den Bogen gebracht und auch weiter vorn erklärt, wie man sie benutzt.

Ab hier hängt es davon ab was du willst.....

Willst du möglichst dicht am Original bleiben, musst du nur noch verkleinern und hochladen. Im Grunde mache ich für die Bögen hier im Forum auch nichts anderes mehr. Da spielt der (halbwegs gut) kalibrierte Monitor nur in sofern eine Rolle, als dass du dein digitalisiertes Ergebnis mit dem analogen Original besser vergleichen kannst.

Wenn du aber das anstellen willst, was ich mit den digitalisierten Ergebnissen sonst anfange, fängt es da erst an. Ich benutze zur Verarbeitung einen MacPro mit zwei hardwarekalibrierbaren Eizo Monitoren, mit diverser Software zu Bildverarbeitung und zur Vorbereitung auf den Druck. Denn der Druckin einer Druckerei ist viel komplexer und komplizierter vorzubereiten als es das simple drucken eines Bogens ist. Da muss die Vorlage nämlich auf das Drucktarget und -profil der Druckmaschine abgestimmt werden.

Was auf mich bezogen bedeutet, alles außer meinem 150€ Laserdrucker ist farbkalibriert, aber nicht für die Tintentestbögen.

Also, wie ich schon geschrieben habe, für die einfachen Tintenbögen lohnt es sich nicht da hunderte Euros zu investieren. Die einzige Empfehlung die ich immer gern gebe, hat man im Rahmen des Hobbys mit Fotos zu tun, sollte man sich einen Spyder anschaffen, dass lohnt sich in jedem Fall. Welche Software du benutzt, dass hängt von deinem Grad an Leidensfähigkeit ab. Für Gimp bin ich nicht Masochist genug, das ignoriere ich seit gut 15 Jahren sehr erfolgreich.
[…]


Danke erstmal für die ausführliche Antwort!

Da kann ich mit meiner Hardware natürlich nichtmal im Ansatz gegen anstinken. :D Ich habe zwar mal vor ca. 10 Jahren in Form eines Betriebspraktikums in der 10. Klasse bei einem „Druckdienstleister” an ähnlich guter Hardware „gearbeitet” (bspw. mit einem Trommelscanner, einem Farb-Laser-Drucker der ungefähr so lang war wie mein „Wohnzimmer”, und einer Offsetdruckmaschine), aber das ist jetzt auch schon verdammt lange her.

Ich muss auch zugeben, dass ich, bevor ich meine Fragen gestellt hatte, den Eingangspost noch gar nicht richtig gelesen hatte, also auch die „Bedienungsanleitung” für den Testbogen noch nicht kannte. Ich wollte das eigentlich nach meinem ersten Hinweis hier nachholen, habe es dann aber vergessen und es erst jetzt nachgeholt. :oops: Ich werde es mir auch nochmal durchlesen, wenn ich denn auch tatsächlich mal ein Review erstellen will.

Ich habe mir auch mal die Farbbalken auf deinem Testbogen genauer angesehen. Ich kann da bei meinem Monitor die dunkelsten 2/3 Felder nicht mehr auseinanderhalten. Das spricht wohl schon nicht gerade für meinen Monitor. :(

Seit einiger Zeit gibt es bei Gimp übrigens einen Einzelfenstermodus, aber da du ja wahrscheinlich sowieso schon professionelle(re) Software besitzt, wird und kann dir das wohl herzlich egal sein. :D
MarkIV hat geschrieben:[…]
Ja und nein, es hilft wenn der Monitor halbwegs die richtigen Farben anzeigt :lol:, aber ich habe auch einige Routinen, die komplett in der Shell ablaufen und einiges automatisiert korrigieren. Nicht vergessen, so ein digitales Bild, besteht nur aus "0" und "1". Dreck aus digitalisierten Dias oder Negativen zu entfernen, mache ich mit Hilfe der ICE Daten automatisch.
Digfitale Bildverarbeitung bedeutet sehr häufig die Interpretation von digitalen Farbwerten, ohne dass man diese sieht oder sehen muss, man muss nur verstehen was die Werte darstellen. Auf die Farbleisten bezogen habe ich das versucht so trivial zu halten wie möglich.....

Aber um das noch einmal klar zu stellen, selbst wenn ich in einer 100% kalibrierten Welt arbeite, heißt das nicht das alle anderen das auch tun. Sprich ich kann nichts gegen den Darstellungsfehler des Betrachters machen. Daher wird der Tintenbogen immer nur ein Anhalt zum Vergleich sein. Was bedeutet, jeder Bogen, auch wenn er nur halbwegs gut digitalisiert ist, ist eine Hilfe und gibt einen Anhalt :wink:.
[…]


Ja, die Shell ist schön. :) Was Bilder angeht habe ich sie aber bis jetzt nur benutzt um Formate zu ändern, Bilder zu vergrößern/verkleinern, die Kompression zu ändern, etc. (imagemagick/graphicsmagick), aber noch nichts wo man traditionell eher an „Handarbeit” denken würde, also bspw. das Entfernen von Dreck.

Ich werde mich dann wohl demnächst einfach mal mit deiner Anleitung und deinen Tipps an der Betrachtung einer (besonders mir) gut bekannten Tinte versuchen (wahrscheinlich Pelikan 4001 Königsblau oder R&K Königsblau), und mal nach Rückmeldung fragen. Du hast ja die beiden Tinten bestimmt schon mal „besprochen” (du bist doch Blau-Fan, oder?), also müsste ich ja einen guten Vergleich finden können. :)
MarkIV hat geschrieben:[…]
Ich denke mal drüber nach.....

Mark


Danke!
Jørn

noses
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Re: Tinten Test Protokoll, Entwurf

Beitrag von noses » 07.05.2017 11:38

Um die Überschrift (und den Bogen) zu zitieren:
MarkIV hat geschrieben:Tinten Testprotokoll
sollte eigentlich irgendwen zum ausgedehnten Stum Lauf bringen, aber seitdem es bei uns auch Land Milch im Laden gibt vermute ich, daß bei den meisten die Schmerz Wahrnehmung ausgefallen ist.


noses.

ManU
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Re: Tinten Test Protokoll, Entwurf

Beitrag von ManU » 07.05.2017 19:48

Hallo Achim,

was ist ein Stum Lauf?
Viele Grüße,
Manuel

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Re: Tinten Test Protokoll, Entwurf

Beitrag von meinauda » 07.05.2017 21:08

noses hat geschrieben:Um die Überschrift (und den Bogen) zu zitieren:
MarkIV hat geschrieben:Tinten Testprotokoll
sollte eigentlich irgendwen zum ausgedehnten Stum Lauf bringen, aber seitdem es bei uns auch Land Milch im Laden gibt vermute ich, daß bei den meisten die Schmerz Wahrnehmung ausgefallen ist.


noses.
Lieber @noses, kannst Du diesen Satz nochmal verständlich formulieren, ich versteh ihn einfach nicht. Bitte! :D
Gruß

Else Marie

agathon
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Re: Tinten Test Protokoll, Entwurf

Beitrag von agathon » 07.05.2017 21:46

Else-Marie,

noesis hat nur das sogenannte Deppenleerzeichen auf's Korn genommen. Aufklärung über diese neue sprachliche Vulgärphänomen gibt es hier:

https://de.wikipedia.org/wiki/Leerzeichen_in_Komposita

Bei seinem "Stum Lauf" hat noeses ein "r" vergessen, er wollte eigentlich "Sturm Lauf" schreiben, was man aber eigentlich "Sturmlauf" schreibt. So wie es eben klassischerweise auch "Landmilch" und nicht wie die Werbeagentur zur "Land Milch" degenerieren lässt. Und das traditionelle "Tintentestprotokoll" gefällt mir eigentlich auch besser als das nunmehr auch mittlerweile erlaubte "Tintentext-Protokoll". Aber ein "Tinten Test Protokoll" mag ich, wie noeses, schon gar nicht haben. Womit ich aber der Sache nach nichts gegen Tintentestprotokolle der Sache nach gesagt haben will.

Grüße

agathon

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Re: Tinten Test Protokoll, Entwurf

Beitrag von JulieParadise » 07.05.2017 22:51

Der Artikel "Das Deppenleerzeichen gibt es nicht" http://www.sprachlog.de/2017/05/04/das- ... rt-replik/ ist ganz frisch und beleuchtet das mal aus einer anderen Perspektive, nämlich SEO (-Missverständnisse) und technische Erklärungsmöglichkeiten (Worterkennung v.a. bei mobilen Geräten wie Smartphones).

Und, bitte, nicht jeder, der kreativ, unkonventionell oder (aus welchen Gründen auch immer) anders mit Sprache umgeht, als die Norm es verlangt, muss von oben herab behandelt werden, das hatten wir gerade in einem anderen Thread auch.

Und das schreibe ich jetzt nicht, weil es mein Job ist, die mitunter sehr, äh, originellen, Texterzeugnisse auch solcher Menschen in regelgerechte Form zu bringen. :wink:
Sina a.k.a. Julie Paradise, bei Instagram @wwwjulieparadisede

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Re: Tinten Test Protokoll, Entwurf

Beitrag von meinauda » 08.05.2017 1:18

JulieParadise hat geschrieben:
Und, bitte, nicht jeder, der kreativ, unkonventionell oder (aus welchen Gründen auch immer) anders mit Sprache umgeht, als die Norm es verlangt, muss von oben herab behandelt werden, das hatten wir gerade in einem anderen Thread auch. :wink:


Muss ich mich angesprochen fühlen? Ich habe wirklich nur gefragt, weil ich es nicht verstanden habe. :roll:
Gruß

Else Marie

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Re: Tinten Test Protokoll, Entwurf

Beitrag von miel » 08.05.2017 6:38

Öhem ... Ihr Lieben ... hier im Thread geht es doch um eine Vorlage für Tintenbesprechungen.

Lasst uns doch dabei bleiben ...

Wir verstehen den Threadtitel doch.

Ich wünsche Euch allen eine angenehme Woche,

Claudia

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