Tinte mittels Spritze in Patrone einfüllen

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hotap

Tinte mittels Spritze in Patrone einfüllen

Beitrag von hotap » 22.02.2007 15:55

Hai, Ihr lieben „Tinte-mittels-Spritze-in-die-Patrone-einfüller“!!

Ich habe mir vor einiger Zeit in unserer Stammapotheke auch eine Spritze besorgt und musste den netten Damen HOCH und HEILIG versprechen, damit keinen Unsinn zu machen. :wink:
Anhand meines kleinen Mozarts konnte ich Ihnen erklären, wofür ich diese Spritze benutzen möchte. Obwohl… nach deren Gesichtsausdruck zu urteilen, hätten sie mir gleichzeitig gerne ein Medikament mitverkauft, damit ich wieder in den Vollbesitz meiner geistigen Kräfte gelange. :oops:

Da Monika zum Geburtstag u. a. eine rote Orchideentinte bekommen hat, habe ich ihr heute diese (erstmal zur Probe) in eine Patrone, mittels Spritze gefüllt. Hat auch alles wunderbar geklappt und die Farbe sieht auch gut aus.

Nun aber meine Frage: Ich musste ja zuerst die gebrauchte Patrone (blaue Tinte) säubern. Dies habe ich im Spülbecken gemacht und die Patrone zusammengedrückt und losgelassen um Wasser hineinzubekommen, um anschließend wieder das Wasser durch zusammendrücken herauszubekommen.
Hierbei machte es auf einmal fürchterlich „Kawummmmm“ und die kleine Verschlusskugel der Patrone flog mir um die Ohren. Nach der Säuberung der Patrone habe ich diese Kugel wieder in die Patrone zurückgedrückt.
Die Kugel war so nett und blieb direkt vor mir auf der Spülanrichte liegen. :P

Brauche ich die eigentlich für den Tintenfluss? Oder ist das unerheblich? Wie oder was ist Eure Meinung? Im Forum habe ich hierüber nichts gefunden, oder wenn ja, nicht richtig gesucht.

Ach ja, ist mir soeben eingefallen. Wenn ich die Patrone reinige, würde das doch auch mit der Spritze, gefüllt mit Wasser, funktionieren, oder?

Danke für Eure Infos.

Viele Grüße
Günter

narzissa
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Beitrag von narzissa » 22.02.2007 17:10

Hallo Günter,

da bei einem Konverter auch keine Kugel zusätzlich vorhanden ist gehe ich davon aus, dass diese, wie man bei wikipedia lesen kann nur zum Verschließen der Patrone dient.

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Eine Tintenpatrone ist ein mit Tinte gefüllter Behälter, der in Tintenstrahldruckern und Füllfederhaltern eingesetzt wird und die für den Schreib- beziehungsweise Druckvorgang notwendige Tinte liefert. Vor dem Einsatz in dem jeweiligen (Schreib-) Gerät wird die Mündung der Patrone durch eine dünne Membran, einen Stopfen oder eine kleine Kugel verschlossen.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Tintenpatrone
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Mein Tipp währe, lass die Kugel weg und in die Patrone passt mehr Tinte rein :D

MFG Petra

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Tenryu
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Beitrag von Tenryu » 22.02.2007 20:00

Das mit dem Zusammendrücken würde ich lieber unterlassen. Dadurch kann das Material ermüden und u.U. sich der Boden lösen. Viel einfacher geht es, wenn man sie unter dem Strahl des Wasserhahns füllt und dann ausschüttelt. (Wer Angst wegen Flecken hat, kann ja ein Küchenpapier drumwickeln.)

Mit der Spritze kann man sie natürlich auch gut ausspülen.
Ich kann es leider nicht mehr, denn ich habe die Nadel meiner Spritze verloren. (Ich weiß auch nicht, bei mir zu Hause verschwinden ständig Dinge und tauchen erst dann wieder auf, wenn man sie nicht mehr braucht (oder schon Ersatz gekauft hat).) :roll:

hotap

Beitrag von hotap » 22.02.2007 20:19

Danke Euch Petra und Tenryu.
da bei einem Konverter auch keine Kugel zusätzlich vorhanden ist gehe ich davon aus, dass diese, wie man bei wikipedia lesen kann nur zum Verschließen der Patrone dient.

Das ist korrekt.
Aber ich habe entweder hier im Forum oder im Fountainpen-Forum gelesen, dass (ich glaube es war ein Montblanc-Konverter) es jetzt Konverter gibt, in denen sich eine Art Spirale(?) befinden soll. Dadurch sollte die Tinte oder der Tintenfluss flüssiger gehalten werden.
Das mit dem Zusammendrücken würde ich lieber unterlassen. Dadurch kann das Material ermüden und u.U. sich der Boden lösen.
Und schon wieder etwas dazu gelernt!!
Und mach Dir keine allzu großen Gedanken deswegen, dass ab und an etwas verschwindet. Das ist bei mir (uns) genauso. Und die Wunderei ist dann sehr groß, wenn wir es dann wieder finden, wo wir es nie vermutet hätten.

Alles Gute
Günter

Hef
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Beitrag von Hef » 22.02.2007 22:21

Per Kanüle mit Wasser durchspülen ist die einfachste Lösung.

Gruss
Hef

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Tenryu
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Beitrag von Tenryu » 23.02.2007 0:47

Als Schüler habe ich diese kleinen Kügelchen aus den Pelikan-Patronen gesammelt.
Eigentlich mache ich das heute gelegentlich auch noch, aber da ich hauptsächlich Kolbenfüller verwende, ist meine Sammlung nur noch ein Schatten dessen, was ich einst hatte. :D

Dieter N
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Beitrag von Dieter N » 23.02.2007 14:22

Hallo, Günter,

ich fülle seit einiger Zeit regelmäßig mit der Spritze. Dazu spüle ich Spritze und Kanüle immer wieder aus, wie du es auch gemacht hast.

Die Patronen bearbeite ich auch mit der Spritze.

Ich spüle mit der Kanüle Wasser in die Patrone und erfreue mich an den Wirbeln. Gerade bei langen Patronen kommt man "hinten" nur schlecht heran, weil die Kanüle ja nicht ganz versenkt werden darf, sonst spritzt es oben durch den dadurch entstandenen "Korken". Luftblasen und die Kugel nutze ich, um die Tinte mit dem Wasser zu mischen und hinten zu säubern. Ich drehe dazu die Patrone herum und lasse die Blase durchwandern.

Den Inhalt, also Tinte bzw. Spülwasser (natürlich ohne Spüli) sauge ich mit der Spritze heraus. Dabei nervt die Kugel, weil man die Patrone dann mit dem Loch nach unten hält und die Kugel knarzend die Kanüle festklemmt, wenn man sie mit dem sinkenden Füssigkeitsspiegel nach unten wandern lässt.

Ansonsten finde ich die Kugel gut, weil sie auch helfen kann, dass die Tinte nicht wie in manchen Konvertern "oben" bleibt und nicht zum Tintenleiter will. Daher gibt es ja auch Konverter mit kleinen Federn im Tank. Ich habe sogar schon überlegt, die Kugeln in Konverter zu bekommen, fand aber bei wenigen Versuchen nur gewaltvolle Lösungen.

Viele Wörter für ein banales Spülen, aber vielleicht auch eine Antwort für dich...

Viele Grüße
Dieter

hotap

Beitrag von hotap » 23.02.2007 19:40

Auch Euch, Hef und Dieter, ein Dankeschön!
Dieter N hat geschrieben:Viele Wörter für ein banales Spülen, aber vielleicht auch eine Antwort für dich...
Ja, aber jetzt bin ich (wie oben schon anders erwähnt) wirklich klüger und denke mal, dass wirklich alles seine Daseinsberechtigung hat.
An anderer Stelle habe ich es auch schon mal ähnlich erwähnt: „Und ich dachte Füllersammeln und seine „Nebenbegleiterscheinungen“ sei einfach“
Tinte innen Füller tun und schreiben! :wink:
Als Schüler habe ich diese kleinen Kügelchen aus den Pelikan-Patronen gesammelt.
Das ist ja interessant Tenryu! Da gibt es doch auch bestimmt viele verschiedene Unterschiede, oder?

Vielleicht posten wir ja mal, was wir sonst so noch nebenbei sammeln. Da kommen bestimmt (positiv gesehen) irre Dinge zum Vorschein. :lol:

Wenn ich noch so an meinen Bierdosentauschkumpel in Kanada denke, den wir 1989 dort besucht hatten. Neben seiner Bierdosensammlung hatte er auch noch 30 verschiedene Sorten Stacheldraht an der Wand. Jede Sorte Draht ca. 20cm lang und zu 6 versch. Sorten akkurat untereinander in einem Rahmen dargestellt. Diese hatte er von einem Freund bekommen, der über das 10fache davon in der Sammlung hatte.
Oder als wir 1984 mit dem Phillumenistenverein (das sind die, die alles mit und von Zündholzetiketten sammeln) von Bayer Leverkusen in der ehem. Tschechoslowakei auf einer großen Jubiläumsbörse waren. Da bekamen wir zu sehen, dass auch u. a. Todesanzeigen oder Büroklammern im großem Stil gesammelt wurden.
Entschuldigung, das ich jetzt etwas vom Thema abgekommen bin. :oops:

Auch allen ein (hoffentlich) schönes Wochenende.

Viele Grüße
Günter

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Tenryu
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Beitrag von Tenryu » 24.02.2007 1:19

@ Günter: Ich habe nur Pelikan-Patronen-Kügelchen gesammelt (hatte damals einen blauen Pelikano). Ich hatte bestimmt 200 Stück beisammen.
Heute sammele ich weniger exzentrische Dinge wie Glühbirnen, Schokoladenpapiere und Landkarten. 8)

M. Gonkohlt
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Beitrag von M. Gonkohlt » 24.02.2007 12:34

Dann will ich das auch mal kurz einwerfen:
Ich sammle Modellautos und Digitalfotos der Baureihe 151. :)

Freundliche Grüße
Mathias

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Patronen nachfüllen

Beitrag von G-H-L » 24.02.2007 17:14

Tenryu hat geschrieben:Das mit dem Zusammendrücken würde ich lieber unterlassen. Dadurch kann das Material ermüden und u.U. sich der Boden lösen.

Mit der Spritze kann man sie natürlich auch gut ausspülen.
Ich kann es leider nicht mehr, denn ich habe die Nadel meiner Spritze verloren. (Ich weiß auch nicht, bei mir zu Hause verschwinden ständig Dinge und tauchen erst dann wieder auf, wenn man sie nicht mehr braucht (oder schon Ersatz gekauft hat).) :roll:
Beim Zusammendrücken riskiert man, daß die Patrone Risse an den gedrückten Stellen bekommt. Sieht man daran, daß das Material nicht mehr durchsichtig, sondern weiße Stellen hat. Und an diesen Rissen tritt dann natürlich Tinte aus.

Auch sollte man beim Befüllen aufpassen, daß man nicht die Patrone mit der Kanüle durchsticht. Geht relativ schnell.

Gruß
Gerhard
Gruß
Gerhard

Dirk Barmeyer

Beitrag von Dirk Barmeyer » 24.02.2007 19:32

Lieber Günter,

vor Jahren habe ich meine Modellbahn-Lokomotiven mittels Spritze geölt. Damals haben die Apotheker dumm geschaut als ich eine möglichst dicke und lange Kanüle haben wollte. Mittlerweile sind die Pforzheimer Apotheker gelassener und wollen lieber nicht wissen, was man mit den Spritzen so anstellt. :shock:

Neben den bisher diskutierten Anwendungen nutze ich eine sehr große Spritze auch gerne (natürlich ohne Kanüle) zum Reinigen von Patronenfüllern. Das Vorderteil der Spritze lässt sich ja passend zuschneiden.

Viele Grüße
Dirk

P.S.:Bist Du mit deinem Weihnachtsgeschenk noch zufrieden ?

Thomas Baier
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Beitrag von Thomas Baier » 24.02.2007 22:55

Hallo Plenumfreunde,

ich wüßte nicht, was eine Kugel nützen könnte. Bei Patronen wie von Parker, Waterman oder Aurora habe ich diese Kugeln nie vermißt. Auch die Reinigung von Patronen geht ganz gut mit Wasser über die Nadel und Spritze. Handschuhe sind von Vorteil.

Im Gegensatz zu Euch gehört Nadel und Spritze beruflich ja zu meinem täglichen Handwerkszeug.

Die Spritzen sollten nicht zu größ gewählt werden, also keine Ausziehspritze rosa, sondern eher die normal langen gelben (sog. "Einsernadeln") oder die grünen.

Viele Grüße
Euer (Dr. med.) Thomas B.

saintsimon
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Beitrag von saintsimon » 25.02.2007 3:54

Thomas Baier hat geschrieben:...

ich wüßte nicht, was eine Kugel nützen könnte. ...
Die Kugeln sind sogar sehr sinnvoll - und fehlen bei den genannten Marken leider.

Das Verschließen ist ein Zweck, aber wichtig ist auch, daß die Kugeln durch Herumhüpfen beim Bewegen innerhalb der Patrone die Oberflächenspannung von Tintenansammlungen aufbrechen und somit dafür sorgen, daß die Tinte gut abfließt und nicht in einer Ecke kleben bleibt.

Um Parker Patronen u. a. sowie manchem Konverter muß man sich leider immer "kümmern", damit nicht die Tinte hängen bleibt. Auch andere bewegliche Kleinteile können sowas auch erledigen.

Wenn man nachträglich eine Kugel in einen Konverter bugsiert, kann das sinnvoll sein.

hotap

Beitrag von hotap » 25.02.2007 10:10

Und auch an Euch,
Mathias, Gerhard, Dirk, Thomas und saintsimon ein DANKE für Eure Infos.

Günter
Dirk Barmeyer hat geschrieben:Bist Du mit deinem Weihnachtsgeschenk noch zufrieden ?
Hallo Dirk,

welches von den über 100 (Wunschdenken, aber träumen tue ich gerne) Weihnachtsgeschenken meinst Du??? :wink:

Also, Spaß beiseite.
Dem von Dir angesprochenem Weihnachtsgeschenk geht es sehr gut und er wird auch heute Mittag mit zu unserem C.A.S. Sammler-Stammtisch „zum-anschauen-vorführen-angeben-undsoweiter“ mitgenommen.

Zuhause wird er ab und an benutzt, aber vorwiegend hält er sich neben seinen Kumpels und Kumpelinen (wie Omas Moma, MB Agatha Christie, Pelikan 400 Schildpatt, Lamy Lady und anderen) in der Vitrine auf. Und fühlt sich dort wohl.

Alles Gute
Günter

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