Resttintensammler

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yoda
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Beitrag von yoda » 16.10.2007 18:08

DanielH hat geschrieben:Wo kriegt man denn so ein gutes Stück und vor Allem: Was kostet es?
Hallo
Entschuldige die Verspätung ich war eine Weile nicht online. Das Visconti Reisetintenfass findest du bei Blankenhorn.

http://www.mypens.de/index.php?list=KAT127

Oder Du rufst an bzw. fragst per Email nach. Es gibt auch noch hübschere als das abgebildete Modell, die nicht viel teuerer sein müßen.

Azalea
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Beitrag von Azalea » 27.10.2007 21:48

Resttinte... Da ich in all meinen Füllern hauptsächlich mit blauen und grünen Tinten diverser Hersteller schreibe, habe ich die (vermutlich schlechte) Angewohnheit, die Reste in einem "Sammel-Fässchen" zusammenzukippen, in dem sich dann immer ein mehr oder weniger hübscher dunkler Türkiston befindet, je nachdem, was gerade dazugegeben wurde... :lol: Nicht sonderlich elegant, aber für meine Uni-Mitschriften taugt es. Und den Farbton gibt es garantiert nicht im Handel.

diogenes
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Beitrag von diogenes » 26.05.2008 7:06

lw7275 hat geschrieben:Denn der M800 besitzt eine lange Feder und zieht nur Luft, wenn sie nicht vollständig eingetaucht wird.
Beim M800 und den Tintenfässern von Pelikan stelle ich mir das sehr lästig vor. Wieviel von der Tinte eines Tintenfasses von Pelikan kann eigentlich mit einem M800 aufgesaugt werden? Die große Feder sieht ja beeindruckend aus, aber die Tintenfässer von Pelikan scheinen nicht recht auf diese Feder abgestimmt zu sein.

DanielH
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Beitrag von DanielH » 26.05.2008 8:14

Was mir bis vor Kurzem gar nicht klar war: Man kann die Pelikan-Faeser ja "auf die Seite legen" - damit sollte es moeglich sein, einen guten Teil der verbleibenden Tinte herauszuziehen. Aber so gut wie bei Lamy oder Visconti sieht diese Problemloesung fuer mich nicht aus. Mein Tipp waere immer, ein Lamy-Fass (am Besten 50 ml) zu kaufen und die Tinte darin ggf. zu entsorgen, wenn sie einem nicht gefaellt. Damit ist nicht viel verloren - das Glas kostet nur ca. vier Euro. Dann hat man aber ein sehr standfestes Tintenglas mit einem hervorragenden Resttintensammler. Der bei Visconti scheint mir noch etwas besser zu sein, da der "Brunnen" tiefer ist. Allerdings kostet so ein Glas zwischen 12 und 15 Euro - da wird man sich ueberlegen, ob man den Inhalt so einfach ohne Not wegschuettet. Nach Angaben von Visconti soll man das Fass bis zu 95% entleeren koennen - aber ich habe keine Ahnung, mit welchem Fueller die das ausprobiert haben.

diogenes
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Beitrag von diogenes » 26.05.2008 14:58

DanielH hat geschrieben:Was mir bis vor Kurzem gar nicht klar war: Man kann die Pelikan-Faeser ja "auf die Seite legen" - damit sollte es moeglich sein, einen guten Teil der verbleibenden Tinte herauszuziehen.
Genauso mach ich es auch. Nur ist das leider eine ziemlich labile Angelegenheit. Dieselbe Lösung funktioniert mit den Tintengläsern von Waterman weit besser. Die Tintenfässer von Pelikan sehen ja gut aus, finde ich, und ich mag deren Tinten, aber die Tintengläser gehören, was ihre Funktion betrifft, noch ein wenig optimiert.

DanielH
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Beitrag von DanielH » 26.05.2008 15:15

Ich kenne von Photos diese alten Liegeglaeser von Pelikan. Ich frage mich allen Ernstes, warum man die vom Markt genommen hat.

Uebrigens kamen wir die gekippten Watermanglaeser immer wackeliger vor als die entsprechenden von Pelikan. Und sei es wie es sei: Die Loesung, die Visconti und Lamy nutzen finde ich dreimal besser. Montblanc macht es ja auch ganz aehlich aber das Optimum ist auch das nicht. Die Lamy-Dinger habe ich mit meinem M200 bislang immer hervorragend leer gekriegt. Und auch mein Cleo Ebonite, der eine etwas groessere Feder hat, hat da eine Menge rausgekriegt. Mehr als ein oder zwei Fuellungen duerften da nicht draufgegangen sein beim Auswaschen.

Ralph Aichinger
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Pelikan Liegefässer jetzt!

Beitrag von Ralph Aichinger » 26.05.2008 15:57

Wo kann man eine Pettition zur Wiedereinführung der Pelikan Liegefässer starten?

Ernsthaft: Ich glaube als "Sondermodell", meinetwegen zum doppelten Preis wären die ein großer Erfolg. Mehr als das jetztige "altmodische" Sonder-Tintenfaß mit Füllfederablage (wofür soll das gut sein?).

Ach ja, vergessen: Daß die Dinger beliebt sind, sieht man daran, daß gute Exemplare auf eBay bis zu 30 Euro erzielen!

DanielH
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Beitrag von DanielH » 26.05.2008 16:20

Wie waere es mit folgenden Text:
Sehr geehrte Damen und Herren,

Da ich mit 26 Jahren zweifellos zu den juengeren unter den Kunden Ihrer hochwertigen Schreibgeraete gehoere ist sind mir die von Ihrer Firma in der Vergangenheit angebotenen "Liegetintenfaesser" lediglich aus Erzaehlungen aelterer Fuellerbenutzer bekannt. Erfahren habe ich von der Existenz dieser Tintenfaesser erst auf der von Ihrer Firma eingerichteten Internetplattform www.penexchange.de, in der es kuerzlich eine hochinteressante Diskussion ueber die mehr oder weniger vollstaendige Entleerung von Tintenfaessern durch Aufziehen eines Kolbenfuellers gab.

Die jetzigen Standardtintenfaesser koennen zwar zur weitgehenden Restentleerung gekippt und "auf die Seite" gestellt werden, doch empfinden zumindest viele der penexchange-Benutzer dieses Verfahren als wenig optimal. Dagegen wurde das Liegetintenfass Ihrer Firma immer wieder gelobt und mit vergleichbaren Gefaessen insbesondere von Montblanc verglichen, deren Restentleerung wesentlich besser funktioniert.

Da nach meiner Information gebrauchte, leere Liegetintenfaesser auf der Online-Boerse Ebay zu Preisen von bis zu 30 Euro gehandelt werden bin ich der festen Ueberzeugung, dass derartige Tintenfaesser noch immer grossen kommerziellen Erfolg haben wuerden, moechte ich Ihnen an dieser Stelle die Wiederaufnahme der Produktion vorschlagen. Hiermit wuerden Sie Ihrem Angebot nicht nur ein nostalgisches Element hinzufuegen sondern auch ein sehr funktionales und zweckmaessdiges Gefaess anbieten, das weit ueber das hinausgeht, was man unter dem Begriff "Accessoire" zusammenfasst.

Mit freundlichen Gruessen,
Die Umlaute wuerde ich noch hinbuegeln (habe gerade nur eine amerikanische Tastatur).

Jürgen
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Beitrag von Jürgen » 26.05.2008 18:46

Ich finde dieses Vorhaben ausgesprochen Gut, da ich selbst seit einiger Zeit die Angebote in der Bucht Verfolge, jedoch ist mir an die 30 Euro für das Fässchen Momentan doch zu viel.

Darf man deinen Text den als Vorlage verwenden um Pelikan mal eine Mail zu schreiben?

lg Jürgen

DanielH
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Beitrag von DanielH » 26.05.2008 20:00

Grundsätzlich schon. Allerdings solltet Ihr natürlich erstens auf die Umlaute achten und zweitens vielleicht den text entsprechend abändern. Ich denke mal, dass nicht jeder hier 26 sein wird etc.

Ach ja... und vielleicht würde ein Brief auf Papier (PC-Ausdruck und Unterschrift mit Füller oder vielleicht gleich sogar handschriftlich) der Forderung noch mehr Gewicht verleihen... ;-) Ich denke immer mehr darüber nach, das tatsächlich handschriftlich zu machen.

Jürgen
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Beitrag von Jürgen » 26.05.2008 21:06

Das man den Text auf sich selbst abändert ist natürlich selbstverständlich.

Die Idee Pelikan einen Handgeschrieben Brief zu Senden finde ich grundsätzlich gut, jedoch ist meine Handschrift nicht sonderlich schön, ist die Frage ob man nun trotzdem einen Schreiben soll und einen Ausdruck beilegen oder lieber gleich nur den Ausdruck mit Unterschrift.

Wie stehen den die Chancen dass man eine Antwort auf einen solchen Brief aus dem Hause Pelikan erhält?

lg Jürgen

DanielH
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Beitrag von DanielH » 18.06.2008 19:23

Hallo zusammen,

Der Brief ist schon seit Wochen abgeschickt aber bis jetzt habe ich nichts aus Hannover gehört. Vielleicht haben die da einfach keine Lust zu antworten - oder sie erinnern sich nicht mehr an ihr eigenes Produkt ;-)

Gestern Abend habe ich meinen M200 aus einem halbvollen De Atramentis-Fläschchen befüllt und ich musste mich mal wieder am Kopf kratzen. De Atramentis ist ja nun wahrlich keine Billigtinte. Die Fläschen sind ja auch sehr schön gearbeitet aber man bekommt ja schon Probleme beim Aufziehen, wenn das Fläschchen nur noch zur Hälfte voll ist. Kann man nicht gerade bei einem Tintenspezialisten wie De Atramentis erwarten, dass man sich über diese Problem Gedanken macht? Genauso sieht es ja bei Parker aus. Pelikan, Waterman, Cross und Diplomat liefern ja wenigstens Kippfässer. Aber warum letztlich nur Lamy und Visconti vernünftige Lösungen auf diesem Gebiet anbieten, wird mir wohl immer ein Rätsel bleiben. Ist es wirklich so aufwändig, ein Massengefäß wie ein Tintenfass entsprechend auszustaffieren?

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esp
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Beitrag von esp » 18.06.2008 19:52

Hallo Daniel!
DanielH hat geschrieben:Aber warum letztlich nur Lamy und Visconti vernünftige Lösungen auf diesem Gebiet anbieten, wird mir wohl immer ein Rätsel bleiben.
Du hast Sheaffer vergessen. Deren Tintengläser sind auch durchdacht.
Auf Wiederlesen ...
Edi

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Tenryu
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Beitrag von Tenryu » 18.06.2008 20:14

Ich denke, das ist eine Kostenfrage. Und zwar im doppelten Sinne:
1. wäre ein besonders geformtes Tintenglas in der Herstellung teuerer
2. wenn unverbrauchte Tinte im Glas übrig bleibt, muß der Kunde früher ein neues kaufen.

Hinzu kommt, daß es wahrscheinlich nicht so viele Kunden gibt, die dieses Problem monieren. Die meisten verwenden Patronen. Und die Luxus-Füller-Besitzer, schreiben wenig und haben genug Geld, um sich nicht über verschwendete Tinte für ein paar Cent zu ärgern.
Und die restlichen machen einfach ein zu kleines Kundensegment aus.

Genova
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Beitrag von Genova » 23.06.2008 10:50

Tenryu hat geschrieben:Und die restlichen machen einfach ein zu kleines Kundensegment aus.
Bzw. diejenigen, die es stört, finden Lösungen für sich und saugen sich die Tinte auf andere Art und Weise raus, zB. mit einer kleinen Glaspipette oder mit einer Spritze. Man kann sich auch eine kleine Phiole kaufen (gibt's mit etwas Glück auch beim Apotheker), die gerade so tief ist, dass die Feder eines Kolbenfüllers komplett eingetaucht wird (wie's bei großen Federn a la Omas Milord oder M1000 ist, weiß ich aber nicht) und den Füller dann auf diese Art und Weise auffüllen. Dadurch (mit Hilfe einer Pipette) kann man jeden Tropfen aus dem Glas aufsaugen. Vielleicht liegt es auch daran, dass sich viele Hersteller keine Gedanken um ihre Tintengläser machen, da diejenigen, die so etwas stören würde, bereits viel zu findig sind, um keine Lösung zu finden. Füllerliebhaber sind eben eine äußerst spitzfindige Gemeinschaft :D

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