Handgefertigter Füller

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NZA490
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Re: Handgefertigter Füller

Beitrag von NZA490 » 07.01.2019 17:00

Dieser Füller ist so nicht mehr zu bekommen. Er wurde in der Schweiz von einer Firma, die mittlerweile Michael Schuhmacher gehört, hergestellt. Der Senior hat damal diesen Füller 20 mal in Handarbeit hergestellt. Der Junior wollte aber keine weiteren herstellen und hat dieses Projekt aufgegeben, obwohl man dafür extra neues Werkzeug entwickelt hatte. Selbst dieser Füller hat viel Entwicklungszeit benötigt. Er wurde für 180€ pro Stück verkauft. Ich denke, dass er mindestens 250€ wert sein sollte

Matthias MUC
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Re: Handgefertigter Füller

Beitrag von Matthias MUC » 07.01.2019 18:21

Also nix mit usedesignlab (deren Seite witzigerweise gerade offline ist) und auch nix mit Cleo Scribent?

SimDreams
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Re: Handgefertigter Füller

Beitrag von SimDreams » 07.01.2019 19:19

Also wenn weder der Senior noch die Firma Tramondi hießen, auf dem Füller jedoch eindeutig made by tramondi steht, ist die Stoy für mich noch nicht schlüssig. Selten alleine macht noch keine Wertsteigerung (vergl. ausgefallene Milchzähne). Grüße, Uwe
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tinte&feder
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Re: Handgefertigter Füller

Beitrag von tinte&feder » 07.01.2019 19:56

Unter Referenzen von usedesignlab findet sich unter anderem die Gestaltung eines Showrooms für Tramondi...

NZA490
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Re: Handgefertigter Füller

Beitrag von NZA490 » 07.01.2019 20:48

Tramodi lies ihn herstellen für die Kanzlei. Ich konnte doch noch jemanden da finden der genau dies alles bestätigte. Dieser Füller hat einen Listenpreis von 180€ und dies nur bei einer Mindestabnahme von um die 100 Füller. Aber selbst dann wollte der Junior dieses Projekt nicht weiter führen. Es wurden nie weitere hergestellt. Es waren nur die Prototypen und die die an die Kanzlei gingen. Der Herr von Tramodi nannte mir nicht den Namen des Herstellers aber er sagte dieser Hersteller stellt Leder waren her und sitzt in der Schweiz. Desweiteren wäre Michael Schuhmacher der Besitzer dieses Unternehmens mittlerweile geworden.

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Re: Handgefertigter Füller

Beitrag von buchfan » 07.01.2019 21:02

Mich würde ja interessieren, wie er schreibt und wie die Feder so ist. Aus den Fotos erschließt sich mir nicht, wie er funktioniert und schon gar nicht, wie das Schreibverhalten ist. Nur Design allein reicht mir an der Stelle nicht.
lg
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Re: Handgefertigter Füller

Beitrag von SimDreams » 07.01.2019 22:44

Es scheint ein Eyedropper zu sein, der befüllt wird, in dem der die Feder haltende Teil nach Drücken des Knopfs nach vorne abgezogen wird. Dann wird dir Feder nach vorne herausgezogen und der schwarze Körper befüllt. Zumindest reime ich es mir so zusammen, weil ich keinen Patronendorn sehe. Der kann natürlich auch innen im Federgehäuse liegen. Ist die Kappe magnetisch?

Ganz interessant finde ich ihn, allerdings lässt die scharfe Stufe nichts gutes erahnen, was den Schreibkomfort angeht.

Grüße, Uwe
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Matthias MUC
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Re: Handgefertigter Füller

Beitrag von Matthias MUC » 07.01.2019 23:02

Hm, Eyedropper als (Premium)Werbegeschenk? Ich schätze ganz stark, Patronenfüller für irgendwelche gängigen Standardpatronen oder Konverter. Eyedropper ist was für Tintenfreaks, das macht als Werbegeschenk für unbedarfte "Nur-Nutzer" ohne Tintenvirus nach der ersten Sauerei am Schreibtisch eher einen negativen Eindruck.

Zum möglichen Verkauf: Egal, wie der später verkauft werden soll: bei eBay für 250€ ohne weitere Info ob er schreibt, wenn ja mit Patrone oder wie sonst dürfte nicht ansatzhaft realisierbar sein, mit einem kleinen Startpreis geb ich dem allerallerhöchstens 50€. Bei eBay Kleinanzeigen wird er für 250€ ohne VB mit Luft nach unten auch kaum weggehen. Das Ding ist zu exotisch dafür. Hier im Forum finden sich wohl am ehesten Leute, die vielleicht einen angemessenen Exotenpreis (keinen Mondpreis) zahlen würden, wenn dieses Stück auch schreiben würde >> also rausbekommen, wie er getankt wird und eine Schreibprobe mitliefern, mindestens gedippt für ein, zwei Zeilen Text wegen der Linienbreite und -Variation, das würde die Verkaufschancen hier unter uns Tintenbekloppten sicher erhöhen. Hier hat jede(r) vollstes Verständnis, wenn auch ein als "unbenutzt" zu verkaufender Füller bekleckst von einer Schreibprobe ist.

Zum unbenutzt "mint" wie eine kostbare Münze in den Schrank legen und auf Wertsteigerung hoffen ist dieser Exoten Füller trotz oder gerade wegen der Stückzahl nichts. Es ist kein limitierter Montblanc, wo der Wert über den Namen und die Steigerung über die limitierte, aber nicht ganz winzige Auflage kommt, sondern so exotisch, daß eigentlich keiner der Sammler vom Typ "Kapitalanleger" das Teil kennen und schätzen wird, was mich bei der Verwirrung mit den vielen Namen und Beteiligten Cleo Scribent, Bock-Feder, usedesignlab, o-Pen, Tramondi usw. auch nicht wundern würde.

Nix für ungut :)
lG Matthias

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Re: Handgefertigter Füller

Beitrag von Quest » 08.01.2019 23:52

Schweizer Firma und "Handmade in Germany" - kein Schweizer fertigt eine Kleinserie/Prototypen und schreibt drauf sie sei im benachbarten Billiglohnland hergestellt. Die Story passt hinten und vorne nicht zusammen.

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Re: Handgefertigter Füller

Beitrag von NZA490 » 09.01.2019 9:03

Billiglohnland? Sicherlich nicht. Eher umgekehrt! Aber ja das ist halt das blöde. Handgemacht in Deutschland darf daraufstehen solange er hier zu einem bestimmten Teil zusammen gebaut wurde. Handgemacht ist kein geschützter Begriff. Es ist tatsächlich so. Ich habe bei tramondi angerufen. Ich habe versucht welche zu bestellen. Es war nicht möglich. Aber bevor er mir das sagte, fragte er erst an. Und sagte man müsse mindestens um die 100 Stück nehmen für 180€ das Stück. Dann sagte er mir das es nicht möglich sei aus schon beschriebenen gründen. Ihr könnt da ja auch mal anrufen. Der Herr am Telefon weiß sofort worum es geht.

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Re: Handgefertigter Füller

Beitrag von NZA490 » 09.01.2019 9:05

Das mit dem billiglohnland habe ich falsch verstanden. Einfach ignorieren.

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