Erbitte Erleuchtung: Eisengallus-Tinte

Moderatoren: Linceo, Lamynator, desas

Antworten
Thom

Re: Erbitte Erleuchtung: Eisengallus-Tinte

Beitrag von Thom » 03.10.2015 20:32

Cepasaccus, habt Ihr da vielleicht irgendwo ein Ozonloch?
Jetzt reicht's, Du hast's ja nicht anders gewollt! Jetzt mach ich die Franken-Eisengallus. :)

Viele Grüße
Thomas

Benutzeravatar
bella
Beiträge: 3740
Registriert: 15.02.2014 22:13

Re: Erbitte Erleuchtung: Eisengallus-Tinte

Beitrag von bella » 03.10.2015 21:05

Heute macht man höchstens eine Einheits-Eisengallus :mrgreen:

Benutzeravatar
Cepasaccus
Beiträge: 2994
Registriert: 29.08.2012 18:31
Wohnort: Nürnberg

Re: Erbitte Erleuchtung: Eisengallus-Tinte

Beitrag von Cepasaccus » 03.10.2015 21:29

Wir Franken duerfen es Dir nicht zu einfach machen. Ein Geschäftspartner bevorzugt seien Tee als "builder`s tea", d.h. fast so dick, dass man damit bauen koennte. Vielleicht gibt es auch builder`s ink?

Cepasaccus

Thom

Re: Erbitte Erleuchtung: Eisengallus-Tinte

Beitrag von Thom » 03.10.2015 23:03

Keine Ahnung ? bella hat ja Recht, bei der Eisengallus muß ich aber schon die nächste Nord-Süd-Teilung mit einplanen. :)
Projekt Franken-Eisengallus hat gestern begonnen. Oder vor 300 Jahren. Oder so.

Viele Grüße
Thomas

Benutzeravatar
Cepasaccus
Beiträge: 2994
Registriert: 29.08.2012 18:31
Wohnort: Nürnberg

Re: Erbitte Erleuchtung: Eisengallus-Tinte

Beitrag von Cepasaccus » 21.10.2015 21:49

Dritter Lichttest seit 21.8.2015.

1: Koh-I-Nor Kopierstift
2: MB Kugelschreiber, schwarz, B, Januar 2014
3: MB Kugelschreiber, blau, M, Dezember 2009
4: Zebra Kugelschreiber, F, Mai 2007
5: Duofold mit Thoms Blauschwarz 1
6: Werbekugelschreiber
7: Lamy M16, M
8: Werbekugelschreiber
9: LACO BP12
10: Werbekugelschreiber
11: MB Royal Blue
12: Thoms Blauschwarz 1
13: Thoms Beste 2

Cepasaccus
Dateianhänge
151021-lichttest3-0001-s.jpg
151021-lichttest3-0001-s.jpg (202.37 KiB) 1334 mal betrachtet

Thom

Re: Erbitte Erleuchtung: Eisengallus-Tinte

Beitrag von Thom » 21.10.2015 22:12

Bei der Franken-Eisengallus kriege ich ab einer bestimmten Stärke ungünstige Effekte mit Feder, deshalb habe ich die Stärke jetzt auf einen bestimmten Wert begrenzt (steht schon seit einer Woche hier, ich hatte aber gripp. Infekt und mir die ganze Ascorbinsäure selber reingepfiffen :D). Im Blackbird schreibe ich gerade mit einer noch stärkeren, da ist immer noch nicht Ende Fahnenstange, das macht aber, glaub ich, keinen Sinn, wenn das mit Feder nichts Brauchbares würde.

Viele Grüße
Thomas

Benutzeravatar
Cepasaccus
Beiträge: 2994
Registriert: 29.08.2012 18:31
Wohnort: Nürnberg

Re: Erbitte Erleuchtung: Eisengallus-Tinte

Beitrag von Cepasaccus » 22.10.2015 1:23

Eine echte Feder haelt das aus!

Cepasaccus

Thom

Re: Erbitte Erleuchtung: Eisengallus-Tinte

Beitrag von Thom » 22.10.2015 10:33

Ist auch kein Federproblem sondern Schriftzüge.

V.G.
Thomas

Thom

Re: Erbitte Erleuchtung: Eisengallus-Tinte

Beitrag von Thom » 22.10.2015 19:25

Die geheime Schrift der Eisengallustinten (und warum man nicht später heimlich noch ein paar Nullen dranhängen kann)

ist ihr Ionenbild. Und weil das normalerweise unsichtbar ist, habe ich mal Martins 150 Jahre altes Super"V" ausgeliehen:
Super V.JPG
Super V.JPG (115.43 KiB) 1237 mal betrachtet
Bei dem wir um die breiten Abschwünge einen bräunlichen Halo erkennen. Was da passiert, ist der beginnende Tintenfraß.
Allerdings in einem Papierbereich, wo überhaupt keine Schrift ist. :shock:
Ursache ist eine Ionenwanderung aus den Schriftzügen in das umgebende Papier, die ein charakteristisches, zeitabhängiges
Ionenbild erzeugt.
Und wenn man woran später mit einer identischen Tinte (sonst fliegt's gleich auf) nochwas anhängt,
ist zwar der sichtbare Teil gleich. Aber nicht das Ionenbild.

V.G.
Thomas

Benutzeravatar
Tenryu
Beiträge: 4614
Registriert: 10.06.2004 0:45
Wohnort: Basel

Re: Erbitte Erleuchtung: Eisengallus-Tinte

Beitrag von Tenryu » 22.10.2015 21:16

Ich nehme an, dieser Effekt ist abhängig von der Feuchtigkeit des Papieres, und dauert wohl auch seine Zeit um sichtbare Spuren zu hinterlassen.
Ich schätze daher, wenn man nach einigen Tagen oder Wochen etwas neues hinschreibt, wird man den Unterschied noch nicht erkennen.

Thom

Re: Erbitte Erleuchtung: Eisengallus-Tinte

Beitrag von Thom » 22.10.2015 21:25

Feuchtigkeit spielt eine Rolle. Auch die genaue Zusammensetzung von Tinte und Papier. Weil verschiedene Ionen unterschiedlich schnell "wandern". Tage sind aber auf alle Fälle zu kurz.

V.G.
Thomas

Benutzeravatar
amarti
Beiträge: 1897
Registriert: 25.03.2014 19:38

Re: Erbitte Erleuchtung: Eisengallus-Tinte

Beitrag von amarti » 24.10.2015 16:39

Thom hat geschrieben:Tage sind aber auf alle Fälle zu kurz.
40-50 Jahre auch, denn bei den Stern Tagebüchern wurde zwar Papier und Handschrift kontrolliert, aber keine Ionenwanderung.

Andreas

Thom

Re: Erbitte Erleuchtung: Eisengallus-Tinte

Beitrag von Thom » 24.10.2015 17:41

Na ja, beim Stern würden mich auch die Jesus-Tagebücher nicht wundern. Auf Deutsch. :)

V.G.
Thomas

Thom

Re: Erbitte Erleuchtung: Eisengallus-Tinte

Beitrag von Thom » 24.10.2015 18:32

P.S. Also, Andreas, nochmal langsam: das Ionenbild ist unsichtbar. Die 150 Jahre alte Schrift habe ich verwendet, weil der Tintenfraß, den ich als "Indikator" benutzt habe, dann erst einsetzt (oder noch später).
Die Ionenwanderung ist da aber schon lange beendet.

Viele Grüße
Thomas

Thom

Re: Erbitte Erleuchtung: Eisengallus-Tinte

Beitrag von Thom » 24.10.2015 22:09

So, ich habe mir mal das Papiergutachten der "Hitler"-Tagebücher angeschaut. Also, da noch nach einem Tinten-Ionenbild zu fahnden, wäre, wie nach der Mikroschrift auf einem 12 Euro-Schein suchen.

Bild
(Quelle: https://www.bundesarchiv.de/imperia/md/ ... x0_0_6.jpg)

Antworten

Zurück zu „Die Tinte und der Tintenfluss / Ink and the ink flow“