„Kolbenfresser"

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Sabine
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„Kolbenfresser"

Beitrag von Sabine »

Ihr Lieben,
kennt Ihr das auch: beim Schreiben mit ganz bestimmten Tinten wird der Kolben im Füller schwergängig, schon nach einer Tankfüllung. Ich habe den Füller dann gründlich gespült und das Problem zum Glück damit behoben. Aber was könnte man gegen diesen Effekt tun?
mir kommt es so vor, als seien diese Tinten hochgesättigt (bisher war dieses Phänomen bei der Flower of Scotland von Pure Pens und der Morgenröte von Fritz Schimpf aufgetreten), vielleicht zu stark? die Tinte einfach mit Wasser zu verdünnen würde ja auch die Farbe verändern . . . vielleicht hat jemand von Euch noch eine Idee!
GentryStone
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Re: „Kolbenfresser"

Beitrag von GentryStone »

Hallo,

ja, das hatte ich auch schon bei ein paar Tinten, bevorzugt welche mit Eisengallus Anteil von Rohrer & Klingner.
Das hat mir auch einen TWSBI 580, welcher ohnehin mit Tinte befüllt immer schwergängiger war, als andere Füller,
die Gewindestange zerlegt und ihn damit reif für den Mülleimer gemacht, sowie einen Asvine V126, bei dem es mir die Dichtung
zerlegt hat.
Ich merke das auch bei meinem Pilot Custom 823, dass der Kolben nach ein paar Füllungen etwas schwergängiger wird, doch immer noch geschmeidiger läuft, als die Füller, welche es dann nicht überlebt haben.

Mit Tinten von Pilot selbst (Pilot/Namiki Black), sowie Diamine Onyx Black, ein paar andere Diamine und Iroshizuku Kon Peki, welche ich mal als Probe hatte, schien es insgesamt leichter zu laufen, als würden diese dann öliger funktionieren.
Aktuell nutze ich bevorzugt Akkermann Eisengallus, welche erstaunlicherweise auch öliger läuft, als das, was ich von Rohrer & Klingner an EG Tinten hatte.

Vielleicht einfach mal eine andere Tinte testen, von der sicher ist, dass sie schön öliges Verhalten hat.
Da findet sich sicherlich eine Probe Kon Peki oder ähnliche.

viele Grüße
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Andi36
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Re: „Kolbenfresser"

Beitrag von Andi36 »

Ich persönlich würde den Kolben des Füllhalters mit etwas Silikonfett/Rizinusöl schmieren, dann sollte die Wahl der Tinte keine Rolle mehr spielen.

Zum Thema "Schmieren" wurde hier schon einiges geschrieben.

Gruß,
Andi
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TomSch
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Re: „Kolbenfresser"

Beitrag von TomSch »

Tach zusammen, hallo Sabine,

das hat natürlich u.a. mit der Konsistenz der Tinte zu tun, also mit dem Sättigungsgrad, dem Säuregehalt ... :idea:
Aber: ein Kolbenmechanismus kommt eben nicht über Jahre ohne "Nachschmierung" aus, so wie ein Motor nach der Schmierung zu Beginn eben auch nicht ohne dauerhaft funktionieren kann. Dann gibt's den Kolbenfresser. :roll:
Wenn du einen moderneren Pelikan Kolbenfüller (mit Kunststoffdichtung) nutzt, ist das ganz einfach: Feder mit Tintenleiter und Ring herausdrehen, Tintenkammer säubern, etwas Silikonöl (manche wie ich nehmen z.B. auch Trompeten-Zugfett oder Rizinusöl) auf eine Drahtspitze, den Kolben schmieren, Federelement wieder rein, gut ist's. :P

Tüsskess, Thomas

@Andi: Warst schon wieder schneller. :)
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Sabine
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Re: „Kolbenfresser"

Beitrag von Sabine »

Danke für Eure Antworten! - den Kolben habe ich natürlich nachgefettet, und eine andere Tinte getankt. Aber ich frage mich, was ich tun könnte, um gerade diese Tinte (Morgenröte) sozusagen ohne Kollateralschaden für den Füller zu verwenden, die Farbe gefällt mir nämlich ausnehmend gut.
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TomSch
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Re: „Kolbenfresser"

Beitrag von TomSch »

Hm, verstehe.

Wie wäre es mit der Nutzung eines Patronenfüllers und Nachfüllens einer Patrone oder eines Konverters?
Wenn's den Kolben regelmäßig verharzt, ist das die einzig logische Option. :mrgreen:

Tschö, Thomas
Sei nicht so; sei anders.
Sabine
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Re: „Kolbenfresser"

Beitrag von Sabine »

Lieber Thomas,
das hatte ich als letzte Option auch schon überlegt. (Leider liegt mit keiner meiner Patronenfüller auch nur annähernd so gut in der Hand wie z.B. ein Pelikan Mxx. . . ) Aber einen Versuch ist es natürlich wert. Ich bin gespannt, ob die Tinte Spuren im Tintenleiter hinterläßt.
Gast1
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Re: „Kolbenfresser"

Beitrag von Gast1 »

GentryStone hat geschrieben:
16.04.2026 16:24
... ja, das hatte ich auch schon bei ein paar Tinten, bevorzugt welche mit Eisengallus Anteil von Rohrer & Klingner. ...
Abgesehen von den anderen genannten Tinten ist das bei Füller-Eisengallustinten eine häufige Nebenwirkung, also damit sollte man rechnen. Wenn das dann zu schwergängig wird, ist oben genannte Schmierung angesagt.
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