Acryl-/Airbrushtine im Füller

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mattg
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Acryl-/Airbrushtine im Füller

Beitrag von mattg »

Es wird ja stets davon abgeraten, Acryltinte in einem Füller zu benutzen, also musste das Kind in mir es natürlich direkt ausprobieren. Damit ein eventueller Schaden nicht allzu große finanzielle Folgen hat, habe ich das ganze in einem Lamy Safari getestet. Ich habe mir von Liquitex ein paar Tinten besorgt und in gespülte Patronen umgefüllt.

Zunächst mal das Positive: Wenn ich es nicht wüsste, würde ich nicht darauf kommen, dass es keine normale (pigmentierte) Füllertinte ist. Auf Papier ist der Fluss ganz normal und es gibt weder Anschreibprobleme noch Aussetzer. Einen Geruch kann ich auch nicht wahrnehmen.
Solange man den Füller nach dem Schreiben wieder verschließt, ist das auch noch nach einer Woche Nichtbenutzung der Fall.

Was man aber nicht machen darf, ist ihn länger (5 Minuten reichen schon) offen liegen zu lassen. Dann trocknet die Tinte schon fast ein, und man muss nachhelfen, um wieder schreiben zu können.

Warum ich es überhaupt teste, wo es doch eh schon hunderte füllergeeignete Tintenfarben und -Arten gibt? Hauptsächlich weil ich damit auf so gut wie allen Untergründen schreiben kann, bei denen normale Tinte meistens streikt. Auch das Schreiben mit hellen Farben auf dunklen Untergründen funktioniert damit ausgezeichnet. Nur bei PE-Folie (z.B. Plastiktüte, Gefrierbeutel usw.) muss sich auch die Acyltinte geschlagen geben.

Nachmachen erlaubt, aber es gilt natürlich: Jeder ist für seinen Füller selbst verantwortlich. Kinder haften an ihren Eltern.

Als Beispiel zeige ich hier mal den Farbton Dioxazin-Purpur auf Rhodia-Papier und verschiedenen Untergründen:

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Gruß,
Matthias
Gast1
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Re: Acryl-/Airbrushtine im Füller

Beitrag von Gast1 »

mattg hat geschrieben: ↑
27.09.2026 10:10
... Auch das Schreiben mit hellen Farben auf dunklen Untergründen funktioniert damit ausgezeichnet. ...
Das liegt an den Pigmenten, Farbstoffe sind auf schwarzem Untergrund alle schwarz. Eine geringe Menge Acrylatbindemittel ist auch in den Dokumententinten für Füller enthalten, aber die Menge macht das Gift bzw. den entgültig dichten Tintenleiter, also nicht eintrocknen lassen.
passau-liebe
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Re: Acryl-/Airbrushtine im Füller

Beitrag von passau-liebe »

das ist ja interessant, danke für die infos

mich würde interessieren ob die schrift vom glas im geschirrspüler wieder abgeht, das wäre dann perfekt für meine vielen
marmeladengläser zur beschriftung

könntest du bitte ein foto von der verpackung der tinte machen und hier hochladen, damit man sieht welche genau das war.

danke bereits jetzt

liebe grüsse
ernst
mattg
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Re: Acryl-/Airbrushtine im Füller

Beitrag von mattg »

Das sind diese hier:

https://www.liquitex.com/collections/pr ... ine-purple

Ich glaube nicht, dass die Schrift auf Glas die Spülmaschine überlebt. Sie ist zwar nach dem Trocknen wisch- und wasserfest, aber lässt sich auf Glas z.B. mit einem angefeuchteten Finger und etwas rubbeln wieder entfernen.
Gruß,
Matthias
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mbf
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Re: Acryl-/Airbrushtine im Füller

Beitrag von mbf »

Es gibt für den Alltag Stifte mit Acrylfarbe, man muss nicht das Risiko mit einem Füller eingehen.

Und, ja, die Spülmaschine ist ein harter Gegner... manchmal bleibt was übrig, manchmal nicht.
Grüße, Matthias

--
Man kann durchaus zu viele Füller, Papiere und Tinten haben - aber niemals genug.
mattg
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Re: Acryl-/Airbrushtine im Füller

Beitrag von mattg »

mbf hat geschrieben: ↑
28.09.2026 17:29
Es gibt für den Alltag Stifte mit Acrylfarbe, man muss nicht das Risiko mit einem Füller eingehen.
Ja sicher, und pragmatisch betrachtet wäre das auch die einfachste Lösung. Aber neben der großen Zahl an erhältlichen Farben, die noch dazu beliebig mischbar sind, reizt mich gerade das gewohnte und angenehme Schreibgefühl mit dem Füller.

So betrachtet wäre es z.B. auch unnötig, Briefumschläge mit wasserfester Tinte zu beschriften, wenn man auch einfach einen Pigment-Fineliner o.Ä. nehmen.
Den Zweck erfüllt das auch, macht nur weniger Spaß :)
Gruß,
Matthias
Gast1
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Re: Acryl-/Airbrushtine im Füller

Beitrag von Gast1 »

Wir nutzen alles, was im Arsenal ist. Aber das hier
mattg hat geschrieben: ↑
28.09.2026 10:14
... Sie ist zwar nach dem Trocknen wisch- und wasserfest, aber lässt sich auf Glas z.B. mit einem angefeuchteten Finger und etwas rubbeln wieder entfernen.
ist eben genau das
Gast1 hat geschrieben: ↑
11.09.2025 17:30
... Die Dokumentenechtheit der Nanopigmenttinten hängt auch vom Beschreibmaterial ab. Es ist gut möglich bis wahrscheinlich, dass die auf sehr glatten, nicht saugfähigen Materialien verloren geht, weil man die Schriftzüge mit den, der Füllertauglichkeit geschuldeten, geringen Bindemittelanteilen einfach abkratzen kann.
passau-liebe
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Re: Acryl-/Airbrushtine im Füller

Beitrag von passau-liebe »

vielen dank

dass die beschriftung in der spülmaschine wieder abgeht ist ja von mir gewollt, die schrift soll im täglichen einsatz halten, wenn das glas leer ist kommts in den spüler, dann ins lager und wird eben irgendwann wieder mit „xy“ befüllt

hat von euch jemand einen link für mich zu den acrylstiften?

liebe grüße ernst
Matthias MUC
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Re: Acryl-/Airbrushtine im Füller

Beitrag von Matthias MUC »

Ist zwar in Bezug auf die Experimentierfreude mit Acryltinte im Füller OT, aber für "semitemporäre" Beschriftung von Gläsern, Gefrierboxen etc. nehmen wir inzwischen entweder den expliziten edding 8000 Gefriergutmarker oder andere stinknormale handelsübliche wasserfeste Marker/OHP-Stifte/edding-Clones etc.
Spülmaschinenfest, keine Ahnung, aber deutlich wasserfest genug, dass es sich NICHT sofort mit dem Finger abrubbelt lässt, aber mit einem schnellen Wisch mit Küchentucheckchen + 1 Tropfen Brennspiritus ist es weg.
Widerspenstige Oberflächen wie Gefrierboxen aus Polyethylen: Ein Tesastreifen drauf, und der lässt sich dann genauso schön (wieder)beschriften.
Gast1
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Re: Acryl-/Airbrushtine im Füller

Beitrag von Gast1 »

Matthias MUC hat geschrieben: ↑
29.09.2026 13:20
... Spülmaschinenfest, keine Ahnung, aber deutlich wasserfest genug, dass es sich NICHT sofort mit dem Finger abrubbelt lässt ...
Man muss bei solchen Tinten (und ich beziehe mich jetzt auf die Dokumententinten, das andere ist auf eigenes Risiko) berücksichtigen, dass die auf dem Papier mehrstufig trocknen. Die Flüssigkeit schlägt zunächst mal im Papier weg, die Tinte ist dann zwar oberflächlich trocken, aber die Flüssigkeit verdunstet noch aus dem Papier. Das funktioniert aber bei so einem nicht saugfähigen Beschreibmaterial nicht, die Tinte trocknet da wirklich nur durch Verdunstung. Das kann die "Trocknungszeit", nach Zusammensetzung der Tinte, deutlich verlängern. Und mal als beispielhaften Wert, nicht von 5 auf 7 Minuten, sondern von 5 Minuten auf 1 Tag.
Matthias MUC
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Re: Acryl-/Airbrushtine im Füller

Beitrag von Matthias MUC »

Ja, die edding-Stifte sind hier absolut nicht vergleichbar, die "Tinten" dadrin sind lösungsmittelbasiert ohne den geringsten Tropfen Wasser, trocknen also wirklich ruckzuck, ohne auf irgendwelche Saugfähigkeit des Untergrunds angewiesen zu sein. Wie ein klassischer Lack eben.
Gast1
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Re: Acryl-/Airbrushtine im Füller

Beitrag von Gast1 »

Die sind halt genau für die Verwendung gemacht. Bei den Dokumententinten ist jede Menge Feuchthaltemittel enthalten und dann muss das Acrylatbindemittel polymerisieren. Und erst dann ist die Tinte "getrocknet", d.h. maximal fixiert. Für solche Untergründe wird die Fixierung aber womöglich trotzdem nicht ausreichen.
GentryStone
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Re: Acryl-/Airbrushtine im Füller

Beitrag von GentryStone »

sehr interessant, ich hätte nie gedacht, dass ein Füller eine Acryl-Tusche überleben würde :D

Ich habe mir vor Kurzem einige dieser Liquitex Acryl Tuschen zugelegt, allerdings zum kolorieren mit Pinsel und auch abgefüllt in Wassertankpinsel.
Im Füller wäre mir persönlich das doch zu heikel, wenn das einmal eintrocknet, ist es ja wasserfest :twisted:
Wenn ich mit Füller zeichne/arbeite und auch mehr schreibe, ist der definitiv länger als ein paar Minuten offen, teilweise 30 bis 60 Min.
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