Manga G mit Jinhao 750

Moderatoren: desas, Linceo, toni, DanielH

Antworten
Blue_Monk
Beiträge: 118
Registriert: 21.02.2017 22:59

Manga G mit Jinhao 750

Beitrag von Blue_Monk » 12.02.2019 21:32

Hallo in die Runde,

ich versuche mich mit viel Freude an Copperplate. Mit dem umgebauten Jinhao macht es auch sehr viel Spaß, da ich nicht dauernd ins Fässchen tunken muss, um die Buchstaben ersteinmal zu lernen.

Ich habe den Federhalter nach längerer Pause vor zwei Tagen auseinandergebaut und die Einzelteile, vor allem Feder und Tintenleiter sehr gründlich gereinigt. Danach schrieb er mit der Pelikan Edelstein Tanzanite über eine Stunde sehr schön und ohne Beanstandungen.

Ich habe ihn dann einen Tag liegen lassen, um am nächsten Abend weiterzumachen, er schrieb immer noch gut, hatte aber ab und zu Probleme mit dem Tintenfluss. Dies machte sich in vermehrtem Railroading bemerkbar, durch eine halbe Drehung der Konverterschraube lief die Tinte dann wieder.

Einen Tag drauf - heute - treten die Probleme noch stärker auf, so dass mir bei jedem dritten bis vierten Strich die Tinte feht, trotz unterschiedlichem Papier, Druck der Schreibhand, Schreibwinkel ... :roll:

Sollte ich Tintenleiter und Feder nach jedem Gebrauch ausbauen und reinigen? :ugeek:
Oder auf eine andere Tinte umsteigen? Den Konverter habe ich an den entsprechenden Stellen mit Silikonfett abgedichtet, aber ohne fühlbaren Effekt?
Oder ist ein Ackerman Pen (kein Akkerman, nicht verwechseln) oder ein Remus einfach für solche Zwecke geeigneter? :?:

pejole
Beiträge: 1388
Registriert: 12.08.2010 1:59
Wohnort: Mönchengladbach

Re: Manga G mit Jinhao 750

Beitrag von pejole » 13.02.2019 23:56

@Blue_Monk

ausreichend Beiträge zu diesem Thema findest du im folgenden Link:

viewtopic.php?f=24&t=14111#p130177

das von dir beschriebene Problem ist bestens bekannt, hatte ich auch, allerdings mit der New Zebra G Feder,
aber du hast am Ende deines Beitrags schon die Lösung erwähnt, den Ackerman Pen. Ich habe den noch als Pump Pen,
und das ist der einzigste Pen den ich kenne mit dem du problemlos deine Copperplate schreiben kannst.
Solltest du dir den bestellen dann bestelle dir sofort Ersatzfedereinheiten mit, denn bei Copperplate erfordert die
extreme Schräglage der Schrift eine Anpassung des Handgelenks an diese und da dies nicht immer gewährleistet ist,
war auch bei mir nicht, wird die rechte Federbacke extrem belastet und an der rechten Seite der Dichtung des
Ackerman ist wohl ein Miniloch entstanden durch welches dann die Tinte nicht mehr im Füller gehalten
werden konnte. Für Übungszwecke mit Eintauchen der Feder ins Fass ist der aber immer noch zu gebrauchen.

Zum Romus ist wohl zu sagen dass sämtliche benutzten Feder nach kurzer Zeit rosteten, mehr kann dir dazu wohl
Thom sagen der diesen Füller mit Spitzfedern wohl hinreichend getestet hat.
Foto dazu findest du auf der 1. Seite des Links in der Mitte.

Gruß, Martin

Thom
Beiträge: 6835
Registriert: 02.03.2013 0:56
Wohnort: Altenfeld
Kontaktdaten:

Re: Manga G mit Jinhao 750

Beitrag von Thom » 14.02.2019 4:11

Hallo Martin,

guck Dir das mal an, so richtig nach Pump Pen sieht's da momentan nicht mehr aus.
https://ackermanpens.com/collections/all-pens?page=1

Viele Grüße
Thomas

Blue_Monk
Beiträge: 118
Registriert: 21.02.2017 22:59

Re: Manga G mit Jinhao 750

Beitrag von Blue_Monk » 14.02.2019 15:28

Ich nehme an, den Romus gibt es so gar nicht mehr :?:
Im Internet habe ich nichts Passendes gefunden.

Wäre ein TWSBI Eco auch geeignet, er sieht jedenfalls ziemlich ähnlich aus:

https://www.twsbi.com/products/twsbi-ec ... untain-pen

PS Der Jinhao 450 - ich hatte mich mit der Bezeichnung geirrt -, funktioniert mit Pelikan Königsblau 4001 um einiges besser.

pejole
Beiträge: 1388
Registriert: 12.08.2010 1:59
Wohnort: Mönchengladbach

Re: Manga G mit Jinhao 750

Beitrag von pejole » 14.02.2019 23:38

@Thom,

hat sich wohl viel getan bei den Ackerman Pens, mit dem alten Pump Pen haben die ja kaum noch Ähnlichkeit, fagt sich nur ob der Tintenfluss ohne Pumpe bei einem fetten Strich ausreichend ist. Aber beim Preis hat sich auch ganz schön was getan.

@Blue_Monk,

ob der TWSBI Eco für Spitzfeder geeignet ist kann ich nicht sagen, habe ich noch nie ausprobiert.

Gruß, Martin

Thom
Beiträge: 6835
Registriert: 02.03.2013 0:56
Wohnort: Altenfeld
Kontaktdaten:

Re: Manga G mit Jinhao 750

Beitrag von Thom » 15.02.2019 3:31

Martin, ja, 20% weniger und das zum doppelten Preis. :)
Blue_Monk, der Romus hat einen Ebonittintenleiter, den hatte ich schon verändert. Du könntest vielleicht mal probieren,
ob die Gillott 404 in den Jinhao passt.

V.G.
Thomas

Blue_Monk
Beiträge: 118
Registriert: 21.02.2017 22:59

Re: Manga G mit Jinhao 750

Beitrag von Blue_Monk » 15.02.2019 16:42

Hallo Thomas,
den Jinhao habe ich vorerst ausgemustert, auch mit Pelikan Königsblau hatte ich ab Tag 2 die gleichen Probleme wie vorher: Es kommt nicht genug Tinte an, um damit zuverlässig vor allem die breiten Striche zu ziehen.
Inwieweit kann die Gillott-Feder in diesem Fall anders reagieren?
Herzliche Grüße, Peter

Blue_Monk
Beiträge: 118
Registriert: 21.02.2017 22:59

Re: Manga G mit Jinhao 750

Beitrag von Blue_Monk » 15.02.2019 22:02

Mit der Brause Rosefeder 76 im Jinhao klappt es auch nicht.
Gut, dass ich noch einen Waterman's von ca 1910 habe, der kann es.
Herzliche Grüße, Peter

pejole
Beiträge: 1388
Registriert: 12.08.2010 1:59
Wohnort: Mönchengladbach

Re: Manga G mit Jinhao 750

Beitrag von pejole » 15.02.2019 23:34

Hallo Peter,

schön dass du einen alten Waterman von 1910 hast, aber überstrapaziere den nicht mit fetten Schwellzügen.

Da du ja nicht mit Halter und Spitzfeder üben möchtest bieten sich für deine Übungen noch zwei äußerst preiswerte Schreibgeräte an, ein Tombow Calligraphy Pen für 2 Euro und paar Cent und, lach nicht, ein Bleistift in 4B oder 6B mit stumpfer Spitze. Beim Bleistift kann dir nur die Spitze abbrechen und beim Tombow die Tinte ausgehen, der Bleistift lässt sich spitzen und der Tombow leicht ersetzen wohingegen der Waterman bei ständiger starker Belastung durch fette Striche und nicht angepasster Handhaltung dies schon eher durch starken Schaden - ist mir auch schon passiert - übel nimmt und eine Reparatur dann kostet.

Und die extrem feinen Striche die du mit einer Spitzfeder schreiben kannst lassen sich mit dem Waterman bestimmt nicht schreiben,
vielleicht denkst du doch nochmal drüber nach wieder einen Federhalter in die Hand zu nehmen auch wenn du ständig die Feder ins Fass tauchen musst, aber das gehört doch irgendwie dazu.

Gruß, Martin
Dateianhänge
20190215_163420-01.jpg
20190215_163420-01.jpg (92.1 KiB) 25 mal betrachtet

Antworten

Zurück zu „Schriften und Kalligraphie“