Montblanc 146 Durchschreibprobleme

Moderatoren: Linceo, Lamynator, desas

Antworten
Könic
Beiträge: 11
Registriert: 16.12.2018 8:57

Montblanc 146 Durchschreibprobleme

Beitrag von Könic » 14.02.2019 11:15

Hallo Allerseits,

ich bin seit kurzem stolzer Besitzer eines MB Meisterstück LeGrand 146, Federbreite M. Den Füller habe ich neu von einem Händler gekauft. Der Händler selbst ist jedoch kein offizieller MB-Händler.

Dem voraus gegangen ist kleines Füller Drama, welches ich kurz anreißen möchte. Vor der Anschaffung dieses Füllers hatte ich bereits 3 andere MB die ich jeweils wieder zurück geschickt oder verkauft habe. Diese waren gebraucht und ich hatte auf unterschiedlichen Papieren immer diverse Anschreib- und Durchschreibschwierigkeiten.

Daher entschloss ich mich zum Kauf eines neuen Füllfederhalters.
Leider scheint dieser ähnliche Probleme zu haben. Ich habe exakt einen Block, ich kann leider nicht identifizieren welches Fabrikat, auf dem der Füller perfekt schreibt. Er schreibt direkt an und vor allem durch. Der Tintenfluss ist satt. Das Papier selbst stammt wohl von Office-Depot, ist kariert und unser Firmenlogo ist aufgedruckt. Weitere Informationen habe ich über das Papier nicht. Es ist rau, scheint stärker zu saugen, Buchstaben franzen minimal aus. Das Papier ist daher leider nicht perfekt.

Auf allen weiteren Papierblöcken (Laserdrucker Papier, Brunnen Premium Student 80 90g/m2 Papier, Rhodia gelb kariert, Oxford) kommt es nach kurzer Zeit zu Durchschreibproblemen, das heisst, dass einzelne Buchstaben nicht auf Anhieb geschrieben werden. Dann muss ich neu ansetzen. Je glatter das Papier, desto schwieriger ist es. Schnelle Unterschriften sind nicht möglich, bei schwungvollen Bewegungen reisst der Tintenfluss teilweise komplett ab.

Meine anderen Füller, TWSBI ECO mit M Feder und Pelikan M205 mit B Feder haben weniger Probleme, zugegeben bei manchen Blöcken aber auch. Lediglich meinem Lamy Safari Allstar mit Linkshänder Feder (ich bin Linkshänder) scheint auf fast allen Unterlagen perfekt zu schreiben.

Deswegen meine ernstgemeinte Frage, muss das so sein oder liegt es an mir? Ein so teurer Montblanc Federhalter der auf weniger Oberflächen schreibt als ein Lamy Safari Füllfederhalter? Oder hat die Feder einen Defekt? Das schließe ich iwie aus, da ich ja einen Block habe auf dem die Feder wirklich perfekt arbeitet.

Bin echt ratlos.

Dirac
Beiträge: 37
Registriert: 21.01.2019 19:49
Wohnort: Ingolstadt

Re: Montblanc 146 Durchschreibprobleme

Beitrag von Dirac » 14.02.2019 11:25

Hallo,
was du da beschreibst ist aber kein Durchschreiben (= Schrift auf der Rückseite das Papiers zu lesen), sondern eher ein Abrissproblem. So wie ich dich verstehe, schafft es der Füller nicht ausreichend Tinte zur Feder zu bringen um auch bei einem schnellen Schriftzug durchgängig etwas aufs Papier zu bringen.
Wenn ich dich richtig verstehe und es dieses Problem ist, dann verträgt sich dein Füller nicht mit deiner Tinte, der Tintenleiter ist verstopft oder schlicht defekt...

Gruß
Christian

Könic
Beiträge: 11
Registriert: 16.12.2018 8:57

Re: Montblanc 146 Durchschreibprobleme

Beitrag von Könic » 14.02.2019 11:33

Hallo Christian,

vielen Dank für deine Antwort.

Tinten habe ich zwei getestet (Pelikan Edelstein sapphire, MB Midnight Blue). Der Füller ist neu und auf dem rauen, etwas saugstärkeren Papier kommt viel Tinte raus, es ist perfekt. Dann ist mein Problem wohl eher ein Anschreibeproblem, das nach einiger Zeit des Schreibens auf gewissem Papier auftritt.

Dirac
Beiträge: 37
Registriert: 21.01.2019 19:49
Wohnort: Ingolstadt

Re: Montblanc 146 Durchschreibprobleme

Beitrag von Dirac » 14.02.2019 12:32

Könic hat geschrieben:
14.02.2019 11:15
... Schnelle Unterschriften sind nicht möglich, bei schwungvollen Bewegungen reisst der Tintenfluss teilweise komplett ab.
Dieser Abschnitt klingt für mich aber nach einem Verhalten, das ich als "nicht in Ordnung" einstufen würde. Wenn ein Füller nach einer Schreibpause nicht sofort anschreibt, ist es das eine, was ich deinem Satz aber entnehme ware für mich ein K.O.-Kriterium.

Benutzeravatar
stift
Beiträge: 2811
Registriert: 05.12.2004 13:00
Wohnort: Wien

Re: Montblanc 146 Durchschreibprobleme

Beitrag von stift » 14.02.2019 13:44

Eine der Montblanckrankheiten,sehe ich so und für soviel Geld ist das ein Witz.
Grüße Harald
#Non, je ne regrette rien#

Könic
Beiträge: 11
Registriert: 16.12.2018 8:57

Re: Montblanc 146 Durchschreibprobleme

Beitrag von Könic » 14.02.2019 13:55

Dirac hat geschrieben:
14.02.2019 12:32
Könic hat geschrieben:
14.02.2019 11:15
... Schnelle Unterschriften sind nicht möglich, bei schwungvollen Bewegungen reisst der Tintenfluss teilweise komplett ab.
Dieser Abschnitt klingt für mich aber nach einem Verhalten, das ich als "nicht in Ordnung" einstufen würde. Wenn ein Füller nach einer Schreibpause nicht sofort anschreibt, ist es das eine, was ich deinem Satz aber entnehme ware für mich ein K.O.-Kriterium.
Dies aber auch nicht auf jedem Papier. Auf dem "guten Papier" ist das alles kein Problem. Passt meine Beschreibung der Symptome vielleicht auf einen Babys Bottom?

SimDreams
Beiträge: 1849
Registriert: 03.12.2013 23:39
Wohnort: Hamburg

Re: Montblanc 146 Durchschreibprobleme

Beitrag von SimDreams » 14.02.2019 15:09

Vielleicht ja, für ein gewiss müsstest du ein Foto posten. Ich habe auch so eine Feder, die gerade bei Abstrichen am Wortbeginne Schwierigkeiten hat. Bei der liegt es nicht mangelhaften Tintenfluss, sondern muss eine Kombination aus Kornform, Handhaltung/Winkel oder sonstwas sein.

Wo sie absolut zuverlässig schreibt, ist auf Tomoe River. Rhodia DotPad ist eine Katastrophe. Nach ein paar Achten auf dem Micromesh wurde es besser - würde ich mit einem neuen Schreiber aber nicht machen. Eintüten, ab in die Boutique und vorführen, das wäre meine Vorgehensweise.

Grüße, Uwe
Da die Schreibgeräteakquise nicht das einzige Hobby ist - Fotografie und Dein Notizbuch nach Maß: http://www.flickr.com/photos/simdreams/

Könic
Beiträge: 11
Registriert: 16.12.2018 8:57

Re: Montblanc 146 Durchschreibprobleme

Beitrag von Könic » 14.02.2019 15:30

SimDreams hat geschrieben:
14.02.2019 15:09
Vielleicht ja, für ein gewiss müsstest du ein Foto posten. Ich habe auch so eine Feder, die gerade bei Abstrichen am Wortbeginne Schwierigkeiten hat. Bei der liegt es nicht mangelhaften Tintenfluss, sondern muss eine Kombination aus Kornform, Handhaltung/Winkel oder sonstwas sein.

Wo sie absolut zuverlässig schreibt, ist auf Tomoe River. Rhodia DotPad ist eine Katastrophe. Nach ein paar Achten auf dem Micromesh wurde es besser - würde ich mit einem neuen Schreiber aber nicht machen. Eintüten, ab in die Boutique und vorführen, das wäre meine Vorgehensweise.

Grüße, Uwe
Vielen Dank für deine Antwort. Das werde ich wohl mal machen. Ein Foto der Feder hab ich dir mal hier angehängt:
2.jpg
2.jpg (212.35 KiB) 260 mal betrachtet

Benutzeravatar
Strombomboli
Beiträge: 2378
Registriert: 27.03.2012 15:54
Wohnort: Berlin

Re: Montblanc 146 Durchschreibprobleme

Beitrag von Strombomboli » 14.02.2019 18:38

Baby bottom?

Ansonsten: Harald sagte ja schon, daß das eine Montblanc-Krankheit sei. Ich kann die Beobachtung beitragen, daß bei allen meinen Montblancs, die alle aus den 70er Jahren ungefähr sind (also alle 220er), nach einer Zeit des Schreibens die Fließfreudigkeit nachläßt. So schlimme Probleme wie der TS habe ich allerdings nicht, darum ist es bei ihm vielleicht wirklich ein Baby bottom.

Ich würde die Feder bei Montblanc reklamieren und nacharbeiten lassen. Da er neu ist, sollte das ohne Kosten gehen. Stelle ich mir zumindest vor, Erfahrung habe ich mit deren Reparaturservice nicht.
Iris

Mein Avatar ist ein Gemälde von Ilja Maschkow (1881-1944): Selbstporträt; 1911, das in der neuen Tretjakow-Galerie (am Krimskij Wal) in Moskau hängt, wo ich es fotografiert habe.

Antworten

Zurück zu „Rund um die Feder / Regarding nibs“