Neuzugang fragt: Ist diese Feder in Ordnung?

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Tiberius
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Neuzugang fragt: Ist diese Feder in Ordnung?

Beitrag von Tiberius » 10.03.2019 19:25

Hallo, ich lese schon etwas länger still und heimlich mit und habe mich nun (aufgrund eines Anliegens :evil:) dazu entschlossen, mich selbst zu registrieren. Hoffe dieser harsche Einstieg macht nichts aus :D (scheint zwar jetzt sehr lang zu werden, ist aber auch mit einigen Bildern aufgebauscht)

Nun, ich habe mir einen Pelikan Souverän M1000 (neu) erstanden und mir viel recht schnell ein sichtbarer Spalt zwischen den Schenkeln der Feder auf. Natürlich ist mir bewusst, dass ein Spalt existieren muss, dieser scheint mir aber vielleicht ein wenig zu groß zu sein. Wenn ich die Feder gegen das Licht halte, strömt welches hindurch und man kann den Spalt sehr gut sehen. Durch die Spitze bzw. das Schreibkorn strömt kein Licht (auch wenn der Spalt mit der Taschenlampe erkennbar ist).

Habe zur Verdeutlichung einige Fotos gemacht, die die Feder von beiden Seiten relativ stark vergrößert zeigen (was übrigens echt ein Kampf war bis ich die richtige Beleuchtung und den vernünftigen Zoom und den Fokus in Einklang gebracht habe, ohne das ganze gleich wieder zu verlieren):

So sieht es bei genauerer Betrachtung aus, wenn man es nicht sonderlich vergrößert (ohne Tinte):
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So sieht es dann bei besserer Belichtung und aus einem anderen Winkel aus:

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Die Rückseite sieht so aus:

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Frontal betrachtet sieht das ganze so aus:

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Was mir noch aufgefallen ist: Ich bin mir nicht sicher ob das so soll, aber die Feder sitzt nicht vollkommen auf dem Tintenleiter. Hierzu auch ein Bild:

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Habe leider nicht daran gedacht, einen farbigen Hintergrund zur Verdeutlichung zu nutzen, man kann aber sehen, dass der Tintenleiter die Feder links definitiv berührt (es kommt auch kein Licht durch). Dennoch, rechts daneben gibt es eine "Strecke", bei der es einen Hohlraum zwischen Feder und Tintenleiter gibt. Soll das so sein?

Es handelt sich, das habe ich vergessen zu erwähnen, um eine M-Feder. Alle Bilder wurden aufgenommen, als sich keine Tinte im Füller befand. Ist Tinte enthalten, werden die Hohlräume (sowohl der Spalt zwischen den Schenkeln als auch jener zwischen Tintenleiter und Feder) von ihr ausgefüllt. Als ich z.B. absichtlich Mandarin-Tinte aufzog, war der Spalt im Licht orange. Bei dunklen Tinten (grau, blau, braun - schwarz dann wohl auch, auch wenn nicht getestet) fällt der Spalt nicht einmal auf (auch im Licht nicht).

Schreibt der Füller? Ja, er schreibt ohne größere Beschwerden. Allerdings hatte ich nach dem ersten Aufziehen ein paar Anschreibprobleme (Königsblau 4001 von Pelikan) und habe ihn daraufhin erst einmal mit lauwarmem Wasser gespült (habe ihn vor Erstgebrauch nicht gespült :twisted:) und anschließend mit Toffee Brown von MontBlanc befüllt. Diese Füllung habe ich vollständig leer geschrieben, was ganz gut ging.
Bei der Pelikan Edelstein Tinte Mandarin (vor Befüllung natürlich gesäubert) schrieb er eigentlich auch, allerdings war die Schrift nicht so satt wie beim Braun und es kam des Öfteren beim ersten Buchstaben zu Anschreibproblemen (wobei diese nicht dramatisch waren. Einmal den Füller senkrecht gehalten, aufs Papier getippt und weiter ging es. Schrieb er erst einmal, brach der Fluss beim Schreiben nicht ab - nur am Anfang, wenn man zuvor nicht geschrieben hat).
Nun habe ich Oyster Grey von MontBlanc hineingefüllt (man merkt, ich will den Füller mit verschiedenen Tinten testen^^). Der Fluss ist zwar wieder nicht so satt wie beim Braun, allerdings satter als beim Mandarin. Außerdem hat er keine Anschreibprobleme (eben noch einmal getestet).
Unterschreiben ging bei allen Tinten (selbst beim Königsblau am Anfang). Die Feder schreibt wirklich sehr weich, ich muss ihr nur den Weg zeigen, schreiben tut sie. Nass ist die Feder auch (6 Seiten ca. beim Braun, danach war es vorbei - vielleicht auch 7, mehr auf jeden Fall nicht).

Ihr merkt sicher, ich bin dem Füllfederhalter sehr freundlich zugewandt und zeige Willen mich mit vielem zu arrangieren :D Wenn die Feder aber einen Schaden hat, dann wäre es mir sehr recht, das früh genug zu erfahren (denn das wäre dann "out of the box" so) :oops:.

Entschuldigung für diesen riesenlangen Post, ich hoffe jemand hat sich das bis hierin durchgelesen!

Würde mich sehr über eine Antwort freuen

LG Tiberius

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desas
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Re: Neuzugang fragt: Ist diese Feder in Ordnung?

Beitrag von desas » 10.03.2019 19:36

Hallo Tiberius,

herzlich willkommen.

Ich habe zwar keinen 100er zum Vergleich hier, kann aber an der Feder nichts erkennen, was mich stören könnte.

Wie Du hier (https://albora-pens.de/pelikan-feder-m1 ... -bb-999540) in einem gewerblichen Angebot sehen kannst, gleicht die dortige Feder in der Optik ziemlich Deiner.

Wenn die Feder sauber und willig schreibt, dürfte sie in Ordnung sein.
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Re: Neuzugang fragt: Ist diese Feder in Ordnung?

Beitrag von Linceo » 10.03.2019 19:46

Hallo Tiberius,

Anschreibprobleme sollte Dein Füller nicht haben, vor allem kein 1000er, denn die sind ja gerade für ihren satten, reichlichen Tintenfluss berühmt.

Einen sichtbaren Spalt zwischen den Federschenkeln haben meine 1000er nicht und die Feder liegt bei allen eng auf dem Tintenleiter auf.
An Deiner Stelle würde ich den Füllhalter umtauschen oder zu Pelikan einschicken.

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Re: Neuzugang fragt: Ist diese Feder in Ordnung?

Beitrag von desas » 10.03.2019 20:17

Dann hat mich mein Eindruck wohl getäuscht :?
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Re: Neuzugang fragt: Ist diese Feder in Ordnung?

Beitrag von Tenryu » 10.03.2019 21:09

Durch den Spalt muß die Tinte fließen. Ist der Spalt zu schmal, schreibt die Feder zu trocken, weil nicht genügend Tinte nachfließen kann. Insofern sieht sie für mich absolut in Ordnung aus.
Anschreibprobleme kann es manchmal bei sehr glatten Papieren geben. Nicht jede Kombination aus Feder-Tinte-Papier paßt optimal zusammen. Da muß man immer ein wenig experimentieren. Außerdem paßt sich eine Feder im Laufe der Zeit auch der Handschrift etwas an.

Tiberius
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Re: Neuzugang fragt: Ist diese Feder in Ordnung?

Beitrag von Tiberius » 10.03.2019 21:23

Vielen Dank euch beiden für das herzliche Aufnehmen und die schnelle Beantwortung.
Satter und reichlicher Tintenfluss ist vorhanden. Kann auch abgesetzt werden und eine Minute offen liegen (waagerecht), er schreibt sofort an (wohl auch noch länger) - die Tinte spiegelt sich sogar im Licht. "Nur" kommt es vor, dass, wenn er mehrere Stunden liegt (natürlich mit Kappe!), er dann manchmal erst beim zweiten Mal aufsetzen schreibt (etwas, was ich bei einem 40 Euro Füller sofort verzeihen bzw. kaum bemerken würde, hierbei wollte ich fragen, ob meine Erwartungshaltung evtl. unangemessen ist. Anscheinend nicht.).
Der Tintenfluss ist vergleichbar mit dem von YouTube-Reviews der M-Feder (z.B. Pen Habit). Kratzen tut auch nichts. Mich machte halt der Spalt misstrauisch, den ich so noch nie zuvor gesehen habe und beim Suchen durch meine Füller auch nur einmal vorfand (zuvor unbemerkt) - auch das nur mit Lupe und Lampe (wobei die Feder auch um einiges kleiner ist).

So sieht die Feder mit (grauer) Tinte gefüllt aus:

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Hier sieht man auch gut, was ich mit dem Spalt zwischen Tintenleiter und Feder meinte:

Bild


Hm, dann muss ich mal schauen...

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Re: Neuzugang fragt: Ist diese Feder in Ordnung?

Beitrag von Tiberius » 10.03.2019 21:28

Jetzt habe ich zu lange fürs Bilder hochladen benötigt und Tenryus Post verpasst :oops:
Danke auch dir für deine Antwort, jetzt reißt's mich hin und her :D
Heute lässt sich da sowieso nichts mehr machen, mal sehen was zu den neuen Bildern (befüllt) geschrieben wird.

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Re: Neuzugang fragt: Ist diese Feder in Ordnung?

Beitrag von Querkopf » 11.03.2019 2:51

Hallo, Tiberius,

erstmal herzlich willkommen :) !

Veranlasst durch deine Makro-Fotos (die ich übrigens sehr gut finde, chapeau) habe ich mir erstmals Federn meiner Pelikane unter der Lupe angeschaut. Hab' dabei auch eine Feder (M805) kurz ausgespült, um vergleichen zu können. Das Ergebnis sah so aus, wie deine Bilder es zeigen: Ohne Tinte erkennt man einen kleinen Spalt zwischen den Federschenkeln, im Bereich zwischen Tintenleiter und Schreibkorn scheint Licht durch. Ebenso erkennbar ein Spalt zwischen Feder und Tintenleiter, dort liegt die Feder nicht fest auf, es ist ein Spürchen Luft.
Datt mutt, wie Tenryu schon geschrieben hat, damit Tinte fließen kann. Ist Tinte im Tank/ in der Feder, verschwindet der "Durchsichtig"-Effekt, weil die Tinte beide schmalen Spalte ausfüllt. Vollständig, was zu tun hat mit der Oberflächenspannung der Flüssigkeit. So weit alles, wie's sein soll. Und dass dein Füller störungsfrei mehrere Seiten zu Papier bringt, lässt vermuten, dass die Spalt-Breite passt.

Anschreibprobleme kenne ich von meinen Pelikanen jedoch nicht, sie legen allesamt sofort los, selbst dann, wenn ich ein paar Tage oder sogar Wochen nicht mit ihnen geschrieben habe. Eine mögliche Erklärung fürs Problem hat Tenryu schon gegeben: zu glattes Papier. Eine zweite mögliche Erklärung wäre, dass du im ersten Moment den Füller irgendwie verquer hältst und das im zweiten Moment korrigierst, unbewusst, ohne dass du's selber merkst. Auf beides würde ich an deiner Stelle mal gucken.
Wenn's daran nicht liegt, würde ich Donates Rat folgen und den Füller zurück zum Händler tragen oder zum Hersteller schicken - Pelikane sind eigentlich Ritter ohne Fehl und Tadel, die in jeder Lebenslage sofort, immer und absolut verlässlich schreiben. Gerade der M1000 ist da herausragend, da würde ich kein Quentchen Abweichung akzeptieren.
Schöne Grüße
Doris

thobie
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Re: Neuzugang fragt: Ist diese Feder in Ordnung?

Beitrag von thobie » 11.03.2019 11:19

Was du noch einmal versuchen könntest und was keinen Schaden anrichtet:

Spül den Halter doch noch einmal richtig. Füge dem Wasser einen Tropfen Spülmittel bei. Mehrmals spülen. Und dann gründlich mehrmals mit ganz klarem Wasser nachspülen.Von dem Spülmittel darf nichts im Tintenleiter zurückbleiben sonst rauscht die Tinte nur so durch. Manchmal verbleiben Reste aus der Produktion der Feder im Tintenleiter.

Viele Grüße
Thomas

bebna
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Re: Neuzugang fragt: Ist diese Feder in Ordnung?

Beitrag von bebna » 12.03.2019 10:41

Mach mal bitte Bilder wie die Letzten aus meinem Beitrag: viewtopic.php?f=58&t=20712&start=15#p251286

Sprich Füller auf dem Kopf drehen und leicht schräg von Oben vorne die Spitze fokussieren. Als Fotograf gesprochen: Du willst die Perspektive, wie das Papier den Füller sieht.

Tiberius
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Re: Neuzugang fragt: Ist diese Feder in Ordnung?

Beitrag von Tiberius » 12.03.2019 23:16

Danke für die drei neuen Antworten :)

Papier habe ich hin- und hergewechselt, Ergebnis: je glatter desto schwieriger ging es. Doch der Tintenfluss selbst war nicht das Problem, sondern einfach das Anschreiben (diese Probleme ließen bei rauerem und dickerem Papier zwar nach, doch blieben bestehen). An der Haltung lag es auch nicht, habe absichtlich zum Testen geschrieben und währenddessen "pausiert", etwas gewartet und mit exakt derselben Haltung (habe mich ja nicht bewegt) versucht weiterzuschreiben - hat nicht funktioniert.

Das von thobie vorgeschlagene Spülen schien auch nur am Anfang zu helfen, wobei dabei fast zuviel Tinte herauskam. Nach der nächsten Spülung (hatte den Verdacht, eben nicht alles an Spülmittel herausgespült zu haben) war der Effekt dann auch wieder weg.

Habe den Füller dann heute getauscht. Den neuen habe ich dieses Mal direkt vor Befüllung gespült (nur klares Wasser) und wieder mit 4001er Pelikan Tinte Königsblau zum Testen aufgezogen. Er schreibt sehr weich (wie auch der alte), hat einen satten Tintenfluss ... doch diese Anschreibprobleme scheint er direkt übernommen zu haben - oder, was dadurch wahrscheinlicher wird, der Fehler liegt bei mir.

Was interessant ist: Schreibt er gerade nicht auf Papier und ich setze die Federspitze auf ein Taschentuch auf (berühren ohne jeglichen Druck, selbst ohne Eigengewicht), saugt sich dieses mit Tinte voll. Noch kurioser: umgedreht (also mit dem Tintenleiter nach oben) schreibt er immer sofort. Auf Haut schreibt er übrigens auch immer sofort, auch dann, wenn er sich gerade weigert auf Papier zu schreiben.
Also vlt. doch das Papier? Habe es selbst auf dicken, rauen und weichen Karteikarten probiert (Ergebnis: Die Strichbreite schätze ich einfach mal auf BB [mit M-Feder], der Tintenfluss ist um einiges satter als auf normalem Papier, dennoch: das Anschreiben bereitet manchmal Probleme).

Ich werde morgen einfach mal versuchen ein Foto aufzunehmen, wie bebna es beschrieben hat. Ansonsten schreibe ich den Füller die nächsten Tage, verwende verschiedene Tinten / Papiere und schaue wie sich das entwickelt. Als nächste Anlaufstelle sähe ich dann wohl direkt Pelikan.

PS: Diesen Spalt habe ich nun mittels Lupe, Licht und Kamera auch bei diversen anderen Füllern entdeckt (nur aufgrund der Federgröße entsprechend kleiner, weshalb auch unauffälliger). Probleme hatte ich mit diesen übrigens nie; der neue Pelikan hat diesen Spalt ebenfalls.

PPS: Ich habe mich bisher nicht gewagt, irgendeinen Druck auf die Feder auszuüben. Es ist durchaus zu erwarten, dass die Feder durch das reine Gleiten über das Papier schreibt - oder? Funktioniert ja auch beim Schreiben selbst, doch auch immer beim Anschreiben? Bisher hatte ich damit eig. keine Probleme.

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Re: Neuzugang fragt: Ist diese Feder in Ordnung?

Beitrag von bebna » 13.03.2019 11:59

Ja, die Feder sollte von alleine Schreiben ohne Druck. Auch kann man die meisten Füller einfach auch nur Führen und muss sie nicht Festhalten, Reibung der Haut reicht meist aus.

Mach dir mal keine Sorgen um den Spalt. http://www.richardspens.com/pdf/workshop_notes.pdf Seite 7.

Schau mal bitte ob der Füller vom "Drehwinkel" richtig liegt. Manche drehen ungewollt beim Aufsetzen den Füller leicht gegen den Uhrzeigersinn (bei Rechtshändern) oder auch die ganze Hand, wenn das Absetzen aus dem Handgelenk kommt.

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Re: Neuzugang fragt: Ist diese Feder in Ordnung?

Beitrag von Tenryu » 13.03.2019 12:55

Besorge dir einen glatten Kieselstein und schreibe in paar Kreise und 8-en drauf, dabei die Feder ein wenig nach allen Seiten rotieren.
Das hat schon bei viele Federn geholfen.

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Re: Neuzugang fragt: Ist diese Feder in Ordnung?

Beitrag von Tiberius » 13.03.2019 21:26

Sobald die Feder einmal schreibt, kann ich den Füller am Kolben mit Zeigefinger und Daumen halten und über das Blatt entlang ziehen und er "schreibt" (also gänzlich durch Eigengewicht).
Habe bereits diverse Winkel beim Anschreiben versucht, habe ihn auch erst einmal aufs Papier aufgesetzt, geschaut ob die Haltung richtig ist und losgeschrieben (zumindest die Feder bewegt, geschrieben hat er nicht gleich).

Das mit den Bildern hat auf Anhieb nicht ganz so geklappt. Habe hier ein recht unscharfes (und falsch fokussiertes), von dem ich nicht weiß, ob es für eine Beurteilung genügt (müsste ich mir morgen dann mal mehr Zeit für nehmen, war heute eher zwischen Tür und Angel):

Bild


Wie lange kann so etwas mit dem Kieselstein denn dauern (bzw. wie oft sollte man prüfen - nicht dass es zu "Unannehmlichkeiten" kommt)?

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Re: Neuzugang fragt: Ist diese Feder in Ordnung?

Beitrag von Tenryu » 13.03.2019 21:52

Ein paar Kreise malen, dann auf dem Papier testen, dann wieder und so weiter bis man zufrieden ist. Das Schreibkorn besteht aus Iridium-Osmium. Das schleift sich nicht so schnell ab, so lange man nicht eine Diamantschleifscheibe benutzt.

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