Noodler's Creaper Flex Pen

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Thom

Re: Noodler's Creaper Flex Pen

Beitrag von Thom » 12.04.2014 20:21

Hallo Martina,

hast Du schonmal mit einer Spitzfeder geschrieben? Wenn Du willst, schicke ich Dir den auf dem Foto. Das ist aber der, der mit der Nikko den 2,7 mm Schwellzug gemacht hat. Der macht einen gigantischen Tintenfluß, für die Hunt 101 wahrscheinlich zuviel. (Das ist noch lange nicht die spitzeste EF.)

Viele Grüße
Thomas

Schreibliesel
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Re: Noodler's Creaper Flex Pen

Beitrag von Schreibliesel » 12.04.2014 21:12

Hallo Thomas,

Ja ich habe schon mal mit einer versucht, aber nicht in einem Füller sondern mit einem Holzgriff. Empfand die Feder aber als sehr kratzig und unangenehm. Auch das eintunken in die Tinte klappte nicht so gut.
Ich habe ja den NC bei Dir bestellt und bin nun auf die Feder sehr gespannt.

Viele Grüße
Martina

Thom

Re: Noodler's Creaper Flex Pen

Beitrag von Thom » 12.04.2014 21:38

Das ist das Problem mit den Federn nach denen da gesucht wird. Die Strichvarianz ist damit möglich, aber die schreiben nicht wie Füllerfedern.(da ist aber Martin zuständig)
Die Königsblau-Killerer können gleich mal das beschriebene kupfern bei Schräglicht bei hohem Farbstoffgehalt sehen.

V.G.
Thomas
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pejole
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Re: Noodler's Creaper Flex Pen

Beitrag von pejole » 12.04.2014 23:16

Schreibliesel hat geschrieben:Hallo Thomas,

Ja ich habe schon mal mit einer versucht, aber nicht in einem Füller sondern mit einem Holzgriff. Empfand die Feder aber als sehr kratzig und unangenehm. Auch das eintunken in die Tinte klappte nicht so gut.
Ich habe ja den NC bei Dir bestellt und bin nun auf die Feder sehr gespannt.

Viele Grüße
Martina

Hallo Martina,

wenn du den NC bei Thom bestellt hast dann bestelle dir doch gleich die Nikko Spitzfeder mit und versuche mit dieser mal zu schreiben, wenn du ihn hast vielleicht noch in einem Oblique-Penholder und die Schreiberei mit Spitzfeder verbessert sich enorm.

Die Nikko ist zwar flexibel, aber nicht so extrem wie normale Spitzfedern mit denen man sich doch schnell im Papier festfrisst. Du solltest glattes Papier verwenden, das Clairefontaine wäre gut geeignet, und in jedem Falle immer ein Blatt Papier zum Schutz unter die Schreibhand legen damit Schweiß und Hautfett und anderes nicht auf den Beschreibstoff kommen, das mögen die Federn absolut nicht und verweigern den Dienst, obwohl die Nikko auch hier nicht so empfindlich ist wie andere.

Wenn du Schwierigkeiten hast die Feder ins Tintenfass zu tauchen dann nimm doch einfach wie ich es mache ein Minimarmeladenglas und setze den Messbecher eines Hustenmedikamentes in das Glas, den Becher befülle ich mit Pipette so hoch dass ich genug Tinte mit der Feder aufnehmen kann, aber auch nicht so viel dass die Tinte von der Feder tropft. Den Zwischenraum zwischen Glas und Einsatz habe ich mit Papier ausgefüllt damit der Einsatz fest steht. Geht echt prima.

wenn du mehr wissen möchtest einfach fragen.

Gruß, Martin
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Schreibliesel
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Re: Noodler's Creaper Flex Pen

Beitrag von Schreibliesel » 13.04.2014 10:47

Hallo Martin,

Erstmal lieben Dank für die ausführlichen Tips. Vor allem für die Idee mit dem Tintenfass. Aber ich kann mir so garnicht vorstellen, wie es sich mit diesem irre aussehenden Penholder schreiben lässt? Und dann noch so kleine Kurrentbuchstaben. Durch den Winkel schwer vorstellbar. Aber der Winkel muss ja einen besonderen Grund haben nehme ich an :?
Aber vielleicht sollte ich es einfach mal versuchen. :roll:

Viele Grüße
Martina

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Re: Noodler's Creaper Flex Pen

Beitrag von Schreibliesel » 13.04.2014 10:51

Hallo Thomas,

Werde es dann wohl mal versuchen. Könntest Du mir diesen Penholder mit der Nikko Feder noch meiner Bestellung beilegen?

Gruß
Martina

Thom

Re: Noodler's Creaper Flex Pen

Beitrag von Thom » 13.04.2014 14:55

Hallo Martina,

lass Dir mal von uns nichts aufschwatzen. Der Oblique ist gut für Anglais. Wenn Du mit Füller Kurrent schreiben willst, weiß ich nicht, ob Dir das weiterhilft. Das Problem mit dem Du da kämpfst, ist nicht neu und der Fachwelt als "Pennino-Paradoxon" bekannt. :) (Hallo Pennino!)
Gucke Dir die Spitzfedern mal unter "Aktionen" an. Die sind alle recht einfach zu handhaben (außer der Iridinoid keine EF). Ich kann Dir den Romus mit der Hunt101 aber auch einfach so mitschicken, (der hat die meisten Tests voriges Jahr gemacht), da kannst Du mal probieren, wie eine EF-Spitzfeder im Füller ist.
Aber wie auch immer, Kurrent wurde mit Spitzfeder geschrieben. Die Erfindung des Schreibkorns war das Ende dieser Schrift.

Viele Grüße
Thomas

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Re: Noodler's Creaper Flex Pen

Beitrag von Schreibliesel » 13.04.2014 16:22

Hallo Thomas,

Du bist ja herrlich ! Ja genau so machen wir das. Schicke mir den Hunt einfach mal mit, dann lass ich mich überraschen :P
Hilf mir als Anfängerlaie mal auf die Sprünge was dieser tolle Begriff bedeutet. Klingt irre :D Hört sich nach ganz was besonderem an, haha
Freue mich auf das Päckchen

Liebe Grüße
Martina

Thom

Re: Noodler's Creaper Flex Pen

Beitrag von Thom » 13.04.2014 16:46

:D
Ich hoffe, Martina verzeiht mir die kleine Indiskretion, aber für die kurrentinteressierten Leser, ich hatte als erstes zu einem alten Füller mit feiner, flexibler Goldfeder geraten (ebay.co.uk).

@Martina, die Hunt 101 ist eine Spitzfeder, die so spitz ist, wie Du das suchst (geht auch noch spitzer), die hier in einem Füller ist. Das ist ein Beitrag aus der Rubrik "Sei vorsichtig mit Deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen." Obendrein auch noch gratis. :D

Viele Grüße
Thomas

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Re: Noodler's Creaper Flex Pen

Beitrag von pejole » 13.04.2014 17:45

Schreibliesel hat geschrieben:Hallo Martin,

Erstmal lieben Dank für die ausführlichen Tips. Vor allem für die Idee mit dem Tintenfass. Aber ich kann mir so garnicht vorstellen, wie es sich mit diesem irre aussehenden Penholder schreiben lässt? Und dann noch so kleine Kurrentbuchstaben. Durch den Winkel schwer vorstellbar. Aber der Winkel muss ja einen besonderen Grund haben nehme ich an :?
Aber vielleicht sollte ich es einfach mal versuchen. :roll:

Viele Grüße
Martina
Hallo Martina,

ja der Penholder sieht schon ein wenig irre aus, aber nach kurzer Eingewöhnungszeit wirst du selbst von den Vorzügen überzeugt sein.

Kurrent wird schräg geschrieben, ich weiß nicht wie schräg du schreibst, aber je kleiner der Winkel desto mehr muss die Handhaltung der Schrägen angepasst werden, ansonsten fängt die rechte Federbacke an zu springen und erzeugt Wellenlinien und wenn der Schwellzug recht dick sein soll sieht man das auch, außerdem wird die Feder durch die schräge Schreibhaltung enorm belastet und gibt schneller ihren Geist auf.

Alles Theorie, aber sieh dir mal die beiden Fotos an und achte mal auf den Schatten den die Feder macht bzw wie die Feder auf dem Papier steht, im Verlauf siehst du dass mit dem Oblique Penholder die schräge Haltung der Feder einfacher zu halten ist bei gleicher Handhaltung. Und um die kleinen Buchstaben mach dir keine Sorgen, alles möglich mit dem Oblique.

Im dritten Foto siehst du mal wie die Buchstabenlänge sich je nach Schräge verlängert und wie somit auch die Handhaltung angepasst werden muss.

Apropos, mit einer Bandzugfeder lässt sich auch gut Kurrent schreiben.

Gruß, Martin
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Schreibliesel
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Re: Noodler's Creaper Flex Pen

Beitrag von Schreibliesel » 13.04.2014 18:26

Hallo Martin,

Mensch ist das ein tolles Forum. Du machst Dir soviel Mühe mit den Bildern. Finde ich toll!Habe ich sofort in meine Fotoecke gespeichert. Somit kann ich alles in Ruhe überdenken. Mir schwirrt im Moment der Kopf und es dampft schon :D Klingt aber alles sehr einleuchtend. Eine Bandzugfeder habe ich da, habe ich versucht bei der Offenbacher Schrift einzusetzen. Da hatte ich dann das Problem der Tinte, wie oben schon besprochen.
Erstmal nun ganz herzlichen Dank. Freue mich über soviele Anregungen.
Viele Grüße
Martina

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Re: Noodler's Creaper Flex Pen

Beitrag von YETI » 13.04.2014 18:35

Hallo Martin

Versuche mal eine Soennecken Breitfeder Nr.5! Die ist deutlich flexibler als die Brause 180. Damit bekommt man bei den Großbuchstaben schöne Schwellzüge hin. Bei den kleinen Buchstaben schreibt man ohne Druck nur mit der Linienvariation einer normalen Bandzugfeder.
Leider sind diese Breitfedern nicht mehr ganz so leicht aufzutreiben.

Gruß

Andreas
Es ist besser ein kleines Licht anzuzünden, als auf die Dunkelheit zu schimpfen.

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Re: Noodler's Creaper Flex Pen

Beitrag von Pennino » 13.04.2014 20:30

@ Thom :
Dieses "Paradoxon" ist schon mein "Koan" geworden !
Irgendwann hoffe ich auf Erleuchtung :idea: für den viereckigen Kreis.
:D

@ Martina :
Thom hat Dich ja schon darauf hingewiesen, dass Du nicht alleine bist ........

Viele Grüße,
Pennino
" Il pennino è l'anima di una penna stilografica "

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Re: Noodler's Creaper Flex Pen

Beitrag von pejole » 15.04.2014 23:16

@ YETI,

die Soenneken Nr. 5 habe ich bestimmt irgendwo rumliegen, aber frag mich nicht wo, irgendwo, Karfreitag soll wohl schlechtes Wetter werden, ideal zum Federn suchen, oder ich suche die am Ostersonntag anstatt Ostereier, kann auch lustig werden.

VG, Martin

Thom

Re: Noodler's Creaper Flex Pen

Beitrag von Thom » 19.04.2014 19:02

Vor allem wegen der vereinzelt gemeldeten Anschreibprobleme bei den "großen" Noodler's, hab ich mal nach einer günstigen "Abziehmöglichkeit" geschaut, für diejenigen, die sowas nur selten brauchen. Geht ganz gut mit Nagelpolierfeile für 1-Euro-nochwas aus der Drogerie.
Die N.C.-Feder braucht sowas normalerweise nicht. Bei der einen etwas kratzigen Retourfeder hat das aber auch gut funktioniert. An der N.C.-Feder würde ich möglichst nicht rumschleifen.
(Für die Kurrentfreunde: im Vergleich zu Federn wie z.B. der Leonardt EF, Gillott303 ist das alles noch "Kindergeburtstag".)

V.G.
Thomas
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