Erbitte Erleuchtung: Eisengallus-Tinte

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Thom
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Re: Erbitte Erleuchtung: Eisengallus-Tinte

Beitrag von Thom » 15.08.2019 22:45

Mario Be hat geschrieben:
15.08.2019 18:42
Also wenn ich mir das so anschaue, liegt bei Rot und Grün meine Hoffnung jetzt eher bei den Tinten von Super5.
Ich würde für Füller mal "Super5" allgemeiner durch "Nanopigmenttinten" ersetzen, aber ansonsten Bingo!. Diese Tinten sind nicht nur wasserfest und lichtbeständig, sondern in diesen Eigenschaften auch farbstabil. (wie gesagt, bei Rot etwas mit Einschränkung)

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ai19
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Re: Erbitte Erleuchtung: Eisengallus-Tinte

Beitrag von ai19 » 16.08.2019 0:33

Rohrer und Klingner haben doch auch grün und magenta als Dokumentus.

Wenn die sich verhalten wie schwarz und dunkelblau, dann sind die sehr wasserfest.

Grüße,
Arda

Thom
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Re: Erbitte Erleuchtung: Eisengallus-Tinte

Beitrag von Thom » 16.08.2019 2:19

Dokumentus sind alle Farben einzeln zertifiziert, die sind alle dokumentenecht nach DIN.
Z.B. R&K sketchINK, deAtramentis Dokumententinten und Sailor Storia wären auch geeignet.

V.G.
Thomas

Thom
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Re: Erbitte Erleuchtung: Eisengallus-Tinte

Beitrag von Thom » 16.08.2019 2:25

Ich muss mal schauen, Leigh Reyes planscht doch immer rum. :) https://www.youtube.com/watch?v=5bwAfsZTi6A

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Mario Be
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Re: Erbitte Erleuchtung: Eisengallus-Tinte

Beitrag von Mario Be » 16.08.2019 5:33

Mit dem "Label" Dokumentenecht habe ich nicht so gute Erfahrungen gemacht, leider.
Bei Wasserkontakt ist da auch fast alles verlaufen/verwaschen. Da war zwar später noch zu lesen was da stand, aber die besten Erfahrungen hatte ich bisher mit Salix als EG Tinte. Daher wohl mein Irrglaube, dass ich nach EG Tinten Ausschau halten muss.
Dann lasse ich euch mal weiter Fachsimpeln.

Dank euch allen nochmal

Thom
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Re: Erbitte Erleuchtung: Eisengallus-Tinte

Beitrag von Thom » 16.08.2019 9:31

Mario Be hat geschrieben:
16.08.2019 5:33
Mit dem "Label" Dokumentenecht habe ich nicht so gute Erfahrungen gemacht, leider.
Soll ich mal raten? Faber-Castell. :)

V.G.
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V-Li
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Re: Erbitte Erleuchtung: Eisengallus-Tinte

Beitrag von V-Li » 16.08.2019 10:19

Thom hat geschrieben:
16.08.2019 2:19
Dokumentus sind alle Farben einzeln zertifiziert, die sind alle dokumentenecht nach DIN.
Z.B. R&K sketchINK, deAtramentis Dokumententinten und Sailor Storia wären auch geeignet.
Sailor Storia wasserfest ja, aber nur bedingt lichtbeständig (je nach Farbe).

Thom
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Re: Erbitte Erleuchtung: Eisengallus-Tinte

Beitrag von Thom » 16.08.2019 10:33

Mit Rottönen wäre ich bei den Nanotinten generell vorsichtig in Sachen Lichtbeständigkeit. Deshalb sieht die "rote" dokumentus auch nicht rot aus, sondern wie Schleichwerbung für die Telekom. Ich hänge nochmal das dokumentus-Prüfzertifikat an.
Faber-Castell schreibt "dokumentenecht" drauf und die können das machen, weil es, im Unterschied zu dokumentenechten Kugelschreibern und Tintenrollern, für dokumentenechte Füllertinten keine verbindliche Norm gibt.

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ai19
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Re: Erbitte Erleuchtung: Eisengallus-Tinte

Beitrag von ai19 » 16.08.2019 11:17

Mario Be hat geschrieben:
16.08.2019 5:33
Mit dem "Label" Dokumentenecht habe ich nicht so gute Erfahrungen gemacht, leider.
Bei Wasserkontakt ist da auch fast alles verlaufen/verwaschen. Da war zwar später noch zu lesen was da stand, aber die besten Erfahrungen hatte ich bisher mit Salix als EG Tinte. Daher wohl mein Irrglaube, dass ich nach EG Tinten Ausschau halten muss.
Dann lasse ich euch mal weiter Fachsimpeln.

Dank euch allen nochmal
Ich habe die Dokumentus Schwarz und Dunkelblau getestet. Dafür lasse ich ein beschriebenes Blatt Papier 24 Stunden in Wasser liegen.

Bevor die Rohrer&Klingner-Tinte abgeht, löst sich das Papier auf. Die Tinte ist beständiger als manche Kugelschreiberpaste, die dann zerläuft. Das getrocknete Papier sieht hinterher aus, als wäre mit der Tinte nichts gewesen.

Glaub mir, ich bin ein absoluter Wasserfestigkeitsfanatiker.

Dasselbe Verhalten zeigen übrigens die Platinum Carbon ink, Platinum Pigment Blue, die Tinten aus den Uniball Tintenrollern, die mit "document proof" gekennzeichnet sind, und einige wenige Gelroller.

Selbst die Salix ist nicht so beständig, da das schöne blauschwarz der Salix sich auflöst in das Grau des Eisengallus, da die Farbstoffanteile sich auflösen.

Ich habe das alles selber getestet und lege hier für die Wasserfestigkeit der von mir genannten Tinten meine Hand ins Feuer. Chemikalien etc. habe ich nicht getestet, weil ich keine Bleichmittel über meine Aufzeichnungen kippe.

Manchmal hat es geregnet, man macht das Fenster auf vor dem Schreibtisch, und ein paar Regentropfen perlen vom Fenster auf das Papier, und die Farbstofftinte löst sich direkt auf. Ich kann das nicht ausstehen und habe deswegen eine Obsession für wasserfeste Tinten und dafür geeignete Füller entwickelt.

Die Tinten sind, je nachdem, nicht hundertprozentig wischfest. Also nicht wischfest in dem Sinne, dass die Tinte beim Wischen keinen leichten Schleier auf das umgebene weiße Papier zieht. Aber das ist für mich auch kein Kriterium, weil ich nicht Wasser draufkippe und dann hin und herwische. Mit geht es um Wasser, das versehentlich auf meine Aufzeichnungen gelangt und mit einem Taschentuch aufgesaugt wird. Oder darum, dass mir ein Notizzettel nach einem kurzen Regenschauer nicht die weiße Hemdbrusttasche einsaut. War das peinlich!

Beste Grüße,
Arda

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Re: Erbitte Erleuchtung: Eisengallus-Tinte

Beitrag von ai19 » 16.08.2019 11:28

Thom hat geschrieben:
16.08.2019 9:31
Mario Be hat geschrieben:
16.08.2019 5:33
Mit dem "Label" Dokumentenecht habe ich nicht so gute Erfahrungen gemacht, leider.
Soll ich mal raten? Faber-Castell. :)

V.G.
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Ich komme dann immer in die Situation, ungläubigen Verkäuferinnen erklären zu müssen, dass "dokumentenecht" für manche Tintenhersteller lediglich bedeutet, dass sich die Tinte nicht restlos entfernen lässt, und das "wasserfest" für mich eben wasserfest bedeutet, und die Faber-Castell-Tinten mitnichten dieses Kriterium erfüllen.

Das selbe hatte ich mit Gelminen. Da habe ich mir extra aus der Schweiz Gelminen bestellt, die vom Hersteller als "wasserfest, tropentauglich und dokumentenecht" angepriesen wurden, und dann hat sich das aufgelöst wie Kindertusche.

Ich kenne nur Uniball Gel, Sakura Gelly Roll und Pelikan Energy Gel, die wirklich richtig wasserfest sind. Die alten PaperMate 300 Gel waren überragend wasserfest, aber es gibt sie nicht mehr. Rein optisch scheint Newell-Rubbermaid, von denen PaperMate eine Marke ist, auf Mitsubishi umgestiegen zu sein, und die Uniball-Gelminen zu verbauen.

Beste Grüße,
Arda

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Re: Erbitte Erleuchtung: Eisengallus-Tinte

Beitrag von ai19 » 16.08.2019 11:29

Oh, und Pentel LRP-5 Gelminen sind auch wasserfest.

Thom
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Re: Erbitte Erleuchtung: Eisengallus-Tinte

Beitrag von Thom » 16.08.2019 12:43

ai19 hat geschrieben:
16.08.2019 11:28
Ich komme dann immer in die Situation, ungläubigen Verkäuferinnen erklären zu müssen, dass "dokumentenecht" für manche Tintenhersteller lediglich bedeutet, dass sich die Tinte nicht restlos entfernen lässt, und das "wasserfest" für mich eben wasserfest bedeutet, und die Faber-Castell-Tinten mitnichten dieses Kriterium erfüllen.
Gegen nicht restlos entfernen lässt, hätte ich garnix einzuwenden, aber die Stone Grey ist ja auch ungemein lichtecht
(Copyright by Tintenklex). Da würde ich zugerne mal einen Bleichmitteltest sehen.

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Re: Erbitte Erleuchtung: Eisengallus-Tinte

Beitrag von Mario Be » 16.08.2019 13:29

Thom hat geschrieben:
16.08.2019 9:31
Mario Be hat geschrieben:
16.08.2019 5:33
Mit dem "Label" Dokumentenecht habe ich nicht so gute Erfahrungen gemacht, leider.
Soll ich mal raten? Faber-Castell. :)

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Thomas
Jup.
Hatte mich gefreut als ich gelesen hatte, dass alle GvFC dokumentenecht sein sollen.
Werbeversprechen würde ich das nennen, denn hier reichten schon feuchte Finger am Einkaufszettel....

agathon
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Re: Erbitte Erleuchtung: Eisengallus-Tinte

Beitrag von agathon » 16.08.2019 13:36

Hier die versprochenen Scans:

Es handelt sich einmal um die Tauchfeder-Variante der Nachtblau, die erkennnbar gänzlich kräftig schwarz geworden. Die Schreibprobe wurde vor ca. 6 Monaten gemacht. Zum anderen habe ich hier verschiedene EG-Füllertinten, die Schreibprobe ist zwei Jahre alt. Man sieht schon, dass EG-Tinten ihre Farbigkeit behalten können. Die rote Tinte ist als solche noch gut zu erkennen, dabei hat sie die anderen gewünschten Eigenschaften (schnelltrocknend, randscharf) nicht eingebüßt. Gleiches gilt für die grüne EG-Tinte, die ich von Thom habe. Man sieht auch, dass die alte MB MB und "Agathons Beste" bräunlich werden, aber auch noch nach zwei Jahren gut lesbar sind. Bei drei Jahre alten Proben, die ich auch noch habe, sieht es auch nicht anders aus. Und da die Schrift immer noch lesbar ist, bin ich schon auch ein Freund von EG-Tinten ohne Farbbemischung. Bei der dunkelblauen EG-Tinten fällt es mir manchmal aber schwer zu entscheiden, ob die noch blau oder schon schwarz ist.

Mit KWZ sind meine Erfahrungen gemischt. Einige dieser Tinten halten über Jahre hinweg die Farbigkeit und schreiben auch randscharf. Einige andere sind knallig bunt, verlaufen mir aber zu sehr, sodass hier zumindest schon einmal eine mir sehr wichtige Eigenschaft von EG-Tinten verloren geht.

Fazit:
1. Es gibt farbige EG-Tinten, für die es sinnvolle Einsatzzwecke gibt und die trotz der Farbbemischung EG-Tinten-Eigenschaften in gutem Ausmaß aufweisen.
2. Es gibt EG-Tinten, die aufgrund dieser Farbbemischungen ihren EG-Charakter verlieren.
3. Reine EG-Tinten ohne Farbbemischungen fabrizieren eine unübertroffene Randschärfe und Schwärze, die allerdings verbleicht, aber vermutlich eine Lesbarkeit von vielen Jahren hat. Für mich ist es immer ein besonderes Vergnügen gewesen mit der reinen EG-Tinte zu schreiben.

Grüße

agathon
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Re: Erbitte Erleuchtung: Eisengallus-Tinte

Beitrag von Thom » 16.08.2019 13:58

agathon, danke! Also, agathons Beste habe ich eindeutig vergeigt. Man muss allerdings dazu sagen, dass agathon und ich zu dieser Zeit noch "Langzeiterfahrungen" gesammelt haben (steht in Anführungszeichen, weil das alles für Eisengallustinten natürlich keine Langzeit ist). Die Tinten werden ihre Schriftzüge mit der Zeit farblich verändern, es gibt zwar sporadische Bericht über sehr alte EG-Schriften ("sehr alt" bedeutet hierbei immer Jahrhunderte), die noch vermeintlich schwarz sein sollen, aber für EG-Tinten ohne irgendwelche Zusätze glaube ich das nicht. Die Bestandteile und auch die Komplexe verändern sich mit der Zeit, die Frage ist nur, in welchem Zeitraum und mit welcher Aggressivität zum Beschreibmaterial. Für die Tinte gibt's grundsätzlich 3 Möglichkeiten, gerbsäurelastig, eisenlastig oder genau auf den Punkt. Aber die eisenlastige ist mit Abstand die schlechteste.

V.G.
Thomas

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