Montblanc 149Flex, 146 Calligraphy, 146 Stub

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Schreibfaul
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Re: Montblanc 149Flex, 146 Calligraphy, 146 Stub

Beitrag von Schreibfaul » 07.12.2019 22:34

Hier mal ein Vergleich von gold leaf und 149er. Im Schriftbild hier ist der Unterschied schwer zu erkennen (schwarz = 149; blau = gold). Der gold schreibt sich etwas fester (mehr Widerstand in der Feder) und beim Abstrich wird er bei mir (noch) schnell blockig. Im Aufstrich soll der 149 deutlich dünner als der gold sein. Sehe ich jetzt hier nicht so deutlich.
Im Abstrich ist meines (Anfänger)-Gefühls nach mehr Dynamik möglich beim 149.
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Beste Grüße
Pascale

agathon
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Re: Montblanc 149Flex, 146 Calligraphy, 146 Stub

Beitrag von agathon » 07.12.2019 23:11

An diesen Schriftproben kann ich mich kaum satt sehen, das sind schon richtig tolle Federn! Die kleinere produziert aber doch recht viel railroading. Sie scheint sich daher doch nicht so weit spreizen zu lassen wie die größere.

Grüße

agathon

Schreibfaul
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Re: Montblanc 149Flex, 146 Calligraphy, 146 Stub

Beitrag von Schreibfaul » 08.12.2019 8:12

agathon hat geschrieben:
07.12.2019 23:11
Die kleinere produziert aber doch recht viel railroading. Sie scheint sich daher doch nicht so weit spreizen zu lassen wie die größere.
Ich würde da nicht ausschließen, dass das an meiner mangelnden Feinfühligkeit liegt und ich einfach zu weit spreize.
Was ich auch festgestellt habe, meine normale Füllerfüllmethode (wieder raustropfen lassen, umdrehen, zudrehen) könnte eventuell etwas zu „trocken“ für die Flex sein.
Werde das bei der nächsten Füllung austesten, bzw. beim 149 habe ich es gleich ohne raustropfen gemacht.

Gib mir noch mal ein zwei Wochen (mache einen Kalligraphie-Kurs), dann kann ich noch einmal nachlegen :D
Beste Grüße
Pascale

Mesonus
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Re: Montblanc 149Flex, 146 Calligraphy, 146 Stub

Beitrag von Mesonus » 08.12.2019 11:40

Schreibfaul hat geschrieben:
07.12.2019 22:34
Im Aufstrich soll der 149 deutlich dünner als der gold sein. Sehe ich jetzt hier nicht so deutlich.
Moin moin,
das mag daran liegen, dass der Gold Leaf mit M und F-Feder angeboten wird. Bei den Test-Gelegenheiten, die ich bisher hatte, lag immer einer mit M-Feder aus, die ist schon sichtbar breiter als die EF des 149ers. Hat Deiner denn eine F?

FF Jan
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pejole
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Re: Montblanc 149Flex, 146 Calligraphy, 146 Stub

Beitrag von pejole » 08.12.2019 13:21

Jetzt muss ich euch aber mal zeigen wie die alten kleinen Federn aber wirklich ganz groß schreiben konnten und auch mit der großen 149 Flex mithalten können. Im Foto mal die richtig gut flexible Feder vom kleinen alten 3-42 G in OF, eine wahre Freude mit ihr zu schreiben. Die braucht sich wahrlich nicht hinter dem 149 zu verstecken.

Gruß, Martin
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Re: Montblanc 149Flex, 146 Calligraphy, 146 Stub

Beitrag von NicolausPiscator » 08.12.2019 13:35

Sehr schön und instruktiv, lieber Martin. Vielen Dank!

agathon
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Re: Montblanc 149Flex, 146 Calligraphy, 146 Stub

Beitrag von agathon » 08.12.2019 15:23

pejole hat geschrieben:
08.12.2019 13:21
Jetzt muss ich euch aber mal zeigen wie die alten kleinen Federn aber wirklich ganz groß schreiben konnten und auch mit der großen 149 Flex mithalten können.

Gruß, Martin

Für mich ist das Bemerkenswerte, dass die moderne MB-Feder mit den alten Federn mithalten kann. Für mich ist das die Überraschung des mittlerweile ja auch schon ziemlich angebrochenen Jahrhunderts. Bemerkenswert ist aber schon auch, was diese alten kleinen (!) Federn alles konnten.

Grüße

agathon

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Re: Montblanc 149Flex, 146 Calligraphy, 146 Stub

Beitrag von Schaumburger » 08.12.2019 21:50

agathon hat geschrieben:
08.12.2019 15:23
pejole hat geschrieben:
08.12.2019 13:21
Jetzt muss ich euch aber mal zeigen wie die alten kleinen Federn aber wirklich ganz groß schreiben konnten und auch mit der großen 149 Flex mithalten können.

Gruß, Martin

Für mich ist das Bemerkenswerte, dass die moderne MB-Feder mit den alten Federn mithalten kann. Für mich ist das die Überraschung des mittlerweile ja auch schon ziemlich angebrochenen Jahrhunderts. Bemerkenswert ist aber schon auch, was diese alten kleinen (!) Federn alles konnten.

Grüße

agathon
Hallo Agathon,

ich habe alte (Mabie Todd Swan, vor 1952) Federn in diversen Größen.
Die flexibelsten (wet noodle) haben die Größe 2, also etwa wie ein Pelikan M200.
Mit zunehmender Größe ändert sich das Schreibgefühl - wird etwas indirekter und die Feder ist halt repräsentativer...

Auf jeden Fall finde ich es gut, das es die MB Flexfedern gibt. :-)

Beste Grüße
Jens
.....................................................................................................
was mich sonst so interessiert:
https://www.flickr.com/photos/136145166@N02/albums

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hoppenstedt
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Re: Montblanc 149Flex, 146 Calligraphy, 146 Stub

Beitrag von hoppenstedt » 09.12.2019 1:58

pejole hat geschrieben:
08.12.2019 13:21
Jetzt muss ich euch aber mal zeigen wie die alten kleinen Federn aber wirklich ganz groß schreiben konnten und auch mit der großen 149 Flex mithalten können. Im Foto mal die richtig gut flexible Feder vom kleinen alten 3-42 G in OF, eine wahre Freude mit ihr zu schreiben. Die braucht sich wahrlich nicht hinter dem 149 zu verstecken.

Gruß, Martin
Sehrsehr genial, Danke, Martin!
Jaja, das waren Zeiten, in denen es von Montblanc noch OF-Federn gab!
Ich musste mich dem Thema mühsam wieder nähern, indem ich mal über eine OFL aus dem Bespoke-Programm nachgedacht hatte...
Toll!
Caveat scriptor. 🖋
Grüße von Alfred

Thom
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Re: Montblanc 149Flex, 146 Calligraphy, 146 Stub

Beitrag von Thom » 09.12.2019 10:13

agathon hat geschrieben:
08.12.2019 15:23
Für mich ist das Bemerkenswerte, dass die moderne MB-Feder mit den alten Federn mithalten kann. Für mich ist das die Überraschung des mittlerweile ja auch schon ziemlich angebrochenen Jahrhunderts.
Dann warte mal ab, bis ich Dich mit der Pferdekutsche überhole.
Eigentlich sollte bei Pelikan jetzt der Ehrgeiz ausbrechen, wir können das zum halben Preis. Falls hier mal jemand reinschaut ... :)

V.G.
Thomas

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Re: Montblanc 149Flex, 146 Calligraphy, 146 Stub

Beitrag von pejole » 09.12.2019 11:37

Thom hat geschrieben:
09.12.2019 10:13

Eigentlich sollte bei Pelikan jetzt der Ehrgeiz ausbrechen, wir können das zum halben Preis. Falls hier mal jemand reinschaut ... :)

V.G.
Thomas

@Thom

Die konnten flexible Federn und werden es wohl noch können, nur die Frage ob sie wollen; schätze mal es würden reichlich Interessenten einen mit flexibler Feder haben wollen.

Gruß, Martin
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Re: Montblanc 149Flex, 146 Calligraphy, 146 Stub

Beitrag von hoppenstedt » 09.12.2019 12:29

Tja, Montblanc war /ist (mal wieder) der Trendsetter, hier und jetzt bezüglich Flex... zumindest nehme ich das aus eigener Anschauung so wahr...
Meine total subjektive & unmaßgebliche Wahrnehmung: Pelikan war vor ca. 80 Jahren vorne, als der Kolbenfüller auf den Massenmarkt gebracht wurde, aber heute... bauen sie immer noch richtig gute Füllfederhalter, aber - ich weiß auch nicht, wie ich es sagen soll - sexy ist zur Zeit irgendwie eher Montblanc, falls man überhaupt bei Stiften von Sex reden kann... & falls man in Peine mitliest ;)
Caveat scriptor. 🖋
Grüße von Alfred

aljen
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Re: Montblanc 149Flex, 146 Calligraphy, 146 Stub

Beitrag von aljen » 22.01.2020 11:55

@ Martin, klasse Beitrag, kann ich nur bestätigen. Den neuen Flex 149 habe ich zwar noch nicht ausprobiert, das Risiko ist mir zu hoch. :P Von meinen beiden „Kleinen“ (ein 242, ein MS 142 mit „o“) kenne ich jedenfalls ein Traum-Flex, dem ich ganz einfach bis heute noch keine Gleichen gefunden habe. Das besonders Perfide bei den „Alten“: sie können auch einen recht langweiligen Strich ziehen, will oder kann jemand damit einfach nur „normal“ schreiben.

@ hoppenstedt, doch doch, ein Souverän 800er Schildpatt Braun o.ä. kann m.E. durchaus mit einem Meisterstück in Sachen Appeal mithalten. Wenn nur diese doch recht starre Feder nicht wäre… aber was nicht ist, kann noch werden, nicht wahr, Hannover?
Et in Arcadia ego.

Dany
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Re: Montblanc 149Flex, 146 Calligraphy, 146 Stub

Beitrag von Dany » 22.01.2020 16:54

Hallo,

@Martin, dein Beitrag ist zwar schon ein paar Wochen her, aber dieser Faden ploppte gerade bei mir auf, und nun möchte ich doch noch hinzufügen, dass deine Schrift mal wieder zu schön aussieht, um wahr zu sein, und dass dein Pelikan 400NN ein wirklicher Eyecatcher ist!

Auch ich bin gespannt, ob Pelikan irgendwann moderne Flexfedern ins Programm aufnehmen wird. Die aus den 50er Jahren schreiben zumindest traumhaft und gehören für mich schon deshalb in die Kategorie "Vintage". Für meinen Geschmack können die neuen MB 149 und 146 mit der alten flexiblen Pelikan Feder nicht ganz mithalten. Allerdings kam ich erst in den Genuß zwei 149er und einen 146er Flex ausprobieren zu dürfen, und die schrieben allesamt sehr unterschiedlich... Die wirklich alten Flexfedern wurden m. W. viel aufwendiger hergestellt, um die einzigartigen Flexeigenschaften zu erhalten. Das ist wohl heute gar nicht mehr möglich, zumindest nicht in Masse, und daher merken wir den "kleinen, aber feinen" Unterschied zwischen den guten alten Mabie Todd Swans- und Waterman's' Federn im Gegensatz zur modernen Montblanc-Flex-Feder. Die 50er Pelikan Federn sind für mich auf jeden Fall noch näher an meiner Erwartungshaltung bezüglich Flex, als die neuen MB-Flex-Federn - sorry, Hoppenstedt, sorry Montblanc. Und bevor ich mich jetzt bei den Montblanc Fans unbeliebt mache: Pelikan muss erst einmal beweisen, dass sie es heute auch noch können...Federn mit Flex!

Zum Thema Sexyness bezüglich Füllermodell werde ich hier mal der Herrenriege weiter lauschen. Allerdings, @aljen: ein 1950er Pelikan in Schildpatt-braun mit flex... ja, das wär's ;)

Viele Grüße
Maite
Dein Leben ist so bunt, wie du dich traust es auszumalen 🎨 🖌 🍀

Thom
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Re: Montblanc 149Flex, 146 Calligraphy, 146 Stub

Beitrag von Thom » 22.01.2020 19:12

Dany hat geschrieben:
22.01.2020 16:54
Zum Thema Sexyness bezüglich Füllermodell werde ich hier mal der Herrenriege weiter lauschen.
Maite, das Freud mich aber. Ich muss aber Montblanc wirklich mal verteidigen, nachdem was ich mir hier anschaue, finde ich sogar, sie haben sich recht weit "aus dem Fenster gelehnt". Die müssen einen Stift machen, mit dem Schreiber heute schreiben können. Es ist ja nicht gang und gäbe, das heutzutage Leute mit Füllern aus den 40ern oder 50ern schreiben.

V.G.
Thomas

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