... wenn man sich die in der seinerzeitigen Werbung gebrauchten Begriffe geschmackvoll und Pressmasse (ohne auf die Bilder zu schauen) erst mal ein bisschen synästhetisch durch den Kopf gehen lässt.
Ich kann mir die Wahl dieses Begriffes auch nur so vorstellen, dass ihm damals wohl etwas modernes angehaftet haben muss. Tatsächlich wirken diese Etuis sogar sehr hochwertig.
Und dass es sie in mindestens 4 verschiedenen Farben gab (passend zu den Farben der Stifte), finde ich bemerkenswert!
- schwarz
- braun
- schwarz/grün
- schwarz/silber
PS. im Katalog von 1938, wird das Material des Füllhalter-Ständers (wohl aus demselben Material, da in denselben 4 Farben erhältlich) als Kunstharz bezeichnet.
Beitrag in schwarz: Zollinger als Sammler - Beitrag in grün: Zollinger als Moderator
Ich finde diese Boxen auch äußerst ansprechend, in ihrer formalen Straffheit und gerade in ihrer gestalterischen Analogie zu den jeweils dazugehörigen Schreibgeräten. Pressmasse und Kunstharz sind Synonyme. So wurden sie zumindest - auch in der zeitgenössischen Fachpresse - geführt. Siehe anbei zwei Artikel aus den AEG-Mitteilungen von 1932. Hier geht es um die Verwendung von Pressmasse zunächst für isolationsbedürftige Elektroartikel und Gehäuse und schlussendlich für Alltagsgegenstände, erwähnt wird auch das breite Farbspektrum. Nach dem Motto "Es war nicht alles Bakelit".
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Es gab nicht nur den Vampyr, sondern auch die Vampyrette. So nannte sich der Handstaubsauger, und der Name wird nach wie vor genutzt. Aber wir gleiten hier gewaltig vom Faden ab. Was dieses Forum immer wieder so bunt macht .