Überdruß und Übersättigung

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stefan-w-
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Re: Überdruß und Übersättigung

Beitrag von stefan-w- » 24.09.2014 6:57

guten morgen liebe bella,

schön zu lesen, dass du nun wieder mehr freude an deinem hobby hast. :D

ich wünsche dir noch viel freude mit deinen lieblingen.
liebe grüße,

stefan.

sollten die hier abwesenden versalien zu unwohlsein führen, empfehle ich, diesen beitrag zu überlesen.

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hoppenstedt
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Re: Überdruß und Übersättigung

Beitrag von hoppenstedt » 26.06.2019 20:21

Fünf Jahre später muss ich den Thread aufwärmen (welch Allegorie auf dieses Wetter ;) ). Sorry.
Ich habe ihn erst jetzt entdeckt und muss sagen, er spricht mir inhaltlich zeitlos aus der Seele.
Gerade habe ich mich intensiver mit Frank Trentmann und seiner "Herrschaft der Dinge" befasst.

Seitdem ich ein gewisses Lebensalter erreichen durfte, warte ich auch erstmal zu, bevor ich wild Dinge kaufe, verkaufe oder zur Seite lege bzw. gar wegwerfe.

In der Börsenwelt gilt "Hin und her macht Kassen leer", und das gilt auch und gerade fürs Hobby.
Andere wiederum sagen, dass ein Hobby erst ernsthaft betrieben wird, wenn es finanziell weh tut 8-)
Dann bin ich ja sowas von ernsthaft. Aber sowas von! :P

Toller Thread, und dank der Themenstarterin - mit der ich ja immerhin jetzt Füller und Federbreite gemeinsam habe :) - aktuell geblieben...
"Nulla dies sine linea."
Grüße von Alfred :)

buchfan
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Re: Überdruß und Übersättigung

Beitrag von buchfan » 27.06.2019 20:25

Ich habe mir den Thread auch durchgelesen, denn passend zu meiner Übersättigung tauchte er, von Hoppenstedt, hervorgeholt, als neuer Beitrag auf. Ich hadere derzeit mit Füllern und Tinten, vielleicht weil zu viel auf den Markt geworfen wird an neuen Füllern, ich zu viele Newsletter lese, zu viel auf Instagram abonniert habe usw. So geht es mir auch im Supermarkt: ein riesiges Regal voll mit Zahnpasta und ich habe eine Reizüberflutung. Vielleicht auch, weil ich jetzt viele Marken und Federn ausprobiert habe und relativ gut einschätzen kann, was mir gefällt und mit was ich gut bis sehr gut schreiben kann. Das Experiment mit alten Füllern ist missglückt. Trotz hoher Investitionen sind sie alle nicht alltagstauglich, bis auf wenige Ausnahmen. Und meine Beschäftigung mit chinesischen Marken wie Penbbs und Moonman flaut ab. Die Lust am Entdecken ist gerade sehr klein. War aber immer ein Teil dieser Passion.
Bei Tinten ist es ähnlich. Ich habe vieles ausprobiert und mich oft dagegen entschieden. Übrig sind einige Lieblingsmarken, mit denen ich gut schreiben kann. Und eine Handvoll Lieblingstinten.
Was kann jetzt noch kommen? Darüber denke ich seit Tagen nach.
Und hab gedacht: Schreib mehr. Schreib Briefe und Postkarten und beglücke Menschen mit handschriftlichen Grüßen. Hol dein Papier aus dem Regal und leg los. Und schau dir Newsletter usw. nur noch dann an, wenn du wirklich Lust dazu hast und nicht, um auf dem Laufenden zu sein.
Was mir aber immer noch Spaß macht, ist das Reinigen und Neubefüllen.
Und zwei Füller hätte ich dieses Jahr gerne: den angekündigten Twisbi Schwarz-Roségold und den Pelikan 600 in Weiß-Lila. Und sollte es den Füller zur Star Ruby geben, den auch. Hach. So schlimm ist das gar nicht mit der Übersättigung. Ich bewege mich gerade einfach nur in ruhigem Fahrwasser ...
lg
mecki

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bella
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Re: Überdruß und Übersättigung

Beitrag von bella » 27.06.2019 23:24

mehr streben und weniger mit Neuakquise beschäftigen wäre ein Ansatz.
Ich hab sicherlich deutlich weniger Füller als Du liebe Mekka und selbst damit noch das Gefühl das es zu viele sind.
Mal mehr mal weniger.
Ich habe auch immer noch Wunschkandidaten, muss die aber nicht mehr sofort realisieren. Auch weil es meist hochpreisigere Stücke sind.

Im übrigen glaube ich diese Stimmungsschwankungen hat jeder Sammler/Ansammler,
Mal stärker, mal weniger.
Manchmal mahnt mich das Fassungsvermögen meiner Box nach Einhalt .... dann wiederum denke ich eher über eine zweite oder größere Box nach.

Generell habe ich die letzten Jahre rausgelesen in diesem Forum... die Anhäufung von beliebigen Low Budget Füllern macht keinen hier richtig glücklich. Die Ansammlung von seelenlosem, durchaus klaglos schreibendem Kunstharz ist keine Erfüllung. Am Anfang flasht der unglaublich billige Preis, aber Leidenschaft lese ich selten raus.
Weg damit, auf die Lieblingsfüller konzentrieren und darauf aufbauen. Dann sinnvoll ergänzen durch weitere Lieblingsfüller.
Bei den Tinten genauso ..... reset und durchatmen.
Da kommen immer neue Töne die man haben muss .... Spieltrieb, Neugier eben.
Wenn man immer mal ein paar aussortiert, kommt man auch mit der Balance klar.

Bei mir ist es am Wochenende mal wieder soweit. Wie jedes Jahr „erdet“ mich der Urlaub mit einem Füller, einer Tinte für 3 Wochen in einer Region in der es null, wirklich nix an Schreibwaren gibt.
Das hält nicht ewig, aber wenn ich dann wieder konsolidiert bin, habe ich mehr Freude.
Und Jahr für Jahr mehr Arbeit den Urlaubsfüller auszusuchen, weil ich fast nur noch Lieblingsfüller habe

Der Zeitreisende
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Re: Überdruß und Übersättigung

Beitrag von Der Zeitreisende » 28.06.2019 11:12

bella hat geschrieben:
27.06.2019 23:24
mehr streben und weniger mit Neuakquise beschäftigen wäre ein Ansatz.
[…]
Generell habe ich die letzten Jahre rausgelesen in diesem Forum... die Anhäufung von beliebigen Low Budget Füllern macht keinen hier richtig glücklich. Die Ansammlung von seelenlosem, durchaus klaglos schreibendem Kunstharz ist keine Erfüllung. Am Anfang flasht der unglaublich billige Preis, aber Leidenschaft lese ich selten raus.
Weg damit, auf die Lieblingsfüller konzentrieren und darauf aufbauen. Dann sinnvoll ergänzen durch weitere Lieblingsfüller.
Bei den Tinten genauso ..... reset und durchatmen.
Da kommen immer neue Töne die man haben muss .... Spieltrieb, Neugier eben.
Wenn man immer mal ein paar aussortiert, kommt man auch mit der Balance klar.
Das alles klingt stark nach meiner Erfahrung. Ich habe inzwischen mehr als 20 verschiedene Füllermodelle, aber nur 5 davon sind in regelmäßigem Einsatz. Die restlichen sind aber doch zu schön oder interessant oder exzentrisch, um nicht aufzubewahren (und wer weiß, vielleicht wird die eine oder andere rehabilitiert).

Ähnliches gilt für Tinten: etwa fünfundzwanzig verschiedene habe ich, aber regelmäßig verwendet sind nur vier oder fünf. Die restlichen bleiben aber da für besondere Anlässe.

Aber ein bisschen Spielraum zum Spielen soll noch immer da sein ;), auch wenn durch Übersättigung ich mich immer weniger dazu gerufen fühle, auf der Suche nach «dem einzig wahren Schreibgerät» oder «der perfekten Füller-Tinte-Kombination» alle Werbung für neue Produkte durchzulesen. (Ich glaube übrigens, den für mich perfekten Füller endlich gefunden zu haben.) Und weil es ein bisschen Spielraum noch immer geben soll, lese ich noch immer hier in Penexchange weiter, auch wenn ein bisschen weniger frequent. :)
Aktuell hauptsächlich (nur hauptsächlich) mit Cleo Skribent, Diplomat, Platinum, Waterman und Pelikan schreibend.

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hoppenstedt
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Re: Überdruß und Übersättigung

Beitrag von hoppenstedt » 28.06.2019 21:40

Das ist einfach ein schöner Thread, spät entdeckt und etwas "down to earth" und somit in meine Stimmung bezüglich Kaufen, Verkaufen und Halten passend.

Angesichts Eurer Beispiele sowohl aus 2014 als auch 2019 merke ich, dass es einigen hier in der - sagen wir mal - spätkapitalistisch-postsozialistischen deutschen Gesellschaft so geht mit dem differenzierten Konsum wie mir.
Deshalb hat mich auch die - derzeit noch "abstract-mäßige" - Lektüre von Trentmann ("Herrschaft der Dinge") so beschäftigt. Das mit dem Konsum hat (wie beinahe alles) mehrere Seiten, und wir sollten uns nicht zu sehr selbst Asche aufs Haupt streuen.
Bescheidenheit ist sicherlich gut, aber der Spaß darf nicht verloren gehen dabei!

Bezüglich Schreibgeräten merke ich, dass ich einen konsistenten Weg gehe und fortsetze, welchen ich schon vor Jahrzehnten begonnen habe, also in der Zeit, als es noch lange nicht so viele verschiedene Tinten, Farbtöne und Internetseiten zur Auswahl (und Verwirrung) gab...
Im Großen & Ganzen halte ich es nach wie vor so, dass ich mich bei Auftreten eines Kaufimpulses immer mehr zurücknehme und sozusagen von außen betrachte, wie nachhhaltig dieser Impuls ist.
(Eine Ausnahme galt diesjährig und einmalig für Montegrappa :lol: , denn Ausnahmen bestätigen bekanntlich / angeblich die Regel (welche Regel :evil: ?).)

Wie bella schrieb, kann z. B. auch die Größe der vorhandenen Etuis eine weitere Richtschnur sein, und so ist es auch bei mir.
Das hat jetzt zu einem Aufnahmestopp in mein Füllerparadies 8-) geführt, und ich bleibe auch in mindestens 95% der Fälle bei einer einmal gewählten Kombination Tinte + Füller.
Derzeit ist fast alles so wie es einmal angefangen hat, mit Ausnahme einer mittleren Revolution :shock: : in meinem Montegrappa Extra Custom Malachite befindet sich derzeit Montblanc Irish Green :o (weil das schon Jahre lang offen ist und nur in meinem 146er PT eingesetzt wird) :!:
Mein erster eigener Montblanc, mein 146er Abi-Füller mit der alten rein goldenen glatten Feder, wird seit Jahr und Tag mit MB Midnight Blue betankt.
Auch sonst bin ich weit überwiegend Originalitäts-Fanatiker und befülle insoweit alle meine Füller mit Tinten des Herstellers.
Auch das sorgt für Konsistenz und Einheitlichkeit durch Ruhe im Sinne weniger bis keiner wilden Wechselei.

Jetzt z. B. habe ich den letzten Platz im Montblanc-Etui besetzt mit einem Füller, der vielen von euch womöglich langweilig erscheint, den ich aber tatsächlich in neuer Form noch nicht hatte (man glaubt es kaum): einen gebrauchten ganz stino 146er in Gelbgold, für kleines Geld (also zumindest für meine Verhältnisse :| ), aaaaber mit schöner fetter "stubby" BB-Feder für die besonderen Stunden beim Schreiben, die "broad lines" zwischendurch.
Mein bislang einziger BB von MB ist ein 146er in Bordeaux, welcher (natürlich) mit originaler MB-Tinte befüllt ist (rot, MB "Zodiacs" Dog).

Weniger ist mehr. Das bezieht sich bei mir jetzt nicht unbedingt auf die Anzahl der Füller (da ist noch Luft nach unten), aber auf die Häufigkeit (oder eben Seltenheit) des Besitzwechsels. Dazu passend ist dann auch "Hin und Her macht Kassen leer", eine tiefe Weisheit aus der Finanz- bzw. Börsenwelt. Könnte auch für Füllerbörsen gelten :P
Bellas neues Beispiel aus dem Urlaub (1 Füller, 1 Tinte, keine Möglichkeit des Nach- oder Neukaufs) finde ich ebenfalls sehr gut geeignet zur Illustration dieses Themas.
Die Faszination des Anhäufens von Billigfüllern kann (auch) ich nach wie vor nicht wirklich nachvollziehen :cry: , fast ebenso wenig wie den Kauf von Plagiaten :x Dazu gibt's den passenden schwäbischen Spruch "Was nix koscht, isch nix wert."

Auch alte Stücke - vor allem von Montblanc, aber auch mal Pelikan oder sogar Montegrappa :twisted: - schaue ich mir gerne und sehr ernsthaft an, habe mich aber noch nicht zu einem Kauf entschließen können, weil ich schreibbehindernde Komplikationen befürchte. Ich möchte mit meinen Füllern in allererster Linie schreiben und sie nicht für teures Geld leer in der nicht vorhandenen Vitrine stehen oder liegen haben. Deshalb nur (einigermaßen) neue Füllfederhalter für mich.

Meine schönen Stücke altern in Würde mit mir. Das heißt, von den Füllern kann ich es mit Sicherheit sagen ;)

Ein heißes Wochenende wünsche ich euch. Unverdrossen.
"Nulla dies sine linea."
Grüße von Alfred :)

SpurAufPapier
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Re: Überdruß und Übersättigung

Beitrag von SpurAufPapier » 28.06.2019 22:12

hoppenstedt hat geschrieben:
28.06.2019 21:40
Die Faszination des Anhäufens von Billigfüllern kann (auch) ich nach wie vor nicht wirklich nachvollziehen :cry: , fast ebenso wenig wie den Kauf von Plagiaten :x
Zumindest bei mir ist es keine Faszination gewesen. Aber eine Möglichkeit, mich durch Ausprobieren heranzutasten und verschiedene Modelle - sowohl haptisch als auch vom Schreibverhalten - auszuprobieren. Wie oft merkt man erst nach einiger Zeit, ob der neue Füller passt oder nicht! Es schon im Laden festzustrellen, kann schwierig sein. Mittlerweile weiß ich so gut, was mir liegt, dass ich einen Füller ohne Ausprobieren nach Beschreibung bestellen könnte (kaufe aber trotzdem lieber im Fachgeschäft). Und jetzt, aber eben erst jetzt, kommt die Phase der Reduktion.
Meine "Billigfüller" sind, mit sehr wenigen Ausnahmen, Schulfüller oder ähnliches. Etliche kamen auch als Schnäppchen oder Beifang zu mir. Die kann ich an meine Kinder weitergeben oder spenden (Umsonstladen und Co.).
Plagiate kaufe ich nicht, zumindest nicht absichtlich.
Grüße
Vikka

Das Leben ist zu kurz für schlechte Schreibgeräte

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hoppenstedt
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Re: Überdruß und Übersättigung

Beitrag von hoppenstedt » 28.06.2019 23:13

@Vikka: Danke für deine Erläuterungen!
Wie man sieht, gibt es unterschiedliche Arten von Kaufverhalten, so wie es verschiedenste Arten von Menschen gibt. Und Füllern ;)
Keinesfalls wollte ich dir unterstellen, absichtlich Plagiate zu kaufen!
Und das mit den Billigfüllern aus dem Reich der Mitte kann ich nun auch - zumindest abstrakt - besser nachvollziehen.
"Nulla dies sine linea."
Grüße von Alfred :)

reaphy
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Re: Überdruß und Übersättigung

Beitrag von reaphy » 29.06.2019 15:44

In den Sommermonaten ruht die Füllerleidenschaft wetterbedingt teilweise. Dies aus einfachen Gründen: Ich mag das Schreiben mit schwitzigen Händen nicht und ich bin oft in der Natur oder im Garten. Gegen Herbst, wenn ich nicht mehr die ganze Zeit draussen bin, nimmt meine Leidenschaft wieder stark zu. Umso freudiger gestaltet sich dann meine Füllerzeit. Meistens bin ich bis im späten Frühling auch ein bisschen übersättigt. Die jahreszeitliche Einschränkung ist dann willkommen. Natürlich verzichte ich im Sommer nicht gänzlich auf die Füller; die Füller werden ordnungsgemäss in Betrieb gehalten.

Lg reaphy

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Tenryu
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Re: Überdruß und Übersättigung

Beitrag von Tenryu » 30.06.2019 5:48

Solche Phasen kenne ich auch. Allerdings sind sie nicht jahreszeitlich bedingt, sondern kommen in unregelmäßigen Abständen.
Da meine Sammlung in den vergangenen Jahren doch stark gewachsen ist, gibt es nur noch wenige Füller, die ich unbedingt haben möchte, und nur noch eine begrenzte Anzahl solcher, die ich recht gerne besäße. (Vorbehaltlich künftiger Neuerscheinungen.)
Ich schätze, ich werde in den kommenden Jahren wohl mehr Tinten als neue Füller kaufen. Aber auch da gibt es nicht so wahnsinnig viele, die mich wirklich interessieren.

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hoppenstedt
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Re: Überdruß und Übersättigung

Beitrag von hoppenstedt » 30.06.2019 12:40

Vielleicht sollte man den Status von "Überdruss und Übersättigung" auf "aufgeklärter Konsumentenstatus" ändern...

Denn ich glaube, wir sind uns des Konsums bewusst, würden gerne anders an die Sache (Kauf / Erwerb) herangehen, die unsere spätkapitalistische Gesellschaftsform am Laufen zu halten scheint, und möchten doch vermeiden, von einem Zuviel an Erwerbssubstanz erdrückt zu werden.
Der - glücklicherweise immer vorläufige - Endzustand dieses Seins hieße nämlich Messie, zu Deutsch "Pathologisches Horten" (ab ICD-11)...

In diesen Zustand zu geraten geht schneller als man denkt. :mrgreen:
"Nulla dies sine linea."
Grüße von Alfred :)

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Re: Überdruß und Übersättigung

Beitrag von buchfan » 30.06.2019 13:04

Bei mir geht es nicht um aufgeklärten Konsum, sondern tatsächlich um eine Form der Sättigung. Ich habe weiter darüber nachgedacht und festgestellt, dass es mir mit anderen Passionen auch immer mal wieder so geht, mit Literatur zum Beispiel. Oder Musik. Es gibt auch Zeiten, da esse ich keine Schokolade :o
Und doch geht es immer wieder weiter, die Sättigung setzt sich quasi, ich sortiere aus (bei Büchern usw.) oder entdecke nach einer Zeit der Abstinenz den Geschmack von Schokolade neu. Wie lange eine solche Sättigung dauert, weiß ich im Einzelfall nicht. Aber festzustellen, dass das offensichtlich ein 'natürlicher' Teil des Prozesses ist, lässt mich wieder positiver auf meine Füller schauen. Gehört bei mir also mit dabei, und soooo lange habe ich es ja noch nicht mit Füllern, bewusst so 5 Jahre ... oder 10.
lg
mecki

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Re: Überdruß und Übersättigung

Beitrag von hoppenstedt » 30.06.2019 16:03

Schokoladefreie Zeiten :shock: :?: :?:

Ohne mehrere Füller kann ich ja noch verstehen, jedoch ein Leben ohne Schokolade:
ist möglich, aber sinnlos! :oops:
(sage ich, der es seit über 40 Jahren "mit Füllern hat"...) ;)
"Nulla dies sine linea."
Grüße von Alfred :)

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Mario Be
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Re: Überdruß und Übersättigung

Beitrag von Mario Be » 01.07.2019 5:52

Mahlzeit zusammen,

ich habe jetzt aus Zeitgründen nur den Eingangspost gelesen.
Aber auch ich, der noch sehr neu in der Füllerwelt ist, habe schon so in der Art das Problem.
Ich habe noch nicht so viele Füller, aber ich habe jetzt schon einige, die ich gar nicht mehr nutze.
Anfangs wollte ich auch von einigen alle möglichen Variationen haben. Diese Sammellust ist aber zum Glück weg.
Heute beginnt für mich wieder ein halbes Jahr nur Pauken bis im Januar die Prüfung bevorsteht. Intuitiv habe ich gerade drei Füller eingepackt.
Für meine Mit /- und Abschriften den Hero 590 mit November Rain, den TWSBI Eco mit Salix und einen Baoer mit Herbianthos (oder wie man das Orange von R&K schreibt).
Was ich gerne noch hätte wären zwei mich ansprechende große Kolbenfüller für die letzten beiden Tinten. Mehr brauche ich dann eigentlich auch nicht.
Die drei Tinten sind meine meist verwendeten.
Die Füller, welche mich aktuell am meisten interessieren würden für die beiden Tinten sind für mich im Moment eh nicht erschwinglich. Daher habe ich für mich beschlossen erstmal nichts neues kaufen, es sein denn ich finde einen Füller für erwähnten Zweck.

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Re: Überdruß und Übersättigung

Beitrag von hoppenstedt » 01.07.2019 8:37

Mario Be hat geschrieben:
01.07.2019 5:52
Mahlzeit zusammen, (...)
Früher Vogel?! :)
Mario Be hat geschrieben:
01.07.2019 5:52
Heute beginnt für mich wieder ein halbes Jahr nur Pauken bis im Januar die Prüfung bevorsteht. Intuitiv habe ich gerade drei Füller eingepackt.
(...)
Welche Prüfung & Welche Füller?
Mario Be hat geschrieben:
01.07.2019 5:52
Mehr brauche ich dann eigentlich auch nicht.
(...)
Einer der lustigsten Sätze hier :evil: :P :lol:
Mario Be hat geschrieben:
01.07.2019 5:52
Die Füller, welche mich aktuell am meisten interessieren würden (...)
Das wären...?
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