neuer Visconti Van Gogh/liebe zu italienern

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Geschichtenschreiber
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neuer Visconti Van Gogh/liebe zu italienern

Beitrag von Geschichtenschreiber » 03.09.2008 19:45

hallo zusammen,
ich bin neu im forum und will mich kurz vorstellen. ich liebe schöne schreibgeräte und auch die historischen details über tinten, papiere, unternehmen und klassische modelle.

bis gestern hatte ich dennoch über fast 10 jahre nur EINEN füllfederhalter. seit gestern einen zweiten, den van gogh maxi in grün. für mich der perfekte füller in dieser preisklasse. vom design her faszinierend, er liegt gut in der hand und die feder (F) zeigt ein perfektes schriftbild.

ich habe den füller samt grüner tinte in den USA gekauft, da ich gerade beruflich dort bin und der dollar so schwach ist. außerdem kaufe ich lieber in guten fachgeschäften, da mir der persönliche kontakt zu den verkäufern wichtig ist. an dieser stelle kann ich jedem nur Fahrney's Pen empfehlen, der im großraum washington,dc auf die suche nach sehr guten füllern gehen möchte.

ich denke, es wird nicht bei zwei füllern bleiben. aber ich werde sehr langsam suchen und kaufen. an einem schönen gerät habe ich einfach zu lange freude als dass sich das so schnell abnutzt. meine nächste anschaffung soll ein schöner bleistift sein. ich liebe füller und bleistifte. kugelschreiber sind nicht so mein fall.

zu meinem ersten füller. ein MB meisterstück mit 14kt feder. ich hatte noch einen passenden Kuli und Bleistift dazu, alles 1999 ein gelegenheitskauf. leider sind kuli und stift samt traumhaften etui (eine schlangenleder/imitat schatulle, die man ineinanderschieben konnte) gestohlen worden. mein händler sagte damals, dass diebe, die keine ahnung von stiften haben, am liebsten montblanc stehlen würden, da sie dies auf jeden fall leichter loswerden. er meinte auch seufzend, dass leute, die keine ahnung von stiften hätten, aber geld, auch am liebsten MB kaufen würden...

mir gefällt der stift sehr gut. er ist ein klassiker, den man haben sollte. aber erhrlich gesagt gefällt mir außer diesem modell nahezu gar nichts von MB. es ist mir immer einen tick "too much". ich bevorzuge es schlicht.

zum oft gescholtenen service bei Montblanc: ich weiß nicht wie lange MB eine garantie gewährt. aber ich habe viele jahre nach dem kauf in einem geschäft in der friedrichstraße in berlin meinen defekten füller abgegeben. ohne irgendwelche quittungen oder so. und ohne mit der wimper zu zucken wurde die kleinigkeit repariert. kostenlos! die beiliegende rechnung wurde vom verkäufer herausgenommen und wohl storniert. es kommt bei MB wohl immer auf die person an, mit der man es zu tun hat, und auf das eigene auftreten. mein ansprechpartner dort war etwas älter und sehr kultiviert. jemand vom "alten schlag" also, den man heute so selten findet.

allgemein scheine ich wohl die italienischen schreibgeräte zu lieben. mir gefallen die traditionsmarken sehr gut. ich hoffe, in der zukunft den einen oder anderen zu erwerben. besonders gern würde ich einen füller aus der zeit vor 1945 haben. ich bin bald in wien und denke, dass ich dort einen geeigneten händler finden werde.

ich freue mich sehr, dass es dieses forum gibt, von dem ich sehr viel lernen kann. vor allem, dass man in seiner freude an schönen dingen nicht ganz allein ist.
herzlicher gruß
stefan

Flügelfeder
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Re: neuer Visconti Van Gogh/liebe zu italienern

Beitrag von Flügelfeder » 19.01.2010 13:16

Hallo Stefan,

mich würde interessieren, wie Du - als Langzeittester sozusagen ;) - bislang mit Deinem van Gogh zufrieden bist? Würdest Du ihn wieder kaufen oder haben sich doch irgendwelche störenden Eigenschaften gezeigt?

Besten Dank und beste Grüße vorab

Armin

Thomas Baier
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Re: neuer Visconti Van Gogh/liebe zu italienern

Beitrag von Thomas Baier » 20.01.2010 21:36

Flügelfeder hat geschrieben:Hallo Stefan,

mich würde interessieren, wie Du - als Langzeittester sozusagen ;) - bislang mit Deinem van Gogh zufrieden bist? Würdest Du ihn wieder kaufen oder haben sich doch irgendwelche störenden Eigenschaften gezeigt?

Besten Dank und beste Grüße vorab

Armin
Lieber Armin,

wenn ich die Frage an Stefan aufgreifen darf. Ich habe einen Van Gogh Maxi mit F-Feder seit einigen Jahren und habe ihn in einem Erfahrungsbericht in diesem Forum mal mit dem Aurora Talentum verglichen. Beide sind von Größe und Art vergleichbar und sind "Made in Italy".

Obwohl der Van Gogh wunderschön ist und eine herrliche Materialqualität hat, bin ich mit ihm nie richtig warm geworden. Er war ein Geschenk meiner Frau und ich werde ihn immer behalten. Das dicke und metallene Griffstück behagt mir überhaupt nicht, die Haptik leidet darunter entschieden. Der Halter wirkt globig, viel unhandlicher als der Talentum. Ich habe eine kleine Hand, aber der wirklich große Talentum liegt sehr gut in meiner Hand.

Die nur drei Federbreiten spielen eine Rolle oder sind für die Auswahl ausreichend. Das muß jeder selber sehen und natürlich auch die Haptik prüfen. Als Alltagsschreiber, nicht nur zum Ansehen, würde ich den Van Gogh nicht blind kaufen und in jedem Falle ausprobieren. Sonst ist die Wahrscheinlichkeit eines Fehlkaufes recht groß. Aber wo kann man einen Visconti probieren?

Die wunderschöne große Bicolorfeder läuft minimal elastisch und ist runder geschliffen als z. B. bei Aurora. Vielleicht ist eine andere Feder auch wieder anders. Das kann ich nicht eindeutig beurteilen. Meine Feder, die zweimal nach Florenz mußte, ist heute im Tintenfluß gut und im Schliff recht gut. Der Anstrich ist für mich nicht immer sicher, das zielsichere sofortige Anschreiben ohne Aussetzen ist nicht immer gewährleistet. Diese F-Feder ist auf jeden Fall fein, aber etwas charakterlos, keine relevante Strichvariation. Dadurch wirkt die Schrift nicht so plastisch wie z. B. bei meinem Sheaffer Targa mit ähnlicher Strichstärke. Der Unterschied ist sofort sichtbar.

Ähnliche Erfahrungen mußte ich bereits mit den Erstlingswerken der Firma Anfang der 90er machen, z. B. beim Manhattan.

Ich selber würde, obwohl mich der Rembrandt schon interessiert, derzeit keinen neuen Visconti kaufen. Interessant ist das sehr gute Preis-Leistungsverhältnis mancher Modelle und die enorme Attraktivität und Ausstrahlung. Es fehlt mir bei diesen Modellen aber die wirklich besondere Feder. Die Federauswahl wie bei Aurora habe ich bei Visconti leider nicht.

Ich selber würde mir eher noch einen Talentum (oder 88) mit EF- oder OF-Feder kaufen. Aber auch die rigiden Aurora-Federn wollen ausprobiert werden.

Ich hoffe, ich konnte mit diesen Informationen etwas helfen.

Viele Grüße
Thomas

Flügelfeder
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Re: neuer Visconti Van Gogh/liebe zu italienern

Beitrag von Flügelfeder » 22.01.2010 10:44

Lieber Thomas,

vielen Dank für die ausführliche Antwort. Sicher habe ich Deinen Erfahrungsbericht verschlungen. Aber da Du damals erst einige Wochen im Besitz des Füllers warst - und Günter, der den letzten Beitrag des Themas verfasst hat, erst einige Tage lang -, dachte ich es gäbe mittlerweile vielleicht neues zu erfahren.
Dein Vergleich hat mir den Mund wässrig gemacht und mich überhaupt erst auf den Talentum gebracht. ABER, da ich gerade die Möglichkeit habe, deutlich günstiger an den van Gogh zu kommen, stellt sich nicht die Frage, ob van Gogh oder Talentum, sondern eher die Frage ob van Gogh oder ob nicht van Gogh ;)
Deine Erfahrungen mit dem Tintenfluss Viscontis kann ich übrigens durchweg teilen: Ich hatte 'Glück' und habe bei meinem Schreibwarenladen um die Ecke genau zur richtigen Zeit vorbei geschaut, als sie dort ihre Ladenhüter von Visconti verscherbelt haben. Ich bin stolzer Besitzer eines enorm großen Midnight Voyager (Konverter), eines Manhatten (PowerFill) und eines New Ragtime (Kolben). Zudem hatte ich dort einen der seltenen New Ragtimes mit Glasfeder bekommen - den ich allerdings verschenkt habe. Die Verarbeitung bei allen empfinde ich als sehr wertig und die Matieralien als wunderschön, aber was den Tintenfluss angeht, war ich von keinem wirklich überzeugt... Der Midnight Voyager schreibt zwar wirklich gut und satt, aber nach grob drei Seiten streikt er. Wenn man am Konverter schraubt und damit den Druck auf die noch übrige Tinte erhöht, ist alles wieder in Butter - aber so sollte es ja nicht sein.
Der Manhatten hat ebenfalls nach gut zwei Seiten Aussetzer, aber da kann man wegen des PowerFill-Mechanismus nicht tricksen. Außerdem stört mich beim Manhatten, dass ich ihn ohne Viscontis Reisetintenfass nur etwas mehr als halbvoll bekomme. Das ist immer noch deutlich mehr Tinte, als in meinen M400 passt, aber eben nicht so viel, wie eigentlich möglich.
Der Ragtime schreibt hingegen hervorragend und zwar seitenweise. Aber er trocknet enorm schnell ein. Drei Tage unbenutzt und die ersten fünf Zeilen mit Königsblauer Tinte sehen schwarz aus. Nach vier Tagen schreibt er nur widerwillig an und nach einer Woche muss man die Feder mit einem feuchten Tuch abwischen, sonst ist da nix zu machen. Außerdem hält der Tintenleiter die Tinte nicht sonderlich gut drin. Man muss nach dem Befüllen einen Teil der Tinte wieder ablassen, weil er sonst tropft.
Aber wie gesagt: Ich bekam sie sehr günstig und sie sind allesamt wunderschön.
Zurück zum van Gogh: Man hört öfter, dass ihn viele als Daily benutzen und da dachte ich, dass Visconti die Sache mit dem Tintenfluss vielleicht mittlerweile in den Griff bekommen hätte. Meine Modelle sind ja allesamt deutlich älter.
Nun, gut, wir werden sehen - es bleibt spannend :)

Beste Grüße

Armin

Thomas Baier
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Re: neuer Visconti Van Gogh/liebe zu italienern

Beitrag von Thomas Baier » 22.01.2010 16:47

Hallo Armin,

vielen Dank für Deine ausführliche Antwort.

Seit 2006 habe ich mit dem Van Gogh bzgl. der Langzeitqualität keine negativen Dinge gesehen und erwarte diese auch nicht. Er hat eben auch nicht das durchaus kapriziöse Füllsystem des seligen Manhattan.

Problempunkte Haptik und Anschreibverhalten kannst Du vor Ort selbst überprüfen. Der Spritzkunststoff-Tintenleiter hinterläßt einen guten Eindruck. Seitenweise mag ich aber den Halter gar nicht einsetzen. Nicht gefallen hat mir auch der Kappensitz und das Ansetzen der Kappe am Schraubgewinde. Das hakt etwas und die Kappe muß festgeknallt werden oder löst sich leicht. Der in der Längsachse sich etwas verlagernde Clip ist wunderschön, aber eben nicht so praxisgerecht.

Berichte uns doch bitte über Deine Entscheidung, Das interessiert mich sehr.


Viele Grüße
Thomas

Flügelfeder
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Re: neuer Visconti Van Gogh/liebe zu italienern

Beitrag von Flügelfeder » 25.01.2010 9:58

Lieber Thomas,

wie es eben so ist, entscheidet man sich im Zweifelsfall eher für als gegen einen Füllhalter - ich jedenfalls :lol:
Also habe ich ihn bestellt und noch Freitag bekommen. Da ich das Wochenende recht beschäftigt war, komme ich jetzt erst zur extensiven Begutachtung und melde mich Ende der Woche mit meinen Eindrücken.
Soviel vorab: Ich bin angenehm überrascht :D

Grüße

Armin

Flügelfeder
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Re: neuer Visconti Van Gogh/liebe zu italienern

Beitrag von Flügelfeder » 26.01.2010 23:05

Lieber Thomas,

hier nun der - vorläufige - Erfahrungsbericht:
Ich muss etwas ausholen, denn es hat sich etwas äußerst interessantes ergeben...
Da ich mich - wie so häufig - nicht entscheiden konnte, welche Farbe mir am besten gefällt, habe ich den van Gogh gleich in zwei Farben bestellt und siehe da, ich habe nicht nur zwei Farben, sondern auch zwei Versionen bekommen...
Die erste Version (a) hat einen flachen Tintenleiter, wie ich ihn bereits vom alten Ragtime kenne. Dieser Tintenleiter bietet auch beim van Gogh die gleichen Probleme: Er hält die Tinte nicht wirklich überragend. Erstens trocknet die Feder sehr schnell ein, zweitens versorgt er die Feder nicht konstant genug, es kommt zu Anschreibproblemen und zu Aussetzern, und drittens ist das Befüllen eine Qual, weil man jedes Mal experimentieren muss, wie groß der Tropfen sein muss, den man nach Befüllen wieder aus dem Konverter drücken muss, damit sich die Tinte nicht in Form eines riesigen Tropfens an der Feder staut.
Bei jedem Kolbenfüller und bei nahezu jedem Konverter kennt man das Procedere, den Füller nach dem Befüllen nochmals abzuschütteln, damit überflüssige Tinte austreten kann. Doch das reicht beim Tintenleiter des van Gogh und des Ragtimes nicht. Hier muss der Kolben wirklich nochmals ein Stück runtergefahren werden, um einen Tropfen abzulassen, damit dann nix ausläuft.

Zu meiner großen Überraschung hatte der zweite van Gogh (b) einen anderen Tintenleiter: voluminöser und gerillt. Mit diesem Tintenleiter ist Visconti offenbar ein Glücksgriff gelungen... Die Feder wird auch über Seiten konstant und zuverlässig mit Tinte versorgt (habe extra einen wirklich langen Brief geschrieben :lol: ). Keine Anschreibprobleme, keine Aussetzer und seit Freitag nix eingetrocknet - im Gegensatz zu Version a... Auch das Befüllen ist kinderleicht und man muss keinen Tropfen ablassen. Absolut perfektes Schreibverhalten.

Noch mehr überrascht war ich aber darüber, dass die beiden sich nicht nur im Tintenleiter, sondern ferner auch im Clip unterscheiden: Die offenbar ältere Version a - die mit dem schlechten Tintenleiter - hat auch einen Clip mit deutlichem seitlichem Spiel.
Der Clip der neueren Version b hingegen hat seitlich keinerlei Spiel. Alles bombenfest und dort wo es hingehört.

Auch der Kappensitz ist bei beiden unterschiedlich: Während die Kappe der Version a deutlich Kratzer am Korpus hinterlässt, schließt die Kappe der Version b butterweich und man sieht keinerlei Spuren am Korpus.

Mich tät nun brennend interessieren, welchen Tintenleiter - beim van Gogh Midi wohlbemerkt - Ihr habt und ob Ihr meine Beobachtungen bestätigen könnt.
Wenn ich mit meiner Vermutung richtig liege, dass der flache Tintenleiter meiner Version a der ältere ist, dann kann ich gut nachvollziehen, dass es zu einem Wechsel des Tintenleiters in der Version b gekommen ist.
Ich sollte noch dazu sagen, dass es sich bei beiden Versionen bereits um Kappen mit Schraubgewinde handelt (Soweit ich weiß, gab es vorher ja noch einen gewindelosen Verschluss).

Hier noch zwei Fotos der Tintenleiter. Das dunkle Griffstück gehört zu Version a, das helle Griffstück gehört zu Version b.

Thomas Baier
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Re: neuer Visconti Van Gogh/liebe zu italienern

Beitrag von Thomas Baier » 27.01.2010 21:33

Hallo Armin,
vielen Dank für Deine neuen Aspekte zum Van Gogh. Was man noch so alles lernen kann ...

Meiner von 2005/06 hat wiederum einen anderen (Spritzkunststoff-) Tintenleiter. Den Ebonit-Tintenleiter Deines einen Van Gogh erinnert mich auch an den Ragtime aus dem 90ern.

Ich erinnere mich noch gut an die einleitenden Worte in der Visconti-Anleitung. Man rechtfertigt sich, daß man keinen Ebonit-Tintenleiter mehr verwenden würde (der neue sei betriebssicherer, die heute nötige Auslaufsicherheit hätte der alte Leiter nicht vorweisen können).

Viele Grüße
Thomas

Flügelfeder
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Re: neuer Visconti Van Gogh/liebe zu italienern

Beitrag von Flügelfeder » 29.01.2010 11:58

Lieber Thomas,

hab Dank für die Detailaufnahme Deines Tintenleiters und vor allem auch für das Zitat der Anleitung. Das war mir völlig unbekannt und ganz ehrlich... so ganz verstehe ich es auch nicht. Ich bin zwar kein Experte, aber die Schwächen des flachen alten Tintenleiters lagen doch gewiss nicht am Material, sondern eher an der Form... Ein Ebonit-Tintenleiter in der neuen, voluminöseren und gerillten Form dürfte doch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die gleichen guten, wenn nicht gar bessere Ergebnisse liefern als das Spritzgussteil, oder? Andersherum ebenso: Auch Kunststoff hätte bei der Form des alten Tintenleiters die gleichen unangenehmen Effekte nicht verhindern können...
Na wie dem auch sei, nun haben wir jedenfalls einen hübschen Überblick über die verschiedenen Varianten - wenngleich vielleicht noch ein Foto der ersten Version mit gewindeloser Kappe fehlt...

Grüße

Armin

Thomas Baier
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Re: neuer Visconti Van Gogh/liebe zu italienern

Beitrag von Thomas Baier » 29.01.2010 15:37

Hallo Armin,
ich suche mal die Anleitung und scanne sie ein.

Viele Grüße Thomas

anmay
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Re: neuer Visconti Van Gogh/liebe zu italienern

Beitrag von anmay » 19.02.2010 14:58

Hallo aus Wien!
Ich habe zufällig einen Van Gogh der ersten Serie im Kasten liegen. Hier gerne die Bilder dazu.
Nach meiner Beurteilung ist es ein Tintenleiter aus Ebonit.
Der Tintenfluss ist für meine Handschrift sehr gut und ich hatte bisher nie Aussetzer.
Auch nach längerem offenen Liegen gab es nur selten Probleme mit dem Anstrich.
Jedoch verwende ich ihn schon mehrere Jahre nicht mehr, da ich einen Midnight Voyager gefunden habe und seither diesen verwende. Der Voyager ist einfach viel leichter, da sich kein Metall im Korpus verbirgt.
LG
Andreas
Dateianhänge
Van Gogh.jpg
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Van Gogh Tintenleiter.jpg
Van Gogh Tintenleiter.jpg (24.51 KiB) 4286 mal betrachtet
Van Gogh Feder.jpg
Van Gogh Feder.jpg (24.34 KiB) 4286 mal betrachtet

Thomas Baier
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Re: neuer Visconti Van Gogh/liebe zu italienern

Beitrag von Thomas Baier » 19.02.2010 16:34

Hallo Andreas,

ganz lieben Dank für die sehr schönen Bilder. Noch keine Schraubkappe, anderer vorderer Abschluß des Griffstückes, anderer Tintenleiter. Ja, das ist sehr schön, das mal zu sehen. Diese Bilder werten unser Forum sehr auf.
Ich bin da zurückhaltend, weil ich diese Bildqualität (gerade abends) nicht hinbekomme. Und schlechte Bilder mag ich niemandem unnötig zumuten.
Nochmals herzlichen Dank. Und viel Freude mit Visconti.
Der Voyager ist natürlich eine sehr interessante Sache.

Viele Grüße
an Wien
Thomas

Flügelfeder
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Re: neuer Visconti Van Gogh/liebe zu italienern

Beitrag von Flügelfeder » 22.02.2010 14:31

Lieber Andreas,

auch von mir herzlichen Dank für die Bilder. Das ist ja alles eine sehr spannende Sache...
Interessanterweise benutze ich zur Zeit auch meinen Midnight Voyager, gerade deshalb habe ich gestutzt, als ich las, dass der Midnight kein Metall in sich trüge. Sicherlich hat auch meiner (es ist der schlichteste: ganz in schwarz mit silbernem Kappenring und Konverter) kein Metallgriffstück, aber er hat im Inneren des Korpus ein Messingrohr. Ist das bei deinem anders???

Beste Grüße an das wunderschöne Wien - stehen eigentlich noch die Maroniverkäufer in der Stadt? Wenn ja, iss doch bitte ein Tütchen für mich :wink:

Armin

anmay
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Re: neuer Visconti Van Gogh/liebe zu italienern

Beitrag von anmay » 22.02.2010 16:00

Hallo Armin,
ich habe jetzt mit Taschenlampe nachgesehen.
Ja, Du hast Recht, auch in meinen beiden Voyagers versteckt sich ein dünnes Messingrohr im Korpus. Ich habe einen in schwarz/silber und einen in schwarz/gold. Die Wandstärke des Messingrohres beträgt ca 0,5mm.
Das ist mir bisher nie aufgefallen, da der Voyager trotzdem deutlich leichter ist, als der Van Gogh.
Ich hätte es ohne Deinen Hinweis und den Einsatz einer Taschenlampe wahrscheinlich nicht gesehen.

An alle Teilnehmer des Forums: Entschuldigt bitte die oben stehende Fehlinformation!

Ja, es gibt noch ein paar "Maronibrater", wie diese Verkaufsstände umgangssprachlich genannt werden. Wenn es wieder kälter wird, werde ich bestimmt welche kaufen und für Dich gerne ein paar heiße Maroni mit essen ;-)

LG
Andreas

Handschreiber
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Registriert: 06.04.2016 22:45

Re: neuer Visconti Van Gogh/liebe zu italienern

Beitrag von Handschreiber » 05.05.2016 18:06

Hallo zusammen,

nachdem der Thread schon fast acht Jahre alt ist (wie die Zeit vergeht!), ich in der Zwischenzeit meinen alten Nick (Geschichtenschreiber) vergessen hatte und nun wieder hier unter neuem Namen schreibe, ein kleines Update.

Also der Visconti machte mir unmittelbar nach dem Kauf ganz viel Freude, dann wurde es aber schlimm: Entweder es lag an der Tinte, am Papier oder der Feder - keine Kombination stellte mich wirklich zufrieden.

Der schöne Füller verschwand für acht Jahre in der Schublade...

Nun habe ich ihn wieder rausgeholt, weil ich bei einem anderen, bestellten Füller ebenfalls eine "F"-Feder bekomme und einfach mal ein Fäßchen alte, schwarze MB-Tinte testen wollte. Ich suche nämlich für meinen kommenden Füller eine intensive schwarze Tinte. Die MB gefällt mir gut.

Und ganz überraschend: Der Visconti funktioniert mit dieser Tinte auch sehr gut. Ich schreibe jetzt im Büro mit ihm. Und habe ihn wieder richtig liebgewonnen. Die 14k-Feder ist zwar immer noch sehr laut kratzig (im Vergleich zu den OB von MB, Pelikan oder GvFC), aber man gewöhnt sich dran.

ABER: Nach wie vor sehr störend und für langes Schreiben extrem unangenehm ist das Metallstreifenring"dings" am unteren Ende des Griffstücks. (Das ist auch aus Metall und nicht wirklich toll, geht aber.) Aber das Stück an der Kante zur Feder hin drückt sich so unangenehm in die Figerkuppe, das tut auf lange Sicht richtig weh.

Dennoch ist der Füller optisch schön und endlich nicht mehr das Gespenst in der Schublade.
Herzlichst,
Stefan


"What I love most about the pencil is how little it has changed over the last 400 years." (Sebastian Bergne)

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