Schock! Zerstörte Papier meinen Füller?

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Klecks
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Schock! Zerstörte Papier meinen Füller?

Beitrag von Klecks »

Forum, geliebtes!

Ich habe einen uralten Pelikan-Kolbenfüller aus Kindheitstagen, wirklich ein altes Stück, nichts besonders Wertvolles, doch schreibt er wunderbar.

Nun kaufe ich einen dieser quadratischen Notizzettelhalter aus Plexiglas mitsamt 9x9x9 cm Papier.

Ich merkte, dass der Füllhalter nicht besonders gut auf diesem Papier schreibt, sehr dünn und ohne guten Fluss.

Nun jedoch, schreibt er fast gar nicht mehr! Gar nicht! Schock! Trübsal, Finsternis!

Ich habe die Resttinte aus dem Kolben zurück in das Fässchen getropft (sparsam leben!) und den Füller gespült. Gerade liegt er in warmen Glas Wasser mit einem Schuss Pril.

Besteht Hoffnung?

Und vor allem: Kann Papier den Füllhalter beschädigen? Ich meine, ich habe ja nicht auf Schmiergelpapier geschrieben oder so; ich erkläre es mir so, dass dieses 9x9x9 Billigpapier irgendwie mysteriös beschichtet war. Irgendwelche "Chemierückstände" die sich in die Feder gerieben haben))) Hat auch nur 3,49 Euro gekostet der Halter mitsamt den Zetteln. Trotzdem: Es handelt sich immerhin und handelsübliches Papier aus dem Discounter.

Auf jeden Fall werde ich diese Nacht wachliegen und morgen ausprobieren, ob er wieder geht!
rubicon
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Re: Schock! Zerstörte Papier meinen Füller?

Beitrag von rubicon »

Liegt der ganze Füller drin oder nur die Federeinheit?

Wenn ganzer Füller, sofort raus damit Federeinheit rausschrauben und nur diese wässern.
LG
Andrea
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Andreas_Hannover
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Re: Schock! Zerstörte Papier meinen Füller?

Beitrag von Andreas_Hannover »

Haben sich Papierfasern in der Feder verfangen? Manchmal sind die so klein, dass man sie mit bloßem Auge kaum sieht...
Jowe
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Re: Schock! Zerstörte Papier meinen Füller?

Beitrag von Jowe »

Duplizität der Ereignisse! Vor wenigen Tagen hatte ich etwas dickeres 180er Papier weiß, das ich normalerweise im Drucker verarbeite. In eine gedruckte Zeichnung habe ich mit einem Otto Hutt Design04 mit F-Feder geschrieben. Nach zwei Zeilen kam es zu Aussetzern, nach 6 Zeilen war Ruhe auf dem Papier, nichts ging mehr. Der Füller schrieb auch auf anderem Papier, auf dem er vorher flüssig lief, nicht mehr!
Ausschrauben der Federeinheit und Spülen unter fließendem Wasser brachte nichts. Erst unter deutlicher Vergrößerung konnte ich inzigste Fäden im Tintenleiter und in der Feder im Spaltvisualisieren.
Mehrfaches Reinigen der Lamellen mit Zahnseide - gut geeignet sind da die kleinen Plastikbögen zwischen die vorbereitet Zahnseide gespannt ist, kann man mit einer Hand bedienen - und des Federspaltes mit immer wieder Ausspülen brachte Besserung. Der Füller schreibt wieder flüssig wie vorher, das Papier ist voller Wut in den Papiermülleiner geflogen.
Wenn Du den Füller eingelegt hast und er älter ist beherzige den Rat oben! Nicht drin liegen lassen, nur die Feder und den Tintenleiter. Eigentlich sollte auch wiederholtes Ausspülen unter fließendem Wasser reichen, dann quillt nichts auf.
Gruß und viel Erfolg, Jörg
Klecks
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Re: Schock! Zerstörte Papier meinen Füller?

Beitrag von Klecks »

So, ich habe den Füllhalter dem Wasserbad nach 1,5 Stunden Einwirkzeit entnommen, nochmal gut durchgespült mitsamt und dann neu befüllt mit Tinte: Er schreibt wieder wie vorher und somit einwandfrei.

Auf dieses doofe Papier lass ich ihn nicht mehr. Meint ihr, dass es wirklich an mikroskopischen Papierfetzen/Abrieb gelegen hat?
Ich tippe eher auf eine mysteriöse Beschichtung? Chemie! Biologische Kampfstoffe! Es ist sooooo mysteriös!

Aber ich bin glücklich, dass der Stift wieder schreibt. Kauft niemals, niemals Discounter 9x9x9 Papier für Füllhalter!
Columbus
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Re: Schock! Zerstörte Papier meinen Füller?

Beitrag von Columbus »

Man muss trotzdem aufpassen: Füller und Papier, das sind völlig verschiedene Dinge und rate mittlerweile auch vom Gebrauch von Papier ab.
Gast1
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Registriert: 01.06.2024 14:35

Re: Schock! Zerstörte Papier meinen Füller?

Beitrag von Gast1 »

Klecks hat geschrieben:
20.03.2026 20:01
... Es ist sooooo mysteriös! ...
Vielleicht war auch einfach der Druckausgleich dicht und das Papier nur zufällig in der Nähe. :)
GentryStone
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Re: Schock! Zerstörte Papier meinen Füller?

Beitrag von GentryStone »

Moin...

was ich mir ggf. auch vorstellen könnte, dass das betroffene Papier möglicherweise ein "gestrichenes" Papier ist.
Da werden zur Behandlung der Oberfläche Kreide oder anderes Zeuch aufgebracht und bilden eine entsprechende Beschichtung.
So etwas hatte ich einmal bei einem Künstler Papier, welches zwar glatt war, doch (seiner Zeit eine Tauchfeder und Tusche verwendet)
die Feder vorn zu gesetzt hat, da sich die Beschichtung angelöst und herunter gerieben hat, als hätte ich auf einem Stück Kreide geschrieben.

Oder es war schlicht Herr und Frau Zufall, die gerade genau in dem Moment ein Klümpchen im Tintenleiter platziert haben, was den
Fluss der Tinte gebremst und zum erliegen gebracht haben.
Ich würde das Papier nochmal ausprobieren, ob es wirklich daran lag.
Ich kann mir nämlich nur schlecht vorstellen, dass das Schreiben auf einem Papier, sei es noch so fusselig, dazu führt, dass der Tintenfluss so zum erliegen kommt und nicht schlicht mit einem Lappen, im hartnäckigsten Fall mit einer Rasierklinge (vorsichtig) den Bereich zwischen den Federschenkeln wieder frei und vorn verfangene Verschmutzungen entfernt bekommt.
Kategorisch ausschließen mag ich es aber auch nicht, schließlich gibt es ja nichts, was es nicht gibt.

Und Sparsamkeit in allen Ehren, wenn schon Verschmutzungen / Verklumpungen im Spiel sein könnten, würde ich das nicht
ins Tintenfässchen spülen, dort vermag es doch vielleicht nur darauf zu warten wieder in den Füller zurück kehren zu können und wieder Probleme zu Verursachen.. Doch das ist nur so ein Gedanke, der mir durch den Kopf schoss, als ich das gelesen habe.

einen schönen sonnigen und schreibreichen Samstag :-)
Dino2008
Beiträge: 455
Registriert: 12.12.2012 15:40

Re: Schock! Zerstörte Papier meinen Füller?

Beitrag von Dino2008 »

Columbus hat geschrieben:
20.03.2026 21:20
Man muss trotzdem aufpassen: Füller und Papier, das sind völlig verschiedene Dinge und rate mittlerweile auch vom Gebrauch von Papier ab.
Diese Empfehlung erscheint mir auch wichtig! :)

Andererseits sollte bei einen Blattdicke von 9cm (9x9x9) auch keine Tinte durchschlagen…
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