Versuch eines Buchbindethreads

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Holunderbeere
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Versuch eines Buchbindethreads

Beitrag von Holunderbeere » 11.08.2015 12:11

Hallo zusammen!

Ich habe zum Buchbinden mal die Forensuche bemüht und der einzig andere Thread zum Thema wurde zuletzt 2011 frequentiert, ich hoffe also, dass es OK ist, wenn ich einen neuen eröffne.

Ich lese immer mal wieder nebenbei, dass Mitglieder sich ihre eigenen Blankobücher oder -hefte drucken und binden (lassen). Ich würde gern alle einladen, ihre selbst oder im Auftrag hergestellten Papierwaren hier zu zeigen und da ich kürzlich erst selber in das Hobby eingestiegen bin, habe ich auch das eine oder andere zu "präsentieren" (zusätzlich zum blog, das ja für manche aufgrund der Sprachbarriere schlecht zugänglich ist).

Ich freue mich auf viele fruchtbare Diskussionen, Fachsimpeleien und natürlich Bilder. :-)

Haut rein!

Eure
Holunderbeere
Füllerliebhaberin, Vollblutbibliophile & halbseidene Buchbinderin. Internetpräsenz inner Mache. :)
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Re: Versuch eines Buchbindethreads

Beitrag von Holunderbeere » 11.08.2015 12:58

Damit es hier nicht so leer ist:

Meine allerersten Bücher habe ich in koptischer Bindung gemacht. Das ist eine Bindung, bei der man keinen Leim und keinen Buchrücken benötigt. Das hat den Vorteil, dass das Buch sich an jeder Stelle völlig flach aufschlagen lässt. Dafür verwendet man ein etwas stärkeres Garn, was je nach Farbe sehr dekorativ aussehen kann. Zum einen habe ich mir das einfacher vorgestellt, zum anderen haben es mir die koptischen Bücher von TMLee aus dem fountainpennetwork angetan (zu seinem Endlosthread und Werken geht es hier: http://www.fountainpennetwork.com/forum ... e-journal/)

Ein sehr tolles blog mit anschaulichen Anleitungen rund ums Buchbinden ist "Lost im Papierladen": http://lost-im-papierladen.blogspot.de/ ... rials.html

Eine alternative Anleitung zur koptischen Bindung, die meiner Meinung nach nochmal etwas hübscher aussieht, gibt es hier: https://www.youtube.com/watch?v=se0zLbOYx6o

Der Nachteil der koptischen Bindung ist eben das Fehlen von Leim und Rücken. Man braucht wohl schon einiges an Übung, damit die Heftung fest genug wird, sodass sich beim fertigen Buch Lagen und Buchdeckel nicht gegeneinander verschieben und herumwabbeln wie das berüchtigte Boot im Wind. Zudem ist einiges an Präzision beim Lochen und Heften des Papiers nötig, damit das Ganze auch sauber aussieht.

Hier einige meiner Erzeugnisse - nicht die ersten Versuche, eher so Exemplar 5 - 10:

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Als Papier habe ich anfangs Neusiedler Japan Post und mein bewährtes Karstadt System Inkjet in elfenbein genommen, für die Deckel Buchleinen oder Leder und verschiedene Schmuckpapiere, wobei es mir die französischen Marmorpapiere besonders angetan haben.

Für das schwarze Buch habe ich Rossleder und eine Postkarte für den Deckel ausgewählt. Die Postkarte ist hierbei in eine flache Mulde eingesetzt, damit die Kanten nicht so schnell leiden. Dafür habe ich auf die eigentlichen Deckel vor dem Beziehen noch eine zweite Lage aus dünner Pappe aufgebracht, aus der ich ein Rechteck in passender Größe ausgeschnitten hatte. Beim Beziehen habe ich dann das Leder mit einem Falzbein in die Kanten gedrückt.

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Bild

Für das bisher letzte Buch habe ich die Seiten vor dem Binden beidseitig mit einem 5x5 Punktraster bedruckt. Mein Drucker druckt leider ein bisschen unregelmäßig, aber für meine Zwecke reicht es.

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Mittlerweile bin ich eher den Büchern mit Rücken zugetan, davon zeige und erzähle ich nächstes Mal. :)

Bis bald,
Barbara
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Pennino
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Re: Versuch eines Buchbindethreads

Beitrag von Pennino » 11.08.2015 13:14

Großes Kompliment :!:

Gruesse,
Pennino
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SimDreams
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Re: Versuch eines Buchbindethreads

Beitrag von SimDreams » 11.08.2015 13:23

Moin aus Hamburg!

Meine kleinen Bastelarbeiten sind keine "echten" Buchbinderarbeiten, wie ich sie von meinem Onkel und vor allem von meiner in England tätigen Cousine kenne - wer richtiges Buchbindehandwerk bestaunen will, sei herzlich eingeladen: http://www.annette-friedrich.com/fine-b ... oyage-out/ Aber Vorsicht: Die Bilder wecken Begehrlichkeiten. Auch Barbaras Arbeiten spielen schon in einer ganz anderen Liga.

Bei mir waren es ganz pragmatische und keine ästhetischen Gründe, warum ich zu Nadel und Faden gegriffen habe. Es gab einfach nicht das zu kaufen, was ich haben wollte. Füllergeeignete, einfach gehaltene Hefte für das X17, X47 und Taschenbegleitersystem. Ich mag Ledereinbände, doch meine Notizen sind selten so bahnbrechend, als dass sie in Leder gebunden archiviert werden müssten. Also habe ich mich auf Wechselsysteme versteift und radle nun mit dem guten Gefühl durch die Stadt, in der Tasche etwas zumindest nicht ganz alltägliches herumzufahren.

Grüße, Uwe
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Re: Versuch eines Buchbindethreads

Beitrag von Holunderbeere » 11.08.2015 13:45

Hallo Uwe,

Ein Traum, ein wahrer Traum, die Arbeiten Deiner Cousine, Wahnsinn! Danke fürs Teilen! Profihandwerk ist mit Hobbygewerk einfach nicht zu vergleichen.
Hier in der Nähe gibt es auch noch einen Buchbinder mit eigener Werkstatt. Er scheint hauptsächlich von seinen Bilderrahmen zu leben, denn dass Buchbindeaufträge viel einbringen, kann ich mir kaum vorstellen. So schade.

Deine Hefte sind aber auch sehr gut, wie ich finde. Sehr sauber gearbeitet. Wo beziehst Du das Tomoe River?

Pennino: Danke! Schön, Dich mal wieder zu lesen.

Viele Grüße,
Barbara
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Re: Versuch eines Buchbindethreads

Beitrag von Tenryu » 11.08.2015 14:50

Meine letzten Versuche liegen rund 20 Jahre zurück und sahen mangels guter Ausrüstung und Fähigkeiten nicht sehr gut aus. :oops: Aber vielleicht werde ich eines Tages wieder einsteigen. Zu Binden gäbe es eigentlich genug, von Notizbüchern, über Zeitschriftensammlungen, bis hin zu alten (Taschen-)Büchern, deren Einband nicht mehr schön ist.

Übrigens: Eine lohnende Investition für Hobby-Buchbinder ist eine gute Stapelschneidemaschine. Dann sieht der Buchblock nicht so ausgefranst aus und läßt sich auch leichter blättern.
Profimaschinen kosten leicht an die 1000€ aber für den Amateur tut es auch das einfachere Modell. z.B. dieses: http://www.amazon.de/PROFI-Stapelschnei ... 00JF6IE8U/

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Re: Versuch eines Buchbindethreads

Beitrag von Holunderbeere » 11.08.2015 15:56

Tenryu, danke für den Link, der Schneider ist in der Tat ganz schön günstig für die Leistung. Hast Du den selber schon mal in Gebrauch gehabt?

Ich werd' langsam besser mit der Lineal-und-Cuttermesser-Methode. Der Schnitt wird nicht ganz so glatt wie mit der Maschine, aber auch ganz gut blätterbar.
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Re: Versuch eines Buchbindethreads

Beitrag von SimDreams » 11.08.2015 19:39

Wirklich brauchen tue ich ihn nicht, bei mir wird auch mit Cutter und Lineal geschnitten. Aber wenn man nur hätte, was man bräuchte...

Das Teil mit seinen Bewertungen hört sich im Vergleich zu einer Dahle Maschine fast zu gut an, um wahr zu sein. Wer traut sich zuerst? Ich kann mir im Moment noch einreden, dass der Stauraum knapp würde.

Grüße, Uwe
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Re: Versuch eines Buchbindethreads

Beitrag von Tenryu » 11.08.2015 19:45

Nein, ich besitze selber keinen Schneider. Aber im Copyshop der hiesigen Unibibliothek steht so ein ähnliches Teil, was ziemlich praktisch ist.

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Re: Versuch eines Buchbindethreads

Beitrag von Holunderbeere » 17.08.2015 17:55

Guten Abend,

Hier mal wieder Neues von mir. Ich hab ja letztes Mal schon angekündigt, dass ich mich an Büchern mit festem Rücken versucht habe. Eine der Anleitungen aus dem eingangs verlinkten blog war dabei für mich sehr hilfreich. Um die Lernkurve überschaubar zu gestalten, habe ich mit fertigen Buchblöcken angefangen, davon lagen (was auch immer ich ursprünglich damit vorhatte) eh noch zwei herum. Das war auch eine ganz gute Idee, denn Buchblock und -einband einigermaßen aufeinander ausgerichtet zu verbinden, ist gar nicht so leicht, da muss der Buchblock nicht auch noch krumm und schief sein. :lol:

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Für die Einbände habe ich mich mit Leinen und Marmorpapier ausgetobt. Die Bücher sind A5-Format und haben jeweils 144 unlinierte, elfenbeinfarbene Seiten mit sehr leichter Rippentextur.

Bei einem ebay-Händler habe ich mehrere farblich abgestimmte Sets von Kapitalbändern und Zeichenbändchen erstanden. Ich hatte zu dem Zeitpunkt leichte Zweifel, ob das ein vernünftiger Kauf sein würde, habe ihn aber keine Sekunde bereut, da ich nun für jede "Lebenslage" passende Bänder habe.

Sagte ich schon "Marmorpapier"? Rrrr.

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Bei der Gestaltung des Buchdeckels wird Papier über Leinen geklebt, weil das Leinen zum Ausfransen neigt. Der Trick ist, gerade genug Leim zu verwenden, damit das Papier haftet und sich an den Kanten nicht wieder ablöst, aber nicht so viel, dass es beim Festdrücken hervorquillt. Der Leim hinterlässt sonst äußerst unschöne Flecken; eine Tatsache, von der ich mich ausführlich überzeugt habe!
Außer "Übung" habe ich leider bisher kein Patentrezept gefunden.

Das erste Experiment mit einem Ledereinband habe ich ja letztes Mal schon gezeigt, dies ist nun Nummer zwei:

Bild

Postkarte an braunem Kalbsleder.
Das Leder ist fester und glatter (vegetabil gegerbt) als das im letzten Buch verwendete und der Charakter des Einbands ist damit ein völlig anderer. Die Karte sitzt wieder in einer kleinen Mulde. Zum Schluss habe ich dem Leder noch etwas Schuhcreme gegönnt, um der Oberfläche etwas mehr Glanz zu verleihen.
Was ich bei diesem Buch noch nicht berücksichtigt habe, sind die feineren Aspekte der Lederverarbeitung, zB das Leder an strategisch sinnvollen Stellen etwas auszudünnen, etwa an den Ecken; so wird es weniger störrisch und lässt sich gut über die Ecken schlagen. Das ist allerdings eine etwas frickelige Arbeit, für die ich noch viel Übung brauchen werde.

Passend zu den Rosen (die Karte macht übrigens Werbung für ein Tattoostudio) gab's ein passendes blassrosa Kapitalband und Zeilenbändchen aus dem oben erwähnten Fundus.

Bild

Bild

Blick auf das Innenleben mit Caran d'Ache Leman.

Mit den erwähnten Buchblöcken kann man wenig falsch machen, sie sind vom Papier her sehr hochwertig (auch für Füller) und sogar günstig, wenn man sie nicht gerade bei Manufactum kauft. Wenn man sie einmal genauer angeschaut hat, erkennt man sie an allen Ecken und Enden in "edleren" Notizbüchern wieder. Es gibt sie auch mit Linien und kariert.
Einziges Manko ist, dass sie mir langsam langweilig werden. :D

Viele Grüße,
Barbara
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Re: Versuch eines Buchbindethreads

Beitrag von bella » 17.08.2015 18:43

Liebe Barbara,
ganz großen Respekt vor Deinen bisherigen Arbeiten ... Das ist große Klasse was Du bisher gemacht hast.
Besonders die "Einlagen" in den Buchdeckeln .... sehr sauber und sehr liebevoll.

Das mit dem Leimen findet sich mit der Zeit. Verwendest Du Planatol?
Der ist recht zäh, ich hatte bessere Ergebnisse ihn etwas zu verdünnen und dann aufzutragen und vorm Verkleben etwas antrocknen zu lassen. Der Leim wird gleichmäßiger verteilt.

Ich habe vor einigen Jahren auch selber gebunden, es gab damals einen sehr guten Kurs des Gutenbergmuseums in Mainz. Daheim ist es natürlich mit weniger professionellem Werkzeug schwieriger.
Manche VHS bietet auch Kurse an.

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Re: Versuch eines Buchbindethreads

Beitrag von bella » 17.08.2015 18:47

Die Kurse in Mainz werden noch angeboten, vielleicht interessiert sich jemand dafür
http://www.gutenberg-museum.de/fileadmi ... 15_web.pdf

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Re: Versuch eines Buchbindethreads

Beitrag von Holunderbeere » 18.08.2015 9:15

Moin Bella,

Vielen Dank! Ich habe mich tatsächlich auch schon mal hier im Ruhrgebiet umgeschaut, was Kurse betrifft, aber nur welche für Buchbinderei im weiteren Sinne (Schachteln, Mappen etc.) gefunden und das interessiert mich nicht so. Ein Kurs für Leute mit Vorkenntnissen wäre natürlich super. Oder einen Buchbinder im Ruhestand zu Privatstunden bestechen. :D

Das mit dem Verdünnen des Leims klingt nach einer guten Idee! Es steht ja auf der Dose, dass das möglich ist, aber ich habe mich noch nicht so drübergetraut. Gerade, wenn die Dose sich leert, wird die Konsistenz schon sehr pappig.

Neulich konnte ich in ein Lehrbuch für Profibuchbinder reinlesen und kam mir sehr dilettantisch-trottelig dabei vor.

Bella, hast Du denn womöglich auch Fotos von Deinen eigenen Erzeugnissen und magst was zeigen?

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Re: Versuch eines Buchbindethreads

Beitrag von MarkIV » 18.08.2015 16:16

bella hat geschrieben:Die Kurse in Mainz werden noch angeboten, vielleicht interessiert sich jemand dafür
http://www.gutenberg-museum.de/fileadmi ... 15_web.pdf
Wer die Gelegenheit hat, ich kann es nur empfehlen. Gegenüber der Werkstatt ist auch das Gutenberg Museum, auch der Besuch lohnt sich.

Ich habe den Workshop schon besucht und wir waren mit unseren Kindern auch schon da zu den Kindernachmittagen zum Thema Buchdruck und Buchbinderei. Ist jeweils sehr gut angekommen.

Mark
Fortis Fortuna Adiuvat

In einer irrsinnigen Welt vernünftig sein zu wollen, ist schon ein Widerspruch in sich.
(Voltaire)

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Re: Versuch eines Buchbindethreads

Beitrag von Holunderbeere » 24.08.2015 9:48

Guten Morgen,

Hier mal ein bisschen "Materialporno", bevor es mit meinen neuesten Projekten weitergeht.

Bei neuen Hobbies komme ich immer irgendwann an einen Punkt, an dem die neuen Materialien und Werkzeuge nach einer Ordnung verlangen. An dem Punkt geht dann das große Organisieren los oder - manchmal bin ich auch wechselhaft - ich warte ab, bis ich erstmal wieder das Interesse an den Hobbies verliere. (Was das Organisieren allerdings nur verschiebt, denn irgendwann leben sie stets wieder auf.)

Bei den Buchbindesachen war letzthin die Zeit des Organisierens gekommen.

Zeilenbändchen und Kapitalbänder:

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Hier muss ich nochmal erwähnen, dass es einen eBay-Händler gibt, der Sets aus farblich sortierten Bändern in jeweils kleinen Mengen anbietet. Finde ich super, so kommt man zu einer gewissen Auswahl, aber in Mengen, die man im Rahmen des Hobbys auch verbrauchen kann.

Sowas beflügelt bei mir ja immer die Phantasie. Was liegt nicht alles an tollen Projekten in diesen Farben verborgen?

Auch die Buchbindegarne haben ein, zumindest vorläufiges, Zuhause gefunden.

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Die farbigen Leinenzwirne sind natürlich am schönsten, wenn man sie auch sieht, zB bei einer koptischen Bindung.

Viele Grüße,
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