Überlegungen zu einem Reisetintenfaß

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VolkerB
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Überlegungen zu einem Reisetintenfaß

Beitrag von VolkerB » 13.09.2020 21:07

Hallo,

in den letztenTagen habe ich mir ein paar Gedanken gemacht, wie ich mit Füller verreisen kann. Hier ein paar Überlegungen.

Dieses Jahr habe ich ein paar Patronen mitgenommen, die einfachste Lösung.

Die Reisetintenfässer von Visconti und Pineider sind recht teuer.

Tinte im Glas finde ich etwas riskant, weil zerbrechlich, auch wenn das davon abhängt, wie man verreisen will. Im eigenen Auto ist es sicher unproblematischer als im Koffer fürs Flugzeug.

Relativ sicher sind wahrscheinlich Plastikgefäße, die nicht so leicht splittern, z. B. aus Polypropylen. Blackstone verkauft Tinte in solchen 30 ml Weithalsflaschen. Die Größe ist ja schon reichlich, so viel wird man wahrscheinlich auch bei fleißigem Tagebuchschreiben nicht verbrauchen. Nachteil wäre am ehesten, daß man die Neige schlecht leeren kann.

Tintenproben kommen meist in 5 ml Plastikröhrchen, die mit konischem Boden kann man in der Regel fast vollständig leeren. Die Größe sollte auch für mittelgroße Füller ausreichen. Wer unbedingt seinen 149 mitnehmen will, muß ggf. eine andere Lösung suchen. Die Größe sollte ausreichen, ggf. mehrere Probenröhrchen mitnehmen, dafür kann man dann aber auch die Tinte wechseln. Für die Befüllung von Konvertern sind die 5 ml Röhrchen schon ein wenig lang und eng. Ggf. zusätzlich Kanüle oder Pineider Snorkel?

Die Röhrchen gibt es auch mit größeren Volumina. Typische Reagensgläser gibt es auch mit Schraubdeckel, Volumen ca. 10 ml, aber auch recht eng. Von Fritz Schimpf gibt es auch manchmal Tintenproben mit ca. 10 ml Röhrchen, die etwas kürzer und weiter sind. Ich habe auch zwei Röhrchen von Sarstedt von 30 ml, spitzkonischer Boden, Schraubdeckel, eigentlich für den medizinischen Gebrauch, die sollten auch jeden sinnvollen Bedarf decken können.

Ich habe jetzt außerdem von Monteverde ein Angebot gesehen, 50 ml Tinte in einem Schraubröhrchen mit konischem Boden, außerdem ein weiteres leeres Röhrchen dabei. Das würde die Höchstmenge der TSA voll ausnutzen.

Das nur zum Stand meiner Überlegungen. Hat noch jemand Ideen oder Erfahrungen?

Viele Grüße,
Volker

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TomSch
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Re: Überlegungen zu einem Reisetintenfaß

Beitrag von TomSch » 13.09.2020 21:20

Tachchen!

Jau, habbich: Innokin U Can ist eigentlich ein Behältnis zum Transport von Verdampfer-Zeugs, kann man allerdings auch problemlos zum Transport von Tinte nutzen. Vorteile gibt's viele: Material ist Edelstahl, die Füllmenge beträgt 10ml. Mit einem Durchmesser von 22mm, einer Höhe von 70mm und einem Gewicht von 95 Gramm lässt es sich leicht transportieren. Man hat die Spritze (Pumpmechanismus) bereits inklusive.

Die 10-20ml-Plastikpülleken sind allerdings auch mein Standard-Mitnahme-Gefäß.
Tüss, Thomas
Bewerte deine Erfolge daran, was du aufgeben musstest, um sie zu erzielen.
Dalai Lama

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Edelweissine
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Re: Überlegungen zu einem Reisetintenfaß

Beitrag von Edelweissine » 13.09.2020 21:21

Hallo Volker,
Deine erste Idee ist für mich die naheliegendste: Patronen mitnehmen, dann ist das Nachfüllen schnell und sauber erledigt. Bei Proberöhrchen hätte ich immer die Befürchtung, dass sie auslaufen könnten (ist mir beim Versand leider schon mehrfach passiert). Mittlerweile nehme ich auch gern einfach mehrere mit Tinte ausgestattete Füller im Etui mit, normalerweise ist das problemlos. Und so eine Füllung sollte einige Zeit halten. Das Reinigen und Wiederbefüllen mag ich auf Reisen nämlich nicht so gern, das praktiziere ich lieber im häuslichen Umfeld mit allen Bequemlichkeiten.
Gruß,
Heike

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Re: Überlegungen zu einem Reisetintenfaß

Beitrag von Tichy » 13.09.2020 21:28

Mir fallen noch die 30ml Fläschchen von Diamine ein, die sind auch aus Kunststoff. Allerdings ist die Öffnung recht schmal.
Von Noodlers gibt es auch verschließbare Patronen zum selber befüllen.
Ich finde allerdings auch, dass viele Tintenfäßchen aus Glas unproblematisch sind, da sie oft recht dickwandig sind (z.B. Pelikan 4001, Lamy). Die halten es auch aus mal auf den Boden zu fallen. Wenn man sie noch in ein Stückchen Stoff einwickelt, empfinde ich sie als sehr sicher.

Edit: Ein frisch befüllter Eyedropper mit EF Feder sollte allerdings auch eine Zeit lang reichen.
Gruß

Björn

VolkerB
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Re: Überlegungen zu einem Reisetintenfaß

Beitrag von VolkerB » 13.09.2020 21:46

Schraubdeckel würde ich vor der Reise mit einem Streifen Tesa sichern.

kopjekoffie
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Re: Überlegungen zu einem Reisetintenfaß

Beitrag von kopjekoffie » 13.09.2020 22:39

Thomas, stimmt. Die Innokin U Can habe ich auch noch rumliegen...so um die 20 Stück, davon sind keiner mehr in Benutzung. Davon sind 3 nicht dicht, aber die finde ich noch.

Falls Volker ein oder zwei möchte, kann ich welche abgeben. Gerne per PN.
Groetjes

Dolores

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meinauda
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Re: Überlegungen zu einem Reisetintenfaß

Beitrag von meinauda » 13.09.2020 23:02

Vor einigen Jahren habe ich auch zwei Inno U Can gerne als Reisebegleiter genutzt (Rucksack und stundenlanges Vibrieren auf der Vespa ohne Schaden)
Meine letzte Reise, auch Rucksack, aber Auto und Fahrrad, war ein kleines Fläschchen der Favorit. Da ich nur Patronenfüller im Kästchen hatte, war der Durchmesser des Plastikpüllchens ohne Belang. Der winzige Plastikverschluss hält perfekt. Mit der Pipette kann ich die Glasfeder wie auch die Spitzfeder gut benetzen. So bin ich mit meiner Minibrotdose und den MidoriBrass Schreibern ( Füllhalter, Bleistift, Gelstift, umgebauter Gelstift mit Spitzfeder, umgebauter Gelstift mit Glasfeder) und dem Sailor mini gut gerüstet. Alles liegt lose in der Metalldose und hat dem Tintenpüllchen nichts anhaben können.
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Re: Überlegungen zu einem Reisetintenfaß

Beitrag von NicolausPiscator » 14.09.2020 17:58

Beim Reisen nehme ich mittlerweile Tintenpatronen mit, das aus meiner Erfahrung nach probateste Mittel. Über die Ökobilanz und auch das Preis-Leistungsverhältnis lässt sich diskutieren, wenn man einige Tatsachen ausblendet. Bis vor etwa 10 Jahren habe ich immer mein aktuelles Tintenglas mit Montblanc Schwarzblau mitgenommen. Sowohl die Tinte als auch das Glas haben das gut überstanden.

Als ich darauf gestoßen bin, dass ich verschiedene Tintenfarben einsetzen kann, hat sich mein Tinten- und Füllersortiment sehr verändert. Bis dahin hatte ich einen Kolbenfüller und eine Tinte. Nun sieht das anders aus.

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Re: Überlegungen zu einem Reisetintenfaß

Beitrag von Kormoranfeder » 14.09.2020 19:43

Von Herbin gibt's 10ml Fläschchen.
Carsten

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Re: Überlegungen zu einem Reisetintenfaß

Beitrag von peterpaul » 14.09.2020 20:08

Von Nalgene gibt es unterschiedlichste Fläschchen. Sie sind sehr stabil und auslaufsicher.
L. G. Peter

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Re: Überlegungen zu einem Reisetintenfaß

Beitrag von Balou » 14.09.2020 22:55

Hi,

Spannende Frage ist ja wieviel Tinten sollen es den sein? Für Reisen tendiere ich eher zu Patrone und Kaweco Liliput. Das ist robust und übersteht auch einen nicht so sorgsamen Umgang mit dem Gepäck. Wenn es dann noch unbedingt die Lieblingstinte aus dem Fass sein soll.
Apothekerflasche und Spritze und leere Patronen. Ich habe dafür ein Schlüsseletui zweckentfremdet. Kommt dann noch ein kleines Stück Stoff mit rein damit nicht alles klappert und gut. Wenn es unbedingt Kolbenfüller sein sein. Habe bisher kein Problem gehabt zb. ein Pelikan Glas mitzunehmen. Wenn ich die Online bestelle und die heile ankommen, kann ich die auch in meinen Koffer werfen. Okay Flugerfahrungen
sind jetzt nicht dabei.
Was auch schön in meine Tasche passt sind die iroshizuku tinte 15ml Flakons.

BalouB

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Andreas_Beutlin
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Re: Überlegungen zu einem Reisetintenfaß

Beitrag von Andreas_Beutlin » 14.09.2020 22:56

Guten Abend,

eine kurze Frage stellt sich mir noch. Wie verschließt ihr die Tintenpatronen sicher für den Transport?

Liebe Grüße,

Andreas
„Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.” -Albert Einstein
„Mut kann man an den unwahrscheinlichsten Stellen finden” - J.R.R. Tolkien

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Re: Überlegungen zu einem Reisetintenfaß

Beitrag von V-Li » 15.09.2020 5:24

Balou hat geschrieben:
14.09.2020 22:55
Habe bisher kein Problem gehabt zb. ein Pelikan Glas mitzunehmen. Wenn ich die Online bestelle und die heile ankommen, kann ich die auch in meinen Koffer werfen. Okay Flugerfahrungen sind jetzt nicht dabei.
Also ich habe Tintenfässer häufig mit dabei. In zwei Tüten gepackt sind sie auch problemlos mitgeflogen, nur die Diamine 80ml nehme ich nicht mit, der Deckel scheint nicht immer ganz dicht zu sein.

Mittlerweile nehme ich aber eher Reisetintenfäßer.

V-Li
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Re: Überlegungen zu einem Reisetintenfaß

Beitrag von V-Li » 15.09.2020 5:31

Andreas_Beutlin hat geschrieben:
14.09.2020 22:56
eine kurze Frage stellt sich mir noch. Wie verschließt ihr die Tintenpatronen sicher für den Transport?
Zum Beispiel so: viewtopic.php?f=10&t=12206 und https://www.hamiltonpens.com/products/g ... 13d1&_ss=r (letzterer ist bei meinem Kleinen im Federmäppchen aktuell in Benutzung).

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Tenryu
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Re: Überlegungen zu einem Reisetintenfaß

Beitrag von Tenryu » 15.09.2020 16:09

Mal eine Frage: wieviele Seiten schreibt ihr auf Reisen?
Ein voller Kolbenfüller reicht für rund 30 Seiten. Ein Pelikan Level für mindestens 90 Seiten. Ein Vakuum- oder Schiebekolbenfüller ebenfalls für 80-90 Seiten.

Ich verreise nie. Aber wenn ich es täte, würde ich eine Schachtel Patronen (oder zur Not auch zwei) in einer stabilen Dose mitnehmen oder meinen treuen Level. Dann wäre ich bedient und müßte mir keine Gedanken machen. Und sollte meine Reise mich nicht in die Einöde oder den Dschungel führen, würde ich ganz bestimmt den dortigen Schreibwarengeschäften einen Besuch abstatten, allein schon um nach exotischen Schreibgeräten und neuen Titen Ausschau zu halten. ;)

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