Vergleiche von Kugelschreiber-, Gel und Tintenminen

Kugelschreiber, Tintenroller, Bleistifte etc.

Moderatoren: desas, Linceo, Lamynator

Antworten
alt_genug
Beiträge: 145
Registriert: 26.02.2020 11:06

Vergleiche von Kugelschreiber-, Gel und Tintenminen

Beitrag von alt_genug » 25.09.2020 12:08

Liebe Enthusiasten,

oft kommt in Diskussionen die Frage nach den Schreibeigenschaften bestimmter Minen für Kugelschreiber, Tintenroller oder Gelminenstifte auf. Vielleicht ist es sinnvoll, an einem Platz über Vergleiche zu diskutieren, die man selbst anstellen konnte, oder über die man gerne etwas erfahren möchte. Gerne kann auch auf bestehende Themen verwiesen werden, in denen einzelne Aspekte dieser Minentypen schon besprochen wurden.

Aktuell bin ich durch einen im "Neuzugänge"-Thema gezeigten Stift darauf gekommen, mal wieder die Caran d'Ache Goliath Kugelschreibermine ausprobieren. Diese wird oft lobend erwähnt, selbst ein alter Freund ohne besonders tiefes Interesse an Schreibgeräten hat mir aus seinem Büroalltag diese Empfehlung ausgesprochen. Ich habe die Mine in der Breite "Medium" derzeit in einem 849er Kuli, den ich aber eigentlich abgeben wollte, gerade weil mich die Mine nicht vollständig überzeugt hat. Deshalb habe ich sie mal auf die Schnelle mit anderen, ähnlich stark und ebenfalls blau schreibenden Minen verglichen.

Zwei Kugelschreiberminen standen mir zum direkten Vergleich zur Verfügung: die Kaweco Soul 1,0 mm (M) im D1-Format und eine Schmidt EasyFlow 9000 M. Im Vergleich mit der Kaweco 1,0 mm Mine hebt sich die Goliath-Mine positiv ab. Auch ggü. den Pelikan 337 Minen (habe ich derzeit nur in schwarz) schreibt sich die Goliath leichter und konsistenter. Die Schmidt EasyFlow 9000 setzt sich aber aus meiner Sicht wiederum deutlich von der Goliath ab. Sie schreibt noch weicher und außerdem ist das Blau satter.

Im nächsten Schritt habe ich die Goliath M mit Gel- bzw. Tintenminen verglichen. Hier kann die Goliath M gut mit einer OHTO C-310 Gelmine mithalten. Der Schreibfluss ist ähnlich, selbst die Tintenfarbe nicht völlig anders. Im Vergleich zu den aus meiner Sicht besseren Gel- bzw. Tintenminen von Parker, Pelikan und Montblanc allerdings kommt selbst die Schmidt EasyFlow nicht ganz mit. Das betrifft zum einen die Leichtigkeit des Schreibens und zum anderen auch die Pigmentierung.

Wichtig ist natürlich immer, was für einen persönlich am besten passt. Die Größe der eigenen Schrift, die Geschwindigkeit des Schreibens, das bevorzugte Papier u.a. haben einen Einfluss auf das persönlich empfundene Optimum. Bei den Kugelschreiberminen sehe ich jedenfalls die Schmidt EasyFlow weit vorne von allen mir bisher in die Finger gekommenen. Bei den Gelminen schwanke ich je nach Laune zwischen dem besseren Fluss der sehr wässrigen Tombow- und Montblanc-Minen und dem satten Farbauftrag der Parker-Gel- oder Pelikan-338-Minen.

Den Vorteil von Gel- und Tintenminen sehe ich in der geringeren Neigung zu Aussetzern bzw. zwischendurch kurzzeitig blasseren Strichen, wie es meiner Meinung nach in unterschiedlichem Maße bei allen Kugelschreiberminen zu beobachten ist. Dafür sind Gelminen schneller leer und eigentlich immer teurer. Auch sind viele Kugelschreiberminen schneller wischfest.

Einen sehr umfangreichen Vergleich von Kugelschreiberminen hat Vikka im Thema zur "besten Kugelschreibermine" gezeigt. Ein paar (vorwiegend Gel- und Tinten-) Minen in Blau und Schwarz habe ich auch in diesem Thema verglichen.

Viele Grüße
Sebastian

SpurAufPapier
Beiträge: 2245
Registriert: 13.01.2018 19:55

Re: Vergleiche von Kugelschreiber-, Gel und Tintenminen

Beitrag von SpurAufPapier » 25.09.2020 12:39

alt_genug hat geschrieben:
25.09.2020 12:08
Ich habe die Mine in der Breite "Medium" derzeit in einem 849er Kuli, den ich aber eigentlich abgeben wollte, gerade weil mich die Mine nicht vollständig überzeugt hat.
Die Goliath-Mine (meine erste und einzige) habe ich jetzt seit ca. einem Monat und schreibe sehr viel damit. Ich bin enttäuscht. Eine Bewertung wollte ich demnächst einstellen, noch nicht dazu gekommen bis jetzt.

Hier gibt es auch was:
viewtopic.php?f=19&t=7486
Grüße
Vikka

Das Leben ist zu kurz für schlechte Schreibgeräte

Benutzeravatar
HeKe2
Beiträge: 1422
Registriert: 21.03.2018 23:31

Re: Vergleiche von Kugelschreiber-, Gel und Tintenminen

Beitrag von HeKe2 » 25.09.2020 12:42

Ich meine mich zu erinnern, das thema schon einmal gesehen zu haben. Richtig gefunden habe ich aber nichts. Einzug dieser Faden
viewtopic.php?f=19&t=5478&start=15&hili ... mine+tinte
erschien mir brauchbar.
Beste Grüße
Hermann

alt_genug
Beiträge: 145
Registriert: 26.02.2020 11:06

Re: Vergleiche von Kugelschreiber-, Gel und Tintenminen

Beitrag von alt_genug » 25.09.2020 12:58

Hallo Vikka, Du hast die Goliath in B, oder? Da wirkt der Strich auf Deinen Fotos zumindest deutlich satter, als bei meiner M.

Und der Abstand Kaweco Soul -> Cd'A Goliath ist aus meiner Sicht kleiner, als der Zwischen Cd'A Goliath und Schmidt EasyFlow, jedenfalls in M.

Hallo Herrmann, vielen Dank für das Ausgraben des anderen Themas! Ich hatte auch gesucht, aber nichts wirklich passendes zum Anhängen gefunden.

Und dann habe ich auch noch vergessen, mein Vergleichsfoto anzuhängen... Hiermit nachgeholt!

Viele Grüße
Sebastian
Dateianhänge
P9250137.jpeg
P9250137.jpeg (186.32 KiB) 332 mal betrachtet

SpurAufPapier
Beiträge: 2245
Registriert: 13.01.2018 19:55

Re: Vergleiche von Kugelschreiber-, Gel und Tintenminen

Beitrag von SpurAufPapier » 25.09.2020 13:02

alt_genug hat geschrieben:
25.09.2020 12:58
Hallo Vikka, Du hast die Goliath in B, oder? Da wirkt der Strich auf Deinen Fotos zumindest deutlich satter, als bei meiner M.
Es ist eine B. Sie schreibt so leicht und "ölig" wie ein Gelstift, gleitet besser als ein Tintenroller, trocknet wie ein Kuli. Eigentlich perfekt. Aber das Schmieren ist unzumutbar, und dabei liebe ich schmierende Kulis, das ist für mich wie ein satter Tintenfluss mit Shading. Nur sollte der satte Tintenfluss eben nicht auslaufen... Ich werde demnächst berichten.
Grüße
Vikka

Das Leben ist zu kurz für schlechte Schreibgeräte

Antworten

Zurück zu „Andere Schreibgeräte“