Tipp zur Entfernung der Reste vom Tintensack

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Vespafahrer
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Tipp zur Entfernung der Reste vom Tintensack

Beitrag von Vespafahrer » 11.11.2018 15:25

Hallo zusammen,

mir ist der letzten Woche via Ebay ein traumhafter Duofold zugelaufen.
Mit viel Mühe, Kerzenzange, Fahrradschlauch und Wärme habe die Section nun vom Barel getrennt.
Soweit so gut. Schellack und passende Gummischläuche hätte ich da, nur wie die Reste von dem alten Sack aus dem Barel bekommen.
Unter Licht betrachtet, sorry fotografiert bekomme ich das leider nicht, ist der alte Tintensack gleichmäßig mit dem Rest des Füllers verbacken. Man könnte meinen da hat jemand den Sack mit Klebstoff überzogen und mittels Druckluft bündig eingepresst. Vermutlich eine Folge von 30, 40 Jahren vergessen worden zu sein.
Selbst langes wässern hat es bisher nicht vermocht diese seltsame Mischung von Gummi, Tinte und Schellack zu trennen.
Gibt es da einen Trick denn man kennen müsste?

Gruß
Holger

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patta
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Re: Tipp zur Entfernung der Reste vom Tintensack

Beitrag von patta » 11.11.2018 15:29

Holger,

zwei Kommentare von mir dazu:

1. Ich hab es selbst noch nie gemacht.
2. Ich hab gelesen, dass ein Bastler chirurgische oder zahnchirurgische Werkzeuge empfiehlt, mit denen man "Material aus Löchern" entfernen kann. Also prinzipiell so etwas wie eine lange Pinzette mit kleinem Schaber vorne dran o.ä.

Nur meine 0,02 € dazu,
patta

Die Hälfte dessen, was man schreibt, ist schädlich, die andere Hälfte unnütz. - Friedrich Dürrenmatt

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TomSch
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Re: Tipp zur Entfernung der Reste vom Tintensack

Beitrag von TomSch » 11.11.2018 15:31

Tach Holger,

da gab's hier im Forum schon einmal eine längere Diskussion drüber, meine ich. Ich weiß nur nicht mehr wo. Am besten schaust du die Beiträge hier ( viewforum.php?f=14 ) durch. Ich glaube mich zu erinnern, dass man mit Salz bzw. Reis die Gummi-Celluloid-Verbindung brüchig bekommt und die Bröxkes dann rauskratzen kann. :o

Tschüsskess, Thomas
Bewerte deine Erfolge daran, was du aufgeben musstest, um sie zu erzielen.
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Re: Tipp zur Entfernung der Reste vom Tintensack

Beitrag von Vespafahrer » 12.11.2018 21:52

Vielen Dank für die Antworten.
Als Besitzer einer Drehbank und mit gewisser Affinität für Maschinenwerkzeuge habe ich einen Gang in die Garage unternommen und tatsächlich was passendes gefunden. Der Innenraum des Füllers hat sich mit +/- 8,27mm messen lassen. Das bedeutet eine Maschinenreibahle mit 8mm passt problemlos hinein ohne Schäden anzurichten. Also den Füller schön linear zur Ahle eingespannt und zentriert. Tiefe zum Anschlag gemessen und gut 1mm davor fixiert. Sodann mit 100 Umdrehungen die Bank anlaufen lassen und langsam die Ahle in den Füller zugeführt. Alles vier mal wiederholt und dabei immer ein paar Millimeter tiefer eingefahren. Am Ende hab ich so ein ordentliches Häufchen Gummi, Schellack und eingetrocknete Tinte herausgeholt. Mit Druckluft die letzten Reste herausgeblasen und fertig. Hat sehr gut funktioniert und es kamen alle Reste heraus.
Einen neuen 14er Sack mit Schellack fixiert und trocknen lassen. Alle anderen Teile der Reinigung und Politur unterzogen.
Voilá, so sieht der Gute nun aus. Das Werkzeug mal daneben gelegt.
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Parker(4).JPG (20.3 KiB) 460 mal betrachtet
Es gibt noch einen farbigen Bruder
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Parker(6).JPG (321.1 KiB) 460 mal betrachtet
Insgesamt war der verregnete Sonntag eine gute Gelegenheit die letzten Flohmarktfunde und Gelegenheitkäufe auf Vordermann zu bringen. Was mich geritten hat den Sailor mit den abgebrochenen Clip zu kaufen weiß ich allerdings immer noch nicht. Clip neu machen kostet mehr als ein kompletter, neuer Sailor.

Gruß
Holger

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Re: Tipp zur Entfernung der Reste vom Tintensack

Beitrag von Vespafahrer » 13.11.2018 9:59

Das letzte Bild war wohl nicht kompatibel. Also noch mal.
Parker(7).JPG
Parker(7).JPG (35.13 KiB) 413 mal betrachtet

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