Parker Sonnet

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Sumgai
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Re: Parker Sonnet

Beitrag von Sumgai » 29.04.2016 5:20

Ja, mein erster Sonnet war ein 1996er B mit Goldfeder von Zeichen Center Berlin. Ein tolles Stück.
Das recht prätentiöse SCRIPTUM Magazin hatte mich angefixt.
Habe ihn irgendwann mal hier verkauft, glaube ich.
Und mein Monochrome ist rein ästhetisch einer meiner absoluten Lieblinge.

Wenn man an einer Sonnet Kappe oben saugt, kommt da schon viel Luft durch.
Ich finde, gewichtet, dass man sie halt nicht blind kaufen kann, so wie einen Souverän.
Wer seine Schwerter zu Pflugscharen macht, wird für die pflügen, die das nicht getan haben.

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Sumgai
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Re: Parker Sonnet

Beitrag von Sumgai » 22.05.2016 13:54

Mittlerweile wurde die Reklamation anerkannt und ich erwarte dieser Tage eine neue Feder für den Sonnet.
Der Service läuft über Frankreich.
Schön, dass man sich auch für einen NOS Ebaykauf verantwortlich fühlt.
Wer seine Schwerter zu Pflugscharen macht, wird für die pflügen, die das nicht getan haben.

GinTonic
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Re: Parker Sonnet

Beitrag von GinTonic » 08.10.2016 14:28

Hi, ich hoffe, ihr könnt mir was zu meinem Sonnet sagen. Ich habe mir vor gut 2,5 Jahren einen Parker Sonnet bestellt, und zwar diesen hier, damal ca. 83€ bezahlt.

https://www.amazon.de/dp/B001H81KOE/ref ... -xbP5157RV

Jetzt die Frage an die Parker-Kenner:

In der Beschreibung war die Rede von einer M Feder. Auf der Feder selber steht nichts drauf. Nur auf dem Tintenleiter ist M aufgeprägt. Ist das definitiv die Federstärke? Ich frage, da er wie ich finde recht breit schreibt, breiter als Pelikan. Auf jeden Fall eher eine europäische B. Mich stört es nicht, interessiert mich halt nur, ob die bei Parker generell so ausfallen.
Dann ist mir aufgefallen, dass die Feder recht flexibel ist, nicht weniger flexibel als die Goldfeder meines Pelikan M400 und M605. In der Beschreibung steht allerdings Edelstahl goldplattiert. Bei dem (real bezahlten) Preis würde ich Gold auch eher nicht erwarten. Und wenn, dann wäre es doch auf die Feder gestempelt.
Also sind die Parker Sonnet Federn aus Edelstahl so?
Dann ist mir noch aufgefallen, dass die Federspitze ganz minimal nach oben gechwungen zu sein scheint. Wenn sie verbogen wäre, würde sie nicht so weich schreiben, also gehe ich mal davon aus, das gehört so.

Übrigens, anfangs hatte ich mit Aussetzern zu kämpfen. Lange hat er ein Schubladendasein gefristet, bis mich vor einigen Monaten die Fülleritis gepackt hat. Ich glaube nicht, dass der Tintenfluss schuld ist, zumal er recht satt schreibt, wenn er schreibt. Mein Verdacht ging eher in richtung Babybottom. Jedenfalls habe ich nun vermehrt darauf geachtet, ihn mit gut fließenden Tinten zu befüllen, und er hat sich offenbar selbst geheilt. Er schreibt wunderbar satt, da sieht auf einmal sogar eine stinknormale Königsblau nach was aus. Und er gleitet wunderbar übers Papier.
Also er macht mir richtig Spaß!

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TomSch
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Re: Parker Sonnet

Beitrag von TomSch » 08.10.2016 14:41

'Löchen.

Bei den Sonnets ist die Federbriete in der Tat unten auf dem Tintenleiter eingraviert.
Die Federn meiner Sonnets schreiben auch eher etwas breiter als angegeben und zudem sehr weich.
Eine Feder aus Gold wäre gepunzt, das ist korrekt.
Und ja zum vierten: die Federn haben sich als ein wenig biegsam, manche würden auch "flexibel" sagen, erwiesen.

Cheerio, Thomas
Bewerte deine Erfolge daran, was du aufgeben musstest, um sie zu erzielen.
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Joachim K
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Re: Parker Sonnet

Beitrag von Joachim K » 08.10.2016 19:21

Auch von mir ein "Hallo",

zu den von Thomas gegebenen Antworten ist wenig hinzuzufügen, außer - das die Feder aus Edelstahl und 23 Karat vergoldet ist. Meistens wird ab 14 Karat gepunzt. Sonnets haben dann aber eher 18 Karat Federn, wenn sie höherwertige Ausführungen sind - außer ein paar ganz alten Modellen. Tintenfluss und Aussetzer ist bei den Sonnets manchmal ein Problem, welches sich entweder durch Tintenwechsel oder leichter Federmanipulation (eben Dein genanntes leicht nach oben gebogene) beheben lässt. Die nachgesagte "Non-writing Pen" Attitude (schnelles austrocknen nach 1-2 Tagen) lässt sich manchmal durch abkleben mit Tesa oder Silikon (transparent) an der Kappe beheben. Diese hat ja aus Sicherheitsgründen eine Öffnung unter dem Clip ganz oben - die z.B. beim verschlucken der Kappe - ein ersticken verhindern soll ... aber eben auch die Tinte am Tintenleiter und Feder dadurch schnell antrocknen läßt.

VG.,

Jo

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Re: Parker Sonnet

Beitrag von GinTonic » 09.10.2016 0:02

Also dass mit dem Sicherheitsaspekt (Ersticken verhindern) hatte ich immer für einen Scherz gehalten. Aber irgendeinen Grund muss das ja haben. Und warum haben andere Marken das dann nicht? Ist denn mal ein Kind an einer Parker-Kappe erstickt? Bei einer Pelikankappe müsste dann eben der gute alte Luftröhrenschnitt gesetzt werden :lol:

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Re: Parker Sonnet

Beitrag von PeliJoerg » 09.10.2016 11:46

Hallo,

ein weiterer möglicher Grund für ein Loch in der Kappe ist speziell bei Steckkappen der Überdruck, der in der Kappe beim Schließen des Füllers entsteht - eine Menge Schaft kommt rein und versperrt der Luft, die schon drin ist, gleichzeitig den Weg nach draußen. Durch das Loch kann die Luft entweichen, es entsteht kein Überdruck: die Kappe läßt sich bequemer schließen.

MfG
Jörg

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Re: Parker Sonnet

Beitrag von Linceo » 10.10.2016 11:58

Mein wunderschöner Sonnet Athenes aus den 90er Jahren hat eine weiche, durchaus als flexibel zu bezeichnende M-Feder und kein Loch in der Kappe.

Nachteil: Ich darf die Kappe nicht aus Versehen verschlucken... :shock:

Vorteil: Die Kappe schließt absolut dicht und die wunderbare 18K-Feder schreibt auch nach monatelangem unbenutzten Liegen mit sattem Tintenfluss an... :D

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Sumgai
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Re: Parker Sonnet

Beitrag von Sumgai » 20.10.2016 15:22

Freut mich, dass der Athens nach einer (pun intended) Odyssee bei Dir ein gutes Heim fand !
Wer seine Schwerter zu Pflugscharen macht, wird für die pflügen, die das nicht getan haben.

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Re: Parker Sonnet

Beitrag von LP388 » 16.12.2016 16:12

Weiss nicht obs hier hin passt, zur not bitte ins passende thema verschieben,
und möge der gut sortierte Einzelhandel mir vergeben.

Bin vorhin beim großen onlinehändler mit dem "a" Schwach geworden, da dort eine Aktion mit 20% Rabatt auf die Parker Sonnet Serie ist. deshalb habe ich mir den Praker Sonnet zugelegt. Da der Preis von 177€ für die Variante "Sterling Silber Ciselé" des Sonnets meines erachtens ein schnäppchen ist will ich es euch auch nicht vorenthalten.

Es Folgt der link:
https://www.amazon.de/Parker-S0808150-S ... ker+sonnet

Grüße

Lars
Grüße

Lars

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Re: Parker Sonnet

Beitrag von Holger Haberstig » 04.02.2017 23:58

Hallo zusammen,

ich habe Lars Hinweis zum Anlass genommen und mir einen Sonnet in matt schwarz und mit F Feder zugelegt. :D

Und ich bin begeistert. Habe den Füller jetzt seit vier Wochen immer dabei in meinem Taschenbegleiter von Roterfaden. Und er schreibt tadellos. Auch wenn ich ihn mal tatsächlich ein paar Tage liegen lasse schreibt er sofort wieder an. Btw: Ich benutze die schwarze Dokumententinte von de Atramentis im mitgelieferten Konverter. Ich finde die Tinte sehr "flüssig", vielleicht ein Grund warum der Füller so zuverlässig schreibt.

Grüße
Holger
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Re: Parker Sonnet

Beitrag von Mesonus » 19.07.2017 13:21

"Schreibt schlecht an" hatte ich gelesen, "trocknet schnell aus bei Nichtbenutzung" hatte ich noch im Ohr, aber dass ein so netter kleiner und sanft schreibender Füller es schafft, einen kompletten Konverter innerhalb von einer Woche zu verdunsten hat mich dann doch überrascht. Bei mir ist es die Version in rotem Lack mit vergoldeter M-Stahlfeder, schick anzusehen und die Feder schreibt wunderbar weich und sanft und solange tatsächlich Tinte im Konverter ist, gibt es auch keinerlei Anschreibprobleme.
Mit ein wenig "Nibcreap" hab ich kein Problem, bei manchen Feder-Tinte-Kombis sieht das sogar richtig genial aus. Das ist hier aber nur der Anfang. Nach ein paar Tagen ist der goldene Ring, der die Griffsektion richtung Feder abschließt, eingefärbt und dann dauert's nicht mehr lang bis zum kompletten Tintenverlust.
Die Luftöffnungen sind ja wirklich riesig, es schaut so aus als sitze der schwarze Plastikknopf an der Kappenspitze nur an 3 oder 4 Stegen, der Rest des Rings ist offen. Gerüchteweise habe ich ja gehört, die innere Kappe solle bei geschlossenem Füller die Luftzufuhr zur Feder unterbinden und wenn dies nicht funktionieren würde, wäre das ein Fall für die Garantie. Hat da jemand nähere Informationen? Bei einem Design-Fehler bleibt wohl nur das Abdichten...
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Joachim K
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Re: Parker Sonnet

Beitrag von Joachim K » 20.07.2017 14:51

Hallo Mesonus,

nein - das mit der Kappe ist ne Fehlinformation. Wenn Du die in den Mund nimmst und Luft ansaugst - merkst Du, wie einfach Du sie ansaugen kannst. Falls Du sie dann leider verschlucken würdest (jetzt natürlich nur rein theoretisch) - erstickst Du dann halt nicht. Das genau diese Kappe jetzt beim schließen die Feder abdichtet, wäre schön! Dann würde der Füller ja auch nicht so schnell austrocknen. Also hilft da nur transparentes Silikon, Tesa oder halt so lassen ...

MfG.,
Jo

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Re: Parker Sonnet

Beitrag von Mesonus » 20.07.2017 22:35

Hallo Jo,

danke für die Antwort, ich hatte das schon befürchtet. Mir ist schon klar, wozu die Löcher da sind. Trotzdem könnte man das Innenleben so konstruieren, dass mit dem schließen der Kappe die Feder trotz der Löcher dicht ist, oder die Löcher durch das Schließen der Kappe abdichten. Aber hier muss man wohl selbst zum Dichter werden :wink:

Gruß Jan
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Re: Parker Sonnet

Beitrag von Zola » 27.12.2018 17:02

Hallo,

Ich bitte zu entschuldigen, wenn ich hier im falschen Forum hinein geraten sein sollte. Bin zum ersten mal hier.

Ich besitze einen etwa zehn Jahre alten Parker Sonnet, ein schönes Stück, mit weicher Goldfeder und einem hervorragenden Schriftbild. Leider trocknet auch er sehr schnell aus, aber ich würde ihn dennoch nicht hergeben wollen.

Nun ist leider ein Stück des Tintenkolbens zerbrochen (siehe Bild), in das man das die Feder hineinschraubt. Ich suche ein solches Ersatzteil. Wer kann helfen? Ich wäre dankbar.
IMG_6161.JPG
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Frohe Weihnachten, Zola

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